Beiträge von Mirasol

    Heute ging es für mich also auf den Ausflug „Auf den Spuren des schwarzen Goldes“.
    Der Treffpunkt war die TUI Bar und ein kurzer Blick auf die Liste beim Anmelden zeigte, dass die Gruppe nicht sonderlich groß werden würde.
    Ich denke, wir waren so etwa 30 Personen.

    Pünktlich ging es dann los. Beim Ausgang ließ mich kurz die Box mit der Aufschrift „Regencapes - nur 1 pro Person“ stutzen.
    Mit dem Gedanken, dass das ja so schlimm nicht werden wird, ignorierte ich die angebotenen Capes.
    Kaum war ich ein paar Schritte vor dem Schiff bereute ich es schon leicht, kein Cape mitgenommen zu haben.
    Nach ein paar Schritte die Mole entlang, trafen wir auf unseren Stadtführer, der uns mit Schirm in der Hand erwartete.
    Es regnete ja auch ordentlich. Bis dann alle eingetrudelt waren, war meine Jacke trotz Schirm schon gut durchnässt.
    Aber ein Hoch auf die Funktionskleidung - es kam nix durch.

    Um den Regen zu entfliehen, machten wir uns dann auf den Weg zum nahe gelegenen Konservenmuseum in der Altstadt, die dem Schiff genau gegenüber lag.

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    Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis etwa 1960 arbeiteten mehr als die Hälfte der Einwohner Stavangers in Konservenfabriken, in denen Heringe verarbeitet wurden.
    In dieser kleinen Fabrik, die in das Museum umgewandelt wurde erzählte uns unserer Stadtführer einiges über die Verarbeitung, welches man an den Ausstellungsstücken auch teilweise selber ausprobieren konnten.

    Die Heringe wurden auf solche Stäbe aufgefädelt. Konnte man mit kleinen Gummifischen auch selber mal ausprobieren.
    Die Stäbe wurden dann in Rahmen eingehängt, die dann in die Räucherschränke kamen.

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    Nach dem Räuchern wurden die Fischköpfe entfernt. Anfangs noch einzeln mit dem Messer.
    Später gab es dann auch eine Art „Guillotine“ für geräucherten Hering.

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    Anschließend wurden die Fische in Konserven verpackt. Das konnte man mit den Gummifischen auch selber mal ausprobieren.
    Es dauert schon etwas bis man die Fische da nach Packanweisung (je nach Größe der Fische) in die Dosen gefummelt hatte.
    Die Frauen, die das damals machten füllten eine Dose in etwa 6 Sekunden ….


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    Anschließend wurden die Dosen verschlossen und haltbar gemacht.

    Wir gingen dann in die erste Etage der Fabrik. Hier war unter anderem ein kleines Buffet mit verschiedenen Sorten Heringsdosen für uns vorbereitet.
    Ehrlich gesagt war es mir um halb 11 Uhr noch deutlich zu früh für Dosenfisch.
    Ich schaute mir lieber die vielen ausgestellten und wirklich hübschen Dosenlabels an. Sogar bis nach Deutschland wurde Dosenfisch aus Stavanger geliefert:

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    Nach unseren knapp 1 Stündigen Besuch im Museum ging es durch die hübsche Altstadt mit ihren weißen Holzhäusern, um dann weiter durch die Stadt zum Ölmuseum zu gehen.
    Das Wetter hatte sich leider nur wenig gebessert.
    Kaum hatte man mal den Schirm zusammengepackt, fing es wieder an zu regnen und man konnte ihn wieder hervor holen. Aber egal - die Altstadt war wunderschön.
    Nach Ende des Ausflugs auf dem Rückweg zum Schiff bin ich noch mal zurück und habe mich weiter umgesehen.

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    Es ging also am Ende des Hafens Vågen entlang in Richtung der bunten Speicherhäuser, in denen heute Restaurants und Cafés untergebracht sind.

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    Auf der Promenade gab es auch nette Kleinigkeiten zu entdecken. So findet man die Fußabdrücke vom Nobelpreisträger Al Gore auf der Promenade:

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    Und man findet folgende kleine Treppe.
    Hierbei handelt es sich um eine Treppe für Enten und ihre Küken, die sie nutzen, um in den nahegelegenen Garten und Teichs des Doms zu kommen.
    Die Ankunft der Enten ist laut unserem Stadtführer wohl jedes Mal etwas Besonderes in Stavanger :D
    Leider gab es bei mir keine Enten zu sehen:

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    Weiter ging es am Dom vorbei, durch die Stadt, über den Valbergturm zum Ölmuseum.

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    Im Ölmuseum gab unserer Stadtführer uns noch einen kurzen Einblick in die Ölindustrie Norwegens. Anschießend konnten wir uns im Museum alleine umschauen.
    Da der Ausflug damit sowieso zu Ende war konnte man sich entscheiden, ob man mit dem Stadtführer zurück zum Schiff gehen wollte oder auf eigene Faust
    sich weiter im Museum und Stavanger umschauen wollte. Ich entschied mich für letzteres.

    Das interaktive Museum vermittelt einen wirklich interessanten Einblick in die Ölgewinnung und die Auswirkungen auf Norwegen.
    An einigen Stellen kann man auch selber Dinge ausprobieren.

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    Nach knapp 1,5 Stunden entschied ich mich dann langsam wieder aufzubrechen.
    Es schien gerade trocken zu sein… Zwei Minuten später sah es dann schon wieder so aus:

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    Aber zum Glück hielten die Schauer in Stavanger nie allzu lange an und ich schlenderte langsam zurück zum Schiff.
    Dort machte ich es mir dann in der Himmel & Meer Lounge gemütlich.

    Alles in allem war das echt ein netter kleiner und informativer Ausflug.
    Vor allem weil einem hinterher noch genug Zeit bleibt noch alleine gemütlich durch die Stadt zu bummeln und Stavanger zu genießen.
    Und ich hatte für den heutige Tag mit diesem echt die bessere Wahl getroffen.
    Hatte schon ziemlich Mitleid als Sven ( @CosmoST ) wie ein begossener Pudel bei uns in der Kabine auftauchte…

    VG Steffie