Sag mal ,hat man da immer den Motor am laufen und den Rückwertsgang schon drinn wenn man sich so nah ein eine Elefantenherde (sogar mit Jungtieren) heranwagt? Oder wie muß man sich das vorstellen?
Griaß Eich Peter & Ilona,
die Elefanten kümmern sich in keinster Weise um die Autos, da sie daran gewohnt sind. Die laufen auch, samt Nachwuchs, einen halben oder einen Meter vorn, hinten und an den Seiten vorbei. Es stört sie auch nicht, wenn die Motoren noch laufen, wahrscheinlich sind sie den Gestank als das einzig lästige der blechernen Dinger auch gewöhnt. Habe auch unseren Guide am zweiten Tag danach gefragt, der aber auch von keinem Angriff, auch keinen Scheinangriff auf ein Fahrzeug wußte. Nur aus dem Fenster oder dem Schiebdach lehnen, oder sogar aussteigen, sollte man tunlichst vermeiden; ist auch verboten. Aussteigen ist - auf eigene Gefahr selbstverständlich - nur an zwei Stellen im Park erlaubt, und natürlich im Main Camp.
Es gibt aber ängstliche Fahrer, die halten ein paar hundert Meter vor den Dickhäutern an und ergreifen lieber die Flucht, wenn ihnen einer zu nahe kommt.
Will mal versuchen, ein kurzes Fazit dieser dreiwöchigen Reise nach ZA zu ziehen:
Erwartungen
Wir wollten die Schwerpunkte dieser Reise nicht wie bei einigen vorhergehenden, auf die exzellenten Weine der dortigen Winzer, die sehenswerten Weingüter, das fast immer schmackhafte Essen oder die uns bereits bekannten Sehenswürdigkeiten focussieren, sondern auf Fauna und Flora und darauf, noch unbekannte oder lange nicht erlebte Orte zu besuchen. Wir wollten ungewöhnliche Aufenthaltsorte erleben. Die An- und Abreise sollte möglichst "kurz" sein.
Erfüllungen
Das mit der Anreise hat ja wegen des Streiks bei LH nicht so ganz geklappt, war aber, rückwirkend betrachtet, ein überraschend schönes Erlebnis (Flug mit Airbus A 380 über Dubai). Die gebuchten Unterkünfte haben unseren Erwartungen im Ambiente und deren örtlichen Lagen erfüllt. Die Flora ist ein wenig links liegen geblieben, dafür hat uns die Fauna um so mehr entschädigt (Addo N.P.). Einige Neuigkeiten und Überraschungen haben wir im uns ja nicht mehr unbekannten ZA auch erlebt.
Enttäuschungen
Das Wetter hat uns diesmal nicht so ganz gefallen, zu kühl, zu viel Regen, unbeständig; da waren wir anderes gewohnt. Aber da ich ein poisitiv denkender Mensch bin, wird mir die Tatsache, dass die Farmer bei strömenden Regen in Oudtshoorn die Bewässerungsanlagen nicht ausgeschaltet haben, in lustiger Erinnerung bleiben. Die angebotenen Frühstücks-Buffets oder englische Frühstücke in den Unterkünften "Dungbeetle River Lodge" und "Bamboo Jungle Lodge" erfüllten in keiner Weise unsere Erwartungen. Sie entsprachen nicht dem internationalen Standard. Die Suite im "ASARA Wine Estate & Hotel" war bei unserer Ankunft total heruntergekühlt (17°), obwohl draussen kühles und windiges Wetter herrschte.
Überraschungen
Allemal voran die vielen tollen Tiere, die wir beobachten durften, vor allem natürlich die zahllosen Elefanten im Addo N.P. Aber auch die Fortschritte, die dieses an der Schwelle zum Industrie-und Wohlfahrtstaat stehende Land in zwei Jahren trotz der Misswirtschaft des ANC geschafft hat. Auffällig waren für uns die vielen neuen Häuschen für die - leider immer noch - benachteiligte schwarze und farbige Bevölkerung, die vielen Mittel- und Oberklasse-PKWs, die dort inzwischen die Straßen verstopfen, die ganz offensichtlichen Bemühungen der einzelnen Gemeinden, das Leben dort nicht nur für Touristen, sondern auch für die Einheimischen lebenswert zu machen, der Trend zu künstlerischen Ereignissen (ich denke da an die vielen Skulpturen), die ja Geld kosten, und der gewachsene Anspruch der Bevölkerung an die eigene Leistungsfähigkeit.
Fällt mir noch ein: Zum Abendessen haben wir die Lokalkette "Ocean Basket" liebgewonnen. Da wir beide Fischliebhaber sind, waren wir da immer gut aufgehoben. Und in jedem südafrikanischen Städtchen gibt ein Lokal dieser Kette. Die sind zwar nicht gerade Haute-Cuisine, haben aber immer frische Produkte und excellente Zubereitungen. Ich liebte (und vermisse) die "Sole Cajun Stil": ganze Seezunge, ohne Kopf und ohne Seitenflossen, scharf mit leckeren Gewürzen angebraten, innen immer saftig, und dazu gewürzten Gemüsereis. Das ist schon ein Grund für mich für die nächste Reise nach ZA.
Kosten
Die dreiwöchige Reise hat uns ca. 5.000 € gekostet, Alles zusammengerechnet: Flüge, Unterkünfte, Mietwagen, Benzin, Eintrittsgelder, Essen und Trinken, Mitbringsel, und den Almosen für die immer auftauchenden, selbst ernannten Parkwächter auf den Parkplätzen. Muss aber zugeben, dass wir keine teuren Veranstaltungen, wie z.B. Whale-Watching, Abseiling o.ä., unternommen haben.
Hat sich die Reise gelohnt?
Ja, eindeutig: ja. Wir haben wieder ein etwas anderes, noch nicht gekanntes ZA erlebt.
Und die Sehnsucht nach diesem Land hat sich nicht gemindert, sondern ist noch größer geworden.
ich dachte immer, November /Dezember ist whalewatching time in ZA
Griaß Di Siegrid,
ist schon richtig, aber im Dezember sieht man nur noch vereinzelt Wale in der Bucht von Hermanus. Und es war ja schon fast Dezember. Im Übrigen zeigen sich die Wale auf der gegenüberliegenden Seite der Bucht, in Gaansbai, ohnehin öfters in Ufernähe.
Die Rückfahrt von Knysna nach Kapstadt ging so schnell, dass wir uns entschlossen, noch einen Abstecher ins auch liebgewonnene Wal-Städtchen Hermanus zu unternehmen. Wale gabs leider nicht zu sehen, aber ein paar Neuigkeiten.
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Nach einem längeren Spaziergang und nach Kaffee und Kuchen in Hermanus gings dann, teilweise im Stau, zu unserer letzten Unterkunft, einem Hotel in Flughafennähe. Das Hotel an sich war nicht schlecht, allerdings relativ teuer. Und das Abendessen war grottenschlecht. Mein Mädchen hat die "Trilogie of Game" (drei Steaks von verschiedenen Wildtieren, ich glaube Kudu, Springbock und Strauss) zurückgehen lassen, da das Fleisch hart, zäh und nicht genießbar war. Wir mußten dann das relativ teuere Gericht nicht bezahlen.
Dann wartete am nächsten Morgen dieser Flieger auf uns, der uns zurück nach München bringen sollte (was er mit leichter Verspätung auch tat).
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Dank des wieder herrlichen Wetters gabs ein paar nette Ansichten der Gegend zu bewundern, z.B. Blick über die "Flats" auf das Tafelbergmassiv von hinten (Osten).
Füe die vielen Katzenfreunde hier im Forum kommen jetzt noch ein paar Mietzekatzen.
Am zweiten vollen und wieder sonnigen Tag in Knysna besuchten wir zwei Raubkatzenreservate. Beide in der Nähe von Plettenberg Bay (kurz: Plett genannt) ca. 50 km von Knysna entfernt.
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Dort hat es uns weniger gefallen. War mehr ein größerer Raubkatzen-Zoo. Alle Tiere in zwar sehr großen und weitgehends ungestalteten (von der Flora her) Gehegen, aber es war halt ziemlich zooähnlich. Zudem stellte sie dort auch Jaguare, Tiger und Pumas aus, die mit Afrika so gar nichts zu tun haben. Zeige Euch deshalb von dort nur ein Bildchen von einem bayerischen Löwen (gmüadlich is a schoo).
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ist eigentlich ein Wildtier-Hospital. Sie päppeln dort jedwede Art von südafrikanischem Wildtier wieder auf und versuchen die Tiere wieder in die freie Wildbahn zu entlassen. Das Hospital kann nicht besucht werden.
Daneben werden verwaiste, verletzte, nicht mehr auszuwildernde, südafrikanische Katzen hauptsächlich zu Lehrzwecken gehalten und ausgestellt. Nebenbei wird durch die dortigen Einnahmen das Hospital mitfinanziert. Die Katzen können nur mit einem Guide angeschaut werden.
Zu Beginn zeigte der Guide uns Carakale, die dem Luchs sehr ähnlich sind.
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Dann gings zu den afrikanischen Wildkatzen, die den europäischen sehr ähnlich sind. Das sehr große Gehege durften wir in Begleitung des Guides betreten und uns mit ihm auf die Suche nach den Kätzchen machen. War gar nicht so leicht, diese im Gras- und Buschwerk aufzuspüren.
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Das Leopardengehege durfte aus verständlichen Gründen nicht betreten werden. Wir haben jedoch einen fotogenen Leo gefunden und durch das Gitter abgelichtet. Von den im Gehege errichteten Stegen war er nicht auszumachen.
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Das Gehege der Servale konnten wir wieder in Begleitung unseres Guides betreten und mitsuchen. Kinder unter einer gewissen Größe, glaube 1,40 m, dürfen nicht mit hinein.
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Die beiden jungen Löwengeschwister, die wir von einem Steg aus bewundern konnten, haben eine traurige Geschichte hinter sich. Deren Mutter wurde erschossen und die beiden Babys lange nicht gefunden Schon fast verhungert wurden sie mit dem Fläschchen aufgezogen. Besonders der weiße Bub hatte unheimliches Glück, denn er hätte in der Wildnis mit Sicherheit nicht überlebt.
erinnert an eine Iris ist auch eine, eine wilde (Dietes grandiflora) . LG Gabi
Hab ich auch gedacht, liebe Gabi. War aber ziemlich klein, nur so 5 cm, für eine Iris ziemlich mager. Aber werd noch googeln und das Gewächs noch irgendwie bestimmen, wenns die Zeit (als Rentner) erlaubt.
Nach einer regenreichen Anfahrt wurden wir gleich in unserer gebuchten Unterkunft, dem Bamboo Jungle Lodge, mit einer herben Enttäuschung konfrontiert.
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war leider nicht bewohnbar, da der am Vortag tobende Sturm einen Ast auf das Dach schleuderte und dieses undicht machte. Wir wurden dann für eine Nacht in einem zwar nett dekorierten, aber winzigen und nicht unserem bereits bezahlten Preis entsprechenden Hüttchen einquartiert.
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Am nächsten Tag konnten wir dann in ein geräumiges und mit einer Hauskatze bewohntes "Baumhaus" umziehen. Doch darüber und im Allgemeinen über das Bamboo Jungle Lodge später.
Abends gings gleich in unser Lieblingslokal in Knysna, ins "Tapas and Oysters", von dem ich diesmal leider keine Bildchen geschossen habe, da ich schon viele ältere habe (wer Interesse hat guckt hier). Statt dessen zeige ich Euch einige neue Kunstwerke, die auf der Waterfront von Knysna aufgestellt worden und für uns neu waren.
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Am nächsten Tag erkundeten wir, was sich so geändert hat in der Austern-Stadt. Wir fuhren auch auf den östlichen "Head". Die Heads sind zwei etwa 60 m hohe Felsen, die die Lagune, in und an der das inzwischen sehr hippe Städchen Knysna liegt, vom indischen Ozean abgrenzen.
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Am nächsten Tag besuchten wir den "Garden of Eden" in dem viele Baumriesen, Yellowwood-Baum, Eisenholzbaum und Stinkwoodbaum, die typisch südafrikanisch, und inzwischen selten und geschützt, sind, aber gerne, weil Hartholz, zu Möbeln und zu Bauholz verarbeitet werden.
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Doch nun zu unserer abenteuerlichen, seltsamen, einzigartigen, aber gemütlichen und vom Personal her sehr liebevollen Unterkunft in Knysna: dem Bamboo Jungle Lodge.
Die Lodge befindet sich auf zwei mit einheimischen und tropischen Pflanzen bepflanzten Grundstücken. Das Haupthaus und die einzelnen Häuser/Häuschen/Baumhäuser sind durch Stege miteinander verbunden. Es gibt keine Rasenfläche, keine angelegten Beete oder sonstiges, wie wir es uns von einer gemütlichen Lodge vorstellen. Einfach crazy.
wir waren zwei volle Tage im Addo-N.P., jeweils so fünf bis sechs Stunden. Am ersten Tag sind wir mit unserem Mietwagen gefahren, am zweiten im geschlossenen Land Rover mit Guide.
Da man nur an sehr wenigen Stellen im Addo N.P. überhaupt aus dem Fahrzeug aussteigen darf, muss man schon gehöriges Sitzfleisch haben. Da war das im nördlichen Bereich gelegene Main Camp als Halbzeit-Station gerade recht.
Am dritten voll zu Verfügung stehenden Tag besuchten wir Port Elizabeth (PE) und das Umland. Das Umland ist entweder öd und leer oder aber mit Fabriken und allen möglichen industriellen und gewerblichen Gebäuden zugepflastert. PE ist die bedeutenste Industriestadt der Provinz Ostkap. Im Nachbarort Uitenhage steht das größte Autowerk Afrikas: VW. Dort werden alle gängigen VWs für den Markt mit Linksverkehr gefertigt.
Von einem Besuch der Innenstadt (City genannt) wurde uns von unserer Vermieterin abgeraten. Am Abend sei es dort ohnhin tot und leer und auch nicht ganz ungefährlich. Zudem seien die wenig markanten Gebäude so von Straßen verschandelt, die zwei- oder mehrstöckig zwischen die Häuser und um sie herum gebaut wurden.
Somit blieb in PE nur das Casino-Viertel südlich des Hafens an der Nelson Mandela Beach sehenswert. Dort befinden sich auch die meisten Hotels und Restaurants. Und es gibt viele, kostenfreie Parkplätze. Auch am Abend kann man sich dort ohne Gefahr aufhalten.
Bereits am südlichen Ende der Nelson Mandela Beach beginnen bewachsene Dünen das Meer vom Land abzugrenzen.
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Im riesigen Casino-Komplex, der um einen künstlichen See herum gebaut wurde, habe auch zwei Hotels und unzählige Spezialitäten-Restaurants und gute Läden ihre Bleibe gefunden.
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Am nächsten Morgen gings dann bei strahlendem Sonnenschein los Richtung Westen.
Bereits 30 oder 40 km hinter PE begann es zu regnen und dann zu schütten. Und es hörte und hörte nicht auf, weshalb wir auf einen geplanten Abstecher zum Tsitsikamma N.P. verzichteten. Bei der Ankunft in unserer neuen Unterkunft in Knysna hörte es mal für eine Stunde zu regnen auf, so dass wir wenigstens die Koffer trockenen Fußes ins Zimmer schleppen konnten. Am Abend und die ganze Nacht durch gab es jedoch nur Regen.
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Aber das schönste Foto hat (meiner Meinung nach) mein Mädchen aufgenommen:
Ein ägyptisches (was-weiß-ich) Entenpaar zieht seit einigen Jahren nach Auskunft unseres Guides jährlich ihre Kücken am Sammelplatz der Elefanten groß und fühlt sich dabei pudelwohl, wahrscheinlich weil der Platz ziemlich sicher vor anderen Räubern ist. Ein Warzenschwein ist auch dabei.
wir wären ja auf dieser Reise fast auch dabei gewesen, waren nur zu langsam: Die freigewordene JS hat uns ein Anderer weggeschnappt.
Deshalb waren wir halt wieder in ZA, und da hat es uns wieder sehr gut gefallen. Kannst ja eventuell mal meinen RB verfolgen.
Eigentlich bin ich/sind wir ganz froh, dass es so gekommen ist, denn mit der asiatischen Kultur und noch weniger mit der indischen, können wir wenig/nix anfangen (ist halt so). Malaysia, Singapur und Hanoi hätten uns schon interessiert. Auch eigentlich Mumbay und Colombo. Aber wenn ich Deinen exzellenten RB so langsam verinnerliche, bleiben wir lieber bei unserem geliebten ZA. Im Nachhinein betrachtet, war unsere Entscheidung nicht schlecht, korrigiere: richtig.
Und der Monsun tät uns auch nicht so gut gefallen. Wir waren schon ziemlich enttäuscht über das nasse und kalte Wetter auf unserer diesjährigen ZA-Reise.
Im Addo N.P. gibt es natürlich nicht nur Elefanten zu bestaunen, sondern viele andere Tierarten, die sich dort heimisch fühlen.
Es gibt dort auch einige hundert Nashörner beider Art, die aber selten zu sehen sind, da sie sich meist im Buschwerk aufhalten und sich nicht gerne auf die Straße oder die offenen Flächen trauen.
Die wenigen Leoparden sieht man ohnehin nie, da sie nur nachts unterwegs sind. Es gibt zwar Übernachtungsmöglichkeiten im Park, diese sind aber natürlich eingezäunt.
Und die derzeit 8 (acht) Löwen mit drei Jungtieren haben wir auch an zwei Tagen vergeblich gesucht. Ein Mitbewohner unserer Lodge hat tatsächlich 2 Löwen erspäht.
Auch relativ selten zu beobachten: Ein von unserem Scout im hohen Gras entdeckten (wir hätten den nie gefunden) Schakal.
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Büffelherden haben wir trotz intensiver Suche unseres Guides nicht entdeckt, dafür einige alte männliche Einzelgänger, die nicht mehr fortpflanzungsfähig sind und ihr restliches Leben mit Fressen und Schlammbaden alleine verbringen. Sie können fast 60 Jahre alt werden.
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Relativ viele Vögel sind zu beobachten. Der gelbe ist ein Webervogel und war ziemlich zutraulich. Er setzte sich sogar auf die geöffnete Wagentür und wollte offensichtlich das Innere des Fahrzeugs inspizieren, hat sich dann aber doch nicht getraut.
Endlich gings weiter gen Osten Richtung Provinz Ostkap, Port Elizabeth und dem Addo N.P., dem Hauptgrund unserer diesmaligen ZA-Reise. Wir hatten diesen Park bereits auf unserer allerersten ZA-Reise vor ca. 20 Jahren besucht und hatten damals auch einige Elefanten gesichtet. Aber diesmal .......??
Nichts überstürzen, erst müssen wir hinkommen und der Park liegt ja ca. 800 km von Kapstadt entfernt, wobei wir in Oudtshoorn schon gut die Hälfte davon geschafft hatten.
Es ging - bewußt - nicht auf der Schnellstraße N 2 an der Garden Route entlang Richtung Port Elizabeth, sondern auf der nördlichen Seite des das Inland vom Indischen Ozean abgrenzenden Gebirges durch ein Gebiet genannt "Langkloof", was so viel bedeutet wie: lange Schlucht. Und die Schlucht/das Tal ist tatsächlich ca. 250 km lang, etwa 10 km breit und sehr unbelebt. In Langkloof wird hauptsächlich Obstanbau und Rinderzucht betrieben. So viele Obstplantagen wie hier, haben wir noch nicht gesehen. Kilometer um Kilometer links und rechts der Straße, die Hügel hinauf und hinunter.
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Wir hatten unser Quartier in Colchester, ca. 30 km östlich von Port Elizabeth und nur 3 km entfernt vom Südeingang des Addo-N.P. gebucht. Es liegt am Sunday River und man blickt auf am anderen Ufer befindliche Dünen.
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Am nächsten Tag ging es dann gleich mit dem eigenen Wagen in den Addo N.P. Das erste wilde Tier, das wir sahen, war ......
ein Warzenschwein (Warthog genannt). Diese lustigen Gesellen gibt es zu Hauf im Park, und wer kein anderes Tier entdeckt, diese Viecher laufen einem stets vor das Auto. Sie knien beim Fressen mit den Vorderläufen nieder und stellen beim Laufen ihr dünnes Pinselschwänzchen senkrecht in die Luft. Spaßig allemal.
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Und dann - endlich - die ersten einsamen Elefanten, weit weg und nur mit einem ordentlichen Tele auszumachen. Dafür sind auf dem ersten Bildchen gleich noch ein paar andere Tierchen auszumachen.
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Wir waren überglücklich und standen etwa eine Stunde in der Nähe des Wasserloches herum, an dem sich, wie wir später erfuhren, jeden Tag mehrere Gruppen von Elefanten einmal treffen, man weiß alledings nie, zu welcher Zeit.
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Hab noch viel mehr tolle Elefantenbildchen und werde sie Euch im Folgenden zeigen.
Dazwischen aber mal kurz die Geschichte des Addo N.P.
Auf der folgenden Karte seht Ihr die heutige Ausdehnung des Parkes (grün). Vor ca. 20 Jahren gab es nur den Teil mit der Nummer 4 im eingkringelten Bereich, im dem sich auch das Main Camp befindet, das inzwischen eine kleine Touristenstadt geworden ist mit Restaurants, öffentl. Toiletten, Museum, Vortragssäälen, Shops etc.. Nur der eingkringelte Teil ist frei mit dem eigenen Auto zu befahren.
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Der Addo N.P. ist ein sog. Rehabilitation Park. Es werden in den einzelnen Sektion nur die Tiere freigesetzt und gezeigt, die früher dort heimisch waren. So gibt es im Teil 4 und 5 z.B keine Giraffen, weil deren Futterbäume, die Akazien dort quasi nicht vorkommen. Der Teil 1 ist z.B. sehr felsig, dort gibt es dann Paviane und andere Affen.
Der Park beheimatet inzwischen fast 700 Elefanten, die sich hauptsächlich in den Teilen 4 und 5 aufhalten. Angefangen hats vor ca. 60 Jahren mit dem letzten Dutzend der hier lebenden Elefanten. Diese wurden geschützt und vermehrten sich auch. Um Inzucht vorzubeugen wurde im Laufe der Jahre einige Elefantenbullen vom Krüger N.P. hierher umgesiedelt. Inzwischen soll die Elefantenpopulation im Addo N.P. die größte zusammenhängende auf der ganzen Welt sein.
Erstaunliches haben wir von unserem Guide am nächsten Tag erfahren: Man hat vor, die Schnellstraße N 2, die am südlichen Rand des Parkes nahe des Meeres vorbei führt, zu untertunneln und den Elefanten wieder einen Zugang zum Ozean zu schaffen, in dem sie nachweislich vor undenklichen Zeiten gerne gebadet haben.
Hier noch eine Karte vom befahrbaren Teil des Parks. Die Stelle, an der wir die vielen Elefanten angetroffen haben, habe ich markiert. Man erkennt die vielen, befahrbaren Straßen, die angelegt wurden. Vom südlichen Eingang bis zum Main Camp sind es ca. 40 km. Man kann sich also den ganzen Tag, oder mehrere Tage, auf Beobachtungstour begeben .... und findet (vielleicht) nix.
Am dritten, noch einigermaßen wettermäßig erträglichen Tag unternahmen wir im Buffelsdrift Private Game Reserve nahe Outdtshoorn eine geführte, ca. 3-stündige Wildbeobachtungstour. Wie klein die Welt doch ist: Mit uns beiden fuhr ein junges Paar auf Hochzeitsreise im Land Rover mit und die beiden waren aus dem Landkreis Augsburg. Wir konnten uns also auf boarisch über die entdeckten Viecherl unterhalten. Unserem Scout kam das wohl spanisch vor, da er der bayerischen Muttersprache nicht mächtig war.
Im Rezeptionsbereich des ziemlich großen, privaten Wildgeheges entdeckten wir zuerst einen Baum mit einigen Nestern der gelben Webervögel und auf dem Weg ein kleines Streifenhörnchen.
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Dann sahen wir vom Land Rover aus die ersten größeren Wildtiere. Eine große männliche Antilope, deren Artennamen ich vergessen habe, und Gnus, in ZA Wildebeast genannt.
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Und dann waren sie plötzlich da. Direkt neben der Straße hinter einem kleinen Busch. Alle sind ziemlich erschrocken, auch der Guide und selbst die Nashörner. Es waren zwei halbwüchsige Nashornbullen der Art White Rhino, Breitmaulnashorn. Der englische Name "White Rhino" ist aus einer Sprachverwechslung entstanden und hat mit "weiß" nix zu tun. Die kapholländischen Einwanderer bezeichneten das Rhino als das, mit dem weiden (weiten, breiten) Maul, und da der Brite nicht so wählerisch in der Sprache ist, wurde daraus das white.
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Auf dem einen Bild kann man gut erkennen, wie das Tier die zarten Blätter zwischen den nicht ungefährlichen Dornen der Akazie rauszupft.
Die Giraffen haben ihre langen Hälse nicht etwa deshalb, damit sie hohe Bäume abweiden können, sondern deshalb, damit sie wegen ihrer langen Beine zum Trinken den Boden erreichen können. Diese Erkenntnis ist wissenschaftlich belegt, meine oben geäußerte leider nicht.
Auch das entdeckten wir noch: Einen Hasen und Springböcke.
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Auf den Tierbildern sieht man schon, dass der Himmel immer grauer und schwärzer wurde. Als wir von der Tour nach Hause fuhren, fing es tatsächlich zu regnen an und regnete die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag.
Nach unserer 5. Nacht in Oudtshoorn ging es auf den Weg Richtung Addo-NP. Das Wetter war wieder südafrikanisch.
In Oudtshoorn, der Straußenstadt in der kleinen Karoo, hatten wir 5 Nächte in einem netten Chalet ca. 6 km nördlich der Stadt gebucht. Uns standen also vier volle Tage zur Verfügung, von denen der vierte leider buchstäblich ins Wasser fiel; Dauerregen und Sturm. Selbst die Einheimischen waren total überrascht. Dort regnet es normalerweise an 350 Tagen im Jahr nicht, und wenn, dann in den Wintermonaten Juli und August. Sie vergassen sogar die zahlreichen Bewässerungsanlagen abzustellen.
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Am ersten, noch sehr sonnigen Tag überquerten wir den Swartberg Pass in Richtung Norden. Der Pass ist berühmt wegen seiner vielen Paviane und wegen den grandiosen Aussichten. Paviane haben wir diesmal nicht entdeckt, dafür später auf der Rücktour durch Meiringspoort. Die Passstraße ist ungeteert aber relativ glatt, ich meine ohne die sonst üblichen unzähligen Schlaglöcher.
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Der Anstieg zur Passhöhe von Süden, von Oudtshoorn her ist relativ gemächlich aber lang. Der Abstieg nach Norden führt allerdings durch zerklüftetes Bergland.
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Etwa 2 km nach der Passhöhe zweigt gen Westen eine Strasse (eher ein Dreckweg) ab, die in die 48 km entfernte "Hölle" führt. Das soll der einsamste Ort ganz Südafrikas sein. Es gibt dort zwar eine Wasserversorgung aber keinerlei Telefon- oder Handy-Empfang. Wir muteten unserem fahrbaren Untersatz diese Rumpelpiste nicht weiter zu, nachdem wir ca. 1 km ins Tal hineingefahren waren.
Am Ankunftstag wollen wir uns bei einer Abendfahrt durch Kapstadt einen ersten Eindruck verschaffen. Der nächste Tag geht's zum Kap der guten Hoffnung, und am Tag3 wollen wir natürlich noch zum Tafelberg
Griaß Di Sonja,
Ihr seid ja wohl mit dem Schiff unterwegs. Mit welchem denn?
Wenn Ihr in Kapstadt noch Zeit habt, unbedingt ein Weingut besuchen, in Stellenbosch oder im Stadtteil Constantia auf der Rückseite des Tafelberges.
Wie sieht's denn da so mit empfohlenen Impfungen bzw. Gesundheitsprophylaxe aus? Ist Malaria ein Thema?
Griaß Di Waltraut,
die Provinzen Westkap und Ostkap sind malariafrei, weshalb wir auch nicht wieder den Krüger-oder die anderen NPs im Norden des Landes besuchen werden. Die Malariaprophylaxe ist ja echt ekelhaft.
Du brauchst für die Gebiete 1000 km um Kapstadt herum keinerlei Gesundheitsvorsorge betreiben. Und wenn einmal was passieren sollte: das Gesundheitssystem ist in ZA sehr, sehr gut und fortschrittlich (ich erinnere nur an die erste Herztransplantation überhaupt; Christian Bernard in Kapstadt).
P.S. Sauberere, auch öffentliche Toiletten, wie wir sie jetzt erlebt haben, gibts sonst nirgends.