Nachdem wir leider den letzten Hafen unserer Reise am Abend vorher verlassen hatten konnten wir noch einen Seetag genießen. Leider war dieser Tag wettertechnisch nicht so schön wie wir es uns gewünscht hatten. Und wieder standen die üblichen Tätigkeiten eines Seetages an - lesen (leider nicht in der Sonne auf dem Balkon), essen, trinken, einfach den Tag genießen. Zwei Termine im Spabereich standen auch noch auf meinem Terminkalender. Und natürlich der leidige Kofferpacken.
Vor dem Abendessen wurde die Besichtigung diverses Suiten angeboten, d.h. es waren 4 verschieden Suiten für zwei Stunden geöffnet. Gemeinsam mit meiner Mutti, die in ihrem Arbeitsleben im Baubereich tätig war, nutzten wir diese Möglichkeit. Unser Fazit: eine Junior-Suite ist für uns persönlich super, eine Suite muss es nicht sein (vor allem nicht bei den derzeit aufgerufenen Preisen) und für Sommerreisen (wie diese) reicht uns auch die Balkonkabine. D.h. bei unserer nächste Reise (Norwegen im Winter) wird wieder eine Juniorsuite unser zu Hause sein.
Das Abendessen gab es wieder im Atlantik Klassic. Für uns gehörte auch die Verabschiedung der Crew im Theater zum Pflichtprogramm am letzten Tag. Leider war das Theater nicht voll besetzt, das fanden wir sehr, sehr schade. Denn wir hatten wieder eine sehr aufmerksame, freundliche, hilfsbereite Crew erlebt und sagten daher gern „Danke“.
Ja, wir hatten mit dem Liegeplatz Glück. Das war das „Goodie“ an der Umroutung.
Allerdings müssen Schiffe der Grösse der MS1 beim stadtnahen Liegeplatz einen Teil der Strecke rückwärts fahren, denn ein Drehen am Liegeplatz ist nicht möglich, da ist der Fluss zu schmal.
Wir sollten Rīga gegen Mittag erreichen. Daher konnten wir wieder gemütlich im Atlantik Klassic frühstücken. Auffallend war für mich, dass wir immer einen schönen Tisch fanden (das kennen wir auch anders) und das immer nachgelegt wurde. Sonach das Spaß.
Das Einlaufen in Rīga verfolgte ich mit meiner Mutti vom Sonnendeck. Endlich konnte sie auch mal etwas länger an einer Stelle stehen mit ihrem Bein. Die Sonne lachte, was will man mehr?
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Auf Grund der Kürze der Zeit waren nicht viele Ausflüge buchbar. Allerdings hatten sich die Hop on Hop off-Busse auf unsere Ankunft eingestellt. Das freute meine Eltern, denn sie wollen diesen nutzen und dabei einen Stop in der Altstadt machen.
Da mein Mann die Altstadt von Tallin ja nicht gesehen hatte und sich Rīga und Tallin ähneln hatten wir einen Spaziergang geplant. Das Terminal liegt sehr stadtnah, das war für uns super.
Hallo Sandra Hermiene71 , die eigentliche Wanderung dauerte ca. 1,5 Stunden. Es geht teils entlang von Waldwegen, teils über Holzbohlen, teils über Steine und ab und an mitten durch den Wald. Der Weg ist oft auf einer Ebene, es geht eher mal etwas steiler bergauf und meist sachter wieder bergab. Problematisch können die Steine und die Wurzeln werden wenn es feucht ist, d.h. gutes Schuhwerk ist aus meiner Sicht Pflicht.
Wir hatten eine Dame ü80 dabei, da auch die gesamte Zeit einen Hund am Geschirr hatte. Und genau hier sehe ich Möglichkeiten für jemanden, der vielleicht nicht so sicher im Gelände ist - an der Wanderung teilnehmen aber selbst nur teilweise oder gar nicht einen Hund führen und sich damit voll auf sich selbst konzentrieren. Das war bei uns bei einigen Paaren so. Da hatte einer den Hund die gesamte Zeit, der andere ist mitgelaufen. Die Landschaft ist wirklich wunderschön und die Hunde zu beobachten hat auch was.
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Zurück am Hafen genoss ich bei dem mittlerweile schönen sonnigen Wetter noch den Blick auf die 3 Schiffe im Hafen und die wirklich schöne Außenanlagen am Hafen.
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Zurück an Bord passierte das, was keiner hofft auf einer Tour: Es kam dien Info, dass unser nächster Hafen, Stockholm, wettertechnisch nicht angelaufen werden kann, da für den nächsten Nachmittag Sturm angesagt war. Wir wären zwar wahrscheinlich durch die Schören nach Stockholm rein, allerdings wahrscheinlich nicht wieder raus gekommen. Und Schiffe der Größe wie die MS 1 dürfen am späteren Abend nicht mehr durch die Schären fahren. Ich brauchte etwas Zeit, bis ich mich damit abgefunden hatte. Wir kennen Stockholm von einer der blauen Reisen und ich hatte mich darauf gefreut nun endlich auch von Bord zu gehen.
Alternativ legten wir überpünktlich ab und fuhren mit voller Kraft in Richtung Rīga.
Das RegenRadar meinte, dass der Regen nachlässt und aufhört und so machte ich mich gegen 13.00 Uhr auf den Weg in die Altstadt. Verlass dich nie auf den Wetterbericht, die erste Stunde war die Regenjacke mein treuster Begleiter. Aber ich erlebte auch noch die Sonne und alles sah gleich viel freundlicher aus. Ich lies mich einfach treiben, ich war auch nur in der Unterstadt. Was ich sah hat mir sehr gut gefallen, nur die vielen Souvenirläden fand ich übertrieben. Ich entdeckte allerdings auch einige Kunstgewerbeläden und sehr schönen Produkten.
Insgesamt hat mir Tallin sehr gut gefallen, gern würde ich hierher noch einmal reisen.
Bezüglich der Kosten in Häfen: meine Mutti musste leider auf unserer letzten Reise nach einem Unfall mit dem Fahrrad in Kopenhagen ins Krankenhaus. Sowohl Transport als auch Behandlung wurde mit ihrer gesetzlichen Krankenversicherung geklärt, wir mussten in keiner Art und Weise in Vorkasse gehen. Dafür benötigte sie allerdings die Europäische Krankenversicherungskarte. Diese ist bei ihr auf der Rückseite ihrer gesetzlichen Versicherungskarte. Da wir sie nicht dabei hatten (lag auf dem Schiff im Safe) konnten wir sie per Bild und Mail nachreichen. Das lief alles unproblemlos.
Mit der Bescheinigung, dass sie weiterreisen kann, sind wir dann wieder aufs Schiff und wurden direkt vom Bordarzt in Empfang genommen. Diese Kosten und die Kosten der weiteren Behandlungen wurden dann dem Bordkonto belastet, d.h. man geht in Vorkasse. Mein Vati hat diese jetzt bei der Auslandsreisekrankenversicherung eingereicht.
Daher mein Tip: Beides, Versichertenkarte der gesetzlichen Krankenversicherung und Auslandsreisekrankenversicherung (wichtig: mit Telefonnummer und Versicherungsnummer) bei der Reise dabei haben. So könnt ihr die AuslandskrankenVersicherung kontaktieren wenn ein größerer Schaden entstanden ist z.B. ein Krankenhausaufenthalt und eine evtl. Kostenübernahme klären.
Übrigens hatten wir auch gefragt, ob wir nicht mit dem Taxi zum Schiff und direkt zum Bordarur gehen können. Wir erhielten die Info, dass die Bordärzte in so einen Fall wie bei uns nicht der Erstbehandler sein dürfen, da gibt es Regelungen. Daher blieb nur Krankenhaus.
Auch ich würde sehr gern mal wieder nach Hamburg kommen, kann aber noch nicht abschätzen welches WE klappen würde. Definitiv ist der mittlere Termin raus. Am ehesten klappt der erste Termin. Ich habe daher nur für diesen Termin gestimmt und gebe dir eine endgültige Info wenn der Termin feststeht.
Auf alle Fälle schon mal ein herzliches „Danke“ für deine Arbeit.
Als ich gegen 7:00 Uhr wach wurde lagen wir schon im Hafen von Tallin. Ihr erinnert euch sicherlich - ursprünglich geplant war eine Fahrradtour, auf die ich mich sehr gefreut hatte. Nach dem Unfall meiner Mutti hatten wir auch für mich den Ausflug storniert. Und ich hatte auch nicht neu gebucht, denn leider war für Tallin viel Regen angesagt.
Wir hatten uns alle vier dafür entschieden den Hop on Hop off- Bus zu nutzen, so konnten wir am Anfang gemeinsam unterwegs sein und auch meine Mutti und mein Mann sahen etwas von der Stadt. Unterwegs sahen wir auch „unsere“ Fahrradtrupps, da wurde ich schon etwas wehmütig, allerdings nur bis zum nächsten Regen. Meine Eltern stiegen unterwegs in der Altstadt aus, mein Mann und ich fuhren einmal die Runde rum. Da es gerade regnete als wir wieder am Hafen waren ging ich auf einen kleinen Imbiss erst mal wieder mit auf das Schiff.
Sorry, dass es nicht so zügig weitergeht. Der Alltag hat uns wieder und damit fehlt leider ab und an die Zeit.
Doch jetzt fahren wir vom Nuukso-Nationalpark zurück nach Helsinki. Es ist Samstag und wie erfuhren ist da in der Sommersaison immer was los. An diesem Samstag ist Salsa-Carneval. Daher können wir auf unserer Panoramafahrt nicht direkt durchs Zentrum fahren. Trotzdem sehen und erfahren wir Einiges von und über die Stadt. Manche Teilnehmer sind in der Stadt geblieben, wir lagen bis Mitternacht im Hafen.
Ich bin allerdings zurück zum Schiff, da warteten schon die anderen Mitreisenden. Essen waren wir wieder im Atlantik Klassic, ausklingen ließen wir den Abend an der TUI-Bar.
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Meine Eltern hatten sich für den Hop on Hop off-Bus entschieden, der direkt mit Bordkarte bezahlt werden konnte und unmittelbar vor dem Schiff abfuhr. Sie haben in der Stadt einen Stop gemacht und waren u.a. in der Felsenkirche.
Wie schön, dass du das für dich gemacht hast , sicher ein ganz tolles Erlebnis und unvergesslich.
Ja, ich bin wirklich sehr froh, dass ich das gemacht habe. Es war sooo toll .
Und wenn ich mich heute daran erinnere, dass ich als Kind beim Anblick eines Hundes die Straßenseite gewechselt habe . Heute ist unser Vierbeiner ein wichtiges Familienmitglied und Huskys haben für mich eine besondere Faszination. Deshalb war ich auf unserer Winterreise ins Nordland auch auch auf Hundeschlittenfahrt.
Dafür lohnte es sich ja wach zu bleiben. Ich glaube, ich hätte die halbe Nacht draußen gesessen
Das Problem - da wärst du auf dieser Reise so fast gar nicht zum Schlafen gekommen. Jede Nacht waren so tolle Schauspiele am Himmel zu beobachten. Unser erstes Thema am Morgen mit meinem Mann und meinen Eltern war immer wer in der Nacht wann einem menschlichen Bedürfnis nachgehen musste und wie da bei einen Blick nach draußen der Himmel aussah. Dunkel eigentlich nie.
Dann erreichten wir auf einem Sandweg einen größeren Parkplatz im Nationalpark. Uns erwartete beim Öffnen der Türen des Busses das Bellen von 21 Huskys. Der Besitzer ist professioneller Züchter und Hundeschlittenfahrer, lebt mit seiner Familie und den Hunden ländlich am Rande von Helsinki und bietet die Huskywanderung im Sommer im Schnitt einmal in der Woche für TC an. Nach seiner Aussage ist es für die Hunde, die einen hohen Bewegungsdrang haben, eine schöne Abwechslung.
Wir erhielten jeder ein Geschirr und durften uns einen Hund aussuchen. Wir waren 29 Teilnehmer, die Paare wurden gebeten sich einen Hund zu teilen. Das passt alles sehr gut und so starteten wir in den Wald. Ein erster Stop erfolgte an einem stillen Örtchen. Der Weg durch wunderschöne Landschaft, die mich oft an die Insel Römö in Dänemark erinnerte, war teilweise befestigt, teilweise ging es über Steine, teilweise quer durch den Wald und auch über Holzbohlen im Moorbereich. Immer wieder machten wir Stops, damit die Gruppe nicht zu sehr auseinanderfiel. Es machte riesigen Spaß, war aber manchmal auch herausfordernd, vor allem bergab.
Der Eigentümer der Hunde, der sehr gut deutsch sprach, unterhielt sich während der Wanderung immer wieder mit uns und erzählte etwas zu dem Hund, den wir führten. Meine Hündin hieß Astrid und ihr Besitzer erwartete, dass die Hündin ein zukünftiger Champion als Führungshund für Hundeschlitten wird. Das merkte ich auch, Astrid wollte möglichst immer weit vorn sein.
Leider erreichte ein Regenguss mit uns gemeinsam einen See, d.h. die Regensachen hatten wir nicht umsonst dabei. Dann kam zwar wieder die Sone raus, doch der Regen setzte sich durch. Den Rest des Weges bis zur Grillhütte schüttete es, wir waren „durch“. Es war übrigens der erste Regen seit vielen Wochen. In Finnland war es in diesem Jahr im Mai schon über 25 Grad warm, d.h. es gab im Mai schon Hitzewarnungen. Der Regen wurde daher sehnsüchtig erwartet.
In der Grillhütte war schon ein Lagerfeuer für uns entzündet, wir grillten Würstchen und tranken Kaffee. Die Hunde konnten sich ausruhen. Und die Sachen trockneten wir in der Sonne, die sich wieder blicken lies.
Es waren dann nur noch einige Meter und wir hatten unseren Ausgangspunkt wieder erreicht. Leider hieß es nun Abschied nehmen.
Es war trotz des Wetters bisher ein sehr, sehr schöner Ausflug, der je noch nicht zu Ende war.
Als ich am Morgen wach wurde hatten wir Helsinki fast erreicht. Auch hier lagen wir an einem Kai in einem Stadtteil, der gerade neu entsteht.
Lange hatte ich mit mir gerungen, was ich in Helsinki machen möchte. Eigentlich stand für mich fest, dass ich in die Natur wollte. Der von TC angebotene Ausflug in den Nuuksio-Nationalpark mit Huskywanderung interessierte mich sehr. Nur der Preis . Doch dann gab ich mir einen Ruck und buchte. Meine Eltern hatten sich für den Hop on Hop off-Bus entschieden, mein Mann wollte an Bord bleiben.
Mit dem Bus starteten wir am späten Vormittag. Unsere Reiseleiterin erzählte uns auf dem ca. einstündigen Weg viel über Helsinki, Land und Leute.
Was macht man an einem Seetag? Essen, trinken, Runden auf dem Sonnendeck drehen, lesen, Seele baumeln lassen…
Meine Eltern kannten sich in der Zwischenzeit auf dem Schiff recht gut aus, ein Lieblingsplatz war dort, wo es Eis gibt. Und am Abend wollten sie gern in den Fischmarkt. Wir essen auch gern Fisch, so dass wir gemeinsam dahin gingen. Leider überzeugte uns das Essen nicht, der gebratene Fisch war trocken, der Backfisch schmeckte nur nach Paprika und auch das Sushi war Durchschnitt. Unser Fazit: auf dieser Reise nicht noch einmal. Auch der Service war nicht sehr aufmerksam, doch das war während der gesamten Reise das einzige Mal, dass wir mit dem Service nicht zufrieden waren. Ansonsten erlebten wir sehr engagierte, freundliche Mitarbeiter, die uns nach Möglichkeit jeden Wunsch erfüllen wollten.
An dieser Stelle ein paar Worte zur MS1: wir erlebten das Schiff zum ersten Mal mit fast Vollauslastung, bisher waren wir mit der MS1 nur währen Coronazeiten unterwegs (zuletzt im Winter 2022 auf unserer Nordlandreise). Wir bekamen in den Restaurants und Bars immer einen Platz ohne Wartezeit, lediglich Schaubühne und Theater waren fast immer überfüllt, so dass wir auf den Fernseher auf der Kabine zurückgreifen mussten, wenn wir etwas unbedingt sehen wollten. Tatsächlich haben wir das nur bei der Crewshow gemacht, es ist einfach nicht die gleiche Atmosphäre wie im Theater oder der Schaubühne. Wir erinnern uns auch, dass auf vergangenen Reisen teilweise nach dem Theater noch eine Veranstaltung angeboten wurde (in der Schaubühne bzw. Klanghaus auf den anderen Schiffen), diese Spätvorstellung fehlte uns bei der Reise. Insofern kam die Kultur bei uns auf dem Schiff diesmal etwas kurz.
Am späten Abend hatte ich mir vorgenommen den Sonnenuntergang zu beobachten. Allerdings fuhren wir ja nach Norden in Richtung Helsinki, so dass die Sonne gar nicht daran dachte unterzugehen, jedenfalls nicht in der Zeit, die ich noch wach war. Aber tolle Bilder sind trotzdem entstanden finde ich.
Die Fähre zurück war kein Problem und so waren wir gegen 14.30 Uhr wieder in Klaipeda. Meine Mutti und meinen Mann brachten wir zum Pier und danach gab ich gemeinsam mit meinem Vati das Auto ab. Auch dies erfolgte problemlos.
Wir wollten uns noch ein wenig durch Klaipeda treiben lassen auf dem Weg zurück zum Hafen.
Wieder verließen wir den Hafen sehr pünktlich, wir verfolgten die Fahrt bis der Lotse das Schiff verließ und genossen dann den Abend im Surf and Turf bei wunderbaren Essen.