02.12.19 – Der Tag auf Sao Miguel - Lagoa do Fogo (Teil 3):
Es begann der zweite Teil. Zunächst ging es in Richtung Küste zum Miradouro da Ponta do Escalvado.
Über breite gut ausgebaute Straßen (die es in der Form auf Terceira nicht so häufig gab) sowie die Autobahn erreichten wir schließlich den recht großen Ort Lagoa. Dort nahmen wir in einem kleinen Restaurant, wo außer uns nur Einheimische waren, unser Mittagessen ein. Nach verschiedene Sorten Käse als Vorspeise konnte man aus 4 Hauptspeisen wählen. Wir entschieden uns für das frische Thunfisch-Steak – welches übrigens sehr lecker war. Nachspeisen konnte man auch wählen – die Wahl viel auf frische Ananas, die hier auf der Insel angebaut wird. Getränke waren auch inklusive.
Nach dieser Pause ging es weiter. Unser Ziel war der Lagoa do Fogo. Unterwegs noch der eine oder andere kurze Halt.
Leider waren die Wolken immer noch oben im Berg, so wie wir sie schon am Morgen vom Schiff gesehen hatten. Das trübte natürlich etwas die Aussicht. Und es war da oben recht kalt! Aber immerhin, den See konnte man in seiner typischen Form dann von etwas weiter unten gut erkennen.
Aufgrund des Wetters wurde das Thema Lagoa do Fogo nicht weiter ausgedehnt. Wir fuhren weiter bis zu einer kleinen Abzweigung, von der es steil nach unten ging. Wer jetzt denkt, dass wir am Parkplatz ausgestiegen wären, sah sich getäuscht. Unser Guide fuhr die steilen Rampen mit dem Kleinbus souverän bis zum Ziel, dem Wasserfall Salto do Cabrito. Andere hatten weiter oben Halt gemacht und dann einen recht langen Fußweg in Kauf genommen. Wohl dem, der sich hier auskennt.
Nach diesem kurzen Aufenthalt ging es dann weiter nach Ribeira Grande zu unserem letzten Halt, dem Strand Praia do Areal de Santa Barbara.
Hier genossen wir die frische Seeluft, das Meer und die Wellen. Im Winter ist hier natürlich nicht so viel los, daher sind die meisten Fotos auch menschenleer.
Im Anschluss ging es zurück nach Ponta Delgada. Aufgrund der fortgeschrittenen Stunde ließen wir uns direkt zum Schiff bringen – man hätte alternativ auch im Stadtzentrum aussteigen können. Diese Tour hat uns wie die gestrige sehr, sehr gut gefallen. Eine kleine Reisegruppe, ein sehr netter und verständlich sprechender Guide, der viel Wissen vermittelt hat (Tour war wieder in Englisch), was will man mehr. Und heute passte auch das Wetter ein wenig besser. Die Verabschiedung war übrigens ähnlich herzlich wie am gestrigen Tag!
Am Abend unternahmen wir dann nicht mehr gar so viel, der lange Tag steckte doch ein wenig in den Gliedern. Abendessen und kurz an die Bar, das war’s …
--
Noch ein kleines Fazit zu den Azoren: Wir waren sehr angetan von den Inseln. Und auch ein bisschen positiv überrascht, vom Land und auch den Leuten, die wir kennenlernten. Beide Ausflüge waren sehr toll – da haben wir jeweils die richtige Wahl getroffen. Zum Glück konnten wie beide Häfen anlaufen. Beide Inseln waren sehr grün, das war’s dann aber auch fast an Gemeinsamkeiten. Die Unterschiede sind doch recht groß! Wir kommen definitiv wieder. Die Azoren sind auf unserer Urlaubsliste jedenfalls weit nach oben gerückt!!! So 14 Tage Urlaub im Mai/Juni (zur Zeit der großen Hortensien-Blüte) auf 2-3 Inseln (z.B. Sao Miguel, Terceira und wohl Faial) – ja, das können wir uns sehr gut vorstellen. Furnas könnten wir dann ja auch besichtigen. Und mal sehen, vielleicht ist es ja 2021 schon so weit. Der Plan steht zumindest …
VG Sven