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In einer Bucht befand sich ein weiteres Schiff, die Seaborn Venture, die sich dort auf den Landgang auf Wiencke Island bzw. eine Zodiac-Tour vorbereitete. Die Gäste dort würden aber nicht auf Damoy Point anlanden.
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Spätestens jetzt war es Zeit, die Sonnenbrillen herauszuholen. Bei Sonneneinstrahlung reflektieren die großen weißen, mit Schnee bedeckten Flächen doch sehr stark.
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Für uns hieß es nun, den Berg wieder hinunterzulaufen. Im Hintergrund konnten wir einen einsamen Pinguin ausmachen, der den Berg ebenfalls herunterrutschte bzw. lief. Von diesem Pinguin soll später noch die Rede sein …
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Und da passierte es! Erinnert Ihr Euch noch an den Pinguin, der allein den Berg hinuntergekommen war? Dieser verschwand plötzlich in einem Loch, das durch die Schneedecke nicht sichtbar war. Zum Glück hatte ein Gast dieses Missgeschick mitbekommen und der Biologin und dem Fitnesstrainer, die in der Nähe waren, Bescheid gesagt. Der Eselspinguin lag total erstarrt im recht tiefen Loch und bewegte sich nicht. Unser Fitnesstrainer begann daraufhin zu graben und eine Art Treppe zu schaffen. Und nach einem kleinen Anschubser kletterte der Pinguin wieder aus dem Loch. Noch etwas benommen stand er eine Weile in der Landschaft herum, aber schließlich bewegte er sich auch wieder weiter. Puh, nochmal Glück gehabt …
Für uns hieß es dann Abschied nehmen von Wiencke-Island. Wir hatten gestern und heute zwei Landgänge hier unternommen und auf beiden eine Eselspinguin-Kolonie besucht. Gleiche Insel, gleiche Tiere – aber doch ganz verschieden. Der unterschiedlichen Landschaft an den jeweiligen Stellen – Jougla Point mit den Felsen und Damoy Point mit dem Schnee – sei Dank.
Wir fuhren zurück zum Schiff. Gegen 11:30 Uhr verließ die HANSEATIC nature ihre Position vor Damoy Point und machte sich zu unserem letzten Ziel in der Antarktis auf …
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Durch die geschlossene Schneedecke war es eine ganz andere Atmosphäre, als wir sie bei den anderen Landgängen gehabt hatten. Die große weite, weiße Landschaft zog uns in ihren Bann.
06.02.25: Damoy Point / Wiencke-Island (Antarktis): Pinguine im Schnee und Hüttengaudi (Teil 1)
Am frühen Morgen lagen wir wieder bei Wiencke-Island vor Anker. Damoy Point ist eine Landspitze an der Westküste der Wiencke-Insel, gar nicht so weit entfernt von Jougla Point, wo wir gestern waren. Entdeckt wurde die Landspitze während der Vierten französischen Antarktisexpedition (1903-05). Der Leiter der Expedition, der Polarforscher Charcot benannte sie nach dem Kaufmann Julien Damoy, der die Forschungsreise mit Nahrungsmitteln versorgt hatte.
Die Landspitze wirkt auf den ersten Moment unscheinbar, beherbergt aber einige Schätze: Zwei Schutzhütten, eine Eselspinguin-Kolonie sowie schöne Ausblicke auf die umliegenden Bergketten. Wir konnten uns von Deck bereits ein Bild von Damoy Point mit dem Tombstone Hill aus der Ferne machen. Winterliches Wetter erwartete uns, alles war mit Schnee bedeckt.
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Wir hatten heute wieder mehr Zeit, um gemütlich zu frühstücken. Die 2. Gruppe startete „erst“ um 08:50 Uhr und wir waren in dieser Gruppe heute die erste Farbe.
Nachdem uns das Zodiac auf Damoy Point abgesetzt hatte, stand als erstes eine kleine Hüttenführung an. Direkt an der Landestelle stehen zwei Hütten. Eine kleinere, argentinische Hütte, diese ist inzwischen allerdings von Rost und Löchern durchzogen und damit nicht zu begehen.
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Diese britische Schutzhütte wurde im Jahr 1973 errichtet und diente als Basis für das kleine Flugfeld, das auf einem Bergrücken bzw. Gletscher in Betrieb war. Über dieses Flugfeld wurde wissenschaftliches Personal eingeflogen und später auf die britischen Forschungsstationen verteilt. Die Hütte diente als Durchgangsstation. 1993 wurde die Hütte letztmalig genutzt, danach wurden die kleinen Flugplätze und damit auch die Hütte überflüssig.
Aber auch heute dient die Hütte dem Schutz, ein paar Eselspinguine haben es sich unter der Hütte bequem gemacht und nutzen den Schutz der Hütte für ihre Nester.
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In der Hütte wirkte es so, als wäre die Zeit stehen geblieben und es könnte jederzeit jemand vorbeikommen, um in der Hütte zu übernachten. Es gab einen Schlafraum für bis zu 16 Personen, die es sich auf engen Betten „bequem“ machen konnten, einen kombinierten Raum zum Aufenthalt und Kochen sowie einen kleinen Haushaltsraum mit Gerät und der einzigen Heizung.
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Und wer sich jetzt fragt, wo die Toilette bzw. der Waschraum war, auch hier sind wir fündig geworden. Zumindest gab die Rolle Papier auf dem Regal einen dezenten Hinweis
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Das Geschäft musste natürlich draußen im Schnee erledigt werden, Bio in seiner reinsten Form!!!
Nach diesem Hüttenbesuch startete von hier ein kleiner Rundwanderweg. Ausgeflaggt wie immer mit orangenen Golf-Fähnchen führte dieser durch den teilweise tiefen, sulzigen Schnee. Es ging zunächst bergauf und später natürlich auch wieder hinab, das hat ein Rundweg ja so an sich. Es war recht anstrengend hier zu laufen.
Dann hatten wir ja normales Wetter in der Paradise Bay - meist Wolken/Nebel, selten Sonne. Aber klar, beeindruckend ist es trotzdem.
Für die Fahrt durch den Lemaire-Kanal am Abend waren die Wolken dann ich auch nicht so schlecht, so gab es herrliche Panoramen mit Spiegeleffekten auf dem Wasser, was bei blauem Himmel ja nicht ganz so beeindruckend wäre.
Bei 4 Grad hole ich mir keine Badeurkunde Ich bade in der Ostsee zwar auch bei Temperaturen, wo auch schon nicht jeder rein geht (ca. 15 Grad), aber das war mir echt zu kalt!!!
Grönland wird auch schön werden, es wird anders. Man darf es nicht vergleichen mit der Antarktis. Nur weil in Arktis und Antarktis "arktis" drin steckt, ist es was komplett anderes.
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Auf der Brücke rauchten wahrscheinlich die Köpfe, aktuelle See- und Eiskarten wurden zu Rate gezogen. Letztendlich entschied sich der Kapitän Alexander Rabe-Bär, am Eisberg vorbei zu navigieren und noch tiefer in den Kanal einzudringen.
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So aus der Nähe betrachtet war dann doch mehr Platz als zunächst angenommen. Das soll die Meisterleistung aber keineswegs schmälern, man muss ja auch bedenken, dass ein Großteil des Eisbergs – nämlich ca. 70% - sich unter Wasser befindet. Aber Chapeau, ein fantastisches Manöver bei zauberhaftem Abendlicht, spiegelglatter See und funkelndem Eis.
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Vor uns öffnete sich der Lemaire-Kanal und gab ein Panorama aus zahlreichen Eisbergen, den schneebedeckten Bergen, dem abendlichen Himmel und dem Meer frei.
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War das allein schon phänomenal, wurde dem Ganzen kurz darauf noch die Krone aufgesetzt! Ein Buckelwal ließ sich vor dem Schiff blicken und schlug mit Fluke und den Flossen wiederholt aufs Wasser.
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Als ob er dem Schiff und dem Kapitän für die gebotene Leistung applaudieren wollte. Wir genossen noch einen kurzen Augenblick die Atmosphäre an diesem wunderbaren Platz.
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Also folgte das nächste nautische Meisterstück, der Kapitän drehte das Schiff um 180 Grad an dieser schmalen Stelle und wir fuhren wieder zurück durch den Lemaire-Kanal.
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Der Buckelwal ließ sich erneut noch mal kurz blicken und dann verschwand er. Bei fortgeschrittener Stunde – immerhin war es jetzt ca. 22:30 Uhr – verblieben wir weiterhin auf dem Oberdeck und genossen noch die abendliche Fahrt im Lemaire-Kanal.
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Natürlich wussten Kapitän und Mannschaft bereits vor dem Aufbruch in den Lemaire-Kanal über die Eissituation Bescheid, es gibt ja tagesaktuelle Karten und Berichte. Man wollte den Gästen aber trotzdem eine beeindruckende Fahrt bieten, auch wenn klar war, dass man nicht komplett durchfahren konnte. Und das ist mehr als gelungen, würde ich mal sagen. Insbesondere mit der abendlichen Stimmung und der komplett ruhigen See und damit verbundenen Spiegeleffekten auf dem Wasser eine unvergleichliche Fahrt
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Wir verließen dann das Außendeck und gingen auf die Kabine zum Schlafen. Erstens hatten wir recht lange draußen ausgeharrt, langsam wurde es schon etwas kalt. Und zweitens: Morgen war auch noch ein Tag und der sollte wieder früh beginnen …
Unsere Tiersichtungen an diesem Tag:
Buckelwal
Eselspinguin
Antarktische Seeschwalbe
Blauaugen-Kormoran
Dominikanermöwe
VG Sven
PS: Auch dieser Tag war wieder voll mit Highlights. Insbesondere die abendliche Fahrt im Lemaire-Kanal war das i-Tüpfelchen auf diesem Tag. Wir hatten schon einige Highlights auf unserer nicht gerade ereignisarmen Kreuzfahrt bis hierher gehabt. An manche konnte man sich kaum noch erinnern. Und es war ja auch noch nicht ganz vorbei …
05.02.25: Lemaire-Kanal (Antarktis) - Spektakuläre Fahrt mit Wendungen (Teil 1)
Gegen 21:30 Uhr fuhren wir in den Lemaire-Kanal ein, eine Meerenge zwischen der antarktischen Halbinsel sowie der ca. 8km langen Booth-Insel. Die Meerenge wurde 1873 vom deutschen Kapitän Dallmann entdeckt. 1898 wurde der Kanal schließlich während der Belgica-Expedition von de Gerlache nach Charles Lemaire, einem belgischen Afrikaforscher und Distrikt-Kommissar im damaligen Belgisch-Kongo, benannt.
Der Lemaire-Kanal stellt eine der klassischen Seerouten in der Antarktis dar und gilt als einer die Höhepunkte einer Antarktisreise mit einem Kreuzfahrtschiff. Er ist ca. 6km lang und an der schmalsten Stelle etwa 600m breit. Die Meerestiefe beträgt bis zu 150m, die höchsten Gipfel am Ufer ragen etwa 1.000m in die Höhe. Er bietet hervorragende Aussichten und für die Crew des Schiffes auch den einen oder anderen nautischen Leckerbissen, wie der Kapitän sagen würde.
Am nördlichen Eingang des Kanals befindet sich der Doppelgipfel von Kap Renard. Bekannt ist der Berg auch unter dem Namen „Una Peaks“ oder der inoffiziellen Bezeichnung „Una’s Tits“. In Erinnerung an Una Spivey, eine Sekretärin der britischen Forscher auf den Falkland-Inseln.
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Die geschützten Gewässer des Lemaire-Kanals bilden einen großen Kontrast zum stürmischen Südpolarmeer außerhalb des Kanals. Die See ist oft spiegelglatt, es ist sehr ruhig. So war es auch an diesem Tag.
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Immer weiter fuhren wir in den Lemaire-Kanal herein. Auf dem obersten Deck, wo wir uns befanden, sowie dem Nature Walk weiter unten hatten sich jede Menge Gäste und das Expeditionsteam eingefunden, um dem Schauspiel beizuwohnen.
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Auf einigen Bergen befanden sich kleine, exponiert gelegene Eselspinguin-Kolonien. An den Hängen konnten wir aufgrund der Verfärbungen im Schnee gut die Pinguin-Highways erkennen, die die Kolonien mit dem Meer verbanden.
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Wunderschöne Ausblicke begleiteten uns. Die schneebedeckten Berghänge, deren Gipfel teilweise von Wolken verhangen waren, die gigantischen Gletscher, die abendliche Lichtstimmung. Dazu die fantastischen Spiegelungen der Umgebung auf der glatten See. All das formte sich zu einem fantastischen Gesamtbild
05.02.25: Peltier-Kanal (Antarktis) - Abendliche Fahrt durch den Kanal
Um 18:45 Uhr gab es noch ein kurzes Precap auf die beiden letzten Anlandungen in der Antarktis am morgigen Tag. Steffie wollte dann noch kurz in den Bordshop und sich eine schöne Pinguinmütze kaufen – also keine, die die Form eines Pinguins hat, sondern eine mit Pinguin-Emblem drauf Sie wurde auch fündig. Später hatten wir erfahren, dass alle heutigen Einkäufe an einer Verlosung teilnehmen würden. Vielleicht gewinnen wir mal was. Ja, man muss das tägliche Bordprogramm ausführlich lesen, auch das Kleingedruckte Wir hatten das aber tatsächlich erst nach dem Einkauf mitbekommen und nicht etwa extra deswegen eingekauft.
Danach stand das Abendessen im Lido auf dem Programm.
Und dann zogen wir uns nochmal um. Warme Sachen inkl. Parka und Mütze, es ging am Abend nochmal für längere Zeit nach draußen auf die Außendecks. Im Gegensatz zu den anderen Tagen war das Sightseeing in der Natur mit dem Abendessen noch nicht vorbei.
Wir durchführen zunächst den Peltier-Kanal. Dabei handelt es sich um eine ca. 10km lange Meerenge in nordost-südwestliche Richtung westlich der antarktischen Halbinsel. Der Peltier-Kanal verbindet den Neumayer-Kanal mit der Bismarck-Straße und trennt die Wiencke-Insel von Doumer-Island.
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Entdeckt wurde der Kanal während der Vierten französischen Antarktisexpedition (1903-05) unter der Leitung von Charcot. Benannt wurde sie nach dem französischen Physiker Jean Peltier.
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Markant für die Passage im Peltier-Kanal sind die zahlreichen Gletscher sowie die hohen, schroffen Berghänge. Diese waren auch am Abend leider größtenteils mit Wolken verhangen.
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Im Wesentlichen bestand der Landgang auf Jougla Point „nur“ aus einem gigantischen Walskelett und sehr vielen Eselspinguinen. Aber hey, es sind Pinguine!!!
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Nach der Rückkehr an Bord mussten wir unsere Stiefel wieder intensiv reinigen. Der Boden zwischen den Felsen, ein Gemisch aus etwas matschigem Sand und viel Guano, hatte sich tief in den Profilen festgesetzt. Entsprechend bildeten sich Staus an der Stiefelwaschanlage und den nachgelagerten Bürsten. Aber irgendwann war das auch erledigt und wir konnten auf die Kabine und uns für den Rest des Abends bereitmachen …
VG Sven
PS: Damit hatten wir bis auf Kaiserpinguine und Goldschopfpinguine alle Pinguin-Arten, die man im Fahrtgebiet erwarten konnte, aus der Nähe gesehen. Jeweils in klein (Küken) und in groß (Eltern). Die Sichtung von Kaiserpinguinen war von vornherein sehr unwahrscheinlich, sie halten sich normalerweise viel südlicher und nicht unbedingt an den Küsten auf. Höchstens mal Kaiserpinguine auf einem Pinguin-Taxi wären mit viel Glück drin gewesen. Und die Goldschopfpinguine sind leider dem stürmischen, dritten Tag auf Südgeorgien zum Opfer gefallen.
Aber alle anderen haben wir gesehen: Felsen-, Magellan-, Königs-, Zügel-, Adelie- und Eselspinguine. Jede Art ist anders und hat ihre ganz speziellen Eigenheiten. Da mag man sich nicht auf einen Favoriten einigen. Alle Pinguine sind niedlich und machen glücklich! Steffie mag aber die Adeliepinguine ein klein wenig mehr, für sie sind die Gangster unter den Pinguinen die Besten!!! Ich jedoch lege mich da nicht so richtig fest …
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Oft schon genauso groß wie die Eltern gibt es aber signifikante Unterschiede im Körperbau. Die Küken haben eher dicke Bäuche und einen dünnen Oberkörper und Hals. Die Elterntiere wirken da wesentlich gedrungener.
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In der Farbe der Federn ähneln sie aber ihren Eltern bereits, anders als bei den anderen Pinguin-Arten, wo es diesbezüglich größere Unterschiede gibt. Der Schnabel ist noch etwas matter gefärbt. Und die weiße Kopffärbung ist noch nicht zu sehen.
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Die Küken der Eselspinguine taten genau das, was die Küken der anderen Pinguin-Arten so machen: um Futter betteln, von den Eltern gefüttert werden, den Eltern nachrennen, um Futter zu bekommen, sich zwischen den Mahlzeiten auszuruhen sowie den Bruder oder die Schwester piesacken.
05.02.25: Jougla Point / Wiencke-Island (Antarktis): Nackte Felsen und Eselspinguine (Teil 1)
Die Anlandung auf Jougla Point war etwas anders, sportlicher als bei den bisherigen Anlandungen. Man stieg hier nicht etwa an einem Strand aus. Den gab es nämlich nicht. Vielmehr warteten auf uns größere Steine und Felsen, über die man an Land balancieren musste. Obwohl es auch hier die Hilfe der Matrosen und dem Expeditionsteam gab, war das nochmal eine andere Hausnummer. Man musste viel vorsichtiger zu Werke gehen und wollte keineswegs stürzen. Zum einen waren die Felsen rutschig und das Wasser sehr kalt, zum anderen waren die Felsen auch hart, man wollte sich da nicht wehtun.
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Alles in allem hatten wir es aber geschafft, weder beim Aussteigen, noch später beim Einsteigen war uns beiden etwas passiert. Andere Gäste hatten sich allerdings z.B. Finger gestaucht bei einem Sturz, wie wir später im Zodiac erfahren haben.
Wir suchten uns von der Landestelle also einen Weg über die vom Gletscher abgeschliffenen Steine. Das erste Objekt, welches wir zu Gesicht bekamen, war ein riesiges Walskelett, das hier am Ufer lag. Das Skelett – möglicherweise von einem Finnwal – ist über 100 Jahre alt. In den Anfangszeiten des Walfangs war es üblich, nur den Blubber, also die dicke Fettschicht der Wale, zu verarbeiten und den Rest wieder ins Meer zu werfen. Der Kadaver des toten Wals ist dann wahrscheinlich hierher getrieben, wurde an Land gespült und ist dort bis auf das Skelett verrottet.
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Ein fast komplettes Walskelett stellt zum einen seltenen Fund dar, stimmt aber gleichzeitig auch traurig über die Umstände, wie es hierher gelangte.
Das war es dann aber auch mit toten Tieren. Danach tauchten wir ein in die Welt der Eselspinguine, die hier auf Jougla Point in einer Brut-Kolonie lebten.
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Eselspinguine (Gentoo Penguin) gehören zu den Langschwanz-Pinguinen und sind somit mit den Zügel- sowie den Adeliepinguinen verwandt. Sie leben vor allem auf subantarktischen Inseln sowie entlang der antarktischen Halbinsel. Eselspinguine gelten als die schnellsten Schwimmer unter den Pinguinen, sie erreichen bis zu 36 km/h. Die durchschnittliche Geschwindigkeit beträgt aber nur 6 km/h – sie können also auch langsam. Charakteristisch sind der orange/rote Schnabel sowie die weißen Flecken auf dem ansonsten schwarzen Kopf, die von oben wie Eieruhren – manche meinen auch Kopfhörer – aussehen.
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Ihre Nester bauen sie aus kleinen Steinen häufig auf Felsen. In der Brutzeit werden pro Paar in der Regel 1-2 Jungtiere großgezogen. Eselspinguine gelten nach den Königs- und Kaiserpinguinen als die größten Pinguine, eine Körperlänge von 75-90cm sowie ein Gewicht von 4,5 bis 7,5kg spricht dafür.
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Hatten wir Menschen hier auf Jougla Point so unsere Probleme, uns auf und zwischen den Felsen fortzubewegen, kennen die Pinguine solche Probleme nicht. Gefühlt mühelos watscheln sie auf den Felsen entlang, springen auf größere Steine oder springen wieder hinunter, scheinbar völlig problemlos.
Nach unserer Rundfahrt wärmten wir uns in der Observation Lounge ein wenig auf. Kaffeespezialitäten und ein paar kleine Snacks als zweites Frühstück. So ließ es sich leben. Das Wetter änderte sich im Laufe des Vormittags nicht, die zweite Gruppe hatte in den Zodiacs dieselben Bedingungen wie wir: Wolken, Nebel, Schnee. Letzterer nahm sogar noch zu. Als alle an Bord waren, fuhren wir unverzüglich los zu unserem Nachmittagsziel, Jougla Point.
Um 12:30 Uhr startete auf dem Pooldeck die legendäre, vielfach gewünschte Pølser-Party. Neben den namensgebenden Pølsern, dänischen Hotdogs, gab es auch andere Leckereien: Gulasch-Suppe, Erbsen-Suppe, Antipasti, Kaiserschmarrn usw. Und dazu jede Menge Freigetränke: Bier, Wein, Sekt, Schnaps … Bei den kalten Außentemperaturen schmeckte sogar der Glühwein! Wir aßen den einen oder anderen dänischen Snack – die Party war ja unser heutiges Mittagessen. Und Party ist ein gutes Stichwort, es gab auch Musik. Leider traf diese – wie schon beim Cocktail-Shaken - nicht unbedingt unseren Musikgeschmack (zu viel Schlager). Schade! Wir haben das am Ende im Fragebogen vermerkt und es wurde auch entgegengenommen (hatten eine entsprechende Mail bekommen). Aber ob sich wirklich was ändert, ist fraglich. Andere Leute finden diese Musik ja gut – trotzdem würde ein breiteres Angebot evtl. mehr Leute glücklich machen …
Aber das sind Nebenkriegsschauplätze. Widmen wir uns dem Wichtigen, der Natur.
Auch wenn einige Gäste nach der Pølser-Party eher ruhten und verdauten, standen wir mit ein paar weiteren Mitreisenden oben am Deck und nahmen die Landschaft in uns auf, die uns auf unserer Fahrt umgab. Die Decks waren aber schon recht leer, muss man sagen.
Wir durchfuhren den Neumayer-Kanal. Dieser ist eine Meerenge im Palmer-Archipel westlich der antarktischen Halbinsel. Er ist ca. 26km lang und etwa 2,4km breit und trennt die Anvers-Insel im Norden von der Wiencke-Insel und der Doumer-Insel. Benannt wurde er nach Georg von Neumayer, einen deutschen Geophysiker und Polarforscher, der u.a. auch Namensgeber für die deutsche Neumayer III-Station in der Antarktis ist.
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Der Seegang und der Wind hatten doch merklich zugenommen. Es war nicht unbedingt sicher, ob wir den Landgang auf Jougla Point am Nachmittag durchführen könnten.
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Unser Ziel, Jougla Point, ist eine Landspitze an der Westküste von Wiencke-Island. Entdeckt wurde die Insel während der Belgica-Expedition 1897-99 unter de Gerlache. Der auf dieser Fahrt tödlich verunglückte norwegische Matrose Wiencke gab der Insel den Namen. Die höchste Erhebung auf Wiencke-Island misst 1.415m.
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Im Zweiten Weltkrieg spielte die Insel eine strategische Rolle bei der Operation Tabarin. So wurde z.B. auf der vorgelagerten, kleinen Goudier-Insel der Stützpunkt Port Lockroy errichtet. Später wurde daraus eine Forschungsstation, die 1996 in ein Museum umgewandelt wurde.
Bei der Einfahrt nach Jougla Point konnten wir diese ehemalige Station auf der kleinen Insel gut erkennen.
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Nachdem wir aus dem offenen Neumayer-Kanal in die kleine Bucht abgebogen waren, ließen auch der starke Wind und die Wellen merklich nach. Wir lagen hier geschützt vor Jougla Point. Somit konnte unsere Zodiac-Ausbootung um 16:00 Uhr stattfinden.
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Wiencke-Island ist die Heimat zahlreicher Pinguin-Kolonien, v.a. der Eselspinguine. So eine wollten wir auf Jougla Point auch besuchen. Man konnte die Pinguine bereits sehen, zumindest die auf der kleinen Insel, wo die alte Station stand sowie auf einigen Bergen.
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Und vor allen Dingen konnte man die Pinguine auch riechen. Ganz deutlich! Die Landestelle Jougla Point war von unser aktuellen Position jedoch noch nicht einsehbar …
05.02.25: Paradise Bay (Antarktis): Zodiac-Rundfahrt in der Paradiesbucht (Teil 2)
Die Zodiacs glitten an gigantischen Gletscherfronten vorbei. Zahlreiche kleine und große Gletscherspalten durchdrangen die Eismassen. Im tiefblauen Wasser spiegelten sich die Gletscher und Berge.
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Wir hofften, dass sich vom Gletscher keine größeren Stücke lösen und ins Meer kalben würden. Aber zur Vorsicht müssen die Zodiacs ja einen Mindestabstand zum Gletscher einhalten. Vor den Gletscherfronten wirken die Zodiacs wie kleine Spielzeuge.
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Auf dem fast spiegelglatten Meer trieben kleine Eisschollen und auch frisches Meereis. Fuhr man da mit dem Zodiac drüber, konnte man das Eis richtig fühlen.
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Kurz vor Ende der 90-minütigen Cruise, die wir auch komplett aus- bzw. ein wenig überreizten , wartete noch eine kleine Überraschung. Ein Hotel-Zodiac, die südlichste Tankstelle der Welt, lauerte uns auf. Es gab aber keinen Sprit für unser Zodiac – auch wenn dieses während der Fahrt ob der Spritzufuhr ein wenig gebockt hatte. Nein, es gab heiße Schokolade für die Leute im Zodiac. Die Frage „Mit Rum oder ohne Rum?“ hätte man sich aber schenken können. Wenn schon, denn schon
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Kurz danach stellte sich dann die Frage: Nochmal an der Tankstelle anstellen? Oder zurück zum Schiff? Auch wenn mancher Gast die Frage anders beantwortet hatte, ging es - natürlich oder leider - zum Schiff. Die 2. Gruppe sollte ja auch noch ihre Zodiac-Cruise bekommen. Wir hätten aber auf jeden Fall noch eine weitere Runde ausgehalten, obwohl es durchaus kalt war …
So eine Zodiac-Fahrt zwischen den Eisbergen in schöner Natur ist immer was Feines. Man muss sich aber fragen, warum wir bei allen diesen Fahrten (Discobucht in der Arktis oder Point Wild / Paradise Bay in der Antarktis) immer dasselbe, diesige Wetter hatten. Ja, es ist mystisch und schön, aber mal bei blauem Himmel und Sonne wäre mal was anderes. Uns erinnerte das Ganze vom Ambiente her an unsere Cruise in der Diskobucht, war also nichts neues. Auch die Tankstelle hatten wir damals gehabt – allerdings war es dort die nördlichste Tankstelle der Welt
Heißt jetzt aber nicht, dass wir enttäuscht waren. Nein, es war eine sehr schöne Zodiac-Cruise in sehr schöner Landschaft. Aber für uns halt nicht die erste und nichts Einmaliges …
VG Sven
PS: Wie immer bei den Zodiac-Rundfahrten verzichteten wir auf die großen Tele-Objektive. In einem schaukelnden Zodiac – auch wenn das Meer fast glatt ist – kann man das kaum halten. Erschwerend kam hier noch hinzu, dass es die ganze Zeit über schneite. Somit gibt es leider keine Detail-Aufnahmen, stattdessen aber manches Foto mit Schneeflocken auf dem Objektiv.
05.02.25: Paradise Bay (Antarktis): Zodiac-Rundfahrt in der Paradiesbucht (Teil 1)
Wie geplant erreichten wir am Morgen die Paradise Bay.
Die Paradiesbucht ist eine weite Bucht an der Danco-Küste im Westen des antarktischen Grahamlands, also einem Teil der antarktischen Halbinsel und somit des Festlands. Bereits Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die Bucht von Walfängern besucht, da diese um den Reichtum an Plankton und damit den Reichtum an Walen in dieser Bucht wussten. Aufgrund der Schönheit der Bucht nannten sie sie Paradise Bay. Gletscher, steile, verschneite Berge, dazu das oft glatte Meer bilden ein schönes Panorama.
Davon sahen wir heute jedoch nicht alles. Tiefhängende Wolken, Nebel und Schneefall gaben zwar ein mystisches Flair, aber nicht unbedingt das Maximum dessen, was man bei klarem, sonnigem Wetter hier sehen könnte.
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Aber es ist, wie es ist. Und so ein geheimnisvolles Flair war ja auch ganz nett. Immerhin, die See lag komplett ruhig vor uns. Beste Bedingungen für eine Zodiac-Rundfahrt in der Paradise Bay. Heute waren wir in der ersten Gruppe relativ weit vorne einsortiert. Gegen 08:15 Uhr starteten wir bereits – immerhin konnten wir vorher noch Frühstück essen.
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Fast lautlos glitten wir mit den Zodiacs durch die Bucht – obwohl keine E-Zodiacs mehr im Einsatz sind. Die relative Ruhe in der Natur um uns herum war beeindruckend. Spiegelglatte See, darauf Klumpen und Schollen aus Eis. Wenn man ganz leise war, konnte man das Eis knistern hören. Von oben sanfter Schneefall und um uns herum Eisberge, das was man sah, wusste zu gefallen.
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Meistens hat man hier wohl auch keinen Sonnenschein, daher war das Wetter durchaus normal und authentisch. Und einen Vorteil hatte die Bewölkung, wie ich im Laufe des Reiseberichts auch schon mehrfach geschrieben hatte. Bei intensiver Sonneneinstrahlung reflektieren die Eisflächen stark, alles sieht einheitlich weiß aus, weiße Eisberge, weiße Schollen – der berühmte Styropor-Look. Bei dem Wetter, wie wir es hatten, kamen die verschiedenen Blau- und Türkistöne im Eis aufgrund des Alters des Eises viel besser zur Geltung. Es wirkte halt ein wenig bunter – obwohl der Himmel grau in grau war.
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Von 1951-1984 war die Station permanent besetzt. 1984 weigerte sich der damalige Stationsarzt jedoch, einen weiteren Winter (es wäre für ihn der dritte in Folge gewesen) in der einsamen, dunklen und kalten Antarktis zu verbringen. Und fackelte die Station kurzerhand ab! Keine Station, keine Überwinterung! Das Personal wurde gerettet und auf andere Stationen verteilt, der Feuerteufel wahrscheinlich verurteilt. Lange inaktiv wurde die Station schließlich wieder aufgebaut und ist seit 2007 wieder regelmäßig im Sommer besetzt. Aber immerhin: es muss jetzt keiner mehr hier überwintern, Sieg für den Stationsarzt
Heutzutage wird die Station von einer kleinen Eselspinguin-Kolonie vereinnahmt.
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Manch anfliegender Kormoran zischte knappe über unseren Köpfen hinweg, um schließlich auf dem Felsen zu landen. Und so ein Kormoran ist recht groß, da zog man den Kopf ein – auch wenn es wahrscheinlich weniger knapp war als vielleicht gedacht.
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Weddellrobben sind mit die häufigsten Robben in der Antarktis und gleichzeitig auch eine der größten Robben in der Antarktis. Benannt wurden sie nach dem britischen Seefahrer und Robbenjäger James Weddell, der auch dem Weddellmeer seinen Namen gab.
Sie gehören zu den Hundsrobben und werden bis zu 3,50m groß und 400kg schwer. Sie sind in der gesamten Antarktis anzutreffen, südlicher als andere Säugetiere. An Land besitzen sie keine natürlichen Feinde, im Wasser müssen sie auf Schwertwale Acht geben. Sie können bis 600m tief tauchen und bis zu 12km Strecke am Stück unter Wasser zurückliegen. Sie leben größtenteils einzelgängerisch. Ihre Jungtiere bekommen sie auf dem Eis – ähnlich den Robben in der Arktis. Ihre Population wird auf ca. 1 Mio. Tiere geschätzt.
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Bei dem hier liegenden Exemplar handelte es sich um ein ausgewachsenes Weibchen, welches ein Nickerchen machte. Mit geschlossenen Augen ruhen. Ab und an das im Vergleich zum Restkörper kleine Köpfchen heben, sich ein bisschen kratzen. Und mal herzhaft gähnen. Das war das „Aktivprogramm“ dieser Weddellrobbe
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Und dann zurück auf die HANSEATIC nature. Der Tag auf Deception Island ging langsam zu Ende.
Wir fuhren zurück durch den Kratersee. Die Lichtstimmung am Abend war etwas anders als bei der nachmittäglichen Einfahrt, insbesondere mit Blick auf die nahen Felsen und mit Vulkanasche bedecktes Eis.
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Ein Segelschiff ankert jetzt in der Whalers Bay
Wir passierten Neptuns Bellows. Auf den jetzt am Abend bunt schimmernden Felsen konnten wir tatsächlich noch den einen oder anderen Zügelpinguin sehen.
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Als wir kurz darauf die offene See erreicht hatten, verabschiedeten wir uns ebenfalls und begaben uns in die Innenbereiche des Schiffes. Das Abendessen im Lido stand an. Dann gab es noch einen Cocktail als Abschluss dieses schönen Tages. Für die kommenden zwei Tage war Downtown-Antarktis angesagt, und am nächsten Tag sollte es mal wieder sehr zeitig losgehen. Da kann man abends nicht lange aufbleiben und groß Party machen …
Unsere Tiersichtungen an diesem Tag:
Antarktischer Seebär (Pelzrobbe)
Weddellrobbe
Buckelwal
Zügelpinguin
Eselspinguin
Dominikanermöwe
VG Sven
PS: Der Landgang in Deception Island war jetzt nicht so spektakulär, wenn man nicht auf Eisbaden steht. Hier war eher die Fahrt durch die Caldera sowie die Einfahrt das Highlight. Sehr gut gefallen hat uns dagegen der morgendliche Aufenthalt bei den Zügelpinguinen auf Half Moon Island. Pinguine kann man nie genug sehen
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Wir nahmen an einem kleinen, geführten Rundgang teil,. In einigen Bereichen darf man sich nämlich aus Sicherheitsgründen nicht einfach so aufhalten.
Der erste Weg führte in die Nähe der Überreste der chilenischen Forschungsstation Base Aguirre Cerda, die ebenfalls dem Vulkanausbruch von 1969 zum Opfer fiel. Die Forscher wurden damals rechtzeitig gerettet, die Station jedoch vollständig zerstört und nicht wieder aufgebaut.
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Heute sind nur noch Reste der Station zu sehen, Fundamente und rostige Stahlträger. Außerdem sind auch hier – wie überall auf Deception Island – seismografische Mess-Geräte aufgebaut. Diese werden von der argentinischen sowie der spanischen Forschungsstation auf der anderen Seite des Kratersees ausgewertet. In der Nähe der Geräte sollte man möglichst nicht wild herumspringen, nicht dass die Erschütterungen bei der Auswertung dann für seismische Aktivitäten gehalten werden. Der Vulkan ist noch aktiv, durch die Überwachung kann man etwaige Ausbrüche aber gut vorhersagen. Wir nahmen mal an, dass heute kein Ausbruch bevorstand …
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Weiter führte unser Weg durch den schwarzen Lava-Sand. An einem solchen Platz durften geologische Informationen nicht fehlen. Dafür hatten wir ja u.a. die Geologen an Bord, die uns an exponierten Plätzen mit Informationen versorgten.
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Bei Deception Island handelt es sich um einen Stratovulkan, einem Schichtvulkan ähnlich dem Mount Fuji oder dem Mount St. Helens. Im Unterschied zu diesen ist die Caldera bei einem frühen Vulkanausbruch eingestürzt (man vermutet vor ca. 10.000 Jahren) und hat sich mit Wasser gefüllt. Wie hoch der Kegel ursprünglich mal war, konnte bisher nicht sicher ermittelt werden. Der Boden der Caldera befindet sich ca. 165m unter dem Meeresspiegel. Der Vulkan gilt als aktiv und unberechenbar, es ist nicht auszuschließen, dass es in der Zukunft eines Tages wieder einen größeren Ausbruch – wie z.B. den von 1969 gibt. Der letzte Ausbruch ist ja inzwischen schon ein paar Jahre her.
Wir hatten hier in der Pendulum Cove jetzt mehrere Möglichkeiten. Man konnte auf die Spitze eines Berges – ok, es war mit ca. 100m Höhe eher ein Hügel – klettern, um von dort einen – möglicherweise – schönen Ausblick zu genießen. Kann man machen, muss man aber nicht. Da der Aufstieg aufgrund des Picon eher rutschig war, und wir vom Ausblick auch nicht so überzeugt waren, ließen wir diese Gelegenheit verstreichen.
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Weiterhin konnte man hier baden, und in den „Antarctic Swimming Club“ aufgenommen werden. Aber auch das lehnten wir dankend ab Das Wasser ist zwar in Ufernähe durch die geothermalen Quellen durchaus „angenehm“, etwas weiter drin waren es dann aber auch nur ca. 4 Grad. Ehrlich gesagt muss ich bei solchen Temperaturen nicht ins Wasser – wer weiß, wie es da der Gesundheit geht. Immerhin, 63 Gäste nahmen das Angebot an und stürzten sich in die eisigen Fluten.
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Kein Bergsteigen, kein Baden also. Blieb für uns daher der Spaziergang über die frei zugänglichen Bereiche, u.a. unten am Strand entlang. Vielleicht sehen wir auch ein paar Tiere. Tiere gehen immer …
04.02.25: Deception Island (Süd-Shetland-Inseln): Fahrt in den Krater
Pünktlich gegen 14:30 Uhr hatten wir Deception Island erreicht, die „Insel der Täuschung“. Bei Deception Island handelt es sich nämlich um keine richtige Insel, es handelt sich vielmehr um den Gipfelbereich eines aktiven Vulkans. Daher auch der Name. Der Vulkan brach letztmalig 1970 aus, er gilt weiterhin als aktiv und wird seismografisch überwacht.
Was man als „Insel“ sieht, ist der Rand der vom Meer gefluteten, eingestürzten Caldera. Der Durchmesser dieser Caldera beträgt ca. 13 bis 14km. Durch eine knapp 400m breite Meerenge, Neptuns Bellows (Neptuns Blasebalg) genannt, fuhren wir in den Kratersee, das Innere der „Insel“.
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Gewiss ist die Einfahrt relativ schmal und erfordert natürlich nautisches Geschick und ist auch vom Wetter abhängig. Sie kann aber nicht ganz mit der Einfahrt in den Hafen Heimaey auf den Westmänner-Inseln mithalten. Die ist wirklich schmal! Aber nun wieder zurück zu Deception Island …
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Deception Island ist eigentlich in zweierlei Hinsicht ein Hotspot.
Auf der einen Seite durch die vulkanischen Aktivitäten. Die Wassertemperatur im Kratersee, Port Foster, liegt an manchen Tagen schon mal bei ca. 10 Grad Celsius. Der schwarze, warme Lavasand auf dem Boden der Caldera mischt sich mit heißen Geothermalquellen. Vielerorts steigt heißer Wasserdampf auf.
Zum anderen in touristischer Sicht. Hatten wir bislang lediglich an der Pier in Ushuaia Kontakt mit anderen Kreuzfahrt-/Expeditionsschiffen gehabt, waren wir heute nicht allein im Kratersee. Neben uns waren noch zwei weitere Schiffe vor Ort, diese verteilten sich aber an verschiedenen Plätzen, so dass man sich nicht ins Gehege kam.
Deception Island ist wohl ein „Muss“ bei Antarktis-Expeditionsfahrten und steht dementsprechend häufig auf dem Programm. Auch weil sich die Schiffe hier schön verteilen können.
Gleich hinter Neptuns Bellows befindet sich die Whalers Bay. Dort kann man die Überreste einer Walfangstation, der südlichsten Trankocherei der Welt, besuchen. 1944 wurde im Zuge der Operation Tabarin hier eine britische Forschungsstation errichtet, die 1969 bei einem Vulkanausbruch zerstört wurde.
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Wir passierten zwei Forschungsstationen, die hier betrieben werden: zum einen die spanische Station Gabriel de Castilla, zum anderen die argentinische Forschungsstation Base Decepción. Beide sind nur während der Sommermonate besetzt.
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Ab und an nutzen die Stationen auch die Hilfe der Expeditionsschiffe, die zu Besuch kommen. So erzählte der Expeditionsleiter davon, dass man bei einer der letzten Anlandungen den Argentiniern mit der Reparatur eines Zodiacs geholfen hatte, man hatte die benötigten Teile an Bord der HANSEATIC nature dabei.
Viele Bereiche von Deception Island sind inzwischen Sperrgebiet, zum einen, um die Wiederansiedlung von pflanzlichem Leben auf Vulkanasche erforschen zu können, zum anderen wegen der seismografischen Messungen. Am Außenrand der Caldera befindet sich auch eine größere Kolonie von Zügelpinguinen mit ca. 100.000 Brutpaaren. Diese ist aber für Gäste nicht zu besuchen, Anlandungen sind nur im geschützten, inneren Bereich von Deception Island möglich, nicht am wilden, schroffen Außenbereich.
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Die heute für uns vorgesehene Anlandestelle befand sich in einer geschützten Bucht im Norden des Kratersees, Pendulum Cove genannt. Sie erhielt ihren Namen während der britischen Expedition von 1829 unter Henry Foster. Die Forscher führten magnetische Messungen durch, u.a. untersuchten sie die Bewegungen von Pendeln so nahe am Südpol. Die Messergebnisse konnten die Forscher zwar vergessen – der hohe Eisenanteil im Sedimentgestein hatte zu großen magnetischen Einfluss. Immerhin führten die Messungen zur Benennung der Bucht.
In Pendulum Cove endete unsere Fahrt durch die Caldera von Deception Island. Die Vorbereitungen für den Landgang begannen.
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Bis unsere Gruppe gegen 16:45 Uhr zum Landgang aufgerufen wurde, hatten wir noch etwas Zeit. Zeit für einen kleinen Snack (heiße Waffeln mit Eis und Obst). Und ein kleines Sonnenbad war auch noch drin …
04.02.25: Im Innern des Schiffes / Überfahrt von Half Moon Island nach Deception Island
Nachdem alle Gäste an Bord waren - wir waren fast die Letzen - ging es zügig weiter. Wir verließen Half Moon Island und machten uns auf, durch die Bransfield Strait nach Deception Island zu fahren.
Bei herrlichem Sonnenschein bewegten wir uns an der Küste von Livingston Island entlang. Livingston Island ist die zweitgrößte Insel innerhalb der Süd-Shetland-Inseln, sie ist 73km lang und 34km breit. Der höchste Berg misst 1700m. Die Insel wurde bereits 1819 entdeckt und seit dieser Zeit von Robbenjägern aufgesucht. Heute befinden sich auf Livingston Island einige Forschungseinrichtungen.
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Ein Großteil der Insel ist schnee- und eisbedeckt. Die weißen Hänge bildeten an diesem Tag einen wunderschönen Kontrast zum blauen Meer und dem blauen Himmel.
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Um 12:00 Uhr versammelte sich der Hapag-Lloyd Cruises Club im HanseAtrium zum Club-Cocktail. Auch Steffie und ich waren natürlich dabei. Da im Unterschied zu anderen Fahrten dieses Mal gar nicht so viele Club-Mitglieder an Bord waren, es waren nur 24, hatte man sich etwas Besonderes überlegt. Es ging für uns ins Schiffsinnere, in die Vorratsräume. Dort wurden Canapés, Champagner und Cocktails gereicht. Eine interessante Erfahrung, mal zu sehen, wo und wie die ganzen Lebensmittel, Getränke und andere Dinge gelagert werden. Da muss man schon tief in der Materie drin stecken, ansonsten findet man hier gar nichts wieder! Der Kapitän, der Hotelmanager und einige Experten waren ebenfalls dabei und standen für Gespräche zur Verfügung. Wir fanden die Art und Weise sehr gut, besser als wenn man nur einen schnöden Cocktail an der Bar anbietet. Geht natürlich nur, wenn nicht zu viele Teilnehmer an Bord sind.
Was auch noch interessant war: Es gab auf dieser Tour ausnahmsweise nicht nur wenige Club-Mitglieder an Bord. Es gab im Vergleich zur Gesamtzahl auch viele Erstfahrer. Und damit meine ich nicht nur Erstfahrer bei Hapag-Lloyd. Nein, es waren durchaus einige komplette Kreuzfahrt-Neulinge an Bord, wie wir in diversen Tisch- oder Bargesprächen herausgefunden hatten. Finde ich jetzt mutig, für seine erste Kreuzfahrt gleich die Antarktis zu wählen, ohne dass man weiß, ob einem Kreuzfahrten überhaupt liegen oder ob man leicht seekrank wird. Schließlich sind die Antarktis-Touren durchaus länger und das Fahrgebiet ist jetzt nicht das Einfachste, da kann es schon mal hohe Wellen und sogar Stürme geben. Und wenn man dann als Neuling merkt, dass man nur über der Schüssel hängt, werden das lange 3 Wochen … Aber gut, dass muss jeder für sich ausmachen. Wir finden es halt mutig …
Nach dem einen oder anderen Champagner und/oder Cocktail - es wird ja großzügig nachgeschenkt - wurde es dann Zeit fürs Mittagessen. Man muss ja auch noch ein bisschen feste Nahrung zu sich nehmen, die Canapés waren zwar lecker, zählten aber nicht
Also ab ins Lido. Und danach wieder warm anziehen und auf die Außendecks. Das nächste Highlight stand bereits an …
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Hatte die Robbe doch tatsächlich versucht, sich in unserem Rücken anzuschleichen. Aber nichts da, auf frischer Tat ertappt
Wir verließen die Kolonie der Zügelpinguine, wir hatten ja noch den längeren Marsch zur Ablegestelle vor uns. Theoretisch hätte man aber auch wieder dort einsteigen können, wo wir angekommen waren. Aber wir wollten ja noch ein bisschen was von der Insel sehen.
Also Abschied nehmen von den Zügelpinguinen, die am steilen Hang kletterten und sprangen.
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Über Stein- und Geröllfelder bahnten wir uns unseren Weg zum Strand. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein, dazu der dunkle Strand sowie die schneebedeckten, weißen Hänge von Livingston Island. Ein herrlicher Farbkontrast.
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Am Strand hatten es sich ein paar Robben bequem gemacht und dösten in der Morgensonne. Die bereits bekannten Seebären (Pelzrobben), aber auch eine größere Weddellrobbe schliefen im Kelp.
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Gegenüber der Ablegestelle befindet sich auch die Cámara-Station, die wir nun aus der Nähe betrachten konnten. Ein Besuch dieser Station war aber nicht vorgesehen.
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Die Stiefel wurden schon mal im Meer vorab gereinigt, dann blieb in der Theorie nicht mehr so viel für die Waschanlage an Bord übrig. Auf dem Weg zur Zügelpinguin-Kolonie hatten wir doch einiges an Dreck aufgesammelt. Danach setzten wir zum Schiff über und reinigten dort aber auch noch etwas länger die Stiefel, für den nächsten Landgang musste alles sauber sein.
Wir hatten hier auf Half Moon Island einen wundervollen Morgen inmitten der schönen Natur verbracht. Bei so einem Programm fällt es eigentlich kaum ins Gewicht, dass man immer wieder so zeitig aufstehen muss …
04.02.25: Half Moon Island (Süd-Shetland-Inseln) - Zügelpinguine von herrlicher Kulisse (Teil 2)
Man kann übrigens leicht zu erkennen, ob die Pinguine vom Meer kommen oder zum Meer hin laufen. Weißer, sauberer Bauch und vielleicht noch etwas nasses Gefieder, der Pinguin kommt gerade vom Meer.
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Es ist immer wieder erstaunlich, wie sich die Pinguine über das Terrain bewegen. Sie springen die Felsen hoch und hinab, balancieren auf Steinen jeglicher Form, laufen auf Schnee und Eis relativ trittsicher hinauf und hinunter.
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Faszinierend den kleinen Tieren dabei zuzuschauen. Einige Male kommt aber auch ein Pinguin aus dem Tritt und stürzt. Aber kurzes Schütteln und dann geht es weiter, als sei nichts gewesen. Das dichte Federkleid polstert die Stürze in diesem unwegsamen Gelände gut ab.
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Auch wir Gäste mussten etwas unwegsames Gelände passieren, um letztendlich zur eigentlichen Brutkolonie der Zügelpinguine vorzudringen. Dazu musste die Insel durchquert werden - was jetzt nach mehr klingt, als es war. Die Insel ist ja recht schmal.
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Dann ein paar Meter am gegenüberliegenden Strand entlang, an ein paar Eselspinguinen und Seebären vorbei. Hierbei handelte es sich größtenteils um Beachmaster, die sich hier vom Trubel des Sommers erholten. Aber auch jüngere Bullen waren dabei.
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Hier herrschte ein geschäftiges Treiben. Neben den Elternvögeln, die gerade nicht auf Futtersuche waren, konnten wir zahlreiche Küken in ihrem grauen Daunenkleid sehen.
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Wir wurden Zeuge eines kleinen Vorfalls. Ein Küken war den Hang heruntergestürzt und in fremdes Territorium eingedrungen. Mit lautem Geschrei sowie Schnabelattacken durch einige erwachsene Vögel wurde es „animiert“, den aktuellen Platz zu verlassen und wieder „nach Hause“ zu klettern. Ganz schön rabiat …
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Leider gehen die Bestände der Zügelpinguine zurück. Der Klimawandel spielt eine Rolle sowie auch die Eselspinguine. Diese sind wärmeliebender als die Zügelpinguine und vertreiben diese aus ihren angestammten Brutgebieten. Man kann nur hoffen, dass die Zügelpinguine weiterhin ihren Platz finden werden!
04.02.25: Half Moon Island (Süd-Shetland-Inseln) - Zügelpinguine von herrlicher Kulisse (Teil 1)
Nach unserem Ausflug ins Weddellmeer waren wir heute wieder auf den Süd-Shetland-Inseln angekommen. Half Moon Island ist eine sichelförmige Insel, 120km vom antarktischen Festland entfernt. Die Insel stellt den Kraterrand eines einstigen Vulkans dar, Nord- und Südteil ragen etwas über 100m in die Höhe, während sich der mittlere Teil nur wenige Meter über dem Meer erhebt. In diesem Bereich betreibt Argentinien seit 1955 eine Forschungsstation, die Cámara-Station.
Half Moon Island ist die Heimat zahlreicher Seevögel, so gibt es größere Brutkolonien der Zügelpinguine, der Dominikanermöwen sowie der antarktischen Seeschwalben.
Wir waren bereits am frühen Morgen gegen 06:00 Uhr an unserem Ankerplatz angekommen. Es erwartete uns eine leichte Bewölkung, die Sonne kam bereits heraus. Wir konnten vom Balkon bereits die Insel mit dem schwarzen Sand am Strand, die Cámara-Station sowie die schneebedeckten Berge von Livingston Island im Hintergrund erkennen.
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Da wir heute zum Glück in der zweiten Gruppe waren, ging es nicht ganz so früh heraus. Wir konnten immerhin noch frühstücken, gegen 07:45 Uhr wurden wir zu den Zodiacs gerufen. Im Unterschied zu den anderen Anlandungen waren Zodiac-Ankunft und -Abfahrt räumlich getrennt. Es wurden zwei Landungsstellen eingerichtet. Wir unternahmen eine etwa 2km lange Wanderung zwischen den beiden Positionen, natürlich nicht ohne zwischendrin einen Besuch bei den Zügelpinguinen unternommen zu haben. Ca. 90 Minuten hatten wir Zeit, uns die Natur auf der kleinen Insel anzuschauen. Bei bestem Wetter würde ich sagen …
Eine kurze Überfahrt später waren wir am Strand angekommen.
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Eselspinguin vor dem gestrandeten Boot
Unser erster Streckenabschnitt führte den Berg hinauf zu den Zügelpinguinen. Herrlicher Sonnenschein und einige Tiere, die zu dieser frühen Stunde bereits emsig die Berge hinauf und hinab liefen.
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Wir als Besucher mussten immer aufpassen, dass wir die Zügelpinguine nicht unnötig stören. Also ein bisschen Abstand halten - was gar nicht so einfach ist, da die Tiere ihrerseits ja näher kommen. Aber vor allen Dingen warten, bis sie auf dem Weg zum oder vom Meer an uns vorbei waren.
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Die Zügelpinguine - Chinstrap Penguins auf Englisch genannt - sind aufgrund ihrer charakteristischen schwarzen Linie am Hals sowie der schwarzen „Kappe“ auf dem Kopf gut von den anderen Pinguinen zu unterscheiden. Kleine Bobbies im schwarz-weißen Frack, einfach niedlich die Kleinen.
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Einige Dominikanermöwen hatten es sich auf den Felsen ebenfalls gemütlich gemacht. Ihre Brutkolonie befindet sich aber auf der anderen Seite der Insel und war von uns nicht einsehbar.