Sonntag, 9. November
Endlich! Heute ist es so weit. Auch wenn es hier im Hotel schön ist, ich freue ich mich so sehr mal wieder auf ein Schiff zu kommen.
Im Laufe des Vormittags wird das Kribbeln immer mehr.
Um 12.00 Uhr stehen wir mit gepackten Koffern hibbelig im Hotelfoyer und warten auf den Bus, der uns zum Hafen bringt.
Ich bin ganz erstaunt, wir sind gar nicht so wenige, die diese Reisekombi gebucht haben. Auch ein paar Leute mit denen wir schon nette Gespräche im Hotel hatten, sind dabei. Gesprächsthema ist die Tsunamiwelle, die gestern in Teneriffa Menschen ins Meer gespült hat. Auch eine Freundin schickt mir einen Bericht dazu per WhatsApp. Hier auf Gran Canaria war davon nichts zu spüren und eigentlich will ich das auch gar nicht wissen auf dem Weg zu einem Schiff, das in genau in diesen Gewässern fahren wird.
Aber die Vorfreude siegt. Auf dem Weg zum Hafen geraten diese Gedanken schnell wieder in den Hintergrund. Aber ein anderer Gedanke kommt zurück. Was wird denn mein lieber Mann zu der Größe unseres Schiffchens sagen.
Ich verrate es euch: Was hast du denn da für ein riesiges Hochhaus gebucht!
Nun ja, von außen sieht sie wirklich unverschämt groß aus. Ich gebe zu, etwas erschrocken war ich schon aber auch soooo gespannt drauf.
Das Einchecken verlief schnell. Eine halbe Stunde später saßen wir an der Poolbar und haben, das ist unser Schiffsritual, mit einem Sekt auf die Reise angestoßen. Dann ein kleiner Imbiss im Harbor-Markt und wir waren gestärkt für einen ersten Streifzug über die Relax.
Es war jetzt 14.00 Uhr und trotz des Wechseltages - für einen Teil der Passagiere ging heute die Kreuzfahrt zu Ende, ein anderer Teil hat, wie wir, heute eingecheckt und wieder andere waren schon seit 2 Tagen (Teneriffa) an Bord - war es weder hektisch noch wuselig auf dem Schiff. Im Gegenteil, es waren jede Menge Liegen, auch im Poolbereich, frei. Auch die gemütlichen Strandmuscheln waren teilweise frei, an den Bars gabs genug Platz, einzig im Harbor-Markt mussten wir eine halbe Runde laufen, um einen freien Tisch zu bekommen.
Also dass hatte ich mir nach den vielen negativen Berichten schlimmer vorgestellt.
Wir haben uns auch ein schönes Plätzchen gesucht, noch etwas Sonne getankt und gelesen. Danach sind wir in unsere Kabine, die Koffer waren auch schon da und wurden gleich ausgeräumt. Ein erster Blick vom Balkon, da bekomme ich immer erst mal Probleme mit der Höhe. Nur Deck 12 und es geht so tief runter.
Uns gefiel die Kabine, ich mag die gedeckten Farben und Stauraum war mehr als genug vorhanden. Schön auch, dass man die Klimaanlage ganz ausstellen kann.
Das heutige Tagesprogramm hatten wir gleich nach dem Einchecken bekommen und jetzt blieb nur noch die Qual der Wahl, wohin zum Abendessen. Wir entschieden uns fürs Atlantik auf Deck 4 und waren wirklich begeistert von diesem schönen großen Saal mit der riesigen Fensterfront. So mögen wir das auf Schiffen. Beim Reinkommen (ohne Anstehen) wurden wir gefragt, ob wir zu zweit sind und wurden an einem schönen 4er-Tisch in zweiter Reihe am Fenster platziert. Das Menü war sehr gut, der Wein - wie immer - ok.
Im Theater haben sich heute die Offiziere und der Kapitän, Cap. Todd, vorgestellt. Danach gab es noch eine kleine Zusammenfassung des Programms der Artisten und Gastkünstler.
Nach einem Absacker in der Mein Schiff-Bar ging dann der Abend für uns zu Ende.
Andrea