Ziemlich beste Nachbarn - Ein bisschen Länderkunde
Und jetzt wagt es ücki aus Sachsen Euch nach Preußen zu entführen, wo doch die Sachsen und die Preußen irgendwie nie miteinander und erst recht nicht ohne einander können...![]()
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Die Region gehört teilweise zum Land Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. Jahrhundertelang herrschten hier die Könige von Preußen. Der Alte Fritz, war aber auch mal jung.
Wechselhaft war die Geschichte sicher und mag uns ab und zu mal streifen, doch darauf will ich gar nicht so intensiv eingehen, sondern lieber schauen, was wir heute so entdecken können.
Die Havel - natürlich und eigenwillig
Der Verlauf der Havel gleicht einem großen U. Am rechten oberen Ende entspringt die Havel bei Kratzeburg im Müritz - Nationalpark. Von dort verläuft sie südlich durchfließt die Havelseen, kommt bei Zehdenick der Schorfheide sehr nahe, verläuft südlich von Oranienburg weiter nach Berlin-Spandau, wo die Spree zufließt und weiter in Richtung Potsdam. Dort knickt die unternehmungslustige Havel bei Caputh deutlich in Richtung Nordwesten ab, erreicht Ketzin, sucht ihren Weg südwestlich nach Brandenburg. Dort ändert sich die Richtung abermals nach Norden um letztlich bei Havelberg in die Elbe zu fließen. Begleitet wird der muntere Fluß von zahlreichen Nebenflüssen, Kanälen und wunderschönen Seen.
Dieses Jahr trafen wir erstmals bei Caputh auf die Havel. Hier wollen wir unsere Reise beginnen.
Das altehrwürdige Fährhaus in Caputh mit seinem herrlich schattigen Biergarten und der Terasse direkt über dem Wasser scheint uns mittenhinein in eine vergangene Zeitepoche zu entführen. Das Essen ist zudem lecker und die Aussicht auf das Wasser äußerst abwechslungsreich. Ständig kommen Boote, Jachten, Paddler, häufig auch Hausboote mit lustigem Völckchen oder entspannten Genießern vorbei. Das Interessanteste ist dennoch die kleine alte Autofähre, die gleich daneben unermüdlich pendelt.
Hört Ihr das Plätschern der Wellen, die gegen die Buhnen des Anlegers schlagen? Versinkt ihr mit in dieses quirlige und gleichzeitig idyllische Fleckchen und nehmt den gleichmäßigen Rhythmus mithinüber auf die andere Seite?
Entlang des Ufer führt ein Weg unter Bäumen zum Strandbad an der Havel. Der Eintritt wird am Kiosk bezahlt. Wer will kann jetzt in einer Barathmoshäre auf Liegen oder im feinen Sand am Ufer des Schwielowsees den Tag verbringen.
Genau hier knickt die Havel in Richtung Nordwesten nach Werder und Ketzin ab.
Wir verzichten auf ein Bad und überqueren die Havel auf dem Fußweg der Eisenbahnbrücke. Ein Fahrgastschiff kommt gerade passend auf seiner Rundfahrt um Caputh zwischen Werder oder Potsdam unter der Brücke durch.
Nach einem erfrischenden Eiscafé im Café Blue Marlin endet unsere erste Runde wieder am Fährhaus.
Lg ücki