Wir hatten einen ziemlich späten Flug bekommen (Der Sicherheitsbewußte in unserem Paar fliegt lieber von der Reederei organisiert) und waren erst um 15h15 in Valletta.
Natürlich kamen unsere Koffer auch so ziemlich als letzte vorne am Gepäckband an. Das TC-Kofferfähnchen war bei meinem Koffer auch schon recht lädiert, aber glücklicherweise stand
in der Kofferhalle eine nette Agenturmitarbeiterin mit einem Tacker. Sie meinte, Valletta sei bekannt für zerfetzte Kofferanhänger und reparierte fleißig.
In diesem Zusammenhang vllt. nochmal der Hinweis auf die stabilen Kofferanhänger, die @waesserchen gefunden hat Live dabei: Mit der AIDA DIVA 10 Tage im Baltikum, Mai 2017
Endlich an die frische Luft - und ja, es waren ungewohnte mehr als 25°C. In der Sonne stehend auf den Moment warten, wo ich endlich in den schon wartenden Bus steigen darf ist jetzt nicht so meins - v.a. wenn in meiner Nähe auch noch das schon seit Hamburg bekannte nette Kind erst seinen Koffer und dann seine Mama tritt ... also ihr hübschen fünf herumstehenden Agentur-Mädels: es wäre nett gewesen, wenn Ihr mal an der Schlange entlang gegangen wärt und auch den letzten Passagier darauf aufmerksam gemacht hättet, daß er gleich seinen Transfergutschein abgeben müsse und besser darauf vorbereitet sei.
So kam es leider zu vermeidbaren Stauungen an der Bustür.
Die Busfahrt dauert ja nicht lang, dabei die immer wieder auftauchende Frage: wer sieht als Erster das Schiff?
Und da lag sie nun - die blaue Beauty,
vor ihr ein profaner französischer Zerstörer(?) und die weiße Albatros.
Schnell zum Einchecken in diese wunderbare gewölbeartige Halle (von der ich kein Foto gemacht habe). Dauerte nur 10 Minuten und dann aufs Schiff.
Die Spannung stieg, wie würde die Kabine sein? 15h war ja nun schon längst Geschichte und wir durften sie sofort aufsuchen. Wir hatten die Balkonkabine 9196 ziemlich weit hinten steuerbord gebucht.
Im Gegensatz zur MS 3 war sie relativ dunkel, etwas in die Jahre gekommen und nicht ganz so praktisch - beispielsweise ist das Bett niedriger und mein Koffer hat deswegen seit dieser Reise eine Schramme.
Schlimmer war aber eine sehr laute Lüftung im Bad, die sich nicht abstellen ließ. Da wurde dann mal die Rezeption angerufen ...
Schnell wieder hoch aufs Deck, den ersten Aperol Spritz und die ersten Fotos machen
und das Lieblingsmotiv
Wir orientierten uns auf dem Schiff. Bald machte sich auch bemerkbar, daß unser Flug verpflegungsfrei gewesen war, Hunger, also zurück auf die Kabine.
Frisch machen fürs Dinner und ab ins Atlantik-Restaurant. Rindertartar, Käsesuppe, Rinderfilet für GöGa, Salat, Käsesuppe, Fisch für mich. Abschließend natürlich noch
der Pralinenschaum .... die Defizite waren mehr als ausgeglichen und es war sehr sehr lecker.
Beispiele gefällig? Bitte sehr, bitte gleich:
Um 21h15 die obligatorische SNRÜ für uns in der Vinothek, hat nicht soviel gebracht und war nach 10 Minuten abgeschlossen.
Danach an Deck: es wurden Fahnen geschwungen
die Kreuzfahrtdirektorin, Fr. Busch, stellte einige Offiziere des Hotelbereichs vor, Auslaufsekt wurde gereicht und dann,
angespanntes Warten,
kam es passend zum Auslaufen zum berühmten maltesischen Auslauffeuerwerk:
Mit musikalischer Untermalung des "Grafen" sind wir dann sehr stimmungsvoll langsam aus dem Hafen ausgelaufen
Schöner kann ein Tag doch nicht enden?