So ihr Lieben…ich bin heute Nachmittag heil wieder zu Hause angekommen. Da die Erinnerungen noch so schön frisch sind und ich so vielleicht auch die Zeitverschiebung gut überbrücken kann, geht es sofort los mit meinem Reisebericht.
Kurz vorab: Ich kenne bisher ja nur die Mein Schiff 2, daher waren einige Sachen natürlich neu für mich auf der 6, die für die „alten Hasen“ unter euch vielleicht selbstverständlich sind. Meine Bilder sind nicht bearbeitet – dafür fehlt mir sowohl das Know how als auch die technischen Voraussetzungen. Ich mache auch oft Bilder aus dem Bus heraus, das hat natürlich zum Teil Auswirkungen auf die Qualität der Bilder. Die Seetage werde ich sehr kurz halten. Ich muss ja nicht mit hunderten von Worten beschreiben, wie ich auf dem Pooldeck oder so rummgammel
Bei den Ausflügen mache ich oft auch angaben, wie lange wir uns wo aufgehalten haben und wie lange wir von A nach B gefahren sind. Ich finde, das kann bei der Ausflugsplanung ganz interessant sein, um einzuschätzen, welche Ausflug sich lohnt.
Nun aber Schluss mit dem Gerede – Alle Mann an Bord, es geht los!
:huhu:
Dienstag, 05.09.2017
Der große Tag ist endlich da! Etwas zu früh - übrigens typisch für mich – mache ich mich auf den Weg zum Flughafen nach Hamburg. Das Auto ist ratzfatz geparkt und genauso schnell bin ich auch im Terminal 1. Der Check In ist natürlich noch nicht geöffnet...kein Wunder, ich bin ja auch früh dran. Aber lange warten muss ich nicht – bereits eine halbe Stunde später, gegen 6:15 Uhr, startet der Check In Bording für den United-Flug.
Erste Überraschung: Wie schon erwähnt gehen mehrere Personen des Bordpersonals durch die Schlange, registrieren von jedem den Personalausweis und stellen Fragen, wie z.B. Haben Sie Ihren Koffer allein gepackt? Hatte jemand Drittes Zugriff auf den Koffer? Gehört der Inhalt des Koffers Ihnen? Reisen Sie allein? Insgesamt alles harmlos, sie versuchen, das ganze fast etwas wie Small Talk aussehen zu lasseNachdem ich diese "Quizrunde" gemeistern und anscheinend auch bestanden habe, bin ich irgendwann am Check In an der Reihe. Die Dame hat schon einen Zettel mit der Adresse des Terminals in Bayonne parat. Ich nehme an, das ist für das APIS. Ich selbst habe diesbezüglich nämlich nichts gemacht und es hat auch niemand danach gefragt. Genauso wenig nach dem Esta – aber dazu später vielleicht noch mehr.
Bis ich am Gate sitze, wird mein Reisepass noch ca. fünf bis sechs Mal kontrolliert. Der Flug an sich verläuft problemlos. Zu meiner Überraschung merke ich nach zwei Stunden, dass ich einen Economy Plus-Sitz habe…ich hatte mich beim Hinsetzen schon über die Beinfreiheit gewundert
Das angebotene Entertainment-Programm ist solala. Bei Emirates ist die Auswahl gerade an deutschsprachigen Filmen größer. Die Verpflegung finde ich super. Nach ca. einer Stunde Flug gibt es die Hauptmahlzeit: Cheddar Omelette with Turkey sausages, etwas Obst und einen Muffin. Es gab auch noch ein anderes Gericht zur Auswahl...kann mich daran aber nicht mehr erinnern.
Wieder eine Stunde später gibt es eine kleine Falsche Wasser und eine Caramellewaffel. Eine Stunde vor der Landung gibt es ein sehr leckeres Sandwich, das sogar noch warm ist. Zwischendurch wurde noch die Zollerklärung verteilt, den Vordruck bekommt man auch auf Deutsch. Diese füllt man aus und benötigt sie dann später nach der Landung.
Der Flieger landet pünktlich um 11:30 Uhr in Newark. Die Spannung steigt...wie wird die Immigration ablaufen?
Lange Rede, kurzer Sinn: Bei mir absolut harmlos! Nach ca. einer Stunde Schlange stehen, bin ich an der Reihe. Pflichtbewusst gebe ich dem Beamten alles, was ich habe und von dem ich glaube, dass es ihn interessieren könnte: Reisepass, Esta, Zollerklärung. Esta interessiert ihn gar nicht. Es werden Fingerabdrücke genommen: Erst der Daumen, dann die restlichen vier Finger jeweils von beiden Händen. Auf der Zollerklärung sieht er, dass ich als Adresse Bayonne angegeben habe. Da ich an diesem Tag nicht die erste mit dieser Adresse bin, fragt er mich direkt, ob ich auch auf das „Mein Schiff“ gehe. Wir sprechen dann noch kurz über den Hurrikan Irma und das war es dann auch schon. Sprachlich habe ich zum Glück keine Probleme, das wird sich auch im Verlauf der Reise noch als hilfreich herausstellen. Die Zollerklärung zeichnet er ab oder so…zumindest kritzelt er irgendwas drauf. Hauptsache, seine Kollegen verstehen seinen Vermerk ![]()
Durch die Warterei bei der Einreise dreht sich mein Koffer schon auf dem Band, als ich dort ankomme. Auf dem weiteren Weg in Richtung Ausgang wird einem noch die Zollerklärung abgenommen. Ich frage mich jetzt gerade, ob es gar keine Sicherheitskontrolle mehr gab… ich kann mich nicht daran erinnern. Als ich aus dem Flughafen nach draußen komme, trifft mich fast der Schlag – es ist warm und schwül, nicht gerade „mein Wetter“. Aber der Bus steht schon bereit. Wie gewohnt stehen gefühlt alle 20 m Menschen mit Tui Cruises-Schildern – Verlaufen also quasi unmöglich. Um kurz vor eins, also fast genau eineinhalb Stunden nach der Landung, sitze ich schon im Shuttle-Bus zum Schiff.
Der Flughafen Newark liegt recht günstig, wenn das Schiff in Bayonne liegt. Nach eine knappen Stunde, also gegen 14 Uhr, erreichen wir den Hafen. Auf dem Weg dorthin kann man vom Bus aus schon einen ersten Blick auf die Skyline erhaschen. Kleiner Tipp: In Fahrtrichtung auf die linke Seite setzen
Im Terminal sind wie immer zahlreiche Check In-Schalter aufgebaut. Es gab übrigens keine Handtuchkarten mehr. Keine Ahnung, seit wann das so ist. Vor einem Jahr auf der 2 gab es die noch. Auch die Bordfotografen haben in der Halle Position bezogen. Fotografiert wird vor einem großen „Poster“. Über Rolltreppen geht es dann eine Etage höher, von wo aus man dann über eine Gangway das Schiff auf Deck 4 erreicht.
Für mich ist das Schiff komplett neu. Und irgendwie zieht es mich dann immer als erstes nach oben. Und so lande ich auf Deck 14 in einem Strandkorb – mit Blick auf die Freiheitsstatue und die Skyline von Manhatten. Natürlich liegt der Hafen Bayonne weit außerhalb und ist auch nicht so schön anzuschauen, aber dieser Ausblick ist einfach super.
Leider liegt meine Kabine auf der Backbordseite und so blicke ich – wie so ziemlich in allen Häfen der Reise – auf das Hafengelände bzw. gegen die Wand der Terminals. Die Kabinen stehen um 15 Uhr zur Verfügung. Mein zu Hause für die nächsten Tage ist die Balkonkabine 6173. Und ich bin begeistert. Die Kabine ist zwar die viertletzte von hinten, dafür habe ich aber keine Rettungsbote vor dem Balkon. Unter mir ist Shuffleboard-Feld. Dort wird aber nur einmal am Tag (17 Uhr) gespielt und das auch nur an Seetagen. Stört also gar nicht. Auch sonst ist die Kabine ruhig gelegen.
Bilder siehe hier: Balkonkabine 6173 MS 6
Am Abend ging es dann noch zum ersten Ausflug: Abendliches Manhatten mit Empire State Building.Treffen war um 17:30 Uhr im Theater. Hier wartete eine weitere Überraschung. Die Mitarbeiterin der Landausflugsabteilung berichtete, dass die Tui-Leute in den USA nicht arbeiten dürfen. Sie war also nicht in „Uniform“, sondern in Freizeitkleidung da. Diese Vorschrift hat zur Folge, dass die Mitarbeiter z.B. nicht übersetzen dürfen und sich auch sonst nicht in die Ausflugsdurchführung einmischen dürfen (zusammenhalten der Gruppe usw.). Sie meinte dann auch, dass sie den Ausflug mitmachen wird und wir sie natürlich ansprechen dürfen. Im Fall der Fälle müsse es aber so aussehen, als sei sie auch Tourist.
Wir haben Glück und haben eine Deutsche Reiseleiterin, die seit über 20 Jahren in New York lebt. Durch den Holland-Tunnel geht es von New Jersey unter dem Hudson hindurch durch nach Manhatten. Wir befinden uns im Viertel Tribeca – das steht übrigens für "Triangle below Canal Street". Tribeca war ursprünglich ein Industriebezirk, hat aber seit den
1990er-Jahren eine gesellschaftliche Aufwertung erfahren. Heute befinden sich in Tribeca viele Bars, Restaurants und Kunstgalerien. Hier ist auch das Tribeca Film Festival beheimatet, das als Antwort auf die Terroranschläge am 11. September 2001 gegründet wurde.
Auf der Canal Street geht es weiter und wir erhaschen einen Blick auf SoHo, Little Italy und China Town. Die Fahrt geht weiter über die Manhatten Bridge, von wo aus man einen schönen Blick auf die Brooklyn Bridge hat. Die Reihenfolge der drei großen Brücken kann man sich übrigens gut mit der Abkürzung "BMW" merken: Von Westen nach Osten sind das die Brooklyn Bridge, die Manhatten Bridge und die Williamsburg Bridge. Nach ca. einer Stunde Fahrt legten wir einen Stop am Fulton Landing ein. Hier ist man direkt neben der Brooklyn Bridge und hat einen tollen Blick auf die Skyline. Es dämmerte schon etwas, schönere Bilder bei strahlendem Sonnenschein gibt es vom Ausflug am Abreisetag ![]()
Wir hatten dort ungefähr 30 Minuten Zeit, bevor es weiter ging zum Empire State Building. Die Fahrt dauerte eine dreiviertel Stunde. Im Empire State Building hatten wir 90 Minuten Freizeit. Inzwischen war es dunkel und der Ausblick auf die erleuchtete Stadt ist von dort oben natürlich einmalig! Die Aussichtsplattform befindet sich in der 86. Etage. Es ist dort natürlich recht voll. Man muss sich einen Platz in der ersten Reihe teilweise etwas „erkämpfen“. Die Zeit vergeht dann doch recht schnell, da man bei den Aufzügen, sowohl rauf als auch runter, auch wieder in der Schlange steht. Und wenn man dann noch im Souvenir-Shop etwas stöbert
...durch den kommt man automatisch durch auf dem Weg in Richtung Ausgang.
Nachdem alle Richtungen ausgiebig fotografiert wurden, geht es weiter zum Times Square. Die Fahrt dorthin dauert ca. 15 Minuten. Ursprünglich als Longacre Square bekannt, wurde der Name im April 1904 in Times Square geändert. Grund hierfür war die Verlegung des Hauptsitzes der Zeitung „New York Times“ in das neu errichtete Times Building, welches heute den Namen One Times Square trägt. Hier findet auch der so genannte „Ball Drop“ jährlich zu Silvester statt. In den Bauvorschriften der Stadt New York ist festgelegt, dass Neubauten mit hell erleuchteten Werbetafeln zu versehen sind, um das bekannte Bild des Times Squares zu bewahren. Vor Ort können wir wieder auf eigene Faust auf Entdeckungstour gehen, bevor wir uns nach einer Stunde am Bus wieder treffen. Es ist unglaublich, was für Menschenmassen dort unterwegs sind! Leider sind meine Bilder nicht so top geworden.
Wir hatten übrigens einen super entspannten Busfahrer, der uns immer dicht an unseren Zielen abgesetzt und wieder eingesammelt hat - Halteverbot hin oder her. Auch die Reiseleiterin war toll. Sie hat alles locker erzählt, ohne dass es so wirkte, als hätte sie eine Liste mit Fakten, die sie nun unbedingt loswerden möchte. Einen kleinen Beigeschmack hinterließ nur ihr Hinweis, dass es in den USA ja üblich wäre, Trinkgelder zu geben. Das wäre natürlich absolut freiwillig….DAS nenne ich mal einen Wink mit dem Zaunpfahl!
Nach dem Stopp am belebten Times Square machen wir uns zurück in Richtung Bayonne, wo wir nach ca. 45 Minuten um 23:45 Uhr wieder ankommen. Der Tag war natürlich schon anstrengend, ich habe mich aber sehr gefreut, diesen Ausflug auf Grund meiner frühen Anreise machen zu können. Man hat ja doch irgendwie Angst, bei der kurzen Zeit in New York etwas zu verpassen. Aber zum Glück haben wir ja noch einen weiteren Tag in der Stadt.
Fortsetzung folgt...