Beiträge von Resi1952

    Der berühmte schwimmende Markt :(

    Früher kamen hier Gemüsehändler aus dem nahen Venezuela mit ihren Booten und boten ihre Waren an. Curacao war dankbar dafür, weil der Gemüseanbau durch den Wassermangel erschwert war.

    Seit sich die politische Lage in Venezuela vor ein paaar Jahren drastisch verschlechtert hatte und die Grenzen geschlossen wurden, gibt es den ehemals gut florierenden Markt nicht mehr.

    Nur noch ein paar Einheimische Händler beiten hier ein nur sehr kleines Sortiment an Gemüse und Obst an.

    Das ist sehr schade, es war ein sehr schönes buntes Treiben hier.

    Auch hier erkennt man typische Holländische Einflüsse

    In der Markthalle und im "Marshe Dieu" dem " Hawkercenter" von Willemstad gabs leider auch nichts zu sehen. Sonntag eben! :(

    So langsam machten unsere Beine schlapp, radfahren, schwimmen und laufen ( Triathlon :?: in 3 Tagen) zollten ihr Tribut.

    Den Plan Otabranda gegenüber noch unter die Lupe zu nahmen haben wir verworfen. Also, zurück zum Schiff...Hoffentlich ist die Brücke auf

    Auf Curacao wird Niederländisch und Papiamentu gesprochen, wie auf den anderen niederländischen Antilleninseln auch und ein Wort hört und sieht man besonders oft: DUSHI

    Es hat nicht nur eine Bedeutung und eine wörtliche Überstzung sucht man vergebens.

    Papiamentu ist als eine Sprache aus Spanisch, Holländisch, Englisch, Französisch, und afrikanischen Sprachen zu verstehen. Das ist durch den Sklavenhandel entstanden.

    Aber ganz egal wofür DUSHI steht, es bedeutet immer etwas positives und darf auf gar keinen Fall mit dem Wort DOUCHEY, was ähnlich klingt, verwechselt werden. Es hat eine gegenteilige Bedeutung .

    Dushi bedeutet "lecker".

    Es leitet sich wahrscheinlich vom spanischen "dulce", was " süß" bedeutet. Aber Essen muss nicht süß sein , um dushi zu sein.

    DUSHI bedeutet "Schatz".

    Es ist das häufigste Kosewort, es muss nicht unbedingt was Romantisches sein. Auch zu Fremden wird" Danki,dushi" gesagt.

    DUSHI bedeutet"lieb"

    Wenn man etwas Schöes geschenkt bekommt kann man mit "danki esta dushi" antworten.Danke das ist lieb.

    DUSHI bedeutet "sexy"

    Sowohl Männer als auch Frauen können dushi sein.

    Auch in den Niederlanden gehört es inzwischen zur Umgangssprache.

    DUSHI bedeutet "nett".

    Curacao hat sich den Spitznamen "Dushi Korsou" gegeben.

    Früher war es auch einmal der Titel der Nationalhymne .

    Jetzt ist es eine Möglichkeit, die Insel zu beschreiben, nicht nur nett, schön, oder lieb.

    Einfach DUSHI !!!

    Sind sie nicht dushi?


    Auch dushi !

    Alles DUSHI <3<3<3

    Es ist ein erhabenes Gefühl über diese Brücke zu gehen auf diese wunderschönen, bunten Fassaden des Ortsteils Punda zu.

    Nicht umsonst gehört das historische Zentrum seit 1997 zum Weltkulturerbe.

    Man läuft geradewegs auf das Postkartenmotiv des knallgelben Penha-Haus zu. Dieses sehr beeindruckende Haus ist das prachtvollste der ehemaligen Handelskade mit seinen farbenprächtigen Gebäuden.

    Übrigens, die Farbenpracht soll auf eine Augenkrankheit eines Gouverneurs der Westindischen Companie im Jahr 1817 zrückgehen, dem das grelle Weiße Schmerzen in den Augen bereitet hat.

    Direkt rechts daneben ist das Fort Amsterdam, das älteste Bauwerk der Stadt. Wir wussten gar nicht , dass man durch ein Tor in den Innenhof gehen kann. Dort soll auch der prachtvolle Gouverrneurspalast liegen. Hat Frau Schneider davon erzählt? Wenn ja haben wir geschlafen. Setzen sechs ;)

    Dahinter gelangt man zum Stadhuis, das am parkähnlichen Wilhelmina Plein gelegen ist Es wurde im klassizistischen Stil erbaut und auch das ist uns entgangen.

    Wir haben uns mehr in den linken Teil treiben lassen, weil wir auch die Markthalle sehen wollten.



    Willemstad an einem Sonntag...eigentlich schade. X/
                              
    Da Curacao sehr katholisch geprägt ist, blieben , bis auf ein paar touristische Geschafte, alle geschlossen.

    Der Weg vom Hafenterminal ist nicht weit zur Innenstadt.

    Man läuft an der Uferpromenade mit den kleinen Ständen und kommt durch das Rif Fort, das das älteste Bauwerk der

    Stadt ist von 1641. In einer Mauer soll noch eine Kanonenkugel stecken, die der Kapitän der Bounty abfeuern ließ, wir haben sie aber nicht gesucht und somit auch nicht gefunden.

    Hier ist in den letzten Jahren das Einkaufszentrum The Rrenaissance Mall & Riff Fort mit vielen eleganten Geschäften und Restaurants entstanden.

    Als wir das erste Mal hier waren, haben wir die Stadt abends besucht, da war es hier sehr schön belebt und hatte ganz viel Flair.



    Schon sind wir an der Königin Emma Brücke, eine weitere Ikone der Stadt angekommen, die die beiden Stadtteile Ottobranda und Punda verbindet .

    Oh ha sie bewegt sich zur Seite, das heißt, jetzt kann es dauern, bis wir auf der anderen Seite sind. Wie von Geisterhand gezogen schwingt sie sich ans Ufer.


    Man könnte jetzt alternativ eine kleine Fähre benutzen , in der Zeit, aber es waren viele Menschen bereits unterwegs zum naheliegenden Anleger. Wie schon bekannt, ist das nichts für uns .

    Eigentlich soll es eine Fahne geben , die je nach Farbe anzeigt, ob die Brücke kurz oder länger nicht zur Verfügung steht, die konnten wir aber nicht entdecken. Egal, wir hatten uns dazu entschlossen, dem bunten Treiben zuzusehen und einem Gitarrenspieler zu lauschen, der den Wartendendie Zeit vertrieb und dabei auch ein paar Dollar im Kasten hatte.

    Wir können uns die Wartezeit vertreiben, indem ich die Besonderheit dieser Brücke erkläre.

    Warum bewegt sich eine Brücke zur Seite?

    Sie ist eine sogenannte Pontonbrücke , die keine feste Uferbefestigung hat. Sie treibt auf 16 Pontonbooten und öffnet sich, wenn Schiffe ein-oder ausfahren.

    Dieses weltweite Unikat gibt es bereits seit 1888 und wird von den Einheimischen auch " Swinging Lady " genannt.

    Seht ihr die blaue Brücke im Hintergrund. Die ist extrem hoch gebaut, obwohl ja alles flach ist. Später habe ich verstanden warum.

    Nach sehr langer Wartezeit kam das unter der Brücke her, gigantisch 8|

    Es dauerte noch eine weile bis die inzwischen auf Hafeneinfahrt wartenden Boote eingefahren waren und dann kam endlich wieder Bewegung in die Lady

    Bon bini Curacao <3

    Curacao. Sie ist die Größte der drei ABC-Inseln. Mehr als 150.000 Menschen leben dauerhaft auf Curaçao, die allermeisten in der Hauptstadt Willemstad.

    Auch wenn es auf der Insel eine Ölraffinerie und auch einen Containerhafen gibt, gehört der Tourismus zu den wichtigsten Einkommensquellen von Curaçao. Bei Niederländern ist die Insel schon lange ein sehr beliebtes Urlaubsland, aber auch die Deutschen entdecken die Karibikinsel langsam.

    Curacao haben wir schon vor einigen Jahren sehr intensiv mit allen wichtigen Sehenswürdigkeiten erleben dürfen. Deshalb sollte heute Willemstad unser Ziel sein.

    Wir wurden von einer Dame freundlich empfangen, das ist eine typische " Chichi"-Figur. Dieses üppige Frauenmodell steht als Symbol für die große Schwester oder Tante einer Familie, für Herzlichkeit, Wärme und Geborgenheit.

    Ein paar Meter weiter gabs " Holländer " zu verkosten. ^^

    Auch die Klockjes durften nicht fehlen

    Nach einer erfrischenden Dusche und einer Stärkung mit Speis und Trank hatte ich Lust noch durch Kralendijk zu schlendern.

    Sigi zog relaxen vor.

    Vor dem Schiff an der Pier traf ich noch die Mitarbeiter der Radabteilung. Die waren noch schwer damit beschäftigt, die Räder von 3 Gruppen,

    jeden Rucksack und jeden Helm abzusspritzen und trocken zu wischen.

    Nein die fahren nicht nur Fahrrad mit den Gästen, die müssen dafür ganz schön was tun. Auch Reparaturen werden von denen erledigt nach den Touren, dazu muss der Ausflugsschalter noch bedient werden. Tolle Leute und immer gut gelaunt.

    So dann mal los, der Ort ist überschaubar. Ich wusste so gar nicht mer mehr wie es aussieht, aber als ich an dem Fort vorbei war kam mir die Erinnerung.

    Der Marktplatz mit den kleinen Buden, die jetzt gerade alles einpackten. Schade da hätte ich gerne noch ein wenig länger geschaut.

    Als wir das letzte Mal da waren fuhr gerade so ein riesiges Ami- Schiff rein und überschwemmte diesen kleinen Markt mit Menschenmassen.

    Wir sind dann regelrecht geflüchtet.

    Bei diesem Bistro gab es super W-Lan. Man musste noch nicht einmal reingehen. Ich hab mich außerhalb auf ein kleines Mäuerchen gesetzt und Bilder verschickt.

    Eigentlich sollte jetzt noch ein schöner Strandaufenthalt folgen, aber daraus wurde nichts. Als wir unten an der Küste, ca 7 km südlich von Kraendijk, ankamen, hatte sich der Regen schon hier schon so kräftig ergossen, dass die Straßen z. T. überflutet waren. Nicht auszudenken, wenn wir in so einen Schauer geraten wären.

    Wir mussten mehrfach über Stock und Stein ausweichen. Hatte da noch jemand Lust auf Strand....neee der wäre ohnehin auch nass gewesen.

    Also beschlossen wir zurück zum Schiff zu fahren über einen großen Betriebsparkplatz, der nicht überflutet war.

    Mit Matsche bespritzt bis in den Nacken kamen wir am Schiff wieder an. Die Sonne zeigte sich so langsam wieder und wir hatten immer noch gute Laune

    und haben uns so gefreut, dass wir geschafft hatten, den Fluten trocken entronnen zu sein.

    Und davon habe ich kein Bild :P

    Schön wars... Wir finden immer mehr Spaß an den tollen Radtouren.

    Wir entfernen uns von der Küste weg Richtung Südwesten. Nach einem Anstieg erreichen wir den Aussichtspunkt Seru Largu, was soviel wie

    "großer Hügel " bedeutet.

    Auf dem Aussichtspunkt befindet sich ein Denkmal, ein Kreuz, das in Papiamentu «Kristu Ayera Awe Sempre» heisst, was auf Deutsch "Christus, gestern, heute und für immer" bedeutet.

    Gerade oben angekommen tröpfelt es ein wenig, aber es hört zunächst wieder auf.

    Der Blick auf Kralendijk und Kleinbonaire

    Die Aussicht ist gigantisch, aber die dunklen Wolken hinter uns wurden immer bedrohlicher und bald fing es fester an zu regnen, so dass wir uns unter den Bäumen untergestellt haben.

    Schauer aussitzen oder runterfahren, war die Frage. Nix wie los, haben alle gesagt.

    Auf der anderen Seite des Hügels ging es so steil bergab, dass die Bremsen nur so quietschten, aber wir hatten schnell den Regen hinter uns gelassen. :)

    Auf nasser Straasse wäre das wahrscheinlich nicht so witzig gewesen. Also alles richtig gemacht.

    Die wilde Ostküste hat auch ihren Reiz, wenn auch einen anderen, wilden. Der Küstenabschnitt wirkt sehr karg.

    Toll wie das Meerwasser hier heftig gegen die Felsen schlägt . Es gibt viele fossile Korallen und anderes Interessantes im felsigen Boden zu sehen.

    Ich wäre dort gerne noch ein wenig länger geblieben, aber der Himmel wurde immer dunkler und unsere Fahrradtour war ja noch längst nicht zu Ende.