Das war noch eine schöne Abschiedsrunde. Um 14.10 Uhr mussten wir schweren Herzens von der Amera Abschied nehmen, da unser Transfer zum Flughafen erfolgte
. Unser Kreuzfahrtdirektor Moritz Stedtfeld verabschiedete uns mit einem Phoenix-Schokoladen-Herz und dem Hinweis, dass noch Kabinen für den nächsten Reiseabschnitt frei wären. Wir hätten also noch die Chance zu bleiben. Ich wäre noch sooo gerne den zweiten Reiseabschnitt bis Bremerhaven an Bord geblieben
. Meinem Göga dagegen reichte die dreiwöchige Reise. Er kann sich bisher eine längere Tour mit dem Schiff noch nicht vorstellen. Da wir noch beide im Arbeitsleben stehen, gibt es hierzu auch keine weiteren Debatten
. Es war auf jeden Fall eine tolle und vielseitige Reise mit traumhaften Landschaften und wunderschönen Städten
. Ich kann gar nicht genau sagen, was mir am besten gefallen hat, aber die Prins Christian Sund Passage und Québec gehören auf jeden Fall zu den Highlights
. Außerdem lässt mich der Wunsch einer reinen Grönland-Reise nicht mehr los
. Dieses war unsere erste Phoenix-Hochseekreuzfahrt und es stellte sich für uns auch nicht die Frage, ob wir wieder mit Phoenix fahren. Die nächste Reise (Südamerika mit der Amadea) war nämlich schon zu diesem Zeitpunkt gebucht
. Wir sind eigentlich „Mein Schiff-Fans“ mit „AIDA-Ausrutschern“ (wenn die Route passt). Aber ich muss zugeben, in die Amera habe ich mich sofort verliebt. Diese Schiffsgröße mit vielen Außenflächen ohne Sichtbehinderungen ist ein Traum für jeden Fotografen. Das Rundum-Promenaden-Deck ist genial für Spaziergänge an Seetagen. In unserer Außenkabine mit Doppelbett und begehbaren Kleiderschrank haben wir uns sehr wohl gefühlt. Balkonkabinen sind bei Phoenix natürlich sehr teuer. Den Preisaufschlag setzen wir stattdessen lieber für eine neue Reise ein. Auf dem kleinen Schiff gibt es genug Außenbereiche zum Sitzen und Liegen und die Wege sind kurz. Deshalb benötigen wir dort auch nicht unbedingt einen Balkon. Da der Altersdurchschnitt bei Phoenix recht hoch ist, kann man die dort stattfindenden Partys nicht mit denen von AIDA oder TUI vergleichen. Auch die Shows haben uns auf der Amera nicht gefallen. Ich denke aber, das kann bei einer anderen Reise wieder ganz anders sein. Letztes Jahr auf der Amadea war das Theaterprogramm super und es waren neben dem Amadea-Theaterensemble zusätzlich sehr gute Musiker und ein genialer Lektor an Bord. Der Kreuzfahrtdirektor Moritz Stedtfeld hat bei dieser Reise einen super Job gemacht
. Der Kapitän Jarle Flatebø hat nicht viel erzählt, aber er hat uns sicher von Bremerhaven nach Montréal gebracht. Den Job des Erzählens hat Moritz perfekt mit übernommen. Das Essen ist bei Phoenix sehr gut. Meinen Göga stören ein bisschen die Gala-Abende. Auch meiner Ansicht nach müsste dieser nicht jede Woche stattfinden sondern es würde einer auf der Reise ausreichen. Aber so lohnt es sich wenigstens, das Sakko und die Krawatte in den Koffer zu packen
. Würden wir erneut bei Phoenix eine Hochseekreuzfahrt buchen? Da kommt von uns ein ganz klares „Ja“
! Nach unserer Südamerika-Reise mit der Amadea testen wir dieses Jahr im Herbst die Artania und freuen uns schon riesig auf die Azoren. Trotzdem bleibt es bei unseren Kreuzfahrten ein bunter Mix aus Phoenix, TUI und AIDA. Dieses Jahr fahren wir übrigens nacheinander mit allen dreien
. Für uns ist immer die Route ausschlaggebend. Für eine Reise mit vielen Naturerlebnissen, wie z.B. Grönland, würden wir aber immer die kleineren Schiffe von Phoenix vorziehen.
Jetzt habe ich das Fazit vor unserem Rückflug geschrieben
. Der Nachtflug von Montréal nach Frankfurt mit Lufthansa war ganz entspannt und mein Schwager brachte uns vom Flughafen wieder sicher nach Hause.
Sorry, dass das Schreiben des Berichtes immer wieder unterbrochen wurde. Manchmal dachte ich wirklich, ich werde nicht mehr fertig. Ich hatte den Arbeitsaufwand doch unterschätzt, zumal ich die Fotos für die Fotocollagen nicht mehr griffbereit auf dem iPad hatte und diese erst von der externen Festplatte übertragen musste. Außerdem fehlte mir oft die Zeit und auch die Lust, nach einem stressigen Bürotag weiter am PC zu sitzen und zu schreiben. Trotzdem hat es auch Spaß gemacht, diese wunderschöne Reise noch einmal aufzuarbeiten und durch das Schreiben erneut zu erleben. Ich beneide alle, die diese geniale Route noch vor sich haben und ich wünsche euch allen noch viel Vorfreude und eine tolle Kreuzfahrt. Hoffentlich konnte ich mit meinem Bericht ein paar Anregungen für Ausflüge und Unternehmungen geben.
Jetzt kann ich beruhigt die nächste Reise antreten
! Der Reisebericht ist endlich fertig
!
Vielen Dank für eure positiven Feedbacks und Likes
!
Liebe Grüße
Silke