TEIL 11
Barcelona kulinarisch
Keiner Stadt Europa fühlen wir uns so verbunden wie Barcelona:
- Ende der 70er die letzte Reise mit meinem Vater bevor er tragisch aus dem Leben schied
- Anfang der 2000er unsere erste Reise nach dem mein Schwiegervater starb
- 2011 die letzte Reise mit unserer Schwiegermutter, die trotz Krebs da hin wollte
- 2017 paar Tage nach dem schrecklichen Attentat und dann noch mal über Weihnachten
Diese Stadt hat uns immer viel Kraft gegeben und wir sind von der Metropole fasziniert. Dieses Jahr stand sie auf dem Programm. Nachdem wir im Winter 2017 symbolisch die Vergangenheit abgeschlossen haben, freuten wir uns diesmal auch nur noch zurück zu kommen. Auch heute zünden wir immer noch eine Kerze an. Aber der Tod gehört nun zum Leben und wir sollten dankbar sein für das was wir erleben durften und auch noch erleben werden.
Aber davon nun genug.
Heute hatten wir wieder das Frühstück im Buffalo. Ich muss ehrlich sagen für den Aufpreis war das Preis Leistungs Verhältnis doch eher gering. Zumal es immer mehr in Büffet Form angereicht werden.
Wir gingen nun ins Rossini, nicht weil wir mehr Hunger hatten, sondern hier erwartete der Chefkoch uns. Wir waren eine kleine Gruppe von 15 Personen. Zusammen mit dem neuen Beikoch gingen wir zu den Shuttlebussen. Da Aida das nicht gut organisiert hatten fuhren wir mit zwei Bussen. Wir trafen uns aber dann am Kolumbus Denkmal. Die Stadt war jetzt schon voll, gefühlte 30 Kreizfahrtschiffe, tausende von Fussballfans und Touristen. Wir waren froh, dass wir viele Highlights der Stand kennen. Ich will nicht sagen alle, aber viele. So hatten wir heute keinen Stress.
Wir gingen nun gegen halb zehn, ohne Knoppers über die Ramblas (die noch recht leer waren) zu den Markthallen. Dort bekamen wir eine kleine Einführung und ein Überblick über die Geschichte. Dann erzählte der Koch uns, wie er er sich das Menü vorstellt und was er kaufen möchte.
Nun fühlten wir uns wie bei Kitchen Impossible wir gingen an den Ständen vorbei an manchen hielt er, erzählte was und kaufte auch was. Das war schon spannend und Lebensmittelkunde pur. Die Markthallen sollen nicht die schönsten am Mittelmeer sein, aber die wo die meisten Gourmetchefs aus der Region einkaufen.
An dem Fischstand wurde er sehr euphorisch begrüsst von den Damen. Er kaufte doch mehr ein, als er wollte. So ein Ausflug kann ich nur jeden empfehlen, denn auch so lernt man ein Land kennen.
Nach ca 1,5 Stunden verließ er uns und gab es Tickets für die Shuttlebusse. Wir gingen noch weiter durch die Markthallen und haben einiges gekostet und getrunken es lohnt sich.
So gegen Mittag wurde es voller. Nun blieben wir auf den Ramblas und gingen mal die ganzen Ramblas ab. Das hatten wir so noch nie gemacht. Wir uns waren in Barcelona immer andere Dinge wichtiger und schöner. Da wir aber nicht mit überfüllten Bussen fahren wollten, dachten wir, wir erleben den Lifestyle auf den Ramblas. Unsere Reise endete am Zentralplatz am Hardrock Cafe. Da shoppten wir aber nur und gingen dann wieder Richtung Hafen. Wir hielten in einem NBA Cafe. Das ist neu sehr schön gemacht. Bessere Qualität und günstigere Preise als das Hardrock Cafe.
Nun schauten wir uns die Seitenstraßen an und gingen zum Hafen von Kolumbus Denkmal ging es zum Bus. Es war mal neu für uns eine Stadt ganz ohne Programm zu erleben, aber es war schön und wir haben wieder Barcelona von einer anderen Ecke kennen gelernt.
An den restlichen Tag kann ich mich kaum erinnern, denn ich war krank und total müde von der anstrengenden Nacht. Das erste Mal dass ich bei Seegang nicht schlafen konnte.
Abends gingen wir dann ins Rossini. Dort wartete unsere Gruppe bereits und unser Marktmenü erwartete uns. Kulinarisch mit der beste was ich je gegessen habe, wirklich gut. Aber alles andere unterirdisch: Kein Service stellenweise 40 Minuten ohne Getränke, kein Koch lies sich blicken, wir wurden einfach uns überlassen. So dauerte das fünf Gang Menü fast drei Stunden. Das war ich von Aida anders gewöhnt und so bekamen wir von der Abschiedsparty nichts mit. Aber die Gruppe war nett und das Essen super.
In der Anytime Bar fanden wir den Koch, der meinte er wäre noch zu uns gekommen, aber wir waren schon weg. Klar so 22:30 möchte man auch gerne ein Restaurant verlassen. In der Anytime hielten wir uns auf und genossen den letzten Abend.

Fortsetzung folgt gleich