Beiträge von Tizian

    Ganz herzlichen Dank, liebe Tizian auch von mir für deinen tollen Bericht einer doch eher außergewöhnlichen Flusskreuzfahrt. Hat mir sehr gefallen, sicherlich eine prima Alternative, wenn man kein französisch spricht und sich um nix mehr kümmern muss…außer die An-/Abreise.

    Wie schätzt du die Lage für Gehbehinderte (Mitnahme Rollstuhl) in den Öffis ein? Eine Kollegin rät mir immer von Paris ab, da die Metrostationen wohl ganz oft keine Aufzüge haben…:/ Ich kann zwar einige Treppen laufen, aber mein Rolli muss ja dann auch irgendwie hoch und runter…oder reichen Bus/ Straßenbahn (?), um die wichtigsten Dinge zu erkunden?

    Liebe Sopur,

    Ich würde sagen, wenn man ausschließlich im Rollstuhl sitzt, ist es sehr, sehr schwierig, Metro fast unmöglich.

    In jedem Bus hab es in der Mitte Möglichkeiten für Rollis. Einige Sehenswürdigkeiten sind nur zu Fuß möglich, wie z. B. die Chapelle. Andere Sehenswürdigkeiten, wie der Louvre sind sehr gut mit Rolli möglich. Du hättest überall freien Eintritt, inkl. Begleitung und kein Anstehen. Stadtrundfahrt mit Rolli wäre möglich gewesen , du sagst ja , ein bisschen Laufen geht, ich denke, das wäre für alles die Voraussetzung. Ich meine, im Schiff hätte ich einen Aufzug gesehen.

    Ich hoffe, ich konnte etwas weiterhelfen,

    Liebe Grüße Gabi

    Noch ein paar Worte:

    Wir würden alles wieder genauso machen, aber diesmal würde uns eine Kabine ohne französischen Balkon ausreichen. Wir waren definitiv nur zum Duschen und Schlafen da, und da war es eh dunkel, Zeit zum Fensterrausgucken hatten wir keine.

    Das Preis-Leistungsangebot von Viva Cruises war spitze.

    Die Gloria war nicht einmal zu 75 Prozent ausgelastet, es gab zu jeder Zeit genügend Platz, warm war es auch.

    Die Sauna und den Whirlwanne haben wir nicht genutzt, auch nicht besichtigt.
    Es gab Schirme am Ausgang.
    Die Fahrräder haben uns nicht interessiert, waren aber vorhanden.

    Bademäntel hätte es an der Rezeption gegeben, wir brauchten keine, hab mich deshalb nicht weiter interessiert.

    Abendprogramm gab es nur ganz kurz vor dem Abendessen. Es wurde über den nächsten Tag informiert.

    Nach dem Abendessen spielte ganz dezent eine Keyboarderin in der Lounge. Ansonsten hatte man nette Gespräche mit den Mitreisenden oder chillte halt einfach.

    Wie halt in einem Hotel auch.

    Von dem Anleger Javel bis zur Metro sind es ca. 5 Min. Fußweg.

    Vom Anleger Courbevoie, am 25.Quai du President Paul Doumer, ist es bis zur nächsten öffentlichen ca. 15 Minuten Fußweg.

    Man kommt in der Stadt sehr gut von A nach B, hat aber dann immer noch ein Stück zu laufen. Kommen dann schon ein paar KM zusammen.

    Die Eintrittspreise sind ziemlich teuer, und es wird überall verlangt. Aber es gibt den Paris Pass, der fast alles inkludiert oder verbilligt.

    Und die Warteschlangen sind überall ellenlange. Die Sicherheitskontrollen nerven und halten auf. Es gibt sie überall. Es steht auch überall sehr viel Security.

    Wir hatten nirgends ein Zeitfenster gebucht, klappte alles trotzdem.

    Das Wetter war für November sehr gut, einen Schirm hatten wir immer dabei, benötigten wir aber nicht.

    Catherine war jederzeit ansprechbar, drehte sogar abends ihre Runden von Tisch zu Tisch.

    Hast du ein Handicap, dann sprich die Securities an, zeige dein Dokument, dann hast du mit Begleitung überall freien Eintritt und Fastlane. Das machen die Pariser klasse!

    Ihr lieben Mitleser, ich danke euch Allen, dass ihr mich auf diese Reise begleitet habt. Es hat mir großen Spaß gemacht, es mit euch gemeinsam nochmals Revue passieren zu lassen.

    Eure lieben Kommentare und Likes haben mich sehr gefreut.

    Alle Mitleser hiernochmal zu erwähnen, wird zu viel ich sage euch allen mochmal ein herzliches

    Merci :*:*:*<3<3<3 :!:


    Wünsche euch noch eine schöne Weihnachtszeit und ein wunderschönes Weihnachtsfest! Bewahrt euch auch im neuen Jahr eure Reiselust und eure Neugierde auf Fernes!

    Au revoir!



    I

    Jetzt hieß es mit dem Bus zum Bahnhof Est zu kommen. Die Fahrt dauerte eine Stunde. War dann praktisch noch einmal wie eine Stadtrundfahrt. Nahe des Bahnhofs stiegen wir aus und kamen auf dem Weg an eine typische Markthalle vorbei. So eine, wo die Pariser ihren täglichen Einkauf erledigen. Übrigens: Lidl, Aldi und Co. haben wir nirgends gesehen :/. Mich interessierte, was da angeboten wird und zu welchem Preis. Kann ja unmöglich wie im Lafayette sein.

    Naja, mit den Preisen könnte man evtl. leben, die Fleischwaren sind sehr ansprechend. Die Bratwürste kosten aber bei uns nur die Hälfte.

    Die Austern erschienen mir eher günstig. Bin aber heilfroh, dass ich dieses Schlunzenzeugs nicht mag, brrr!

    Da ist mir ein Schäufele, ein Pressackweck oder ein „ Schwordemochebroad“ tausendmal lieber :P:saint:.

    Das Ziel ist erreicht



    Und wir haben bis zur Abfahrt noch etwas Zeit. Es ist ein sehr milder Tag, alle Straßen Cafés sitzen außen voll. Wir ergattern gegenüber zwei freie Plätze und genießen unseren ersten und einzigen Besuch in einem solchen. Unglaublich, oder? Aber wir hatten dafür einfach keine Zeit.

    Der Zug ist schon da, und wir steigen ein



    Und was passiert?
    Unsere Sitzplätze sind besetzt. Richtig besetzt. Die Leute können uns ihre Reservierung zeigen:cursing::cursing::cursing:.

    Und jetzt? Erstmal wieder Blutdruck. Göga machte sich auf die Suche nach einem Schaffner. Ja, die Plätze wurden doppelt verkauft <X. Der Schaffner hatte aber noch zwei Plätze für uns gefunden, zwar suboptimal, aber wir mussten wenigstens nicht stehen. Think pink:).

    Der Rest lief wir am Schnürchen, pünktlich zum Tatort saßen wir auf dem heimischen Sofa<3.

    Später noch ein paar Worte…….

    Es wurde gewünscht, die Kabine bis um 9 Uhr zu verlassen. Man hätte sich aber noch bis 10.30 Uhr auf der Gloria aufhalten können.
    Göga interessiert sich für Architektur und Statik, deshalb war ein Besuch der Fondation Louis Vuitton ein Muss.

    Wir brauchten nur drei Stationen mit dem Bus zu fahren.







    Es fand eine Popart Ausstellung eines zeitgenössischen Künstlers statt. Die hat mir richtig, richtig gut gefallen. Sehr schade, dass ich euch Nix zeigen darf. Im Netz gibt es bei YouT….. darüber ein Filmchen, da könnt ihr mal schauen.

    Ich will es euch nicht vorenthalten:







    Und dann noch vorm Bettchen der Schlummertrunk

    Schnell schlafen, Wecker geht wieder früh, wir müssen leider auschecken und haben, bis der Zug geht , noch einiges vor.

    Als wir morgens zum Frühstück kamen, gab es schon wieder eine liebevolle Überraschung. Das Christkind hatte uns über Nacht einen Weihnachtsbaum gebracht.

    Ablegen war zur blauen Stunde, um 17 Uhr.



    Vorbei an „La Seine Musicale“ dem Kulturzentrum auf der Insel Seguin. Es wurde 2017 mit einem Konzert von Bob Dylan eingeweiht.

    Die beleuchtete Säule heißt „Ether“ und soll „Gleichheit“ (Egalite) bedeuten, sie stellt einen umgekehrten Wassertropfen dar und ist 25 m hoch.


    Als wir durch diese Brücke fuhren, fand ich es sehr schade, dass die Engel noch nicht leuchteten, sieht dann bestimmt gigantisch aus.

    Wir fuhren ca. 1.5 Stunden bis Courbevoie. Hier machten wir fest. Wir hatten jetzt also einen anderen Liegeplatz.

    Vor dem Abendessen wurde Kir Royal kredenzt und der Kapitän kam in die Lounge um sich mit den Offizieren zu verabschieden.

    Es wurden auch kleine Appetizers gereicht. War sehr nett moderiert.
    Das letzte Abendessen war dann wieder sehr lecker.

    Zu Fuß gingen wir dann zur Galerie Vivienne. Eine wunderschöne, sehr alte Ladenpassage. Komplett mit einem Glasdach aus dem 19. Jahrhundert überdacht. Die Wege sind mit alten Fliesen belegt.



    In der Galerie befanden sich ganz kleine Lädchen, sehr schön anzusehen. Es befanden sich nur wenig Menschen hier und ich frag mich wirklich, wie die Lädchen da überleben können. Es kam mir vor, als wäre die Zeit hier stehen geblieben. Nostalgie pur. Ein schöner, ruhiger Ort zum Runterkommen , mitten in der sehr hektischen Großstadt.

    Einmal die Straße überquert und wir waren in der Nationalbibliothek mit dem angegliederten Museum der Nationalbibliothek.

    Es roch hier richtig nach „Buch“. Ich liebe diesen Geruch. Es war herrlich, den vielen Lesern beim Schmökern zuzusehen. Keiner sprach, nur das Rascheln der Blätter war zu hören.

    Naja, der Besuch des Museums war jetzt nicht so der Brüller. Es fand gerade eine moderne Ausstellung statt, da waren Exponate, die mir sowas von hässlich und dilettantisch vorkamen, brrr, wie sowas den Weg in eine Ausstellung findet, ist mir ein Rätsel. Aber ihr wißt: ich bin Kulturbanausin.

    Jetzt mussten wir uns ganz schön beeilen, um wieder auf das Schiffchen zu kommen! Um 17 Uhr legt es nämlich zu einer längeren Seine-Fahrt ab, und die wollten wir natürlich nicht verpassen. Außerdem waren die Beine mittlerweile ganz schön müde.

    Eine leckere Überraschung gab es dann auch……..




    Jetzt bin ich doch noch zu Macarons und Co. gekommen. Was im Louvre so teuer war, war hier auf der Gloria inkludiert. Nach 12 gelaufenen Kilometern hab ich dann mal ordentlich zugeschlagen:


    Übrigens: das Bier ist nicht meines8o:saint:.

    Im Lafayette ging es ganz nach oben auf die Aussichtsterasse. So konnten wir noch mal die Oper von oben bestaunen. Die Aussicht war wunderschön.


    Im Inneren befindet sich ein riesiger Weihnachtsbaum, der über alle Stockwerke, bis fast in die Kuppel reicht. Es gibt einen Glassteg, auf dem man bis zur Spitze laufen kann und man einen Blick über alle Stockwerke hat. Es blinkt und glitzert überall, aber es ist unwahrscheinlich eng und alles voll gepfercht mit Ware. Einmal durchlaufen musste aber sein, schließlich hatten wir schon auf die Oper verzichtet.

    Als wir durch den Ausgang gingen, sahen wir ,daß nebenan noch ein Lafayette war, das „Lafayette Gourmet“.
    Mal sehen was es da so gibt….

    Ups… die Preise sind heftigst, hier mal ein Beispiel:


    Räucherlachs aus der Ostsee für 295 Euro ?? Hahaha, da Lob ich mir meinen Aldi =O:saint:.

    Die Preisgestaltung zog sich so ziemlich durch alles was wir so sahen. Es wurde auf einem ganzen Stockwerk auch Wein angeboten. Die Vinotheken waren wunderschön gestaltet. Sehr stylisch.

    Es gab jede Menge solcher Ecken. Wir haben natürlich auch eine Weinprobe gemacht. Die Sommelières waren sehr freundlich und sehr gesprächig und sehr großzügig8o.

    Göga hat sich eine Rotweinprobe vom Châteauneuf du pape gegönnt.

    Ich glaube, die rechte Flasche hat um die 300 Euro gekostet. Göga hat aber die 300 Euro nicht geschmeckt. Ich trinke nur Weißwein, keiner der probierten hat mir geschmeckt. Ist auch bei unseren fränkischen Gaumen nicht einfach, die sind halt weintechnisch verwöhnt^^. War aber ein sehr schönes Erlebis, so zu fachsimpeln und eine wunderbare Pause.
    Es ist keine Weinflasche mit aufs Schiffchen gewandert, war uns zum Tragen zu schwer:D:D.

    Mit dem Bus fuhren wir nun vom Louvre ein kurzes Stück der Seine entlang.

    Der Justizpalast war unser Ziel. Vom Ausstieg bis dorthin kamen wir zu Fuß an einige Bouquinisten vorbei:

    Das Gebäude mit den Türmen ist unser nächstes Ziel. Es war früher ein Kerker, jetzt ist die Justiz hier beheimatet. Wie treffend :D!
    Es gibt ca. 200 Bouquinisten in Paris. Sie stehen der Seine beidseits entlang, auf Höhe der Inseln Cite und Saint-Louis. Die Buchhändler verkaufen Zeitschriften, Bücher, Zeitungen, Briefmarken, Postkarten. Sie bezeichnen sich gerne als Antiquare und sind eine nicht mehr wegzudenkende Institution. Verena sagte, sie hätten eine große Lobby.

    Der Palast steht auf der Insel la Cite. In seinem Innenhof befindet sich unser eigentliches Ziel. Von außen eher unscheinbar, aber von innen ein absolutes Highlight!

    Die Sainte-Chapelle. Sie wurde 1244 erbaut. Die Buntglasfenster sind der Hammer! Hier wurden wir auch vor dem Eintritt (man muss über den Hof des Justizgebäude gehen), wie am Flughafen gefilzt.

    Ich hatte gelesen, dass die Oper ebenfalls sehr sehenswert ist, und dass Führungen angeboten werden, also Nix wie hin. Per Bus.

    Die Oper wird auch Palais Garnier genannt. Und hier hatten wir leider Pech: ausgerechnet heute, wirklich nur diese eine Tag, hatte sie geschlossen ;(.
    Okay, bleibt mehr Zeit für die Galerie Lafayette, die sich genau gegenüber befindet, wir mussten nur einmal über die Kreuzung.

    Das Entziffern der Preise trotz Zoom hat bei mir leider nicht geklappt. Bitte hilf mir doch mal auf die Sprünge.

    Eclair 9,50

    Tarte 10,50

    Foret noire (Schwarzwälder) 9,50

    MilleFeuilles 9,50

    Gefüllte Macaron 9,50

    Da hat man keinen Appetit mehr, gell?

    Aber: an diesem Tag hatte ich das alles doch noch! Als Schnäppchen! Kostenlos!

    Bilder folgen!

    Wecker klingelte früh, die Betten sind wirklich gut. Da ja nicht gefahren und nicht geschleust wird, ist es auch ruhig.

    Man hört aber ein bisschen die Nachbarkabinen. Ich empfehle dringend Ohropax!!

    Wir waren die Ersten beim Frühstück, das es ab 7.30 Uhr gibt.

    Danach ging es mit der Metro zum Orsay-Museum. Da war schon eine riesige Menschenschlange, frage mich, wann die alle aufgestanden sind:sleeping:.Wir sind auf dem Vorplatz gelustwandelt und haben uns die imposanten Statuen angesehen.

    Ein kurzer Fußweg und schon waren wir am Louvre. Auch hier ein gewaltiger Andrang….



    Unser Ziel war die Mona Lisa. Gottseidank war der Weg dahin sehr gut ausgeschildert. Ansonsten hätten wir sie wahrscheinlich komplett übersehen. Eher unscheinbar, das Mädel. Warum da so ein Hype daraus gemacht wird, keine Ahnung?! Ich bin halt Kulturbanausin:saint:. Es gab da gigantische Bilder, es war eine Wonne diese zu betrachten, ich hätte mich darin verlieren können, mehrere Quadratmeter groß! Bestimmte Abteilungen haben wir nicht gesehen, da sie uns nicht interessierten..

    Am Ausgang/Eingang haben wir noch das architektonisch, statische Highlight, die kopfüberstehende Pyramide bewundert.

    Das wunderschöne Café mit den köstlichen Leckereien haben wir nicht besucht, da es keine Schnäppchen gab. Zoomt euch mal die Preise ran! Was hier ein Eclair kostet, Hilfe!

    Als wir wieder an Bord waren , war der Vorabend-Snack bereits geplündert, aber für uns hat es noch gereicht :saint:.



    Kurz darauf wurden wir bereits mit diesem leckeren Essen verwöhnt:



    Und ein Schlummertrunk muss sein, mein absoluter Lieblingscoctail, Cosmopolitan.

    Er stand nicht auf der Barkarte, er wurde mir trotzdem gemixt.


    Dazu wurde in der Lounge dann wieder kleine Fingerfoods gereicht. Es gab auch jeden Tag einen Daily Coctail.

    Morgen klingelt der Wecker früh, wir wollen beizeiten am Louvre sein. Mona Lisa besuchen :rolleyes:.