Am frühen Nachmittag waren wir in Höfn, wo es leider regnete. So richtig. Na, toll. Ich sah meine Gletschertour schon davon schwimmen… Erst mal machten wir aber eine Pause in einer Imbissbude am Hafen. Hier sollte es ganz tolle Fish & Chips und Lobster-Sandwiches geben (die esse ich in New York immer so gerne). Die Bude war komplett von einer Gruppe Motorrad-Fahrer belegt, die aber gleich zusammenrückten, damit ein Tisch für uns frei wurde. Das fand ich total nett. Das Essen war gut, aber nicht sensationell. Für vier Softdrinks, 1 x Fish & Chips und 1x Lobster-Sandwich haben wir knapp 50 € gezahlt. Das gilt hier als preiswert!
Nun ging es weiter die Südküste entlang. Es war total wolkenverhangen, sodass wir leider kaum Ausblicke auf die Gletscherzungen des Vatnajökull erhielten. Nur einmal, aber das war schon beeindruckend!
Gegen 16 Uhr kamen wir am Parkplatz von an und meine Stimmung war auf dem Nullpunkt angekommen. Ich verzichte darauf, mein Gejammer ob der Wettersituation und meines Pechs mit Vorausbuchungen (wir hatten mal eine ähnliche Situation in Florida) hier wiederzugeben. Meine Familie konnte es jedenfalls schnell nicht mehr hören und schimpfte mit mir. Ich riss mich zusammen und stieg aus, um zu fragen, ob die Tour stattfindet. Die Dame an der Ticketbude versicherte mir dieses (war wahrscheinlich für einen Isländer eine unverständliche Frage ;-)) und da wir zu früh waren, bot sie mir an, mit einer früheren Tour zu gehen. Das kam uns sehr entgegen.
Dieses Bild spiegelt sehr gut meine Stimmung wieder...
Treffpunkt war vor einer Art Container. Dort wurden uns die Sicherheitsanzüge zugewiesen und wir wurden mit Rettungswesten ausgestattet. Die Anzüge sollten einen bei einem Sturz ins Wasser ca. 1 Minute warm halten… Allerdings waren sie schon klatschnass vom Tag und da die Mannschaft versuchte, diese mit Heizlüftern zu trocken, war dort ein Klima wie in der Dampfsauna. Also nix wie raus aus der Hütte. So eingepackt, wie wir jetzt waren, war es auch egal, ob es regnete.
Draußen lernten wir unsere Mitfahrer kennen: zwei Ehepaare aus Australien! Sehr lustig und sympathisch. Als alle fertig waren, liefen wir ein kurzes Stück zur Anlegestelle. Durch den Regen hatte man kaum Fernsicht und so kamen wir uns vor wie in einem Endzeit-Film.
Und da waren sie: die Eisberge. So unglaublich schön und bizarr.
Ruckzuck waren wir im Boot und langsam ging es mit dem Zodiac los. Mitten durch die Eisberge. Zwischendrin etwas flotter, Richtung Abbruchkante. Dort waren die meisten Eisberge und man bekam einen Eindruck, wie gewaltig so ein Gletscher ist. Es war einfach großartig. Wunderschön. Erhebend. Ich kann es nicht ausdrücken. Meine Bilder (nur mit dem Handy) können das leider nicht wiedergeben:
Kommen gleich noch mehr Bilder.