Ich bin noch vor dem Wecker wach geworden und ging gleich auf dem Balkon um zu sehen, ob das Wasser wieder sichtbar ist. Nöö, war es nicht. Aber für mich war klar: wir haben bereits angelegt, weil das Schiff absolut still da lag.
Dann dauerte es nicht mehr lange und der Kapitän meldete sich, Stunden früher als üblich.
Ich meine es war so gegen 6.45 Uhr. „Liebe Gäste, wir Ankern, der Hafen Incheon ist geschlossen,
und wir dürfen nicht anlegen und auch nicht in die Hafenzone einfahren!“
Neeeeeiiiiiiinnnnnn

Der Kapitän meinte, er könne aufgrund der technischen Begebenheiten an Bord, blind im Hafen anlegen. Aber die Behörden sagen NEIN. Er sei noch fest am verhandeln und er hoffe, dass ein Anlegen im Laufe des Tages noch möglich sein wird. Er würde uns informieren, sobald er Näheres weiß.
Tja, da machste nix. Wir haben trotzdem unsere sieben Sachen für den Ausflug zusammengepackt und ganz fest gehofft, dass ein Ausflug nach Seoul noch stattfinden kann.
Die Wartezeit so schön, wie irgend möglich gestaltet: gelesen, Nickerchen gemacht, Cappuccino trinken gegangen, auch ein klitzekleines Proseccoleinchen verinnerlicht und krampfhaft Plan B gebastelt, falls Anlegen noch möglich ist, aber kein Ausflug mehr nach Seoul.
Dann endlich die erlösende Durchsage: der Hafen lässt uns Anlegen, aber es wird noch ca. 3 Stunden dauern, bis wir dort sind und die Behörden auch das Schiff freigegeben haben.
Okay, dann halt noch ein klitzekleines Sektchen….., senkt den Streßlevel 
Die Ausflugsabteilung würde auf 1000 laufen, um alles was möglich ist , möglich zu machen.
In deren Haut hätte ich nicht stecken mögen! Was müssen die für einen Streß gehabt haben!
An die ganze Besatzung meinen allergrößten Respekt!! Ihr habt das spitze gemacht 
Aber so ist das halt mit dem Wetter auf See, ist einfach höhere Gewalt und oberstes Prinzip ist Safty First, und das ist gut so!
Dann die erlösende Durchsage: fast alle Ausflüge können wie geplant stattfinden. Juchuuuu!
Unser Ausflug startet um 13 Uhr nach Seoul. Okay, somit streichen wir den Abendspaziergang in Incheon. Macht uns aber nichts aus. Alles ist gut.
In Seoul wollen wir den Gyeongbokgung Palast besichtigen, durch Bukchon Hanok Village spazieren, koreanisch essen und durch die Fußgängerzone laufen.
Bei uns in Bayern trägt Frau zu wichtigen Anlässen, wie z. B. den Kirmesbesuch, oder traditionelle Feste, wie z. B. das Oktoberfest oder das Dorffest ein Dirndl.
Im Dirndl zeigt man „was man hat“. Was man nicht hat, wird mit dem Dirndl trotzdem vorzeigbar gemacht

Ihr wisst, was ich meine.
Nun in Seoul gibt es so etwas Ähnliches. Nur zeigt man da NICHT, was man hat. ES wird gut versteckt, und die traditionelle Tracht heißt hier: HANBOK.
Hier ein kleiner Vorgeschmack.