Beiträge von poolgirl

    Das Hotel lag landeinwärts in Mitten eines Golfplatzes. Golfplätze gibt es überraschenderweise einige auf Island!

    Hier war der Sturm nicht ganz so schlimm. Trotzdem haderte ich erst etwas mit der Situation, da ich ursprünglich noch zum Hraunafossar wollte. Das ist ein Wasserfall, bzw. eigentlich sind es ganz viele kleinere Wasserfälle nebeneinander, über mehrere hundert Meter Breite. Aber wir wussten nicht, wie es dort wettertechnisch aussieht und so nutzten wir lieber die kleine Fass-Sauna und den Hot Pot. Im Nachhinein war ich sehr zufrieden mit dieser Alternative:

    Da das Hotel total einsam liegt, aßen wir im Hotel-Restaurant und das Essen war ausgezeichnet. Zumal man einen sehr schönen Ausblick hatte und dem

    Wolkenspiel folgen konnte.

    Im Großen und Ganzen also ein ganz schöner und vor allem entspannter Tag. Darüber war vor allem mein Mann ganz froh ;-) Im Hotel hatte ich ein kurzes Gespräch mit der Rezeptionistin und sie beklagte sich über den „worst summer in a million years“. Arme Isländer… Sie ergänzte noch, dass es typisches isländisches Herbstwetter sei.

    Morgen sollte es dann Richtung Norden, Akureyri gehen. Mal sehen, wie es dort wird.

    Und dann, nach einer Biegung auf einmal ein wunderschöner kleiner Wasserfall. Davor ein Lupinenfeld. Ich liebe sie einfach… Sofort fahren wir rechts raus, auf einen kleinen Parkplatz. Außer uns nur vier Leutchen vor Ort, die aber gerade am Gehen sind. Wir konnten uns gar nicht mehr einkriegen, vor Entzücken! Neben dem Wasserfall konnte man hochklettern, so dass man ,oben angekommen, auch den zugehörigen Flusslauf bewundern konnte. Hier blieben wir bestimmt eine halbe Stunde, da es in dieser Ecke des Fjordes windtechnisch etwas geschützter war.

    Von diesem Spot war übrigens in keinem Reiseführer zu lesen gewesen und mein Mann war ganz stolz, dass er den Einfall hatte, den Umweg um den Fjord zu nehmen. So ermutigt, kam er während der Weiterfahrt auf die Idee, die geteerte Straße zu verlassen und über eine geschotterte Pass-Straße auf die Rückseite des Berges zu gelangen. Da wurde mir teilweise schon ein bisschen mulmig. Wieder im Tal wurde das Wetter schlagartig schlechter. Es regnete und stürmte, was das Zeug hielt. War ich froh, als wir wieder auf der Hauptstraße Richtung Borgarnes waren.

    Dort angekommen, ging es erst mal zur örtlichen Vinbudin. Das sind die Geschäfte, in denen man in Island Alkohol kaufen kann. In den Supermärkten bekommt man maximal Light-Bier mit bis zu 2,25%.

    So sah unser Auto übrigens aus:

    Nun war es nur noch ein Katzensprung zum Landnahme-Museum. Für die Isländer ist dieses Thema ein ganz großes Ding und sie sind sehr stolz auf ihre mutigen Vorfahren, welche Ende des 9. Jh. von Norwegen aus die Insel für sich entdeckten. Die kleine Ausstellung dazu ist wirklich ganz reizend und sehr informativ. In einer halben Stunde ist man durch und hat doch viel gelernt. Eine wirkliche Empfehlung!


    Als wir aus dem Gebäude traten, wurden wir fast fortgeblasen. Also schnell ins benachbarte Café und eine Kleinigkeit gegessen und getrunken. Hier war es so gemütlich, dass wir etwas länger verweilten und die Kinder das freie Wifi ausnutzen ließen.

    Da keine Wetterbesserung in Sicht war, beschlossen wir zum Hotel zu fahren, wo mittlerweile Check-In Zeit war. Dort sollte es einen Hot Pot und eine kleine Sauna geben. Die wollten wir mal ausprobieren. So war bei Abfahrt die Sicht aus dem Auto:

    9. Juli 2018 - Region Borgarnes, West-Island

    Die Wettervorhersage am nächsten Morgen war ernüchternd. Es gab für die Halbinsel Snaefellsnes eine Sturmwarnung und so beschlossen wir, unseren Plan zu ändern. Ich war etwas enttäuscht, aber ein Risiko wollte ich natürlich nicht eingegehen. Da wir nun keine Eile hatten, machte ich nach dem Frühstück noch einen kleinen Spaziergang. Aber auch in Reykjavik war es schon sehr ungemütlich.

    Da unser nächstes Hotel nur 1h Fahrtzeit entfernt war und die Ankunft ja eigentlich erst Nachmittags geplant war, überlegten wir uns als Alternativprogramm den Umweg um den ganzen Hvalfjördur zu nehmen (statt dem Tunnel an der Fjordmündung) und später das Landnahme-Museum in Borgarnes zu besuchen.

    Die lange Fahrt um den Fjord war wirklich lohnenswert. Es boten sich herrliche Aussichten. Allerdings war es wirklich sehr stürmisch und ich blieb bei Stopps meist im Auto. Übrigens soll ein häufiger Mietwagenschaden in Island aus abgerissenen Autotüren bestehen. Ich konnte es mir an diesem Tag sehr gut vorstellen!

    Ich danke euch für euren Zuspruch, der mir wirklich motiviert, weiter zu machen. Ich hätte nicht gedacht, dass Island so ein großes Interesse hervorruft. Die meisten Leute haben eher verwundert reagiert, wenn wir gesagt haben, dass wir nach Island reisen ;)
    Muss jetzt allerdings erst mal die nächsten Bilder exportieren und den Text weiterschreiben. Ich denke, dass es am Wochenende weitergeht.

    LG

    Nicole

    Weiter geht die Fahrt Richtung Geysir. Der liegt nur einige Schritte von der Ringstraße entfernt und ist ebenfalls gut besucht. Nach kurzer Zeit finden wir einen Parkplatz und riechen schon, dass wir uns in einer schwefelhaltigen Umgebung befinden. Es blubbert, kocht und dampft aus allen Löchern.

    Auf einmal ein lautes Geräusch. Ah, der Geysir. Er bricht tatsächlich alle paar Minuten aus. Man kann genau beobachten, wann es los geht, da sich das Wasser vorher pulsierend hoch und runter bewegt. Und dann: bäng! Ich fotografiere hier nicht, sonder filme nur. Deswegen nur ein schlechtes Standbild aus einem Video von der Blase kurz vor der Eruption.

    Das war interessant und eindrücklich! Ich versuche nicht daran zu denken, was es für schöne Fotos gegeben hätte, vor einem blauen Himmel…

    Weiter geht es zum Gullfoss. Ich bin sehr gespannt, da ich noch nie ein wirklich großen Wasserfall gesehen habe und ich mich im Vorfeld sehr auf diesen Aspekt von Island gefreut habe. Kaum aus dem Auto ausgestiegen, hört man ihn schon. Wahnsinn. Wirklich sehr Respekt einflößend. Meinem zehnjährigen Sohn weiche ich nicht von der Seite! Nicht auszudenken… Viele Besucher haben nicht das richtige Schuhwerk und die Steine sind glatt. Ein Mann fällt hin, zum Glück nicht an der Kante. Ganz vorne merkt man auch gar nicht mehr, woher die Nässe kommt - vom Wasserfall oder vom Regen. Ich bin so beeindruckt, dass es mir auch völlig egal ist.

    Das bin ich:


    Das ist der Gullfoss:

    Er fällt über zwei Kanten, wobei die zweite höher ist und in einer Schlucht mündet.

    Nun geht es zurück nach Reykjavik. Die Tour hat mir ganz gut gefallen. Allerdings muss ich zugeben, dass bei mir bis jetzt noch nicht so richtig der Funke übergesprungen ist. Vielleicht lag es am Wetter oder vielleicht waren meine Erwartungen zu hoch, aber es fühlte sich irgendwie nach Sehenswürdigkeiten abklappern an.

    Abendessen gibt es in einem sehr netten und leckerem Burgerrestaurant. Danach noch einen Absacker in der Hotelbar. Mittlerweile ist es richtig stürmisch geworden. Am nächsten Tag stand eigentlich eine Tour nach Snaefellsness an. Das ist eine Halbinsel, welche landschaftlich sehr abwechslungsreich sein soll und im Westen sogar einen eigenen Gletscher hat. Mal sehen, ob das klappt.

    Am Nationalpark sind schon einige Touristenbusse, aber es ist nicht so schlimm, wie ich es befürchtet hatte. Wer schon mal in Venedig, Barcelona oder in Dubrovnik war, dem wird es an Islands Touri-Hotspots sehr entspannt vorkommen.

    Der Pingvellir Nationalpark ist für die Isländer eine historische Institution, da dort die Staatsgründung stattfand. Zudem grenzen hier die eurasische und die amerikanische Platte aneinander, so dass auch geologisch Interessierte auf ihre Kosten kommen.

    Mir fällt hier zum ersten mal auf, dass sich Island häufig in den Farben braun und grün zeigt: Braune Lava, bewachsen mit grünem Moos. Sehr reizvoll. Allerdings wird es immer ungemütlicher und ich muss feststellen, dass ich nicht warm genug angezogen bin. Dünne Leggins und Softshellhose sind leider zu wenig. Ich hätte lieber noch die Jeans dazwischen angezogen. Wir wollen ja aber sowieso langsam weiter und im Auto gibt es eine Sitzheizung.

    Leider habe ich nur sehr wenige Fotos ohne meine Familie. Ich hoffe, ich kann trotzdem einen Eindruck vermitteln.

    8. Juli 2018 - Golden Circle

    Dank guten Verdunklungsvorhängen und meiner großartigen Tempur Schlafmaske habe ich ganz gut schlafen können. Erster Blick aus dem Fenster: grau - aber trocken. Für heute ist der sogenannte Golden Circle geplant. Quasi das Pflichtprogramm eines jeden Island-Besuchers. Der goldene Kreis besteht aus dem Pingvellir Nationalpark, dem Geysir Strokkur und dem mächtigen Wasserfall Gullfoss.

    Nach einem ordentlichen Frühstück schmeißen wir uns in unsere wind- und regenfeste Kleidung und fahren los. Ich hadere mit dem Wind. Dazu muss man wissen, dass ich überhaupt kein Freund von Wind bin - in Kombination mit Regen ist es mein schlimmstes Wetter ;-) Aber ich stelle fest, dass diese ultradünne Windjacke tatsächlich hilft! Nach 15 Minuten Fahrt fängt es an zu nieseln… Ich versuche angestrengt, die Motivationsfahne oben zu halten und werde mit wunderschönen Lupinenfeldern belohnt. Diese leuchten gegen das Grau des Himmels. Dazu ein bezaubernder Bachlauf. Wir sind alle ganz entzückt und springen aus dem Auto (etwas, was in Island häufiger passiert, vor allem in Kombination mit Wasserfällen).

    Wieder unten, ging es weiter durch die Straßen:

    So langsam stellte sich die Abendessen-Frage. Ich mache im Vorfeld von Reisen immer eine Google Maps Karte mit in Frage kommenden Lokalen, Sehenswürdigkeiten etc. So war ein passendes Restaurant schnell gefunden. Dort gab es isländische Speisen, aber modern interpretiert. Auf die Preise waren wir vorbereitet… Glaubt alles, was man euch über das isländische Preisniveau erzählt - es ist wirklich extrem hoch.

    Wir hielten es eigentlich immer so, dass wir uns zu viert zwei Vorspeisen teilten, nur 2-3 Hauptgerichte nahmen und für die Kinder noch ein Dessert. Die Portionen waren immer sehr großzügig und so kamen wir gut hin. Trotzdem zahlten wir allein am ersten Abend mit ein paar Bierchen und Softdrinks 180,- €…. Aber die Qualität der Speisen ist wirklich immer sehr gut gewesen! Würde man vielleicht gar nicht erwarten, aber wir haben teilweise sogar fantastisch gegessen.

    Nach dem Abendessen kauften wir uns erst mal alle dicke Mützen gegen den kalten Wind und Mann und Sohn gingen zurück ins Hotel. Meine Tochter und ich bummelten noch etwas weiter, Richtung Wasser. Es muss so gegen 20 Uhr gewesen sein, aber es war taghell und die Sonne stand noch ungewohnt hoch. So kamen wir zum Konzerthaus, der Harpa. Da man dort einfach reinspazieren kann, gingen wir rein und bewunderten die spezielle Architektur:

    7. Juli 2018 - Anreise nach Reykjavik

    Gegen 14 Uhr Ortszeit landeten wir nach einem ruhigen Flug in Keflavik. Bereits am Flughafen zog ich aus der ATM ein paar Isländische Kronen. Allerdings wäre das gar nicht nötig gewesen, da in Island wirklich ALLES mit Kreditkarte gezahlt wird und sei es nur eine Dose Cola. Gepäck kam zügig und so ging es zu Hertz, wo wir unseren Mietwagen in Empfang nahmen. Einige Schäden waren bereits dokumentiert, aber mein Mann fand noch ein paar weitere und fotografierte sie vorsorglich. Das sollte sich bei der Abgabe auszahlen!

    Bereits auf der Fahrt nach Reykjavik machten wir große Augen. Ich kam mir vor, als wäre ich auf einem anderen Planet gelandet. Das Wetter war zu unserem Empfang noch ganz freundlich, aber mit 11 Grad natürlich viel kühler als in Deutschland. Ohne Probleme fanden wir unser Hotel für die ersten zwei Nächte (Skuggi Hotel) und checkten ein. Nachdem wir uns etwas sortiert und umgezogen hatten, ging es los. Reykjavik ist die nördlichste Hauptstadt der Welt und relativ beschaulich. Hier ein paar Eindrücke von unserem Spaziergang:

    Zunächst ging es zur Hallgrimskirkja, die uns durch ihre spezielle Bauweise sehr beeindruckte.


    Mit einem Fahrstuhl kann man den Turm hinauffahren, was wir auch machten. Dort bot sich dieser Ausblick:

    Vorgeschichte:

    Dieses Jahr also Island in den Sommerferien… Die letzten Jahre waren wir mit Oma und Opa auf dem Schiff im Mittelmeer unterwegs. Aber Mann und Tochter (13) wünschen sich mal was anderes.

    Island steht zwar schon lange auf meiner Liste, aber das Wetter hätte mich wahrscheinlich auf ewig davon abgehalten, es wirklich durchzuziehen. Ich bin ein absoluter Sonnenliebhaber! Aber auch offen für neue Erfahrungen - und so ging es an die Planung. Klar war, dass es ein Roadtrip mit Mietwagen werden soll - diese Art des Reisens haben wir 2015/16 in Florida lieben gelernt.

    Nachdem die Route (ganz klassisch Ringstraße) und der Zeitraum (11 Tage) feststanden, wurden Mietwagen, Lufthansa-Flüge und Hotels gebucht.

    Unzählige Youtube-Videos, Blogs, Reiseführer und Zeitschriften später war es dann soweit und die Abreise stand bevor. Ich war bereits im Vorfeld sehr froh, dass wir hier so einen tollen Sommer haben, denn Island hat 2018 den schlechtesten Sommer seit 30 Jahren… Egal. Wir waren top ausgestattet mit Outdoor-Kleidung, wasserfesten Wanderschuhen etc.

    Reiseroute:

    Frankfurt - Keflavik, 2 Nächte in Reykjavik (Hotel Skuggi)
    Reykjavik - Borgarnes, 1 Nacht im Icelandairhotel Hamar
    Borgarnes - Akureyri, 2 Nächte im Icelandairhotel Akureyri

    Akureyri - Saskrudsfjördur, 1 Nacht im Fosshotel Eastfjords

    Saskrudsfjördur - Region Skaftafell, 2 Nächte im Fosshotel Glacier Lagoon

    Region Skaftafell - Region Selfoss, 1 Nacht im Fosshotel Hekla

    Region Selfoss - Reykjavik, 1 Nacht im Centerhotel Arnarhvoll

    Keflavik - Frankfurt

    Ich hatte bei TuiCruises mal nachgefragt, ob das GGF-Paket auch die Getränke nach 19 Uhr in der X-Lounge umfasst und ob auch die Themenabende (Krimidinner etc.) im Esszimmer inklusive sind. Hier die Antwort, welche ich euch nicht vorenthalten möchte:

    "Das Ganz große Freiheit Paket inkludiert auch die Getränke in der X-Lounge beim Dinner und die Themenabende im Esszimmer."

    Die Geschichte ist wirklich nicht uninteressant, vor allem mit zwei Kindern unter 15.

    Liebe Grüße Nicole

    Für mich bestehen die Vorteile einer Suite in folgenden Punkten:

    Frühstück in der X-Lounge in Ruhe und mit Eggs Benedict
    Täglich verschiedene Zeitungen (für mich ist ausgiebiges Zeitungslesen Bestandteil eines erholsamen Urlaubs)
    Rückkehr nach einem Landgang in die X-Lounge mit einem Gläschen Champagner
    Minibar
    X-Sonnendeck an Seetagen
    Bevorzugtes Tendern
    Inkludiertes WLAN (ist vor allem der Family wichtig)

    Liebe Grüße Nicole

    Hallo Manual @Manu79

    Vielen Dank für die spannenden Fotos! Mich würde mal interessieren, wie lange die X-Bar geöffnet hat? Gilt weiterhin die 19 Uhr Grenze? Oder gibt es längere Öffnungszeiten? Evtl. dann ab 19 Uhr gegen Aufpreis?

    Weiterhin viel Spaß und

    Liebe Grüße Nicole