Beiträge von Nelly

    12. Januar – Teneriffa

    Seit Jahren erzählte Steffi mir, wie großartig Teneriffa sei, und auch von diversen Arbeitskollegen hatte ich schon von der Schönheit der Insel gehört, also waren wir beide entsprechend gespannt.

    Zu Hause hatten wir stundenlang versucht einen Wanderguide zu finden, der ganz nach oben mit uns auf den Teide wanderte, aber das gestaltete sich als schwierig, da jeden Tag nur eine begrenzte Anzahl an Menschen bis auf die Spitze durften. Außerdem war man auf die Seilbahn angewiesen und wenn man einigen Horrorgeschichten Glauben schenken durfte, konnte die schon mal spontan „nicht fahren“. Also strichen wir diesen Plan wieder und schlossen uns TUI mit „Wanderung durch den Nationalpark“ an.

    Weil wir ein kleines bisschen getrödelt hatten (na gut, ich hab getrödelt), dachten wir schon, wir wären die letzten am Bus, weil niemand mehr davor stand, tatsächlich waren wir die ersten! Und wie die Glücksfee des Tages es so wollte, wurden wir auch nur 6! Der Wahnsinn!
    Tina, eine Mitarbeiterin vom Ausflugsteam erzählte uns, normalerweise werden Ausflüge von unter 10 Teilnehmern abgesagt, aber der Bus war sowieso schon gebucht, und konnte deshalb doch stattfinden, Jackpot! Andy erzählte uns auf der Fahrt schon jede Menge über die Insel, die Kanaren an sich (viele Infos kamen uns schon von La Palma bekannt vor) und das Leben auf diesen. Das Wetter versprach großartig zu werden, wenn auch noch recht kühl, aber wir wollten uns ja schließlich auch bewegen. Ich meine, wer ist schon mal durch die Wolken gefahren, echt irre! Sieht aus wie Nebel, ist aber „Zuckerwatte“. Diverse Kindheitsträume wurden beerdigt, in Wolken rumspringen war definitiv nicht, Mama hatte also recht, als sie meinte, man plumpst da durch. Ach Menno. :joke:

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    Auf dem Weg zum Teide

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    "Prinzregententorte"

    Wir starten die Wanderung auf etwa 2.000 Metern an dem Berg, der wohl eine Rolle in „Die 10 Gebote hatte“. Und hier war es heiß! Genial! Sommer, Sonne, wandern, gute Laune und herrliche Ruhe! Das wollten wir! Andy erzählte immer mal wieder was zu den Bergen, die Spitze des Teides sah man im Hintergrund und auch die Geschichte der Lava hörten wir ein zweites Mal. Die Pahoehoe-Lava ist übrigens die schöne glatte, die aussieht, als wäre sie geschmolzene Schokolade. Die Aa-Lava (falsche Schreibweise, aber dafür lesbar) ist die scharfkantige, da schreit man dann laut auf, wenn man barfuß drauflatscht, daher der Name. Die Wanderung war aufgrund der Höhe und der Sonne nicht ganz ohne, ein bisschen klettern konnten wir auch, so könnte das noch stundenlang weitergehen. Andy war, im Gegensatz zu uns, ein bisschen traurig, dass wir nur so wenige waren, klar, für sie und ihren Busfahrer bedeutete das natürlich Umsatzeinbußen.

    Ich lasse mal Bilder für sich sprechen: (leider nur vom Handy und nicht bearbeitet...)

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    Auf einem breiten Stück mit Aa-Lava machten wir Picknick-Pause und Andy meinte, hier wäre ein schönes Stück für Schuhe ausziehen. Gesagt, getan, runter mit den Tretern und die nackten Flunkies in die Sonne und auf die Lava gesetzt. Die anderen guckten mich ungläubig an, ich war tatsächlich die einzige, die ihre Schuhe nicht mehr trug. Trotzdem wollten alle wissen, wie sich das anfühlt. Ich sagte, Schuhe aus, dann wisst ihr es und Andy pflichtet mir bei. Am Ende waren bis auf Andy und Tina tatsächlich alle barfuß unterwegs gewesen.

    Nach der Wanderung machten wir noch eine Kaffeepause, schnacken uns richtig schön aus und ließen uns von Andy noch einen Flyer mit allen Touren geben, die angeboten werden, für den Fall, dass wir wiederkommen. (Okay, Teneriffa wird uns bestimmt noch mal sehen, zum Wandern eine tolle Insel, und bestimmt auch für Strandurlaub.)

    Allen hat der Ausflug unglaublich gut gefallen, (ich habe noch nie so viel Trinkgeld im Körbchen gesehen und selbst gegeben) und entgegen meiner sonstigen Art musste ich Andy nach dem Ausflug einmal ganz doll drücken und ihr danken, sie hat es zu einem grandiosen Ausflug gemacht!

    Abends machten wir es uns noch mit zwei Cocktails im Wasserbett bequem und guckten ein bisschen Fußball. Naja, Wasserbett wohl eher nicht, das schaukelt weniger als das Schiff.

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    Oft gesehen und doch immer wieder zuckersüß...

    @Dagl67 Ach schade, da hattet ihr ja ein wenig Pech mit Madeira, aber wenn du so schreibst, klingt es trotzdem sehr amüsant. Vielen Dank für deine Eindrücke!

    @whiterose13 Ui, dann habt ihr ja noch ein wenig Vorfreudezeit... Vielleicht ist ja sogar der eine oder andere "Tipp" meinerseits dabei, hihi...

    @Regina Nee, ich versinke in der Flut meiner Postberge bei der Arbeit... :-(

    11. Januar – La Palma (La Isla Bonita)

    Wie war das, wir schlafen wunderbar auf dem Schiff? Das muss in einem anderen Leben gewesen sein… Auch in dieser Nacht hat es wieder ordentlich geschaukelt und wir wachten leicht gnatschig lange vor dem Wecker auf. Und der sollte sogar schon um sieben Uhr klingeln! Hallo? Urlaub? Naja, immerhin freuten wir uns auf den Ausflug „Auf den Spuren des Lavastroms.“ Normalerweise mache ich das ja nicht, aber hier die Ausflugsbeschreibung von Tui:

    ERLEBNIS: Auf den Spuren des Lavastroms
    Beeindruckende Naturgewalt.
    Nach rund 70-minütiger Fahrt halten Sie am Mirador Llano del Jable für Ihren ersten Fotostopp. Die Aussicht erstreckt sich über das Aridenetal bis hin zum 1845 m hohen Bejenado, dem südlichen Abschluss des Nationalparks Caldera de Taburiente. Nach ca. 50-minütiger Weiterfahrt erreichen Sie den Ausgangspunkt Ihrer Wanderung. Gut ausgerüstet mit Helmen und Taschenlampen startet Ihr Abenteuer. Sie begeben sich tief ins Innere der Vulkanhöhle und erkunden die Spuren, die der Vulkanausbruch des San Juan 1949 hinterlassen hat.
    Hinweis: Die ca. 8,5 km lange Wanderung dauert ca. 3 Stunden. Bitte tragen Sie festes Schuhwerk, denken Sie an wetterfeste Kleidung und ein Getränk. Ausrüstung wird vor Ort gestellt. Dieser Ausflug ist nicht für Gäste mit Höhenangst geeignet. Mindestalter 12 Jahre.

    Klang super, die Erwartungen waren entsprechend.

    Der Reisebus, der uns fahren sollten war „leider“ kaputt, also bekamen wir einen Minibus mit 16 Plätzen, schick, sage ich euch! Das Teil war so modern, dass unsere Reiseleiterin Rihanna geschlagene 10 Minuten brauchte um das Mikro in Gang zu bekommen. Wir erfuhren erst danach, dass der eigentliche Bus kaputt war, zwischenzeitlich dachten wir wirklich, wir saßen falsch auf unseren tollen Ledersitzen…

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    Die Natur von La Palma war wunderschön, Berge und Täler, überall wunderschön grün und Rihanna erzählte uns so einiges über die Geschichte der Insel und der Kanaren generell. Nur an die ganzen Serpentinen musste ich mich erst gewöhnen, da bin ich generell kein Fan von. Die Wanderung begann nach über einer Stunde Fahrt über Stock und Stein, leider überwiegend bergab. Rihanna erklärte viel zur Flora und Fauna, ließ uns an den Pflanzen schnuppern und machte Scherze über die vielen Regenbögen. Das ist wirklich faszinierend: Auf La Palma gibt es strahlenden Sonnenschein, Regen, Wind und Regebögen und das im Wechsel von gerade einmal zwei Minuten. Wir kraxelten über Vulkangestein, hörten spannende Geschichten dazu und ich fragte mich, wann wir denn eigentlich endlich in den Vulkan gingen? Vor allem auch, weil es noch nicht so richtig in meinen Kopf ging, dass wir uns in einem Luftgang eines Lavastroms begeben sollen. Okay, das ist nicht das richtige Wort, aber mir fällt gerade nicht mehr genau ein, wie das Phänomen zu Stande kam, seht es mir einfach nach.

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    Nach einer ewig langen bergab-Wanderung ohne neuerlichen Highlights machten wir Pause bei einem kleinen Leuchtturm, kurz mal Pipi machen, ein bisschen Freizeit und dann ging es zur Mittagspause: Tapas, süße Kanarenbananen und Wein, gar nicht mal so schlecht! Auf jeden Fall lecker und eine schöne Gelegenheit, die Wanderung mal zu besprechen. Danach fuhren wir im schicken Bus weiter zur Vulkanhöhle, endlich! Dort angekommen wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt, bekamen „schicke“ Helme mit Lampe auf den Kopf und begaben uns in den Vulkan. Die Führung dauerte etwa 15 Minuten und führte auch nur etwa 50 Meter in den Vulkan hinein. Ziemlich enttäuschend, um ehrlich zu sein. Da ist die Ausflugsbeschreibung definitiv irreführend! Zwei der Männer, mit denen wir beim Tapasessen zusammen am Tisch saßen und die wir schon vom Whale Watching kannten, sahen das genauso und so meckerten wir gemeinsam ein bisschen. Das Ausflugsteam auf dem Schiff entschuldigte sich dafür und nahm es in das Protokoll auf.

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    Da geht's gleich rein!

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    Schokolandenlava :-)

    La Palma ist auf jeden Fall eine sehr, sehr schöne Insel, nur ein bisschen kühl war es, wahrscheinlich war es auch der Art des Ausfluges geschuldet.

    Nach dem Abendessen hörten wir uns ein Pianokonzert im Klanghaus an und "genossen" das Schaukeln auf dem Balkon. Das war einer dieser Momente in denen man denkt „wir haben Januar und trinken Cocktails auf dem Balkon!“ Aber könnte bitte mal jemand die Wellen abschalten?

    und grad gelesen ihr seid am 01.11. auch dabei im Suezkanal. Ich freue mich schon drauf euch dann evtl. kennenzulernen!

    Ui, das würde mich auch sehr freuen :-)

    sehr schön und lebendig beschrieben. Ich wäre da auch sehr gerne dabei gewesen. Wir haben bei Walbeobachtungen auch schon Pilotwale und Orcas gesehen, aber einem Grauwal so nahe zu kommen, ist schon etwas ganz besonderes.

    Oh ja, Orcas sind auch sehr cool! Wenn du das auch schon mal gemacht hast weißt du ja, wie mega cool das ist! <3

    10. Januar – immer noch Madeira

    Mein Reisetagebuch beginnt mit „Aaaaaaaaawwwww“ und vielen gemalten Herzchen. Was war passiert?

    Wir hatten nach einer ruhigen Hafennacht einen Ausflug mit RIB Booten zu Walen und Delphinen gebucht. Ich glaube, ich habe es das eine oder andere Mal schon angedeutet: Wir könnten den ganzen Tag Tiere beobachten… Mit dem Bus wurden wir abgeholt und in etwa fünf Minuten zur Zentrale der Beobachtungsboote gefahren. Wir erhielten einen kleinen Einführungsfilm und eine Einweisung, wie wir uns verhalten sollten, und dann ging es zu Fuß zu den RIB’s. Die Einweisung war auf Englisch und ich durfte für eine Dame dolmetschen, hat Spaß gemacht, vor allem die kleinen Scherze der Angestellten.

    „Natürlich dürfen Sie die Wale füttern, aber bitte nur mit dem eigens verzehrten Frühstück. Und sagen Sie bitte vorher Bescheid, damit wir anhalten können, wenn Sie das in voller Fahrt machen spritzt es und wir haben einen Domino-Effekt.“

    Alles klar, uns wird schon nicht schlecht. Wer Rückenprobleme hat oder schwanger ist, darf übrigens nicht mitfahren, wie sich zeigte, aus guten Gründen. Die Boote sind total cool, schaut euch bei Tante Gockel mal die Festrumpfschlauchboote an, wir hatten welche, in denen man zu zweit nebeneinander sitzt, sehr nahe am Wasser und eine sehr „ehrliche“ Fahrt. Damit meine ich, jede Welle wird mitgenommen und je weiter man vorne sitzt, desto mehr knallt es, wenn man wieder auf das Wasser klatscht. Wir saßen in der zweiten Reihe und hatten unseren Spaß. Wir heizten bestimmt eine halbe Stunde über das Wasser, wie gut, dass wir den Hinweis mit der wetterfesten Kleidung ernst genommen haben. Dann plötzlich der Hinweis, hier sollten Wale sein! Und tatsächlich, ein paar große Tümmler, oder auch „Bottlenose Dolphins“ tauchten auf und wir sahen Schwanz- oder Rückenflossen, oder auch mal ein paar Nasen, wenn sie auftauchten. Wow. Keine ganzen Delphine, aber dafür jede Menge davon. Es war totenstill auf dem Boot. Nur immer mal wieder „da drüben“ oder „siehst du den“, wenn sich die Nachbarn gegenseitig auf die Säuger aufmerksam machten. Wir wandten uns schließlich ab, weil irgendwo Pilotwale sein sollten, die übrigens zur Familie der Delphine gehören. Yeah, da waren sie! Überall um uns herum Pilotwale, die manchmal sogar unter unserem Boot tauchten. Wahnsinn! So nah dran! Wir waren glücklich! Uns wurde schon vorher gesagt, dass vor Madeira zwar viele verschiedene Arten zu sehen waren, aber nie alle gleichzeitig. Mit einem Mal knuffte Steffi mich in die Seite: In der Ferne war ein gigantischer Blas zu sehen (die „Fontäne“, die Wale beim ausatmen ausstoßen) und auch unser Guide war ganz aus dem Häuschen. Wie irre fuhren wir in die Richtung, wo ganz offensichtlich ein großer Wal war, je höher der Blas, desto größer der Wal. Und dann war noch ein zweiter Blas zu sehen, diverse Stoßgebete meinerseits in Richtung Himmel, ich wollte soooo gerne noch einen großen Wal sehen. (Ja, ja, Bescheidenheit war nicht so meins in dem Moment.) Zusammen mit dem zweiten RIB hielten wir kurz neben der Wale, oder dort, wo wir sie vermuteten. Ihr ahnt was jetzt kommt? Keine zwei Meter neben unserem Boot tauchte ein Grauwal auf. Ungelogen! Okay, wir haben nur den Rücken gesehen, den aber komplett und dann war er weg. Einfach abgetaucht. Aber, ich wiederhole: Zwei Meter neben unserem Boot ein riesiger Wal! Hallo? Geht es noch besser? Unser Guide flippte fast aus vor Begeisterung, weil die eigentlich nicht mehr hier sein sollten, der war wohl etwas spät mit seiner Wanderung. Nun, da wir schon so einiges erlebt hatten, fuhren wir zurück zu unseren Delphinen und Pilotwalen und gerieten direkt in riesige Familienbande, Mütter mit ihren Kälbern und alle waren ganz ruhig, es war ein friedliches Bild: Vor uns die Klippen Madeiras, hinter uns der Ozean und um uns herum großartige und entspannte Tiere.

    Insgesamt hielten wir uns bestimmt zwei Stunden auf dem Wasser auf und uns war klar: Dieses Erlebnis zu toppen würde ganz, ganz schwer werden! Im Hafen drehten wir bei der Rückfahrt eine kleine Ehrenrunde und winkten einigen Passagieren auf ihren Balkonen zu, das war auch mal eine ganz nette Perspektive!

    Zurück auf dem Schiff trödelten wir so durch die Gegend, bequatschten den tollen Ausflug von links nach recht, von oben nach unten und das ganze wieder zurück und schließlich sah ich beim Kochduell zu. Für einen kleinen Augenblick dachte ich, dass ich auch gerne mitgemacht hätte, aber zugucken hat auch Spaß gemacht!

    Zu Abend gingen wir ins Atlantik Mediterran, bestellten die köstlichen hausgemachten Nudeln und hatten so nette Tischgesellschaft, dass wir noch heute immer mal wieder von Liz und Bärbel sprechen. Zwei Freundinnen, die schon so einiges erlebt hatten und uns den Mund ganz wässerig machten mit ihren Berichten über den Oman. Hmm… Der Orient stand eigentlich gar nicht so auf unserer Liste… Aber die beiden erzählten ja so schön… Wäre das nicht eine Überlegung wert? (Ja, ja, wer meinen Wohlfühlticker gesehen hat, weiß ja, wie wir uns entschieden haben…)

    Übrigens gibt es von diesem Tag keine Fotos, ich habe mich bewusst dagegen entschieden, weil ich einfach nur genießen wollte. Und es hat sich gelohnt, vielen Dank, liebe Natur für dieses großartige Erlebnis!

    @uschisiggi Auf jeden Fall hab ich das überlebt und vor allem mit diesem tollen Gefühl von „NOCHMAL!“ im Bauch…

    @Tanfrei Willkommen an Bord!!!

    @martin Kn Ui, da wünsche ich schon jetzt viel Spaß!

    @Susi66 Ja, Madeira war sehr schön und das mit den Blümchen ist mir auch erst später aufgefallen, hihi…

    @Vanessa Vielen Dank für dein liebes Feedback!

    @Muccerl Also Madeira werden wir bestimmt noch mal besuchen und ich freue mich, dass dir der Bericht gefällt!

    @Nordfriesin Danke für dein Lob, ich freue mich auch!

    @Dagl67 Ui, ich sehe gerade, ihr seid schon unterwegs und heute auf der Blumeninsel, ich hoffe, ihr habt es trotz geschlossenen Marktes recht schön!

    @GreenSeaTurtle Oh wie nett, ein Mitreisender… Du hast schon recht, es ist ein Dessertwein, aber ich für meinen Teil hätte wohl auf das Dessert verzichtet, wenn ich das gewusst hätte ;-)

    @Coldfire Ui, du warst auch gleichzeitig an Bord? Dann viel Spaß beim weiteren Schaukeln!

    @Tibby Wow, vielen Dank für die tollen Worte, das freut mich sehr!

    Juhu, ich komme endlich zum weiterschreiben, dieses Mal sogar mit Fotos... ich habe sie leider nicht bearbeitet, mir fehlte die Zeit, ich hoffe, sie gefallen euch trotzdem!

    9. Januar – Madeira

    Juhu und willkommen in Funchal auf Madeira! Irgendwie wollten wir immer schon mal auf die Blumeninsel und haben es irgendwie nie geschafft. Wie gut, dass wir gleich 1,5 Tage mit der Mein Schiff 4 im Hafen lagen! Für den ersten Tag haben wir uns nichts vorgenommen, jedenfalls nichts festes. Sagen wir es mal so: Wir wollten uns treiben lassen und die Standard-Touristen-Tour mit der Seilbahn und dem Korbschlitten machen. Auf dem Forumstreffen in Hamburg hatte ich schon mal vorsorglich ein bisschen gejammert, dass ich Höhenangst habe und überhaupt nicht gerne so schnelle Sachen mache, die ich nicht einschätzen kann. Mir wurde aber sehr schnell versichert, dass wir das unbedingt machen mussten. Ja, es gäbe eigentlich gar keine Alternative! Okay, überredet. Steffi war sowieso Feuer und Flamme und ich fütterte meine Angst eigentlich ganz gerne.

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    Ui, was für ein schöner Empfang!

    Funchal empfing uns mit angenehmen Temperaturen, Sonne und einer gewissen Leichtigkeit, als wir an der Uferpromenade entlangliefen. Steffi hatte sich von einem Arbeitskollegen einen Reiseführer über Madeira ausgeliehen und trotz dessen, dass wir eine grobe Ahnung hatten, was wir wollten, wussten wir nicht, wohin. Es ist übrigens ganz einfach: Aus dem Hafen raus, dann rechts, gute Viertelstunde Fußmarsch und schon ist man an der Seilbahn. Lange warten mussten wir nicht, vielleicht zehn Minuten und wurden dann mit vier anderen Gästen in eine Gondel gesetzt. Kleines „Vorher-Foto“, dessen Kauf nicht wirklich verlockend ist und auf geht’s! Der Ausblick ist echt schön, vor allem, wenn man zurück zum Hafen blickt! Da der Berg über mehrere Terrassen geht, ist es gefühlt auch nie so richtig hoch, Steffi hätte sich mehr Höhe gewünscht, mir reichte es! Also mit ein bisschen Mut ist das auf jeden Fall auch mit Höhenangst zu bewerkstelligen.

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    Okay, das Wetter war nicht die ganze Zeit optimal... ;-)

    Auf dem Monte war es recht frisch, wir hätten den botanischen Garten besuchen können, entschieden uns dann aber für ein bisschen schlendern und den Besuch der Kirche. Wie immer in einer Kirche zündete ich eine Kerze an, verkniff mir ein paar Tränchen und ließ es einfach wirken. Puh, ich finde gerade in Kirchen die von vielen Gläubigen besucht wird fließt immer eine ungeheure Energie, das muss man erst mal sacken lassen.

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    Sooooo schöne Blümchen...

    Irgendwie mussten wir den Berg ja auch wieder runter und ich fand, dass die Korbschlitten doch nicht so besorgniserregend aussahen. Hah, da saß ich auch noch nicht drin! Was für eine Fahrt! Steffi hielt tapfer meine Hand aus, die sich in ihren Arm krallte und doch strahlten wir beide über das ganze Gesicht! Yippie ya yeah, dürfen wir noch mal? Das war echt ein Highlight, gehört auf jeden Fall dazu! Auf dem Weg wurde noch ein Bild in voller Fahrt gemacht und das kauften wir dann auch für 10 Euro, so viel Spaß muss sein.


    Das merkt doch keiner, wenn ich mich jetzt da rein mogele und noch mal fahre, oder?

    Auch wenn uns einige Taxifahrer davon überzeugen wollten, unbedingt mit dem Auto den Rest des Berges nach unten zu fahren, beschlossen wir, dass unsere Beine noch ein bisschen Bewegung vertrugen und stiefelten durch die schmalen Gassen nach unten. Manchmal kam ein Auto ziemlich schnell an uns vorbeigeschossen und wir quetschten uns an einer der Hauswände, um nicht überfahren zu werden. Unten angekommen tigerten wir durch die Gegend, tranken einen Cappuccino und statteten schließlich noch dem Mercado dos Lavradores, der Markthalle, einen Besuch ab. Wow, so tolle Farben, Blumen und die schönen Früchte erst! Wir hofften, dies in bester Erinnerung zu behalten, denn die Fotos geben das natürlich nicht so wieder.

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    Zu Hause bin ich froh, wenn ich einen Weihnachtsstern über Weihnachten bekomme...

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    Überall wurde Madeirawein angeboten, den wir bislang nur namentlich kannten. Wir bestellten uns also zwei trockene (!) Gläser Madeirawein und den wohl typischen Madeirakuchen. Der Kuchen war sehr lecker, ein bisschen wie Lebkuchen. Und der Wein? Nun… also… brr… unser ist er nicht. Wenn das der trockene war, möchte ich nicht wissen, wie der süße schmeckt! Aber immerhin, dabei sein ist alles!

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    Später genossen wir den wundervollen Ausblick vom Balkon aus auf die Berge und das abendliche Madeira… Wie gut, dass wir noch einen Tag hier hatten!

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    Die Aida verfolgte uns... Oder wir sie?

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    Es gibt schlechtere Aussichten, oder?

    08. Januar – Sonntag

    Hatte ich eigentlich schon erwähnt, dass wir das Auslaufen verschlafen haben? Geplant war 22:30, aber da eine Eurowings-Maschine stark verspätet war und man natürlich auf die Passagiere wartete, fuhren wir erst gegen Mitternacht los. Ein Hoch auf das Anreisepaket! Okay, so ganz verschlafen haben wir es nicht, da wir die Balkontür offen hatten, hörten wir das Schiffstyphon und ein bisschen was von der Großen Freiheit. Wir nahmen es zur Kenntnis und drehten uns wieder um, schlafen ist ja sowas schönes!

    Tja, nix mit ausschlafen und so. Völlig gerädert wachten wir auf, es schaukelte ganz schön und weil wir irgendwie noch nicht so richtig was mit uns anzufangen wussten, gingen wir auf der Laufstrecke joggen. Hatte was, in den Sonnenaufgang hinein zu laufen, definitiv mal was anderes. Während wir unsere Runden drehten, fragten wir uns, ob wohl viele seekrank wurden, immerhin hingen schon am frühen Morgen Spucktüten in den Treppenhäusern, das hatten wir zum ersten Mal gesehen. Zu unserer Verteidigung: Es war die zweite Kreuzfahrt und die erste war ein bisschen Ententeichfeeling. Uns ging es jedenfalls ganz gut und nach dem Frühsport tranken wir einen Kaffee auf dem Balkon, duschten und machten uns auf ins Atlantik-Klassik zum Lachsfrühstück. Lecker, sage ich nur! Ich muss schon sagen, die Aussicht wieder jeden Tag Fisch zu essen war etwas, worauf ich mich schon länger gefreut hatte, als ich jemals zugegeben hätte.

    Den Vormittag verbrachten wir auf dem Balkon mit „in die Sonne gucken“, Zeitschriften durchblättern (nein, nein, lesen können wir auch später noch, erstmal einen kleinen Überblick verschaffen), dem einen oder anderen Getränk in diversen Bars und einfach damit, die Seele baumeln zu lassen. Wir hatten die Erholung von der letzten Reise noch so sehr im Kopf, dass wir uns einfach unendlich darauf freuten!

    Um 14 Uhr war so eine Art inoffizielles Forumstreffen angesetzt, also tigerte ich mit meiner türkisen Reiseunterlagenmappe durch die Außenalsterbar, lächelte jeden irgendwie an, in der Hoffnung, dass irgendjemand rief „huhu, hier sind wir“ und setzte mich schließlich an einen Tisch, ganz alleine, wie unangenehm! Zum Glück kamen @Heli84 nebst Ehefrau noch zu mir und in der Backstube klönten wir eine ganze Weile, die beiden fanden es auch sehr schaukelig auf dem Dampfer! Ich hoffte insgeheim, dass es etwas weniger wurde, irgendwie war ich immer noch irritiert davon. Ich hatte es an anderer Stelle schon mal ähnlich erwähnt: Segelboote oder Speedboote machen mir wesentlich weniger aus.

    Abends testeten wir die „Lieblinge für jeden Tag“ im Atlantik und gönnten uns Steak und Bier. Wir unterhielten uns wunderbar mit einem älteren Ehepaar, die so süß mit einander umgingen, dass ich mir das auch wünschte, wenn wir beide einmal grau und faltig waren.

    Der Herr: „Morgen sind wir ja auf Madeira, kennen Sie den Ronaldo? Das ist ja ein so berühmter Fußballspieler.“

    Steffi: „Ich liebe Fußball, aber den kann ich nicht leiden.“

    Der Herr: „Das ist ein Stinker!“

    Die Dame: „Ich finde den süß. Aber eigentlich nur, um meinen Mann damit zu ärgern.“

    Nach dem Essen ging es zum Lektorenvortrag ins Theater, auch, wenn wir keinen Ausflug gebucht hatten, und wahrscheinlich nur sehr wenig von der Insel sehen würden, waren wir begeistert, mit welchem Elan die Lektorin erzählte. Man merkte richtig, wie sie Madeira liebte und wir waren gespannt auf die Insel, von der wir seit Jahren träumten.

    Wir nahmen uns noch zwei Cocktails mit auf die Kabine, sahen uns die Offiziersvorstellung im Bord-TV an und knipsten dann das Licht aus. Die Abtanzbar musste diesen Urlaub wohl wieder vergebens auf uns warten.