Auf dem Weg zum Rathausmarkt passieren wir dieses Vehikel
Auf dem Rathausmarkt ist immer was los: rundherum gibt es zahlreiche Restaurants, in denen das Personal in Trachten bedient. Da das Wetter
viel besser als angekündigt ist, sind sämtliche Terrassenplätze auch belegt.
Das gotische Rathaus (aus dem Jahr 1402-1404, das best erhaltene got. Rathaus in Nordeuropa) hat eine tolle Aussichtsplattform und schöne Wasserspeier. Wer will, kann auch hier auf den Turm klettern, 64m hoch, achteckig.
Die gegenüber liegende alte Ratsapotheke hatte leider geschlossen, schade, ich hätte gern in dem alten Raum mit den krummen Bohlen ein paar Pastillen gekauft. Es ist eine der beiden ältesten noch tätigen Apotheken Europas, erstmals erwähnt um 1420. Vor vier Jahren konnten wir dieses Foto machen:
Die Sonntagsruhe gilt nicht für die hier ansässigen Geschäfte. Neben allerlei Tinnef werden auch die für das Baltikum typischen Leinenprodukte angeboten. Es gibt viele junge Firmen, die mit den traditionellen Produkten des Landes recht progressiv umgehen,
sprich: es gibt ein grosses Angebot an moderner Leinenbekleidung.
Hach - frau darf endlich wieder gucken / shoppen / konsumieren; GöGa macht Fotos – beide sind glücklich. 
Über die Pikk bummeln wir mit viel Muße wieder zurück Richtung Schiff. Dabei kommen wir auch an „Kalev“ vorbei, einem Marzipangeschäft
in einem schön ausgemalten Gewölbe, es gibt unterschiedliche Marzipanproben, hmm lecker! Pikk 16. Man könnte auch Kaffee trinken,
aber wer garantiert uns, dass wir nach der Pause wieder gehen mögen?
Am Hafen müssen wir zwingend noch einen kleinen Schlenker in einen Supermarkt absolvieren. Bei unserem ersten Tallinn-Aufenthalt haben
wir „Vana Tallinn, The Estonian Liqueur“ kennen und schätzen gelernt. Ist so eine Art Kräuterschnaps mit wahlweise 40 und 45 % vol. Und bestens als Mitbringsel für Daheimgebliebene geeignet.
Die geschäftstüchtigen Esten bieten ihn in der praktischen PET-Flasche und inzwischen sogar schon in einer Cream-Version an. Die Supermärkte
am Hafen sind v.a.Spirituosen-Umschlagplätze für Leute auf dem Weg von und nach Finnland, das Angebot ist überwältigend.
Und da wir ja jetzt unterwegs sind, sprich heute nicht mehr im Ausgangshafen sind, darf man auch Alkohol an Bord der AIDA mitbringen!
Aber keine unverpackten Lebensmittel. Also keinen Apfel, aber ein foliertes Marzipan.
Völlig unterzuckert entern wir auf dem Schiff erstmal die Pizzeria Mare, die uns glücklicherweise auch um 15h20 leckere dünne knusprige Pizza
offeriert. Weil dann noch was geht, sichern wir uns einen schattigen Platz am Außendeck des Weite-Welt-Restaurants für Kaffee und Kuchen
mit Blick auf Tallinn, ach ist das schön.
„Cocktailierend“ - DANKE für dieses großartige Verb, Norbert, @vinofra
- verfolgen wir auf dem Pooldeck das Ablegemanöver um 17:00 Uhr.
Den zweiten Lektorenvortrag um 18h über St.Petersburg verfolgen wir vom Bett aus, auch sehr entspannend.
Die Show „Can You feel it“ um 19h im Theatrium erreicht uns emotional nicht,
dagegen war der spanische Themenabend im Marktrestaurant durchaus zufriedenstellend.
Die durch die „Strapazen“ des Tages generierte Müdigkeit dämpfte die Aufnahmebereitschaft, der „Tatort“ hatte keine Chance!
FAZIT TALLINN
Wir sind knapp 6 Stunden durch die quirlige Altstadt gegangen – und haben ca 75% von Tallinn auch nicht ansatzweise gesehen. Uns fehlt
die ganze Neustadt, die vielen Parks, die um die Altstadt herum liegen, das Freilichtmuseum etc. Unsere ohnehin etwas diffizilen
Füsse waren dankbar, dass wir auf dem Kopfsteinpflaster bequemes Schuhwerk trugen.
Und wir müssen unbedingt mal mit mehr Zeit zurückkehren um die Pausen-Szene zu testen, ich habe einige wirklich schöne alte
Caféhäuser gesehen. Tallinn ist zwar an den Hotspots ziemlich trubelig, aber schon 30m weiter in den Nebenstrassen kann man sich alleine
wähnen.
Hoffentlich waren das jetzt nicht zuviel Text und Fotos 

Die AIDAdiva fährt weiter, 189 Seemeilen (350km) nach St. Petersburg.
Ich werde mich um schnelle Fortsetzung bemühen
lG, Gesa