Metropolentour - So nennt AIDA diese Tour und meint damit die Möglichkeit, während dieser Tour vier Hauptstädte
(London, Paris, Brüssel, Amsterdam ) besuchen zu können. Das kann man machen - wenn man den Stress und die weiten Anfahrten nicht scheut.
Die AIDAprima ist ein riesiges Schiff und deswegen auf entsprechende Häfen angewiesen - die leider nicht immer besonders attraktiv sind.
Auf unserer Tour hatten wir mit der Verlegung des Liegeplatzes in Southampton eine zusätzliche Niete gezogen.
Der Lichtblick kam dann in Rotterdam.
Wenn viele Leute gleichzeitig das Schiff verlassen wollen, können auf Deck 6 zwei Ausgänge geöffnet werden (Theatrium und vorne zwischen Scharfe Ecke und Tapas Bar) trotzdem kann es zu "Schlangenbildung" kommen. Der Abstieg erfolgt von Deck 6 über entsprechend steile Gangways. Wenn es dann noch etwas feucht ist, wird es schnell sehr rutschig. Das führte auf unserer Tour in Southampton zu einem gravierenden Sturz. Man kann nur immer wieder sagen: eine Hand zur Sicherung am Schiff bzw. am Handlauf.
Weil so viele Leute auf der Prima Platz finden, hat die Reederei die Sicherheitsvorkehrungen vor Wiederbetreten des Schiffes ausgegliedert
und an Land verlagert - und die waren für mich unerwartet gründlich und zeitintensiv. Was dann leider auch zu unerwarteten Zwischenstopps (Zeebrügge) und entsprechenden Schlangen vor den jeweiligen Bereichen führen kann. Aber Sicherheit geht vor Bequemlichkeit.
Von den vielen kulinarischen Angeboten haben wir nur partiell Gebrauch gemacht:
Die Tapas Bar war uns schlicht zu ungemütlich, Markt und Weite Welt meist sehr wuselig.
Wir hatten schon am ersten Abend im Bella Donna eine tatsächliche ruhige Ecke gefunden, dorthin sind wir dann meist gegangen, auch weil wir
das Angebot und die Speisen sehr mochten.
Unsere Abendreservierungen für's Ristorante Casa Nova wurden schiffsseitig abgesagt, weil das Restaurant für in Rotterdam
zugestiegene Reisebüroangestellte gebraucht wurde.
Das East war für uns leider eine Enttäuschung: die Buffet-Speisen nur lauwarm und trocken, die Zutaten für den selbst
zusammenzustellenden Teller für die Zubereitung am Terriyaki-Grill weit verteilt und dann wurden die Rohstoffe totgebraten .... wie gesagt: unser subjektiver Eindruck.
Positiv überrascht hat uns das Fuego-Restaurant auf Deck 14. Überraschend leckere Speisen, extra niedriger gelegte Bereiche, damit sich die Kinder auch selbst bedienen können. Gut, ich möchte nicht an den hinteren Tischen im Bereich des Four Elements in Chlor-Luft essen, aber wer es braucht, von der Wasserrutsche zum Essen zu gehen, kann das hier mit kurzen Wegen haben. Und der Softeis-Automat wurde gut angenommen.
Von den Ausgängen auf Umlauf- oder Freiflächen waren etliche wegen des Wetters im März geschlossen. Der fehlende Auslauf fiel nicht nur uns auf.
Das Lanaideck auf Deck 7 und 8 ist hübsch gemacht und kleine Whirlpools in der Nähe der Reling sind mal was Anderes.
Aber so wirklich viele Passagiere finden da auch keinen Platz.
Sehr positiv: eine sehr professionelle Crew an der Rezeption. Am Telefon schnell zu erreichen und auch am Counter sehr freundlich und lösungsorientiert.
Wenn es unsere erste KF gewesen wäre, wäre es wohl die letzte geblieben aufgrund der unglücklichen Konstellation
Wetter und viele Kleinkinder.
Ein Vorschlag meines Umfeldes : Umbenennung der Metropolentour in "Kitatour zu Industriehäfen an der Nordsee" ist sehr sarkastisch und überspitzt, hatte aber seine Hintergründe.
Wir haben aus den Häfen ein für uns passendes und schönes Besichtigungsprogramm gestrickt. Insofern war auch diese Kreuzfahrt positiv.
Aber ob wir nochmal auf die "Hyperion"- Klasse (Prima und Perla) aufsteigen?
Wohl eher nicht, es sei denn, es gibt einen sehr guten Preis. (Man soll ja nie nie sagen !)
Ich sage "Danke" für Eure Geduld und Eure Begleitung.
VG, Gesa