Hallo,
gerade von unserer Reise mit der Mein Schiff 6 „Südnorwegen mit Flam“ zurückgekehrt, möchten wir Euch gern über unseren Ausflug „Fahrt mit dem Flåmbahn und Wanderung“ (FLM06V) berichten.
Dauer: ca. 5 Stunden
Strecke: ca. 9 km
Wir haben uns für diesen Ausflug entschieden, da wir natürlich mit dem Flåmbahn fahren, aber eben auch gern eine Wanderung machen wollten. Vorweg sei gesagt, dass wir in unserer Urlaubsvorbereitung einiges negatives über die Fahrt mit dem Flåmbahn gelesen haben. Dies können wir allerdings überhaupt nicht bestätigen. Zum einen waren für die TUI eigene Wagons reserviert und es gab für alle ausreichend Sitzplätze. Zum anderen fanden wir die Fahrt selbst auch wunderschön. Es gab immer wieder sehr schöne Einblicke in das Flåmtal. Natürlich führte die Fahrt auch durch viele Tunnel. Aber gerade das beeindruckt. Insbesondere, wenn man bedenkt, dass diese Bahnstrecke zwischen 1932 und 1940 erbaut wurde. Es gibt sogar einen Kehrtunnel, der der Bahn hilft, den Höhenunterschied von 863,5 Metern zwischen Flåm und Myrdal zu überwinden. Dabei haben die Bahngleise auf einem Großteil der Strecke einen Neigungsgrad von mehr als 55 Promille (ca. 1m je 18m Gleisstrecke).
Ablauf:
Wir wurden am frühen Vormittag zum Bahnhof geführt und erhielten während der Fahrt sehr gute Erläuterungen zu der Bahnstrecke und den Gegebenheiten in Flåm. Zusätzlich gab es eine Infobroschüre - aus dieser Stammen auch die Zahlen und Fakten in diesem Bericht. Die Bahn hat an den entsprechenden Zwischenhalten gestoppt und in Berekvam fand die Kreuzung des bergauf- und bergabfahrenden Zuges statt. Auf der ansonsten eingleisigen Strecke ist dies die einzige Gelegenheit für eine Zugkreuzung. An der Station Kjosfossen hält der Zug am gleichnamigen Wasserfall. Ein wenig kitschig, aber auch ganz nett, ist der Tanz einer rot gekleideten „Huldra“ mit Musikuntermalung. Allerdings ist die Plattform mit Blick auf den Wasserfall sehr klein und nach wenigen Minuten setzt der Zug seine Fahrt fort. Für uns endete die Fahrt nach der Durchfahrt des Kehrtunnels in Vatnahalsen. Von hieran ging es 9 km bergab bis zur Bahnstation Berekvam. Einen großen Teil des Weges gingen wir dabei auf der alten Transportstraße, die zur Erbauung der Bahnstrecke genutzt wurde. Der Weg begann relativ geschwungen über etliche „Haarnadelkurven“, war aber insgesamt sehr gut begehbar. Auf dem ersten Viertel überwindet man so auch den größten Höhenunterschied und wird stetig begleitet von einem imposanten Wasserfall. Auf Höhe des Flusses angekommen, wanderten wir dann parallel zu diesem durch wirkliche beeindruckende Täler. Immer wieder stürzen aus der Höhe Wasserfälle in die Tiefe und speisen so den Fluss. Sehr nett war die Begegnung mit etlichen Bergziegen, deren Besitzer auch den zugehörigen Käse zum Verkauf angeboten haben. In Berekvam hatten wir dann ausreichend Zeit für eine kleine Erholung in der Sonne, bevor es mit der Bahn wieder nach Flåm ging. Auch hier waren wieder extra Wagons für uns reserviert, die so im Zug angeordnet waren, dass wir einfach zusteigen konnten.
Hinweis:
Toiletten sind in sehr begrenzter Anzahl in Vatnahalsen und in Berekvam vorhanden (1 bis 2).
Fazit:
Ein sehr schöner Ausflug, der das Erlebnis Bahnfahrt mit einer tollen Wanderung kombiniert. Die Wanderung führt zum Teil über lose Schotterwege und ist gerade zu Beginn relativ steil. Für uns war sie mit einfachen Wanderschuhen aber problemlos begehbar.