Sorry, noch was Wesentliches vergessen:
älteres Schiff - da gibt es keine Stabilisatoren.
Sorry, noch was Wesentliches vergessen:
älteres Schiff - da gibt es keine Stabilisatoren.
Zum 20UP fährt doch wohl ein Aufzug, vielleicht?!
Sicher doch ![]()
der doch schon etwas ältere Norbert
mit Blick auf Dein Geburtsdatum aus meiner Perspektive : junger Hüpfer ![]()
![]()
"Was ich noch zu sagen hätte" : und dem lieben Norbert vllt ein Daumen-hoch entlockt?)
Die FTI Berlin ist wie gesagt ein nettes kleines Schiff, hier vor Istanbul
an das auch die Ausflugsbusse schön nah ran fahren können ![]()
Es wird viel gewerkelt:
aber : dieses Schiffchen produziert manchmal auch ziemlich viel Ruß, kam dann als hörbarer Plätzchen-Regen
der dann manchmal auch unangenehm auf den Stühlen lag. Die verrußten Klamotten wurden anstandslos durch die Bordwäscherei gereinigt,
aber wir haben dann immer Handtücher zum Überlegen mitgenommen. Vorbeugen ist ja meist besser .....
Gleichwohl war dieses Heck unser bislang schönstes
die Dämmerungen und Sonnenuntergänge waren grandios ![]()
Moin Norbert @vinofra
die FTI Berlin ist ein relativ kleines Schiff, mit ihren 139 m Länge und 4,82 m Tiefgang kann sie kleine Häfen anlaufen und
meist auch dort bis zum Kai fahren, z. B. in Kotor
oder in Gesamtansicht in Itea
Da sie auch nur 17,5 m breit ist, kann sie durch den Kanal von Korinth fahren:
Im Vergleich mit anderen Kreuzfahrern wirkt sie fast zierlich, hier im Hafen von Venedig:
Die FTI Berlin ist ein älteres Kreuzfahrtschiff, 1980 bei der Howaldswerke-Deutsche Werft AG in Kiel gebaut,
1986 in der Nobiskrug-Werft in Rendsburg um 16,8 m verlängert.
Hier wurde noch Teak verwendet ... ein Kreuzfahrtschiff, das eher darauf ausgelegt ist, Passagiere von A nach B zu transportieren,
nicht, Unterhaltung und/oder Wellness anzubieten. Es gibt keinen Innenpool und der außen ist auch eher klein.
Als die Berlin gebaut wurde, lag der Fokus auch noch nicht auf Balkonkabinen,
entsprechend wenige gibt es davon.
Es gibt eigentlich nur sechs für Passagiere begehbare Decks.
Aber es gibt einen Yacht-Club, eine riesige und sehr schön ausgestattete Bibliothek (jedenfalls war das im Sept.2012 so) auf dem Prommenadendeck.
(Das doppelt m ist kein Verschreiber, das heißt auf dem Schiff so!!, als wir dort waren, hieß auch das Buffet-Restaurant Verandah ).
Wir hatten auf unserer Tour Ende Sept./ Anf. Oktober 2012 eine Außenkabine auf dem Hauptdeck (auf der Buchungsbestätigung steht: Kabine Komfort Aussen):
Da gab es ein (sich nicht öffnendes) Fenster. Aber die Klimaanlage funktionierte störungsfrei.
Leider gibt es von der Kabine keinerlei Bilder.
Mein GöGa hat sich notiert: Kabineneinrichtung nicht ganz neu, aber komfortabel, kein Gefühl der Einengung.
Wir hatten zwei mit den Kopfenden am Fenster stehende Betten, weiter vorn waren rechts der Schrank, links das Bad, es gab auch noch ein kleines
Schubladenelement, auf dem ein Fernseher stand.
Das Housekeeping war nett:
Zum Essen kann ich nicht allzuviel sagen: wir hatten beim Einchecken nicht gepeilt, daß man sich für die Tischvergabe im Hauptrestaurant
anstellen mußte und bekamen dann bei unserem ersten Versuch am ersten Abend einen Tisch zugewiesen, dessen Stimmung uns nicht zusagte.
Da wir ohnehin nicht so auf gesetztes Essen sondern auf Frischluft aus waren, haben wir eigentlich während der ganzen Tour das Buffet-Restaurant
genutzt und uns dann in den dazu gehörigen Außenbereich gesetzt. Die Auswahl und Qualität war in Ordnung, aber nicht mehr.
Es gab auch häufiger eine Art Wok-Station im Außenbereich des Verandah, wo die indischen Köche ihre Kunst zelebrierten
und die meist ukrainischen Kellnerinnen sich sehr flink und herzlich um die Passagiere kümmerten.
Wir hatten auf unserer Venedig - Kroatien - Korfu -Türkei - Santorin - Montenegro - Venedig - Tour bis auf die Ankunft in Venedig
extrem schönes und warmes Wetter, deshalb war das Restaurant für uns nicht wichtig.
Auch das Unterhaltungsprogramm haben wir ignoriert, GöGa schrieb: richtete sich wohl auch an eine deutlich andere Altersgruppe.
Die ersten Ränge der Crew waren damals ziemlich griechisch geprägt: Kapitän, Staff Kapitän, Hoteldirektor, Chef Ingenieur, Zahlmeister.
Die Ärztin war Ukrainerin, der Kreuzfahrtdirektor Italiener, es gab einen österreichischen Maitre d'Hotel, einen tschechischen Food Manager.
Also international wie auf fast allen Kreuzfahrern..
Es gibt einen Biergarten, 3 Bars (Verandah Pool Bar, Yacht Club und Sirocco Lounge), einen "Schönheitssalon", einen Foto-Shop und eine eher kleinere Einkaufsmöglichkeit.
Das Rauchen ist nur in bestimmten Bereichen erlaubt.
Der Check-In und die Sicherheitskontrolle in Venedig waren ein Geduldsspiel und hätten professioneller durchgezogen werden können.
Die SNRÜ fand auf der Tour erst eine Stunde nach Auslaufen mit Rettungsweste in den entsprechenden Sammelstationen statt.
Es gab mal Bingo, mal Quiz oder Pferdewetten als Unterhaltungsangebote.
An einen Lektor können wir uns nicht erinnern.
Ausflüge haben wir nur zwei mitgemacht, die waren ok.
Falls ich was vergessen habe: bitte nachfragen.
Das reale Leben fordert seinen Anteil. Darf es das
Es muß ![]()
Deswegen: Fortsetzung erst am Montag.
LG und allen ein schönes Wochenende
Gesa
Frankreich um 1850 - das Second Empire stieg unter Napoléon II zu einer starken Wirtschaftsmacht auf.
Ganze Bevölkerungsschichten gelangten zu Wohlstand (anderen ging es nicht so gut). Und der wohlhabende Monsieur Dupont im 200 km von der Küste entfernten Paris konnte sich jetzt auch Urlaub leisten.
In dieser Situation kaufte ein Konsortium von Geschäftsleuten die Gegend um Deauville auf und errichtete planmäßig
erst einen Bahnhof für den schnellen Anschluß nach Paris,
dann eine "Ansiedlung der Eleganz", bestehend aus Grand Hotels, Villen, Geschäftsstraßen, Casino, Pferderennbahnen.
Man gab dieser Reißbrettsiedlung durch die Verwendung lokaler Techniken (Fachwerk, Dächer) einen heimeligen Charakter
und alles wirkte "wie aus einem Guß". Inmitten der Hotelanlagen gibt es natürlich auch Einkaufsmöglichkeiten.
Coco Chanel betrieb ab 1913 im Sommer in Deauville ein Geschäft. Und auch heute: nur die ersten Namen !
Das berühmte "Hotel Normandy" .... sehr chic und kostenintensiv. Die Preistafel hing draußen, ich war so beeindruckt, daß ich das Beweisfoto vergaß.
und immer wieder sehr schöne Details, die Dachfiguren gab es in der Normandie wohl schon immer, hier sind sie besonders prächtig und zahlreich:
und in Verbindung mit Lampen.
Das Casino öffnet um 10h morgens ....
Im Winter 1874/75 gab es große Unwetter und jede Menge angeschwemmter Sand veränderte das Ufer: Deauville hatte jetzt eine 400m breite Sandküste. Dieses gewonnene Areal wurde für Strandeinrichtungen genutzt (Bäder / Spielplätze etc.), die berühmte Promenade „Les Planches“ mit Deauville-typischen Sonnenschirmen besteht noch heute.
in den 1920er Jahren wurden "pompeianische" Badeanlagen nach antikem Vorbild mit Mosaiken erstellt. Berühmt am Strand sind auch die mit Namen amerikanischer Filmschauspieler personalisierten Umkleidekabinen, denn seit 1975 gibt es jährlich ein US- Filmfestival
Zurück nach Le Havre ging es wieder über
Da wir früh dran waren, gönnte uns der Busfahrer noch eine kurze Sightseeing-Tour durch Le Havre.
Gegen 13h waren wir wieder am Schiff. Leider kamen jetzt jede Menge Busse zurück und der in einer Halle am Kai
durchgeführte Sicherheits-Check zog sich ziemlich.
Nachmittags kam dann die Sonne durch und auch vom Schiff waren schöne Aufnahmen möglich:
Das Kirchlein St.Étienne aus dem vorherigen post ist heutzutage übrigens ein Marinemuseum, es hat aber auch schon Zeiten
als Fischhalle, Speicher oder Theaterraum erlebt.
Wir gingen einmal halb um das Vieux Bassin herum und auf der anderen Seite den Hügel hoch und kamen an die Église Sainte-Catherine mit ihrem freistehenden Kirchturm,
Alles aus Kastanienholzschindeln. Freistehend, weil bei Blitzeinschlag die Gefahr eines Brandes für die Kirche zu groß gewesen wäre.
Nachdem die Vorgängerkirche im 100-jährigen Krieg zerstört worden war, baute man mit einfachsten Mitteln eine neue Kirche. Das bedeutete: Holzbauweise.
Es wurden zwei einschiffige Hallen nebeneinander gesetzt und miteinander verbunden. Darüber gestülpt wurde eine Dachkonstruktion wie umgedrehte Schiffsrümpfe.
Innen wirkt es durch das viele Holz eher wie eine große Wohnhalle.
Abschließend nochmal eine Seite des Vieux Bassin
und ein paar Blümchen des schön bepflanzten Beetes
Auch der Anker kann uns nicht aufhalten: nächste Station Deauville
Le Havre: Ausflug nach Honfleur und Deauville
Le Havre ist eine relativ junge Stadt: gegründet 1517 aus strategischen Gründen, weil die anderen Häfen am Ärmelkanal versandeten
und Frankreich hier einen Hafen benötigte. Le Havre hat einen Tidenhub von 8 m, teilweise sogar einen Tiefwasserhafen.
Es wurde im zweiten Weltkrieg zerstört und danach von einem Team von Architekten neu konstruiert, hauptsächlich mit Beton.
Ist deswegen auch als Ensemble des 20. Jh. in der Liste des UNESCO-Weltkulturerbes.
@Regina hat mal einen tollen Beitrag darüber geschrieben und mit beeindruckenden Fotos hier gepostet
Le Havre
Liegeplatz war der Quay Roger Meunier, von dem aus man einen schönen Blick über die Stadt hatte.
Uns zog es aber heute nach außerhalb in einen malerischen kleinen Ort, wir wollten nach Honfleur. Weil es am bequemsten und einfachsten zu organisieren war, haben wir einen AIDA-Ausflug mitgemacht. Honfleur und Deauville in 4,5 Stunden.
"Stationen: ca. 30 Min. Busfahrt nach Honfleur, geführter Spaziergang durch die gemütlichen Gassen der alten Seefahrerstadt, vorbei an typischen Holzbauten und traditionellen Salzlagerhallen, ca. 1h Freizeit zum Bummeln; ca. 30 min Weieterfahrt zum Seebad Deauville, nach kurzer Orientierungstour ca 45 min Zeit zur freien Verfügung, ca. 1 h Rückfahrt zum Schiff."
Schon um 8h war Treffen, 8h15 dann Start des Ausflugs.
Zunächst ging es durch Teile des Hafens zur "Pont de Normandie", der mit 856 m größten Schrägseilbrücke Europas, Mitte der 1990er Jahre eingeweiht. Insgesamt ist die Brücke über 2100m lang, hat 4 Spuren und je Richtung einen kombinierten Geh- und Radweg.
Vor und nach der Brücke ist die Straße eine Autobahn, nur die Brücke selbst ist keine, damit Fußgänger und Radfahrer sie auch benutzen können. Der passierende Kraftverkehr ist mautpflichtig.
Und dann waren wir in Honfleur und weil wir sehr zeitig eintrafen, konnten wir dem kleinen Ort beim Aufwachen zugucken.
menschenleere Wege und schöne alte Fachwerkarbeiten
bis wir zum Vieux Bassin kamen. Honfleur war ein wirtschaftlich relativ unbedeutendes Hafenstädtchen, irgendwann war kein Geld mehr da, um etwas Neues zu bauen, die Stadt stagnierte. Im 19. Jh entdeckten Künstler den Charme der Stadt, Honfleur wurde ein beliebter Sommertreffpunkt und das Vieux Bassin wurde bei allen Wetterlagen immer wieder gemalt. Sogar auf 'nem Foto wirkt es doch:
Kapelle am Vieux Bassin
Einige Schmuckfiguren
und dieser fröhliche Geselle hing auch irgendwo
mit Lampe!!
Kerstin, das freut mich sehr ![]()
Sowohl, dass Dir mein Geschreibe gefällt, als auch Deine Buchung.
Mach Dich bitte drauf gefaßt, daß Du in St.Petersburg nicht alle Fragen beantwortet bekommst ...
,
aber die Stadt ist so schön abwechslungsreich, da sind die zwei Tage fast zu wenig.
Wünsche Dir tolles Wetter und ebensolche Eindrücke.
LG, Gesa
ot
@OHV_44
ich darf mich doch melden, wenn es was Russisches zu übersetzen gibt
Micha, bitte übernehmen und übersetzen
спокойной ночи
DANKE
ot off
sorry, ein paar schöne Impressionen sind mir durchgerutscht:
die William-Walker-Kneipe hat nur der Biertrinker von uns beiden gesehen
in einer Nebenstraße, war es St. George's Street oder doch schon Friarsgate ? - jonglierte dieser eiserne Mann
am Brodway von Winchester (Verlängerung der High Street) befindet sich die neogotische Guildhall von 1873
am Haus daneben war dieser nette Wasserspeier
Abends gab es im Theatrium "Wer wird Millionär auf der AIDAprima"
Zitat AIDA HEUTE
"AIDA holt das erfolgreiche TV-Format an Bord von AIDAprima und lädt Sie heute um 20:00 Uhr zu der spannenden Quiz-Show ins Theatrium ein.
Ab 19:30 Uhr können Sie eines der heißbegehrten Abstimmungsgeräte, mit dem Sie sich auf den heißen Stuhl quizzen können, gegen Vorlage der Bordkarte im Theatrium auf Deck 6 bekommen. Und vielleicht sind Sie derjenige, der Entertainment Manager Olli die entscheidende Frage richtig beantwortet und eine 14-Tage-Reise in die Karibik für 2 Personen gewinnt?!"
Also eigentlich sollte es pro Kabine nur ein Gerät geben, aber das wurde dann bei relativ wenig Zuspruch zu den Geräten generös anders gehandhabt.
Aus allen Gerätebedienern wird zunächst mit 2/3 Fragen der Kandidat für den heißen Stuhl ermittelt.
An diesem Abend war es eine junge Frau, deren Begleitgruppe auf der VIP-Bank Platz nehmen durfte und mit Frei-Getränken versorgt wurde. (Da wir hier bei AIDA waren, schon der erste Gewinn für diesen Abend). Nicht nur der Endgewinn ist ein Sachgewinn, auch die vorherigen Stufen werden mit Sachpreisen bestückt. Von AIDA-Liegetuch bis SPA- und Restaurant-Besuch ist alles dabei. Macht Spaß, wird im Bordfernsehen übertragen und dann auch für den Erinnerungsfilm verwendet.
Leider hat es die Kandidatin nicht bis zum Ende geschafft.
Parallel konnte der Saal auch bei den Fragen per Gerät mitvoten und der beste Saalkandidat bekam 'ne Flasche sprudelndes Alkoholisches.
Hallo @ all hier im Thread
Habt Ihr heute auch einen Umschlag bekommen?
Mit einem türkisfarbenen Mäppchen?
"Die Unterlagen sind da!" begrüßte ich meinen GöGa. Verständnisloser Blick "Welche Unterlagen?"
"DIIEE Reiseunterlagen" .... "ach so"
Scheint also noch weit weg zu sein ....
In 16 Tagen hoffe ich um diese Zeit entspannt durch Valletta zu laufen ...
Bis denne
Gesa
Und jetzt weiß ich auch wo Weeze liegt ...
Das Forum bringt echt Erkenntnisgewinn ![]()
Hallo @waesserchen
knapp 650 km mit dem Sapsan.
Angeblich eine Fahrtzeit von 3 Stunden und 45 Minuten pro Strecke.
Dann heißt es an dem Tag für Euch wohl "Der Weg ist das Ziel" ?
Stockholm overnight, hoffentlich bei gutem Wetter! vor der Altstadt liegend? SUPER!
VG, Gesa
Hallo @Posaunenchorfc
hallo Edih, hab Dir ne PN geschrieben.
Ich warte noch auf eine Nachricht des Anbieters.
Gute Nacht,
Gesa
Liebe Michi @Dünung
vielen Dank für das Foto-Lob.
Das werd ich prompt an meinen GöGa weitergeben, denn meist hat er die
wesentlich besseren Aufnahmen und ich darf sie trotzdem verwenden.
Schönen Gruß an Micha,
schönen Abend noch, Gesa
Ein kurzer Gang durch die High Street mit netten Impressionen
führt zur Kathedrale, einem Bau mit gut 900-jähriger Geschichte und dem selbst nach Verkürzung längsten europäischen Langhaus.
Einige Fakten:
Der Eintritt in die Kathedrale kostet £ 8,00,
es sei denn, Ihr seid 60+, dann nur £ 6,00.
Es gibt eine Audio-Tour, die schlägt mit £ 3,00 zu Buche.
Preise - Stand März 2017.
Man bekommt immer noch den kleinen Flyer, den Regina schon erwähnte.
Die erwähnte Führung wird von Freiwilligen (meist älteren Herrschaften mit einer famosen Schärpe) durchgeführt und
lief bei unserem Besuch nach dem Muster: "hier sehen Sie dies, hier jenes" ab, ohne vertiefenden Hintergrund.
Deswegen vllt lieber den Audioguide benutzen oder vorher die entsprechenden Infos aus dem Internet heraussuchen.
Man könnte aber auch vorher in den Shop gehen und eine bebilderte Broschüre erwerben.
Erwähnenswert ist noch die Winchester Bible, eine handgeschriebene Bibel aus dem 12. Jh., die im Nordschiff in einem
kleinen Holzhäuschen ausgestellt wird (zumindest bei unserem Besuch).
Leider ist diese Buch-Kostbarkeit extrem lichtempfindlich und wird nur im Halbschatten präsentiert, deswegen leider keine Fotos.
Ansonsten ist diese Kirche ein Fest für die Kamera:
(das leider nicht mehr gezeigt werden darf)
Wer also tolle hohe Kirchenräume mit großartigen Kreuzrippengewölben sowie den
Unterarten Netzgewölbe und Sterngewölbe mag, ist hier richtig.
Hoch ist der Bau, weil es über dem Erdgeschoß noch die Emporen und die Lichtgaden gibt,
wobei eine Arkade im Erdgeschoß von zwei Arkadenbögen im Emporengeschoß und dreien im
Lichtgaden überspannt wird, also dem für England typisch werdenden Maßsystem 1:2:3.
In der Kirche gibt es sieben Kapellen für ehemalige Bischöfe, die zwischen dem 14. und 16. Jhd. erbaut wurden und in denen
noch heute täglich Messen für die Seelen der Erbauer gelesen werden.
Das eicherne Chorgestühl paßt sich dem Raum an: Es ist höher als jedes Chorgestühl, das ich je sah. Aus dem frühen 14. Jhd. stammend weist es reichhaltige Schnitzereien auf, hauptsächlich florale Elemente, aber auch Tierfiguren und kleine Köpfe sind zu entdecken. Beeindruckend ist ein blauer mit Sternen und kleinen Bögen verzierter Abschnitt direkt oberhalb des Chorgestühls,
als hätte man den früher hier betenden Mönchen ein Stück Himmelsillusion verschaffen wollen.
Auch Jane Austen liegt in der Kathedrale begraben.
Im Untergeschoss steht die moderne Figur eines lesenden, lernenden Mönches,
der bekommt leider manchmal wegen des gestiegenen Grundwasserspiegels nasse Füsse oder Beine.
Wegen dieses gestiegenen Grundwasserspiegels war das Fundament der Kathedrale Anfang des 20. Jahrhunderts
sehr gefährdet. Der Taucher William Walker arbeitete ab 1906 für 5 Jahre daran, das Fundament zu sichern
deswegen steht seine Büste beim Besucherzentrum.
Wir trabten dann mal so langsam wieder zurück zum Bahnhof und fuhren zurück nach Southampton.
"Heldenhaft" ging es auch zu fuß zurück zum Schiff, das wir allerdings erst nach intensiver Kontrolle
durch sehr freundliche aber auch sehr beharrliche ältere Herrschaften wieder betreten durften.
Es hieß: Schuhe ausziehen, Gürtel und Uhr ablegen.
Ob sie wohl glaubten, wir wollten das Schiff gefährden? Jedenfalls waren sie sehr gründlich!
Die beiden Destillerien in Calheta und Porto da Cruz nehmen wieder Zuckerrohr aus der neuen Ernte
zur Verarbeitung an.
Rund um die Fabriken stehen dann kleine Transporter mit dem Rohr, alles riecht nach Zucker und man
kann frisch gepreßten Zuckerrohrsirup kosten.
Das jetzige Zuckerrohr ist gut ausgereift und die Basis für die Aguardente-Produktion, dem alkoholischen Bestandteil des Inselgetränks Poncha.
Es soll auch Jahre gegeben haben, da mußte früher im Jahr mit der Ernte angefangen werden, weil es keinen Aguardente
von der Insel mehr gab .... alles verarbeitet und ausgetrunken ![]()