Die deutsche Bahn hat oft Probleme mit der Klima-Anlage - und es können keine Fenster auf Kipp gestellt werden - es wird dann unerträglich warm und stickig! - zum Glück war es zumindest im Speise-Wagen angenehm!
LG,
Takis
Da gebe ich Dir vollkommen recht lieber Takis tigerdisco
Auch bei meinen vielen (Dienst- oder privaten )Reisen mit der DB erlebte ich so einiges - von fast Erfrieren bis zum fast Zerschmelzen + bestimmt mehre Tage meine Lebens opferte ich schon wartend wegen Verspätungen am Bahngleis
Schon an Bahngleis wurden wir wieder sehr nett von Lena empfangen.
Wir nutzten in der Bahnhofshalle sofort die sauberen Toiletten und putzten schnell die Zähne. Danach erklärte uns Lena, dass wir nun unsere 4-stündige Stadttour hatten.
Na prima - weder gescheit gewaschen, noch rasiert! Aber fit waren wir schon und gut gelaunt sowieso. So nebenbei wurden die Uhren weitere 2 Stunden nach vorne gestellt
Ein paar Fakten Nowosibirsk
Nowosibirsk hat 1,6 Millionen Einwohner und ist rund 500 qkm groß und ist somit die größte Stadt in Sibirien und die drittgrößte Stadt Russlands. Die Stadt liegt am Fluss Ob und wurde erst im Jahr 1893 gegründet . Damals wurde bei der Erschließung Westsibiriens eine Brücke für die Transsibirische Eisenbahn über den Ob gebaut, woraus dann die Millionenstadt Nowosibirsk entstanden ist. Bereits 70 Jahre nach der Gründung hatte Nowosibirsk die 1 Million Einwohner Marke geknackt.
Sie ist somit die zweite Stadt hinter Chicago mit dieser schnellwachsender Einwohnerzahl.
Der Hauptbahnhof von Nowosibirsk wurde 1939 eröffnet und ist im typischen Stil der Sowjetzeit erbaut. Er ist der größte Bahnhof in Sibirien und wurde Ende der 90er Jahre restauriert .
Nach Zugticket- und Passkontrolle durften wir in den Zug. Schon beim Einsteigen merkten wir, dass es ein sehr alter Waggon war. Wir stellten fest, dass es unerträglich heiß im ganzen Waggon war.
Auch die Betten waren dieses Mal nicht bezogen. Wir hatten nicht mal Bettwäsche im Abteil. Dieses Mal war es schwierig, mit dem Koffer (wir reisen aber durchaus mit normaler Größe). So hievte Peter die Koffer auf die oberen Betten. Davor räumte ich natürlich die Organizer mit allen Sachen aus dem Koffer.
Was allerdings von Anfang an sehr nett war, dass wir von den zwei Nachbarabteilen von russischen Mitreisenden freudig begrüßt wurden.
Im übernächsten Abteil sprach zum Glück ein Mann gut englisch und so fragte ich ihn, warum es so warm hier ist und auch die Kabinenutensilien fehlen.
Er sagte mir, dass es in diesem Waggon keine Klimaanlage gibt!!!! , da es ein sehr alter Waggon sei. Deshalb seien auch die Kofferfächer so klein und auch, dass die junge Schaffnerin recht unmotiviert sei.
Nach Abfahrt würde sie die Wäschepakete bestimmt austeilen.
Peter und ich begaben uns sehr rasch in den klimatisierten Speisewagen und blieben dort erstmal für bestimmt 2 Stunden.
Danach checkten wir unser Abteil, Bettwäsche war da und so bezogen wir unsere Betten selber.
Wir entschieden uns danach sofort wieder das Bordrestaurant zu besuchen. Wir hatten viel Spaß dort. Zuerst führten wir eine interessante Unterhaltung mit John aus England. Danach kamen mehrere Gäste unterschiedlichen Alters und es wurde Deutsch gesprochen, eine Gitarre hatten sie auch dabei.
Es stellte sich beim Plaudern heraus, dass es eine (Musik)Gruppe aus Thüringen war, die zum Olchon zu einem Internationalen Gesangsfestival reisen.
Sie probten im Bordrestaurant und es war sehr gut. Ich machte sogar ein kleines Video.
Die jüngsten Mitreisenden der Gruppe waren Jonathan mit 8 Jahren und die entzückende Hannah mit 2 Jahren. Es waren sehr unterhaltsame Stunden.
Bei einem Stopp stiegen wir Alle sehr gerne aus, es war richtig warm draußen.
Zurück im immer noch sehr heißen Abteil nahmen wir unsere Brotzeit ein, danach, es half nichts ! Wieder ins Bordrestaurant. Hier gesellte sich dann John mit seiner Familie dazu und wir führten lebhafte Gespräche.
Sie fuhren schon so einige Tage im Zug. Der Start mit dem Zug war London - Brüssel - Berlin - Warschau - Moskau - Wladiwostock. Danach stand noch Japan und die Mongolei auf dem Plan.
Wieder vergingen einige Stunden und gegen 22.30 Uhr ging es zurück zu unserem Abteil.
Zwischenzeitlich wechselte eine sehr nette und fleißige Schaffnerin in den Waggon. Mein neuer russischer Freund erklärte mir (natürlich in russisch) , die junge Frau sei eine Studentin und Aushilfskraft. Aber wir haben uns schon verstanden.
Es war nun ein wenig kühler. Alle Abteile hatten auch zum Schlafen die Türen geöffnet, die Schaffnerin öffnete auch die Verbindungstüren zu den anderen Waggons. Die vorhandenen Fenster waren sowieso gekippt. So zog zumindest frische Luft rein in unseren Waggon.
Wahrscheinlich lag es an den diversen Bieren, dass wir doch einigermaßen schlafen konnten.
Ich wurde zwar um 4.00 Uhr wieder wach, da der Zug ca 15 Minuten hielt und gesellte mich zu den Schaffnerinnen am Bahnsteig. Sie stehen immer vor den Waggons und sagen wie lange der Zug Aufenthalt hat. Da verpasst im Normalfall keiner den Zug.
Danach schlummerte ich tatsächlich tief und fest wieder ein. Kaffee heute deshalb Fehlanzeige.
Die Toiletten und Waschgelegenheiten waren abenteuerlich - ohne Worte!!!!! . Ich hatte ja zum Glück genügend Einmalwaschlappen dabei. Toilette musste ich hin und wieder aufsuchen - es war: nun ja.
Ich wollte Abenteuer, das gehört dann auch mal dazu. Insgesamt war es aber trotzdem ein lustiger Zugtag. Die Mitreisenden in unserem Waggon waren so nett. Wir standen ja ganz oft an den gekippten Fenstern zusammen.
Kurz vor Ankunft packten wir zusammen und ich zog die Betten auch wieder ab
Wir hatten Glück und durften in Nowosibirsk den Zug verlassen.
Ich merkte die Zeitverschiebung schon. Erst um um 3.00 Uhr schlief ich ein. Dafür hätte ich morgens gut schlafen können . In Nowosibirsk sind wir noch 2 Stunden früher dran
Gestern Vormittag war in Jekatarinenburg strahlend blauer Himmel bei 26 Grad .
Elena holte uns pünktlich ab und brachte uns zum Bahnhof.
Hier noch Bilder von beeindruckenden Gebäude des Historischen Bahnhofs, der jetzt ein Museum ist.
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Wir waren den Nachmittag dann selbstverständlich noch ein wenig selber in der Stadt und auch am Fluss
Die Fußgängerzone ist sehr offen gestaltet und es gibt immer wieder kleine Sitzgelegenheiten. Sehr besonders sind Statuen verschiedener Künstler von berühmten Persönlichkeiten. Natürlich findet man auch zahlreiche Geschäfte, kleine Cafés und Einkaufszentren in diesem Bereich.
Die
Uferpromenade ist sehr schön angelegt und ein kleiner Spaziergang ist fast ein
Muss. Schade, dass es heute so wolkenverhangen war.
Die
Wasserspiele sind schön anzusehen. Abends sind sie beleuchtet und die Fontänen
werden nach klassischer Musik präsentiert. Leider war es uns jetzt zu
spät
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Im Park neben
den Wasserspielen findet man große Mineralsteine aus dem Ural und auch Minerale
als Geschenke an die Stadt von vielen Ländern - insgesamt 60 verschiedene
Steine kann man sich ansehen
Unsere Fahrt führte uns in die Innenstadt. Vorbei an Stadtmusikanten anderer Art - sehr nett.
Dort stiegen wir aus. Leider fing es genau hier an zu regnen. Wir sahen eine sehr Puschkin Statue - der allerdings nie in Jekatarinenburg war - und besichtigten zunächst eines der Historischen Holzhäuser. Auch der Weg ist mit sehr alten Platten gepflastert. In den kleinen Garten durften wir reingehen
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Das Sevastyanov
Haus befindet sich direkt am Fluss Isset an der Uferpromenade und ist nicht zu
übersehen. Die spektakuläre Außenfassade sieht man schon von weitem. Das Gebäude unterhält die Regierung. Letzte Woche residierte erst Putin hier, der anlässlich einer
Messe in der Stadt war.
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Das wohl berühmteste Gebäude der Stadt ist die russisch-orthodoxe Kathedrale auf dem Blut. Der Name kommt auch nicht von ungefähr, denn an diesem Ort wurde im Juli 1918 der letzte russische Zar Nikolaus II. mit seiner Familie ermordet. Die Kathedrale wurde erst in den Jahren 2002 - 2003 erbaut , als das Ipatiew-Haus, welches vorher an diesem Ort stand, zu diesem Zweck abgerissen wurde.
Unsere nächste Besichtigung Ganina-Jama Zarenerinnerungsstätte und außergewöhnliches Kloster. Sieben Holzkathedralen symbolisieren die Mitglieder der Zarenfamilie. Die Kathedralen und die Anlagen sind wunderbar
Sehr feierlich war es, als ein Chor russische Lieder an dem Leichenfundort sang.
Nicht nur Katja, sondern auch Peter und ich waren sehr berührt.
Es gibt ein interessantes Museum mit Bildern. Auch der Keller in dem der Mord an der Zarenfamilie durch die Bolschewiken stattfand, wurde originalgetreu nachgebaut.
Heute ist nämlich ein sehr besonderer Tag denn viele Pilger sind im Ort zum Gedenken. Vom 16. auf den 17. Juli 1918 wurde die Zahlen Familie umgebracht und es finden die ganze Nacht Gedenkfeiern statt. Die Pilger wandern zu Fuß von der Stadt 17 km in die Zarenerinnerungsstätte.
Jekaterinburg ist mit 1, 5 Millionen Einwohnern die viertgrößte Stadt Russlands und die Hauptstadt der Ural-Region. Die Stadt liegt direkt an der imaginären Grenze von Europa und Asien und ist an die Transsibirische Eisenbahn angeschlossen.
Jekaterinburg ist eines der weltweit wichtigsten Zentren der Edelstahlverarbeitung. Im nahe gelegenen Ural-Gebirge finden sich die größten Bodenschätze des Landes. Der Name der Stadt leitet sich von der Zarin Katharina I . und der Schutzheiligen der Bergarbeiter, der heiligen Katharina, ab.
Weitgehend unbekannt ist die nach Moskau, St.Petersburg und Novosibirsk viertgrößte Stadt Russlands in Asien. Jekatarinenburg zu Sowjetzeiten (und heute nur noch im Bahnfahrplan): Sverdlovsk liegt bereits knapp hinter dem Ural (ca. 1700/1800 km von Moskau) am Fluss Isset. Sie wurde 1728 gegründet, ist administratives Zentrum der Uralregion und war als einer der Stützpunkte der sowjetischen Waffenindustrie bis 1992 geschlossene (verbotene) Stadt
Jekaterinenburg gefiel uns gestern schon so gut auf der Fahrt und soviel vorweg: Nach unserer interessanten 5 1/2 stündigen Führung mit Katja und unserer Fahrerin Elena sind wir sehr begeistert von Jekatarinenburg.
Jekaterinburg ist modern, europäisch geprägt, hat Flair und hat einiges Schönes zu bieten.
Unser erster Halt ca 15 km außerhalb von der Stadt
Die Maske der Trauer ist ein 15 Meter hohes Monument, das den Opfern der Stalinschen Säuberungen in der Sowjetunion gewidmet ist, die in den Lagern an der Kolyma gefangengehalten waren, einem berüchtigten Lagerkomplex des Gulag. Die Skulptur wurde am 12. Juni 1996 auf einem Berghang in Magadan errichtet. (Wikipedia)
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Besuch der Kontinent-Grenze mit dem Obelisken, der Asien und Europa symbolisiert war unser nächster Stopp. Schöne Fotos entstanden dann auch in angrenzenden Wald. Hochzeitspaare lassen sich hier gerne fotografieren und bringen Glücksbringerbönder an.
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Pünktlich um 10.00 Uhr wurden wir von der jungen Katja, unsere perfekt deutschsprachigen Reiseführerin für den heutigen Tag und Elena, unserer schon bekannten Fahrerin von gestern, abgeholt.
Seid Ihr bereit für eine Bilderflut von dieser beeindruckenden und interessanten Sightseeingtour?
Heute schreibe ich mit dem iPhone und lade der Einfachheit halber auch „nur“ iPhone Bilder hoch.
Momentan sitzen Peter und ich in einem ganz urigen Pub, die über ein sehr schnelles Internet verfügen.
Unser Tag neigt sich ja schon bald wieder dem Ende zu. Es ist Ortszeit hier 19:50 Uhr
Die Zeit
verging weiterhin meist liegend und lesend relativ schnell.
An der vorletzten Haltestelle vor Jekatarinenburg war ein längerer Halt
von 20 Minute. Die Temperaturen bestimmt draußen um die 28 Grad.
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Wir zogen uns dann wieder um, packten langsam unseren Koffer
und Rucksack und pünktlich auf die Minute erreichen wir um 20.15 Uhr Ortszeit
(18.15 Uhr Moskauer Zeit) Jekatarinenburg . Die erste Etappe mit 26 Stunden
Fahrt liegt hinter uns. Interessant war es!!!!
Der Transfer zum Hotel klappte wieder wunderbar. Das Zimmer
der nächsten zwei Tage ist auch komfortabel und morgen erkunden wir nun die
Stadt.
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Wir schliefen und erholten uns recht gut am Vormittag. Das Wetter war gemischt . Je weiter wir östlich kamen, umso mehr hellte es auf und die Sonne scheinte.
Es gab sogar ein kleines kostenloses Mittagessen. Kotelett bestellten wir am Vorabend. Man könnte das Fleisch schon essen.
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21 Stunden sind wir nun schon unterwegs. Weitere 5 1/2 Stunden Fahrt lagen vor uns.
Die Schaffnerinnen sprechen so gut wie nicht Englisch. Unsere jüngere Schaffnerin im Wagon hat allerdings auch einen Übersetzer parat. Sehr Kundenorientiert und das Personal ist sehr freundlich.
Ein freundliches Lächeln und ein herzliches „Spasiba“ öffnen - nach unseren Erfahrungen wie überall in der Welt - auch in Russland die Türen.
„Piva“ wussten wir schon im Voraus. Gelernt hat Peter schon „Gruschka“ = Bierkrug am Tag 1 im Bordrestaurant im Zug.
Nachdem ich die große Kamera nicht ständig mitschleppen wollte, aßen wir zunächst die Salami von der Brotzeitbox und danach eine 5-Minuten Terrine. Ich weiß nicht, ob ich so eine überhaupt schon mal gegessen habe, aber schmeckte nicht mal so schlecht.
Heidelbeeren und ein paar Prinzenrolle Kekse als Nachspeise - da kann man doch nicht meckern!!!
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Auch nach 6
Stunden Fahrt ist es nicht eine Sekunde langweilig. Mein Bett ist schon
gerichtet. Es ist schon sehr schmal. Aber ich denke, ein paar Stunden Schlaf
werden es werden.
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Und morgen gibt es ja wieder ein Hotelzimmer.
Übrigens sind weitere vier deutsche Gäste - Elternpaar und Tochter mit Ehemann- unsere Nachbarn. Auch sie nutzen pro Paar eine Kabine. Der Reiseverlauf ist ähnlich wie unserer, sie bleiben aber nur eine Nacht in Jekatarinenburg. Dafür sind sie noch drei Tage auf der Insel Olchon.
Peter hörte schon Schweizer Dialekt, Italienisch und Spanisch wird gesprochen. Mal schauen, mit wem wir noch plaudern werden.
15.7.
Die Nacht im Zug war eher kurz. Ich würde schon des Öfteren wach. Es wurde durch die Zeitumstellung auch schon gegen 3.15 Uhr hell. Die Überraschung war, dass es auch einen Duschraum gibt. Für 150 Rubel (ein bisschen über 2 Euro) je Person saßen wir bereits um 4.30 Uhr frischgeduscht in unserem Abteil mit einem komfortablen (Plastik)Haferl Kaffee und einem Tee + Mannerwaffeln. Peter war jetzt sehr begeistert, dass ich meine Organizer so gut gepackt hatte.