Beiträge von deern_vonne_elw

    Montag, 15.05.2017 - Barcelona

    Buen día Barcelona

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    Zunächst war mal klar: Ausflug in Barcelona muß sein! Aber bitte nicht mit einer zu großen Gruppe. Also den Passenden gesucht. Zunächst gefunden: die HP barcelonadragontours.com. Hier werden gut 20 Führungen auf deutsch angeboten. Zu allen möglichen Themen und zu festgesetzten Terminen. Leider klappte es aber nicht mit den Terminen und auch meine Bemühungen im Roll Call, vllt. Mitreisende zu einer Tour zu motivieren liefen ins Leere.
    Parallel hatte ich aber auch von irgendwo Kenntnis von der HP von barcelona.de erhalten. Hier findet man viele Tipps ... und auch einige Tourenvorschläge und geführte Stadtrundgänge. Dort buchten wir dann eine offene "Modernisme und Gaudí-Tour" zu € 24,90 p.P. Dafür sollten uns auf einem 2,25 Stunden langen Spaziergang durch das Stadtviertel Eixample viele der spektakulären Bauten Gaudís und anderer gezeigt und erklärt werden.

    Der Montag lief also wie folgt ab: Frühstück um kurz nach 7 Uhr im Atlantik, kurz nach 8 Uhr das Schiff verlassen, durchs Terminal raus, ganz links stehen die Shuttle-Busse des Hafens.
    Mit denen für € 4,- p.P. für das Retourticket zur Station in der Nähe des Kolumbus-Denkmals. Kurz mal um das Kolumbusdenkmal rumgegangen und in der Morgensonne fotografiert.

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    Weiter auf die Rambla, da staunen wir über die vielen pittoresken Ecken. Die Rambla, das ist der breite Platanen bestandene Boulevard zwischen dem Hafen und der Plaça de Catalunya, der auch eine Trennlinie zwischen den beiden Vierteln Barri Gòtic und Raval darstellt. Das Wachsfiguren-Museum ist auf der rechten Seite,


    etwas weiter hoch auf der linken Seite ist die Seitenansicht der Oper (Gran Teatre del Liceu)

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    die wir eigentlich auch nur eines kurzen Blickes würdigen. Dann sehen wir wieder rechts dieses witzige Haus mit den Regenschirmen,
    Casa Bruno Cuadros oder Casa dels paraigües.

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    Kurz danach auf der linken Seite ist "La Boqueria", der Markt.

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    Dort wird noch aufgebaut, aber die Stände mit den Säften sind schon bestückt. Wir staunen den Schinken für über €100 das Kilo an, aber es sieht alles sehr lecker aus.

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    Schade, daß wir keine Zeit haben, aber wir wollen zum Plaça Urquinaona und müssen uns beeilen. Denn um 10 Uhr beginnt die Führung. Wir staunen nicht schlecht, daß sich außer uns nur ein österreichisches Paar am Treffpunkt einfindet. Pünktlich erscheint Anna-Maria, eine Deutsche, die seit einigen Jahren in Barcelona lebt und uns jetzt wie oben beschrieben leitet.
    Wir sehen u.a. Casa Lleó, Casa Ramón, Casa Amatller, Casa Batlló, Fundació Antoni Tàpies, Casa Milá.

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    Das auf dem Reißbrett entwickelte Stadtviertel Eixample konnte nach dem Schleifen der Stadtmauer auf dem ehemals vor der Stadt gelegenem Gelände jenseits des Plaça de Catalunya gebaut werden (Eixample ist katalanisch für Erweiterung). Anna-Maria ist so fix und erklärt so interessant, daß man lieber zuhört als Fotos aufzunehmen. Während der Führung waren es dann nur 88 Fotos ..... Geplant war eine regelmäßige Blockbebauung mit gleichen Maßen. Die quadratischen Blöcke sollten abgeschrägte Ecken und große luftige Hinterhöfe haben, die Bebauungshöhe sollte 5 Stockwerke nicht übersteigen. Die abgeschrägten Ecken sind noch heute ein Markenzeichen des Viertels, die 5 Stockwerke wurden auch umgesetzt, aber mit den luftigen Hinterhöfen hat es nicht so geklappt. Dort wurden schon bald kleine Gewerbebetriebe angesiedelt, Garagen errichtet etc. Als Architekten waren mehrheitlich Katalanen eingesetzt, die sich der Idee des Modernisme verpflichtet fühlten. Das ist eine katalanische Spielart des Jugendstils, der sich abwand von allen möglichen Neo-Stilrichtungen, die dann doch wieder eine Nachahmung von etwas Altem sind. Modernisme verwendet traditionelle katalanische Techniken wie Ziegelbauweise und orientiert sich in seinen dekorativen Elementen an der Natur, verwendet z.B. Blätter und Blüten.

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    Besonders gern werden auch in Anlehnung an den Stadtheiligen Georg Szenen mit Drachen dargestellt.

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    Gern wird auch Schönes mit Nützlichem verknüpft. Anna-Maria erklärt z.B. daß die dekorativen Straßenlaternen am Passeig de Gràcia eine Doppelfunktion haben: oben leuchten ist klar, aber unten ist eine Bank aus Kachelstücken, da kann man sich sogar setzen. Und falls es im Winter zu kalt wird, gibt es an der Seite eine Klappe, damit man unter dem Sitz etwas zum Wärmen einstellen kann, einen Eisenkorb mit glühenden Kohlen z.B.

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    Vor einigen Geschäften sind Gedenkplatten in den Boden eingelassen: diese Geschäfte sind schon seit Bau des Hauses hier ansässig

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    Wir kommen auch schon am Palau de la Música Catalan vorbei, Anna-Maria zeigt das Foyer und empfiehlt ausdrücklich, sich den Palau noch mal im Rahmen einer Führung anzusehen.
    Uff. Alles richtig gemacht! Mehr dazu siehe Teil 2. Wir staunen über die Massen von Menschen, die sich vor der Casa Milá und später wieder vor der Casa Batlló drängen. Und fast jeder der Youngster hat einen Selfie-Stick und nimmt v.a. sich selbst auf hier vor dem "Block der Zweitracht" einem Ensemble mehrerer Häuser unterschiedlicher Architekten.


    Man sagt, das Casa Batlló stelle einen schlafenden Drachen dar, deshalb auch das geschwungene Dach.

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    Und weil's so schön ist, noch ein paar Bilder des Casa Batlló :

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    Nach dieser geballten Informations- und Bilderflut war die Führung beendet, wir bedankten uns bei Anna-Maria und mußten jetzt dringend mal was trinken.
    Weiter geht's mit Barcelona, Teil 2


    Verena @Bremerin

    das mit dem Ausflug nach Bormes hättest Du ja auch mal früher sagen können ;) :joke:
    Und bitte nicht betrübt sein, die Lady ist zwar betagt und unsere Kabine war suboptimal, aber die MS 1 hat -wie Du schon sagst- erhebliche Vorteile:
    u.a. der super Raum des Atlantik und die sagenhaften Außenflächen. Und zumindest auf unserer Cruise waren da ganz tolle Leute an Bord,
    nein ich meine jetzt ausnahmsweise mal nicht Edith @Posaunenchorfc und Annett @xMaryLou , sondern die Mannschaft des Schiffes, v.a. im Service und zu sehr großen Teilen
    im Küchenbereich: das war einfach traumhaft und hab ich bislang so gut auf MS noch nicht erlebt :!:

    VG, Gesa

    Sonntag, 14.05.2017 - Seetag bzw. Anfahren von Barcelona

    Morgens gab es das Kaviarfrühstück im Atlantik.

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    damit die fertigen Teller so aussehen, braucht der sie produzierende Koch diese Hilfsmittel:

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    ich hab mit dem jungen Koch, der da aktiv war, über seine Arbeitsbedingungen geklöhnt. Er hat in der Sternegastronomie gelernt und meinte, dagegen sei der Job auf MeinSchiff ziemlich easy, auch wennn die Tage lang seien, aber es gäbe längst nicht so einen Stress wie er ihn aus der Lehrzeit gewohnt sei.
    Zu diesem Gespräch kam auch Annett dazu. Irgendwie kamen wir dann aufs LaVela zu sprechen und als Annett und ich ihm sagten, daß die Essensqualität da ja nicht so optimal wäre, war er ziemlich erschrocken und meinte, daß müsse er ja sofort seinem Chef sagen, der gerade im Urlaub sei .......

    Anschließend hab ich einige Fotos vom Atlantik bzw. Innenräumen des Schiffes gemacht




    bevor ich zur Bibliothek ging, da wurde Kishons "Seekranker Walfisch" gelesen

    Im Neuen Wall war Schnäppchenmarkt und es war so voll wie beim SSV. =O8o
    Dabei - entweder man trifft sich garnicht oder mehrmals :D - hab ich Annett samt Gatten getroffen.

    Nachmittags war noch ein Lektorenvortrag über Barcelone und die Tuchbinde-Präsentation im Neuen Wall

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    sonst wurde Schraubenwasser geguckt

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    nee, das war nicht schaukelig, passiert nur, wenn man die Kamera schräg hält :whistling:
    Die Liegenpolizei war tagsüber auch aktiv gewesen:

    haben wir auf dem Pooldeck gefunden .....

    Wir warteten schon gespannt auf die Ankunft in Barcelona, planmäßig sollten wir gegen 19h anlegen.
    Planmäßig ist das kleine Wort .....
    Gegen 17h30 verlangsamte die MS 1 die Fahrt, fuhr nur noch mit 3,8 Knoten und ...stoppt. Kapitän Noack machte eine Durchsage,
    daß ca. 100 Passagiere der "Freedom of the sea" noch nicht an Bord seien und das Schiff deshalb nicht ablegen könne und damit unseren vorgesehenen Liegeplatz blockiere.

    Die MS1 liegt also vor dem Hafen und ...wartet und wartet. Der Kapitän läßt sich noch einige Male hören, ist immer genervter und sagt letztendlich "Ich kann doch auch nichts dafür". Der Arme! Aber vielleicht wurde er auch durch ständige Nachfragen gestört. Vllt. bekam er ja alle 5 Minuten einen Anruf, wann es denn jetzt weiter ginge.

    Ich glaub, so gut wie alle Passagiere standen zum Schluß an Deck und warteten mit. Dabei konnten dann einige Wale und Delphine beobachtet werden. Zunächst zog dann die auch herausfahrende "Princess" an uns vorbei und ließ dabei ein ziemlich lautes Typhoon mit Melodie hören. Dabei traf ich dann mal wieder Edith :)
    Die blockierende Freedom o.t. sea zog dann irgendwann auch ab und endlich fuhr das MeinSchiff 1 in den Hafen ein.

    Sie begrüßte uns als eine der ersten

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    So gegen 20h15 konnten dann die Passagiere zum Abendausflug das freigegebene Schiff verlassen.
    Wir haben nur noch ein bißchen fotografiert. Passiert ja auch nicht so oft, daß man einen Hafen am Abend und am nächsten Tag fotografieren kann.

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    Sonnabend, 13.05.2017 La Seyne / Ausflug nach Aix-en-Provence

    Bienvenue en France

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    Wir hatten lang hin und her überlegt, welchen Ausflug wir denn manchen sollten. Entschieden hatten wir uns dann für Aix-en-Provence

    TC-Auslobung: Willkommen in der Lieblingsstadt der Franzosen.
    Der Bus bringt Sie in ca. 1,5 Stunden in die charmante Altstadt von Aix-en-Provence. Dort unternehmen Sie einen geführten Rundgang über
    den mit Platanen bestandenen Cours Mirabeau, die Flaniermeile der Stadt. Weiter geht es in das Quartier Mazarin mit den eleganten Stadtpalais aus dem 17. und
    18. Jahrhundert. Beeindruckend ist Saint-Sauveur, die bekannteste Kirche der Stadt, die über Jahrhunderte in verschiedenen Baustilen
    erweitert wurde und die sogar noch merowingische Elemente aufweist. Im Anschluss an die Besichtigung haben Sie rund 1 Stunde Zeit, dort zu
    verweilen, wo es für Sie am interessantesten ist. Später fahren Sie wieder zurück nach La Seyne.


    Um 8h30 war Treffen im Theater, dort trafen wir dann auch Edith und Mann, die sich für den gleichen Ausflug eintschieden hatten. Die Ausflügler wurden auf verschiedene Gruppen aufgeteilt. Wir bekamen in unserem Bus Jutta zugeteilt, hörbar eine Bremerin, die seit 30 Jahren in Toulon lebt. Sie hatte 1,5h Busfahrt zu füllen, die Arme. Also redete und redete und redete sie. Sie warnte schon mal vor, in Aix sei eine Sportveranstaltung, sie wisse noch nicht genau, wie sie überhaupt in die Stadt käme .... Wir erfuhren, daß die Verwaltungs- und Studentenstadt Aix der Geburtsort des Males Paul Cézanne und auch der Schriftsteller Emile Zola hier aufgewachsen sei. Der Bus fuhr in Aix erst einmal an dem ehemaligen Landgut der Familie Cézanne, dem Jas de Bouffan vorbei. In der Innenstadt wurde es dann etwas kompliziert, es wurde irgendein Iron-Man-Wettkampf abgehalten. An der Fontaine de Rotande konnten wir den Bus verlassen.
    Wir konnten wieder Absperrungen sehen und Gewummere aus Lautsprechern hören.
    :( Der Cours Mirabeau war nur zur Hälfte begehbar, die andere Hälfte war den Sportlern und der sie unterstützenden Industrie vorbehalten. Der Cours Mirabeau ist eine Platanenallee, angelegt im 17. Jhd., an beiden Enden von schönen Brunnen begrenzt, dem schon erwähnten Fontaine de La Rotande an der eine Seite

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    und der Fontaine du Roi René auf der anderen Seite. Darüber hinaus gibt es in der ganzen Altstadt verteilt immer wieder hübsche Brunnen.
    Auf der einen Seite der Allee (verdeckt von den Zelten der Sportler) die alten Adelspalais, auf der anderen Seite Geschäfte, u.a. auch das Haus, in dem Vater Cézanne sein Hutgeschäft hatte, bevor er es als Bankier zu Vermögen brachte. Durch kleine Gassen machten wir einen Spaziergang durch die Altstadt und kamen schließlich ans Rathaus mit seinem Uhrenturm.

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    Vor dem Rathaus fand der Wochenmarkt statt, aber dafür hatten wir jetzt noch keine Zeit, wir wollten ja erst noch zur Kathedrale.

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    Beeindruckende Fassade mit schönen Details

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    Leider blieb diese Fassade das Einzige, was wir von der Kathedrale zu sehen bekamen. Die war nämlich wegen einer Kommunion für das allgemeine Publikum geschlossen. Die Kathedrale Saint Saveur ist die bedeutendste Kirche der Stadt und wurde vom 12. bis zum 17. Jahrhundert in verschiedenen Baustilen errichtet. Schade aber auch :!: Hätte interessant werden können :!:
    Und hier beendete Jutta dann auch ihre Führung und meinte, daß der Bus dann in 90 Minuten wieder dort warten würde, wo wir ausgestiegen waren .... =O

    Wir gingen zurück zum Hôtel de Ville und ließen uns über den Markt schieben. Die Einkaufshelfer (vulgo: Hackenporsche) der französischen Hausfrauen waren très chic.

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    Hmm, Calissons, das Provence-Konfekt aus haupsächlich Mandeln mit Beimischung von kandierten Orangen in Form eines Weberschiffchens.
    Es gab jede Menge Blumen, im Mai natürlich Pfingstrosen in verschiedenen Farben, Rosen und sogar schon Hortensien.

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    Und frischen Knoblauch und alles mögliche aus der Pflanze, die man wohl am ehesten mit der Provence in Verbindung bringt, dem Lavendel.

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    Eine Seite des Platzes wird vom ehemaligen Kornspeicher eingenommen, über dessen Fenstern interessante Gesichter angebracht sind.

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    An vielen netten Geschäften vorbei schlenderten wir zurück

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    und wieder sah ich Flamingos (wenn auch nur in einem Schaufenster)

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    und pastelllavendelfarbene Plüschis


    Natürlich sind wir auch noch mal in eine Kirche am Weg gegangen: Die Heilig-Geist-Kirche (Eglise du Saint Esprit)


    Aber auch hier waren wir nur "auf den Spuren von", denn auch er war schon dagewesen:



    Die Rückfahrt ging erneut über die Autobahn. An der Küste fuhr der Busfahrer noch durch einige kleine Küstenorte, u.a. Sanary-sur-mer.
    Um 13h45 waren wir wieder am Schiff.

    Fazit: Die Durchführung dieses Ausflugs stand unter keinem guten Stern. Pardon Jutta: Sie hätten besser vorbereitet sein können. Die Veranstaltung in Aix-en-Provence war störend. Außerdem war die Stadt unangenehm bevölkert, kein Wunder, gilt sie doch bei den Franzosen als Stadt mit hoher Lebensqualität.
    Naja, wir haben zumindest ein hohes Touri-Aufkommen wahrgenomen
    ;)
    Die Franzosen in der Stadt schwankten nach unserer Beobachtung zwischen Genervtsein und Gelassenheit. Hinterher haben wir überlegt, ob der simple Shuttle nach Toulon nicht doch geschickter gewesen wäre, aber im Nachhinein ist man ja immer schlauer ;) .

    Und wie habt Ihr diesen Ausflug erlebt, Edith
    @Posaunenchorfc ?

    Au revoir, douce France

    nee, Edith @Posaunenchorfc
    geht leider nicht, dann sind wir auf dem Rückweg aus Italien.
    Das scheint bei mir so Usus zu sein, daß ich kurz vor einer anstehenden Reise die letzte KF
    nochmal im Bericht festhalte; wenn ich richtig zähle, schon zum dritten Mal :D .
    Psychologisch vermutlich höchst aufschlußreich :huh: ...

    Schönen Sonntag, hier gewittert es gerade.
    Wie ist denn das Wetter bei Euch Annett @xMaryLou ?

    LG, Gesa

    Edith @Posaunenchorfc

    Reisen bildet !! ;) Ich muß ja bei meinen 23 kg Reisegepäck auch immer dran denken, daß der Reiseführer da noch rein muß.
    Weitere schlaue Sprüche - meist von Reiseleitern gehört:
    Man sieht nur das, was man weiß.
    Man muß sich einer Sehenswürdigkeit langsam zu Fuß nähern.
    Hören sich sehr platt an, haben aber eine Wahrheit.

    Schönen Abend und liebe Grüße
    Gesa

    Blick vom Schiff auf viele Yachten und die Tribünen dahinter

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    von weitem haben wir auch Monte Carlo gesehen ... ;)

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    Seht Ihr den hellgrünen Bereich hinter dem Baggerschiff auf dem Foto? Dort wird weiter aus dem Meer aufgeschüttet und Land gewonnen.

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    Freitag, 12.05.2017 Monaco

    Hallo und Herzlich Willkommen im charmanten Monaco

    Das Schiff sollte planmäßig um 7 Uhr anlegen. Tatsächlich waren wir schon um 6 Uhr 30 da.

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    Großartiges Wetter

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    Morgenrot über dem Felsen von Monte Carlo, auf der Steuerbordseite sah es so aus:

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    Der Anleger ist noch relativ jung, es handelt sich um einen schwimmenden Beton-Pier mit über 350m Länge. Dieser Platz ist optimal genutzt: in den Untergeschossen befinden sich eine Tiefgarage und Lagerflächen. Wir befinden uns im Stadtviertel La Condamine.

    Auf den gut 2qkm des Fürstentums leben über 38 Tsd Einwohner. Die meisten haben keine monegassische Staatsbürgerschaft (knapp 78%). Die Hälfte der Einwohner soll Millionär sein. Monaco stellt die dichtbesiedelste Gegend der Welt dar. Und da noch mehr Leute nach Monaco streben, wurde und wird Land aus dem Meer hinzugewonnen.

    Diese Destination ist ja schon häufig von MS-Schiffen angelaufen worden und ich muß jetzt nicht alles wiederholen, was andere Foristen schon geschrieben haben. Stellvertretend seien hier die Berichte von Torsten Torfschiffer Unsere erste Fahrt mit Mein Schiff - Atlantik trifft Mittelmeer - 2014
    und Norbert @vinofra Monte Carlo in Eigenregie genannt. Aber es gibt noch so viele andere Berichte!

    Vom Schiff runter, durch das Terminal, von netten Damen einen kleinen Plan erhalten und schon war man mitten im Stadtviertel La Condamine. Das ließen wir rechts liegen und gingen auf den a.a.O. beschriebenen Wegen links hoch zum Felsen, auf dem das Ozeanographischen Museum thront, vor dem einige glänzende aber verstörende Plastiken standen


    Philippe Pasqua hatte zum Thema Borderline gearbeitet. Neben dem Ozeanogr. Museum ist dieses beeindruckende Gitter.

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    Durch den Saint Martin Garten gings weiter. Als Kamelienliebhaber freute ich mich, im Mai noch einige blühende Exemplare zu sehen. In dem Garten gibt es neben vielen anderen auch eine Statue des Erbauers des Ozean. Museums, des früheren Fürsten Albert I., der dann auch nach links auf sein Museum gucken könnte.


    Am westlichen Ausgang des Gartens kamen wir zur Kathedrale Notre-Dame-Immaculée.

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    Noch ziemlich neu, erst 1911 geweiht, beeindruckte uns die relativ schlichte Architektur und die Lichtregie


    mit vielen hübschen Details


    Weiter durch kleine Gassen und an der Post vorbei

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    (das ist doch wirklich charmant, oder) bummelten wir bis zum Fürstlichen Palast.

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    Man beachte die helle Spur im roten Belag, da wird häufig das Gewehr 'rübergetragen. Wahrscheinlich muß das häufig erneuert werden.
    Links unterhalb des idyllischen Füstenpalastes liegt ein in den 80er Jahren aus dem Meer gewonnenes neues Stadtviertel Fontvieille

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    Das rosa Prinzessinnenhaus dem Fürstenpalast gegenüber wird lt. meinem Plan von Gendarmen benutzt.

    Der Platz vor dem Fürstlichen Palast ist intensiv touristisch genutzt. Und auch das Fürstentum verdient mit: ein besonders großer Souvenirshop mit gehobenem Angebot und Preisniveau scheint unter fürstl. Leitung zu stehen. Auch die sanitären Einrichtungen sind - gut ausgeschildert - in einem Seitengässchen vorhanden.

    An dieser Statue vorbei


    die den ersten Grimaldi in Mönchsverkleidung beim Eindringen und Erobern der Festung Monaco 1297 zeigt, verließen wir den Platz und kamen an diesem Schildchen vorbei: Touristen werden aufgefordert, sich angemessen zu kleiden.


    Wir gingen über Treppen runter am Place d'Armes vorbei. Die dortigen Marktstände hatten irgendwie ein ganz anderes Preisgefüge als gestern in La Spezia ....

    Weiter bergab durch die Rue de Millo, eine ganz besonders hübsche Straße.

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    Dieses Gebilde vor einem Laden fand ich ganz witzig.

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    Zwei Stühle auf einer Stange hinter einem Reifen, alles miteinander verstrebt, ist das eine besondere Karre?
    Wir hatten zu unserem Anlauftermin die Besonderheit, daß ein paar Tage später die Formel E in Monte Carlo gefahren werden sollte, entsprechend waren Tribünen aufgebaut.

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    Man kann jetzt geteilter Meinung sein: stören sie das Panorama oder gehört Formel 1 oder E so zu Monte Carlo, daß es geradezu typisch ist? Egal.
    Am Bld. Albert I bemerkten wir die Auswirkungen: man konnte die Straßen wegen der Sperrgitter nicht so überqueren wie man wollte. Außerdem wurden schon mal alle montierten Lautsprecherboxen einem Funktionstest unterzogen, sprich: manchmal war's ganz schön laut. Der Versuch, durch rückwärtige Seitenstrassen irgendwie weiter zu kommen, scheiterte, also bei einer günstigen Gelegenheit alle Regeln vergessen, die Füße in die Hand genommen und über die Hauptstrasse gelaufen um irgendwie ans Hafenbecken zu kommen. Über den Quai des Etats-Unis zur Anlegestelle des Hafenbusses. Fürst Albert II war es wichtig, eine umweltschonende Hafenüberquerung zu ermöglichen. Lösung: ein kleines E-Boot.

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    Kostet € 2,- und fährt den Passagier in 3 Minuten auf die andere Hafenseite, an all den schnittigen und teuren Yachten vorbei.
    Allerdings kam in uns beim Betrachten der Yachten fast Mitleid hoch: vor den Booten standen sehr sehr oft die Schuhe der Besatzungen, die Jungs gingen auf Socken aufs Schiff, damit auch ja keinen Kratzer auf dem schwimmenden Luxusobjekt entsteht.

    Das war unser Spaziergang durch Monaco.

    Wir haben nicht gesehen: das Casino, die Oper, das Hotel de Paris, den exotischen Garten, den Rosengarten.
    Aber vielleicht haben ja Edith @Posaunenchorfc oder Annett xMaryLou das glamouröse Monte Carlo und noch andere Teile dieses sehr bevölkerten Kleinstaates gesehen?

    auch im Atlantik gab es im Mai Linsen.
    Die waren aber sehr lecker abgeschmeckt das Bett für die drauf liegende Heilbuttnocke:

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    Und - Protest ! - Linsen sind nicht nur schwäbisch, auch wenn die da schon lange verwendet und jetzt auch wieder angebaut werden.
    Linsen sind genauso bei den Italienern wie den Indern zu finden.
    Mit Spätzle und Saiten können die aber auch seehhr gut sein.

    Donnerstag, 11.05.2017 - La Spezia

    Buongiorno

    Merkwürdig, eigentlich könnte man doch ausschlafen. Was treibt einen denn dann schon um 6 Uhr auf den Balkon? Dieser Ausblick:

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    auf den Golf von La Spezia. Das ist hier aber richtig hübsch, da kann man sich vorstellen, daß der Golf auch Golfo dei Poeti (Golf der Poeten) heißt. Wer kommt hier nicht ins Schwärmen? Na, denn man tau, Beeilung, Frühstück und ab zum Landgang.
    Der Hafenshuttle bringt uns zum Hafenausgang, im gut ausgestatteten Cruise Terminal sind zahlreiche Stände mit Info-Materialien und beratenden Personen vorhanden,
    man kann sich noch in letzter Minute informieren, was man denn machen könnte. Das wissen wir eigentlich: wir möchten die Cinque Terre sehen. Und wir möchten mit dem Boot dahin. Also auf zum Boot.
    Das denken sich noch mehr Leute, wir sehen viele Kleingruppen zum Anleger eilen. Als wir dann das Gedränge am Schiff und die vielen Passagiere, die schon drauf sind, sehen, entscheiden wir uns um, noch ein Tag mit Gedrängel muß nicht sein.


    Wir starten einen ganz entspannten Spaziergang durch La Spezia . Zunächst passieren wir einen Park mit einem Garibaldi-Denkmal

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    Das sich anschließende Geschäftsviertel ist am relativ frühen Morgen (es ist jetzt so etwa 8 Uhr 45) noch sehr ruhig. Lediglich Bäckereien und einige kleine Lokale haben geöffnet,
    es ist sehr entspannt
    und wir können ungestört schlendern und gucken. Wir sehen einige sehr schöne Häuser mit netten Details.

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    wir kommen an einer Nachkriegskirche vorbei und erreichen kurz danach den Markt. Eine große überdachte Fläche mit 3 Gassen voller Marktstände.

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    Dieses Haus mit vielen Medaillons gefiel uns

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    und stand kurz vor dieser kleinen Besonderheit

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    In den folgenden Geschäftsstraßen mußte GöGa sehr viel Geduld zeigen: Schuhgeschäfte, eins neben dem andern. Auch wenn frau nichts kaufen will,
    muß sie doch reingehen und sich informieren, oder?
    Dort gab es auch diesen modernen Herzbrunnen

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    Und schließlich fanden wir auch noch einen Flamingo @Posaunenchorfc . War zwar nur auf einem der schönen Balkone, aber immerhin.

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    Wir waren schon gut 3,5 Stunden unterwegs, Zeit, den Rückweg anzutreten. Dabei kamen wir durch diese Arkade mit dekorativer Deckengestaltung:

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    Die Kleinen warteten wohl auf jemanden zum spielen:


    Und kurz danach hing diese schon fürs Bilderrätsel verwendete Lampe


    Natürlich gibt es auch was Modernes in La Spezia, z.B. diesen schönen Spiegelgang

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    Über diese Kirche (Cattedrale Cristo Rei, immerhin Bischofskirche) braucht man nichts zu sagen, sie ist "modern"

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    Wir waren sehr angenehm überrascht von La Spezia. Die Stadt ist unprätentiös und sehr sympathisch, stressfreies, entspanntes Bummeln ist möglich,
    es hat viele architektonische Details - wir waren so mit Anschauen beschäftigt, daß wir nicht bemerkten, daß wir schon 4,5 Stunden unterwegs waren.
    Urlaubsgefühl stellt sich ein. Zurück über die Uferpromenade zum Cruise Terminal und mit dem Hafenshuttle zurück zum Schiff.

    Den Nachmittag ließen wir auf dem Pooldeck und an anderen Orten dahinplätschern.

    Das Ablegen an dem Abend um 19 Uhr hatte einige störende Momente: es ruckelte ziemlich lang so heftig, daß die Gläser im Atlantik klirrten und schepperten.
    Mit einigen sehr schönen Küstenabschnitten nahmen wir Abschied, konnten so zumindest von weitem einen Blick auf Portovenere werfen.

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    Ciao Italia, torneremo presto

    Käpt'n Noack meldete sich ja meist morgens und abends mal kurz und erzählte über die Ein-oder Ausfahrt,
    manchmal auch über den Landstrich. So genau weiß ich das garnicht mehr.
    Aber am Abend in Civitaveccia brachte er folgenden Spruch
    "Der Lotse ist da, die Maschinen laufen und nun haben wir Verkehr."
    =O=O
    Der Käpitän meinte die NCL Epic, die gerade ablegte und dadurch, daß sie ein bissel schneller war
    sein Ablegekonzept störte.

    Nach diesem etwas anstrengenden Tag in Rom gab es ein fixes Frischmachen. Wir enterten um 18 Uhr 15 das Atlantik Klassik und bekamen
    bei einem sehr netten Kellnerteam auch noch einen Zweiertisch.
    Und - wie schön ! - es gab ein extrem leckeres Dinner:
    Spanferkelsülze mit Saubohnen - es gibt auch ein Foto, aber das wollt Ihr nicht sehen, aussehen kann das Gericht nicht so gut wie schmecken -,
    Hühnerleber im Speckmantel mit Risotto,
    ein hervorragend zubereitetes Sirloinsteak mit Creme de Paris und Bohnen,
    Pistaziencreme mit Orangen - so lecker, daß noch eine zweite Runde nachbestellt und vom grinsenden Kellner innerhalb kürzester Zeit geliefert wurde.
    Espresso hinterher, da ging es uns wieder richtig gut.

    Einige Runden auf Deck gewandert und schon waren wir wieder fit ins Theater zu gehen und uns "Loriot - die Ente bleibt draußen" anzusehen.
    Wirklich nett gemacht, ich hab v.a. über die Wandelbarkeit des Bühnenbildes gestaunt.


    Noch ein Satz zum Tag in Rom: wir waren schon mal eine Woche dort, allerdings im Februar. Da gab es kaum Touristen und wir konnten die Stadt anders geniessen.
    Dieser Tag war jetzt zum Auffrischen ganz gut, aber mir tun die Leute leid, die die ewige Stadt nur so laut, drängelig und ein bißchen zu warm erlebten.

    Arrivederci Roma, ciao Civitavecchia