Beiträge von Kati22
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03.09.2025 Seetag und Flottentreff
Der Seetag war entspannt, kalt, aber sonnig.
Am frühen Morgen hatte das Schwesterschiff Artania bereits unseren Weg gekreuzt, allerdings schon um 8:00 Uhr, so dass sowohl die Phoenix Mitarbeiter als auch Passagiere nicht vorbereitet waren. Kapitän Morton Hansen von der Artania hatte entgegen unseres Kapitns die Geschwindigkeit nicht angepasst, denn eigentlich solllte das Treffen um 10:00 stattfinden. Somit gibt es dazu auch kein Foto.Umso ausfühlicher wurde das Treffen mit der Amdea zelebriert. Gegen 21:00 Uhr zum Sonnenuntergang sollte das Treffen stattfinden. Gegen 21:15 war das kleinste Schiff der Phoenix Flotte am Horizont zu sehen. Ich erfuhr von uschisiggi , die sich ja auf der Amadea befindet, dass noch eine Drehung der Schiffe geplant war. Und so war es dann auch.
Dazu gab es nicht nur die normale Begrüßung per 3maligen Horn, sondern ein regelrechtes Morsekonzert.
Gegen 21:45 waren unsere Hände so steifgefroren, dass wir uns vom obersten Deck nach innen verzogen. Der Wind war doch recht stark, so dass das Filmen mit der Drohne durch den Bordfilmer scheiterte. Die Drohne wurde gegen den Schornstein der Amera geweht und ein Flügel brach ab. Mittlerweile hat er den Flügel ersetzt und wird wohl weitere Aufnahmen machen können.Am Abend gab es nach der guten Show im Theater noch "Party" Time mit dem DJ in der "Harry's Bar". Unglaublich, wer sich da so alles auf die Tanzfläche begab. Jedwede Knieschmerzen und Alterswehwechen waren vergessen.xxxAdmin(bitte nur die von der Forums-Software vorgesehenen Emojis verwenden)xxx
Das sonstige hier spielende Duo Party Tiger aus Österreich war sicher überrascht, dass die Tanzfläche und auch die Bar so gut besucht war. Dreimal dürft ihr raten, wie das Dup sonst ankam...
Weiter Eisberge schwammen an der Küste entlang, die durch die starken Strahler des Schiffes erfasst wurden. Das war schon ziemlich spooky. -
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02.09.2025 Nuuk
Es war kein einfacher Weg nach Nuuk.
Bei Windstärke 8 und 4m Wellen hatten wir
starkes Rollen und Stampfen der Amera
nachts und tagsüber.
Gegen 16:00 Uhr kam die Durchsage des
Kreuzfahrtdirektors, dass unser Kapitän Dariel Valdez, es versuchen will, uns den Aufenthalt in Nuuk zu ermöglichen. Er dafür sogar ein Ticket der Lotsen kassiert hat, also eine Verwarnung.
Aber wir wussten von Vorreisenden in den letzten Jahren, dass er ein sehr routinierter Kapitän ist, der versucht vieles möglich zu machen, aber trotzdem sehr auf Sicherheit bedacht ist.Wir warteten weiter... der Schlepper, der uns helfen sollte, an die Pier zu kommen, musste mit Maschinenschaden abdrehen, also dümpelten wir vor der Hafeneinfahrt und warteten, dass der Wind nachlässt. Das konnte man über die Webcam von Nuuk auch gut erkennen.
Plötzlich ging es dann doch mit Schlepper, der kurzfristig repariert werden konnte, so dass wir statt 16:00 Uhr gegen 18:00 Uhr an der Pier lagen.
Das Wetter jedoch lud nicht wirklich zum Landgang ein, es regnete und dazu noch sehr windig.
Trotzdem machten wir uns auf den Weg und nutzten den heute kostenfreien Shuttlebus [aufgrund später Anlandung] bis zum Kulturzentrum, so dass wir einige Meter im Regen gespart hatten.Nuuk= Landzunge liegt in einem Fjord und ist als Hauptstadt Grönlands als Wohnort sehr gefragt. 20.000 Einwohner zählt die Stadt und wächste um 15% jedes Jahr. Nicht verwunderlich, denn hier gibt es neben guten Bildungsmöglichkeiten auch eine Vielzahl von Freizeitaktivitäten.
Der Hausberg ist der Eisbergsattel mit 1110 m, allerdings heute für uns in den Wolken verschwunden. Er ist sogar im Stadtwappen integriert.Zahlreiche Treppen verbinden die aufsteigenden Serpetinenstrassen.
Hier gibt es sogar 2 Ampeln und eine Fußgängerampel. Alle haben wir auf der kurzen Busfahrt gesehen.
Eine kleine Fußgängerzone und das alte Kolonialviertel sind dann neben dem Kulturzentrum, welches als seitliche Welle dem Polarlicht nachempfunden ist, die Highlights der Stadt.Im alten Kolonialviertel fällt natürlich sofort die rote Kirche, seit 1994 Dom Kirche, ins Auge. 1849 bereits geweiht, erhielt sie 1884 ihren Turm. Leider am Abend geschlossen. Auf dem Weg zur Kirche steht links eine Büste des ehemaligen Organisten der Kirche. (Jonathan Petersen 1881-1961) Dieser ist der bekannteste Komponist und Kirchenlieddichter Grönlands.
Weiter links oben auf dem kleinen Berg steht die Statue von Hans Egede, die 1921 200 Jahre nach seiner Ankunft in Grönland errichtet wurde. Er gilt als Gründer Nuuks, allerdings wurde die Statue im Zuge der Unabhängigkeitsbemühungen Grönlands in jüngster Zeit auch mit roter Farbe beschmiert, da er mit der Kolonialisierung Grönlands durch Dänemark [1728] gleichgesetzt wurde. Allerdings verließ er Grönland bereits 1736 wieder, da seine Frau Getrud Rask 3 Jahre zuvor an den eingeschleppten Pocken verstorben war, wie auch viele Inuit. ( In Qaqortoq steht die weisse Gertrud Rask Kirche)
Auf den Hügel sollte man nur steigen, wenn es nicht regnet und man dafür geeignete Schuhe hat! Das Gras und auch die Felsen sind bei Regen sehr rutschig!Die Skulptur "Mutter des Meeres" soll Mytos mit Zukunft und Vergangenheit vereinen. Der junge Mensch kämmt der Mutter die Haare, die von den Tieren des Meeres umringt wird. Dazu zählen die Inuit auch den Eisbären!
....also...nur wenn man gut gekämmte Haare hat, schickt die Mutter des Meeres die Meerestiere!
Die Inuit verehren den Eisbären [ursus maritimus sein wissenschaftlicher Name] und glauben, dass die Seele eines verstorbenen Jägers im Eisbären weiterlebt. Einige Jagdtechniken des Eisbären haben sich die Inuit von ihm abgeschaut.Die unschöne Kolonialisierung durch Dänemark sollte nicht unter den Teppich gekehrt werden.
Ein mittlerweile abgerissener Gebäudekomplex, wo Grönländer ihre Wohnungen zugeteilt bekommen hatten, war als sozialer Brennpunkt mit großem Alkoholproblem berüchtigt.
Auch die "Danifizierung" hat ihre Spuren hinterlassen. Man schickte Kinder der Inuits nach Dänemark, wo sie in Pflegefamilien die dänische Lebensart annehmen und später in ihre Ursprungsfamilie als Multiplikatoren bringen sollten. Das ging schief, alle Kinder kehrten mit Traumata zurück und fühlten sich auch in ihrer grönländischen Familie nicht mehr zugehörig. Viele begingen Selbstmord, nur einige wenige Überlebene erhielten eine Entschuldigung und Entschädigung vom dänischen Staat.Nachdem der Regen nicht aufhören wollte, nahmen wir nach gut 1,5 h wieder den Shuttlebus zurück zum Schiff, um uns mit einer heißen Dusche aufzuwärmen.
Um 23:00 verließ die Amera dann Nuuk...wieder...im Regen. -
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Das Eis schimmert je nach Lichteinfall immer wieder in anderen Blau/Grau/Weißtönen.
Und jeder sieht etwas andere "Eisskulpturen" im Eis.
Das alles sind nur Smartphone Fotos und somit können Details schlecht herangezoomt werden.
Wie schon gesagt, es sind Riesen und man fühlt sich schon recht klein, wenn man daran vorbeifährt.
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1. und 2.9.2025 Ilimanaq statt Ilulissat
Der Blick auf die morgendliche Routenkarte sowie der Blick aus dem Fenster zeigte, dass unsere Vermutung eingetreten war.
Der Eisstrom war dermaßen groß, dass wir Ilulissat nicht erreichen konnten.
Somit lag die Amera südlich, Nähe Ilimanaq.
"Nähe" bedeutete, dass der Ort vom Sichherheitsoffizier in 90 min mit dem Tenderboot erreicht wurde. Somit war an einen Landgang nicht zu denken.
Allerdings schafften es die kleinen wendigeren Ausflugsboote aus Ilulissat durch den Eisstrom zu navigieren , so dass unsere gebuchte Bootsfahrt stattfinden konnte. Und das war trotz Regens ein besonderes Erlebnis!
Wir waren an diesem Tag auf dem alten Fischkutter "Lisa" (blaues Boot) mit 12 Personen und am nächsten Tag auf dem "roten" grösstem Boot mit ca 35 Personen.
Beide Alternativen waren sehr gut, da man genug Platz hatte, die Eisberge zu bestaunen. Die ganz kleinen Speedboote für 4 Personen wären dagegen nicht optimal gewesen, denn man konnte dort nicht gut draußen fotografieren.
Für mobilitätseingeschränkte Gäste empfehle ich das rote Boot, da man bequem im Inneren sitzen kann, aber auch draussen guten Halt findet. Das Sonnendeck ist allerdings nur über schmale Stufen aussen (aber mit gutem Geländer) zu erreichen. Dort stehen auch Holzbänke und man hat hier gute Möglichkeiten zu fotografieren oder zu filmen.An einem Eisberg knackte es dermaßen, dass wir alle erschraken. Der Guide beruhigte uns und meinte, dass wir keine Sorge haben müssten. Der Sicherheitsabstand wäre auch ok. Nach der Vorstellung eines kleinen Films über das Zerbersten und Drehens eines Eisberges unserer Lektorin bin ich mir allerdings nicht mehr so sicher.
Wir waren schon am Ende der Tour froh, dass wir für den nächsten Tag eine weitere Fahrt gebucht hatten.
Der zweite Tag begann mit der Sicht auf von der Sonne angestrahlten Eisberge. Allerdings verschwand die Sonne schnell oberhalb der Wolken.
Für unsere zweite Tour eigentlich trotzdem ganz gut, denn bei Sonnenschein sieht man "nur" weiss.
Die verschiedenen bläulichen Farben der Eisberge erkennt man nur bei bedecktem Himmel!
Dazu hatten wir kein Regen, so dass besser fotografiert werden konnte.
Heute hatten wir einen dänischen Guide dabei, der auch noch einiges bzgl der Veränderung des Eisfjords erzählte.
Was in den letzten Jahren an Rückgang der Eismassen zu verzeichnen ist, ist leider sehr erschreckend und traurig zugleich. -
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30.8. 2025 Qeqertarsuaq (geplant), aber dann Aasiaat
Unseren Hafen Qeqertarsuaq zu erreichen, um am schwarzen Strand die gestrandeten Eisberge zu bestaunen, machten die Eisbergschwemme aus dem Eisfjord zu nichte.
2 sehr große Eisberge lagen in der Einfahrt zur natürlichen Hafenbucht, so war die Durchfahrt nicht möglich. Auch Tendern war angesichts der Dünung keine Option.
Somit fuhren wir nach Aasiaat. Südlich der Diskobucht.In Aasiaat musste auch wieder getendert werden. Wir entschlossen uns allerdings, eine gemütlichen Tag auf dem Schiff zu verbringen.
Der Tag endete mit einem wunderschönen Sonnenuntergang und mit der Hoffnung auf einen Anlauf in Ilulissat.
Ein Foto zeigt übrigens die Konstruktion des Anlegesteges in Aasiaat. Die Grönländer sind da etwas "lockerer".Aber wie immer... Fotos kommen später. Jetzt erst mal zum Abendessen und zur Crew Show
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Wie habt ihr denn dort bezahlt??? Akzeptiert man die Kreditkarte???
Toller Bericht Kati22



Ich werde nächstes Jahr diese tolle Grönlandreise machen, wenn nichts dazwischen kommt

LG Andrea
alles mit Kreditkarte bezahlt, auch den Kakao im Café. Ebenso den Eintritt im Museumsdorf.
Dänische Kronen braucht man nicht wirklich.
Den Anhänger in Qaqortoq habe ich in bar Euro bezahlt und die Trinkgelder für Guides, Busfahrer auch in Euroscheinen.
Freut Euch auf eine eindrucksvolle Reise
VG Katja
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