Oman Muskat,
Mittwoch 29.03.2017, bis 31 Grad Sonne, nachmittags Schleierwolken
Heute besichtigen wir die Sultan Qaboos Moschee, den Fischmarkt in Barkha und die Oasenstadt Nakhl, dann Mittag, danach haben wir noch Zeit im Basar direkt an der Corniche von Muskat.
Wir sind gespannt.Unser omanischer Reiseführer entpuppt sich als „Bekannter“ der in unserem kleinen Dorf in Ostwestfalen gelebt und gearbeitet hat, also in Deutschland genau in unserer Nachbarschaft und er ist wirklich ein echter Omani. Es gibt Zufälle, die kann es statistisch gar nicht geben, Chance 1 zu 80 Millionen und doch gibt es sie im echten Leben.
Zuerst sehen wir die beeindruckende Moschee, vorausgesetzt Mann und Frau ist passend gekleidet (im übrigen Tattoos, die nicht durch Kleidung bedeckt sind, werden auch zum Ausschlusskriterium). Beeindruckend ist die schiere Größe der Anlage und die architektonische Vollkommenheit, aber ein Bild sagt mehr als 1000 Worte.
Danach geht’s zum Fischmarkt (davor hatte ich mich etwas gegruselt, wir hatten da schon so unsere Erfahrungen in Sri Lanka gemacht – von wegen gut dass es keine Geruchsfotos gib …) aber oh Wunder, direkt am Meer gelegen, gekühlt durch eine Brise, somit kein Gestank, sondern wirklich fangfrischer Fisch, feilgeboten von originalgetreuen Omanis (angetan mit Dishdasha und Kappe auf dem Kopf).
Weiter nach Nakhl zur Fußpflege! Wie jetzt Fußpflege? Na ganz einfach, in der Oase Nakhl entspringen warme Quellen in denen leben kleine Kangalfische, die darauf spezialisiert sind abgestorbene Hautschuppen von z.B. Badegästen abzuknabbern. Gesagt getan, mitten in der Natur Füße rein, huiiii das kitzelt, nach ca. 15 Minuten müssen wir weiter und die Fische sind noch nicht fertig mit mir, aber ich habe jetzt schon Füße wie neu, das war toll, ich wäre gern noch geblieben.
Mein GöGa hat sich nicht getraut (selbst Schuld). Danach besichtigen wir die Festung, sehr gut restauriert und sehr verwinkelt mit einem tollen Ausblicken über die Oase und die angrenzenden Berge. Beeindruckt hat uns, wie gut die natürliche Klimaanlage im Innern funktioniert, denn jetzt ist es wirklich sehr heiß draußen geworden!
Anschließend fahren wir zum Essen in das Hotel Al Nahda, sehr lecker mit Indischem Einschlag und zum Nachtisch eine Portion kostenloses Internet. Das Hotel ist eine beliebte Hochzeitslocation mit schönem Garten und Pool.
Dann geht’s auf der neuen Autobahn recht schnell zurück nach Muskat, das so ganz anders ist als Dubai. Hier ist zwar auch alles neu (mein Onkel hat vor über 50 Jahren geholfen die erste Meerwasserentsalzungsanlage im Oman zu errichten und erinnerte sich, dass es derzeit nur ganz wenige km Stassen gab, alles andere waren Sandpisten) aber ganz anders als in Dubai, keine Hochhäuser, alles ist sehr weiträumig geplant. Die Menschen sind entspannt und freundlich, ein sehr schönes Land, das politisch vom Arabischen Frühling profitiert hat, aber was passiert wenn der alte Sultan stirbt, der keine direkten Nachkommen hat.
Hoffentlich steckt Saudi Arabien dann nicht seine gierigen Hände nach diesem schönen Land aus. Abwarten!
Wir sind jetzt im Basar in Muscat, ganz vorne ist ein Weihrauchstand der zu Werbezwecken grade den ganzen Basar einnebelt, uns haut es fast aus den Socken, schnell weiter. Wir (mein Mann natürlich) erhandeln einen schicken Schal (kann Frau immer brauchen) und bestaunen Kochtöpfe so groß wie Kinderplanschbecken. Zum Schluss bummeln wir noch über die Corniche, alles sehr gepflegt. Ein toller Ausflug mit Überraschungen der besonderen Art.
Beim Auslaufen (die Sonne ist spektakulär unter gegangen, großes Theater) schenkt uns die Natur etwas ganz Besonderes! In der Bugwelle erscheint das magische Meeresleuchten, das von Kleinstlebewesen durch biolumineszieren erzeugt wird. Das Meer leuchtet in der Welle intensiv türkiesfarben auf, als hätte das Schiff Unterwasserscheinwerfer eingeschaltet. Faszinierend, wir (meine Freundin und ich) stehen am höchsten Punkt des Schiffes, Muscat entschwindet in der Ferne und das Meer leuchtet und leuchtet. Die Männer haben übrigens nichts mitbekommen, da Sie sich an der Überschaubar nicht losreißen konnten. Zum Abschluss gehen wir gemeinsam im Klassik noch ein formidables Abendessen verdrücken. Ein wunderbarer, perfekter Tag. Der Ausflug (übrigens von TUI) war perfekt.