Beiträge von Schoebelinchen

    Vielen Dank für die tollen Bilder, bei uns dauert es noch 10 Tage, bis wir uns auf diese tolle Reise begeben. Koh Samui ist der einzige Ort, den wir auf eigene Faust machen wollen, Taxi und dann an den Strand.
    Wie sieht es eigentlich mit den Liegeplätzen aus, hat man da noch die Möglichkeit, ein bisschen im Ort zu bummeln oder alles Industriehäfen? Kuala Lumpur wissen wir, da waren wir im letzten Jahr schon auf der Transtour.

    LG Anke

    Liebe Conny,

    heute hab ich es endlich geschafft, Deinen Reisebericht zu lesen, bisschen spät, aber besser als nie :P Ein Traum, ich bin begeistert! Wir haben gestern die Tour ab 14.2. inkl. Bangkok gebucht und ich hab viele Infos aus Deinem Bericht schon aufgenommen, um unsere Reise zu planen. Wie ist das eigentlich bei den privaten Anbietern, wollen die alle schon vorher die Kohle?

    Ich hoffe, wir sehen uns auf dem nächsten Hamburger Forentreffen wieder,

    LG Anke und Christian (Schoebelinchen)

    @ Friesin:
    Wir hatten für unsere Tour im März 17 nachgefragt, selbst bei einem ärztlichen Notfall kommt man nicht von Bord! Da stellen sich die indischen Behörden stur. Alleine deshalb fanden wir für uns das Visum wichtig.
    Und wenn man es dann schon hat, sollte man auch von Bord gehen, Indien war ein absolut spannendes Erlebnis, dass wir nicht missen möchten

    LG Anke

    Der Reiseführer per Anhalter durch die Galaxis beschreibt, dass der
    gefrässige Plapperkäfer von Traal vorbeiziehenden Reisenden ein schmackhaftes
    Mahl zubereitet. Dies ist ein bedauerlicher Druckfehler! Richtig ist vielmehr,
    dass der gefrässige Plapperkäfer von Traal sich aus vorbeiziehenden
    Reisenden ein schmackhaftes Mahl zubereitet.

    Nachdem der Tag mehr oder weniger Ereignislos an uns vorbei gezogen war, ein paar
    Schiffe an Back- bzw. Steuerbord, beschlossen die beste Ehefrau aller und ich
    im Atlantik essen zu gehen. Heute gibt es dort Steak. Lecker! Die gediegene
    Atmosphäre des Restaurants schlug über uns zusammen wie eine Welle. Für die die
    nicht wissen was am Atlantik so besonders ist, es ist das kostenfreie
    Bedienrestaurant. Bedeutet das man nicht nur seinen Platz zugewiesen, sonder
    seine Speisen und Getränke ala Card wählen darf, und serviert bekommt. Unser
    Gastgeber, ein älterer Herr mit unschwer erkennbarem Niederländischen Akzent, überschüttete
    die beste Ehefrau aller mit Komplimenten. Na ja …

    Unsere Wahl nach einem Fensterplatz konnte die Platzanweiserin erfüllen, mit der
    Auflage den Tisch für vier, zu teilen. Mit dem kurz nach uns erschienenen
    Männerpärchen führte uns die junge Dame zu unserem Tisch. Die beiden Herren
    bekannten sich eindeutig zu ihrer gleichgeschlechtlichen Neigung, waren
    brillante Unterhalter und unzweifelhaft die Bereicherung des Abends. Sehr
    schön, wir haben die Unterhaltung genossen!

    Nach Auswahl der Speisen, es gibt zwei Menüs die auch bunt gemischt zur Verkostung
    kommen können, ging es auch schon los. Das Besteck neu geordnet, die Gläser
    nach Bedarf abgeräumt – zack der erste Gang. Um der Wahrheit die Ehre zu geben,
    so zack war das nicht, doch wer es eilig hat sollte hier nicht essen gehen.
    Nach einer gefühlten halben Stunde gab es dann aber wirklich etwas auf die
    Gabel. Sehr übersichtlich, mit ein wenig Schicki Micki drum rum, aber nicht
    gerade uneben, also ganz nett. Das war schon lecker. Die beste Ehefrau aller
    hatte eine Petersiliencreme-Suppe und war begeistert.

    In Ermangelung unserer Entscheidung zu Vor- Neben- zweitem Nebengang mußten wir
    nun auf den Hauptgang, das Steak warten. Das gab es dann ungefähr einer Stunde
    später. Optisch schon mal ein voller Erfolg, konnte das Fleisch nicht so
    richtig überzeugen. Die beste Ehefrau aller hatte ihr Steak Medium-Well Done
    bestellt, wir bekamen alle vier ein Steak das eher medium-räh war. Darüber
    hinaus war es definitiv kein schönes Stück Fleisch, eher sehr sehnig. Die sehr
    abgewetzten Messer, schon eher stumpf zu nennen, machten den Gang leider auch
    nicht besser, unsere Tischnachbarn teilten unsere Meinung.

    Die beste Ehefrau aller ist eine ganz süße und verzichtet deswegen gerne mal auf
    die Nachspeise, ich wählte ein Parfait. Leider konnte mich auch diese Wahl
    nicht überzeugen. Insgesamt für uns ein Abend den wir angenehmer hätten
    verbringen können, an unserer Gesellschaft lag es bestimmt nicht.

    Leider gibt es zu diesen Szenarien keine Fotos, da die Kamera der besten Ehefrau
    aller den Dienst verweigerte.


    Achter Reisetag. 29. März 2017, Colombo, Sri Lanka

    Am Anfang war die Dunkelheit … Die beste Ehefrau aller schläft, ich ziehe den
    Aufstieg ins Licht vor. Es ist 5:40 Uhr und dunkel, die meine Schiff 1 fährt
    langsam in das Hafenbecken von Colombo ein. Der Kapitän dreht unser Schiff
    einmal um die Längsachse, dann machen wir auch schon am Pier fest. Wir liegen
    direkt hinter einem amerikanischen Army-Transporter, die USS Comstock hat ihren
    Liegeplatz vor uns. An Deck ein paar beige lackierte Humdies, nichts wirklich
    bewegendes. Ausser vielleicht die patrouillierenden Boote, die waren mir schon
    im Morgengrauen aufgefallen, weil ohne Positionslichter.

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    Die beste Ehefraualler werfe ich um halb statt um sieben Uhr zum Frühstücken
    aus der Koje ,danach ist Strand angesagt. Es geht zum Ypsilon Resort.

    Nach dem üblichen Prozedere von Anmeldung, wir warten auf ein paar Nachzügler, geht
    es los zum Bus. Unser heutiger Tourguide, ich nenne ihn mal Ranschid, spricht
    nur wenige Worte deutsch, so das wir unsere Informationen in Englisch erhalten.
    Ranschid ist auf Sri Lanka, ehemals Ceylon eine britisch Kolonie, geboren. Er
    erklärt die Einflüsse der unterschiedlichen Kolonialherren und deren
    Religionen. Alles sehr interessant bis zu dem Zeitpunkt an dem die
    Lautsprecheranlage ihren Dienst versagten bzw. nach und nach immer mehr
    einstellten. Sehr Schade!

    Die Fahrt durch das Verkehrschaos von Colombo gestaltete sich aber trotz diesen
    Umstand als äusserst abwechslungsreich und interessant. Vorbei an kulturhistorisch
    wertvollen Statuen und Gebäuden durch die überfüllten Verkehrsadern der Stadt.
    Es sollte uns am Abend während der Rückfahrt besser treffen, hier kommt der
    Individualverkehr fast völlig zum erliegen. Aber ich greife vor. Das Automobil,
    also der PKW, ist sicher das Bestimmende Element des herrschenden Gewirrs.
    Gewürzt mit wendigen Motorrädern, behäbigen Bussen und dem allgewärtigen
    TukTuk. Diese kleinen Gefährte sind das Salz in der Suppe des Chaos! In
    vielerlei Farben und Ausprägungen, fast ebenso geschmeidig zu führen wie ein
    Motorrad, quetschen sich diese Gefährte lautstark durch (fast) jede sich
    bietende Lücke! Apropos Lautstark: Wer hupt hat recht, wer lauter hupt hat mehr
    recht, wer häufiger und lauter hupt hat Vorrecht! Somit dürfte klar sein das
    die Hupe als das wichtigste und am häufigsten benötigte Element bezeichnet
    werden muß. Wehe dem der eine defekte hat!

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    Sri Lanke ist ein grüne Insel, zumindest war die Landschaft entlang des Highway
    sehr grün.

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    Nach ca. zwei Stunden Fahrt lag das Ziel, der indische Ozean, vor
    unseren Augen. Die beste Ehefrau aller und ich fühlten uns von diesem Fleckchen
    Erde angezogen. Heller, fast weißer, Strand, Hohe Palmen die mit ihren
    ausschweifenden Wedeln Schatten spenden. Ein Inselchen, nein sogar zwei, in
    greifbarer Nähe. Die anrauschende Brandung sorgt mit ihrem ewigen Lied für
    Hintergrundmusik. Alle Komponenten fügen sich in stimmiges, rundes Bild.
    Herrlich!

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    Doch dann – Gemurmel klingt dröhnend wie Trommelklang, bald stürzt eine ganze
    Armee³ … Die Schlacht an der Y-Bay ist entbrannt, doch hier geht es nur um
    den besten Liegenplatz!Kurz und hart toben die Zweikämpfe, auch die beste
    Ehefrau aller stürzt sich ins Getümmel. Bis nach kurzem, heftigem Infight sich
    der Pulverdampf erhebt. Die Fronten sind klar, die beteiligten Parteien konnten
    sich zu einem trügerischen Frieden zusammenraufen, bis zum nächsten Mal.
    Vielleicht schon morgen auf dem Pooldeck. Frieden, man lächelt. By the Way:
    Lächeln ist die schönste Art einem Gegner die Zähne zu zeigen!

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    Die beste Ehefrau aller bekennt sich zum Hang als Badenixe, ich bemühe erstmal den
    Fotoapparat. Nach und nach führen mich meine Erkundungen von einem zu anderen
    Strandende. Kurz gesprochen, dieser Strand ist nicht riesig, er besticht eher
    durch Qualität als Quantität. Die Bedienung des Ypsilon Ressorts ist präsent,
    jedoch nicht aufdringlich. Der Preis für das uns feilgebotene Lagerbier war mit
    ungefähr vier Euro in einer Kategorie die wir durchaus als bezahlbar empfanden.
    Das im Preis enthaltene Essen ist keine kulinarische Höchstleitung, eher
    unteres Mittelmass, jedoch durchaus schmackhaft. Nichts zu bemäkeln. Weiterhin
    im Preis sind zwei Softdrinks und eine Obstauswahl enthalten. Letztere genossen
    wir nicht selbst, sah aber ebenfalls durchweg gut aus.

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    Die beste Ehefrau aller und ich waren rundum zufrieden. In der letzten Stunde, der Aufenthalt war auf insgesamt
    fünf beziffert, bedeckte sich der Himmel. Dies gehört zwar zu den
    bemerkenswerten, jedoch nicht zu den Dingen die wir unserem Reiseveranstalter
    (TUI) ankreiden. Die dunklen Wolken trübten unsere Freude an der gelungenen
    Erkundung der Insel nicht. Der während der Rückreise einsetzende Regen zeigte
    zum Aussteigen Einsicht, wir konnten trockenen Fußes das Schiff erreichen. Am frühen
    Abend jedoch öffneten sich ein weiteres Mal die Himmelschleusen, doch auch
    dieser Umstand gehört nicht zu den Umgebungsvariablen die wir beanstanden.

    Liebe LeserInnen auf dem Weg zum Ziel, eben diesem Cricketplatz, gab es am
    Rande des Geschehens einiges zu sehen. Fliegende Händler und unter anderem eine
    mobile Zuckerrohrpresse. Kennen wir aus Germany nicht, soll aber eine echt
    geile Nummer sein. Der so gewonnene Saft ist, laut unseres Guide, eine der
    Leckerlies die sich der durstige Inder gerne mal hinter die Binde kippt. By the
    Way. Die Uni ist mittlerweile die Post.

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    Nächste Frage. Wolle Gewürze kaufe? Suche Gewürzmarkt! Auf geht’s.

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    Geneigte Leserin, geneigter Leser, der Ausflug mit Manas war wirklich gut, ein Erlebnis
    in vielerlei Hinsicht. Das ist, ein wenig vorweg genommen, schon fast das
    Resümee. Fast! Den Kick, also das Abenteuer, erlebten wir immer dann wenn, ja
    wenn wir mit Manus, dem Guide unserem Führer, also dem Wegweiser durch Mumbai,
    die Fahrbahn queren mussten! Hatte ich Eingangs behauptet der Verkehr sei gar
    nicht sooo chaotisch? Also … wie soll ich sagen? Aus dem Bus heraus, ergo aus
    der Ferne, sieht die Sachlage, der Spitzfindige spricht hier von der
    Verkehrslage, ganz anders aus! Ganz anders als mitten im Trubel des umlaufenden
    Verkehrs, das Leben pulsiert, die Verkehrsadern platzen – fast! Da ist sie
    wieder die jigelnde Tumbi, der hämmernde Beat … Yipie aijeh Schweinebacke,
    durch den Monsun, die uns umgebende Blechlawine hinein ins Getümmel.

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    Wolle Gewürze kaufe? Geht los. Kaum hat Man(n) die Fairnisse des Lebens überwunden, liegt
    einem der Basar auch schon zu Füßen. Toll! Die beste Ehefrau aller immer im
    Schlepptau, erreichen wir die Verkaufsstände. Ich habe fertig!

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    Erster Blick. Hier könnte gerne mal jemand aufräumen, als guter deutscher mag man es
    eben ordentlich! Zweiter Blick. Mango, und zwar jede Menge davon! Manas hatte
    während der Fahrt im Bus noch erklärt das gerade Mangozeit ist, ergo völlig
    normal das sich die Mangos hier tummeln. Weiterhin erklärte er uns das sehr
    viele Inder rein vegetarisch leben. Fleisch, wenn überhaupt, sehr selten auf
    den Tisch kommt, eventuell brät sich der Inder dann und wann mal einen Fisch.
    Wir jedoch wollen weiter, zu einem der Gewürzstände. Hier bietet, höchst wahrscheinlich
    ein naher Verwandter (Vetter Ranschid?) unseres Guide, seine Waren an. Wir
    entscheiden uns für zwei Curry-Mischungen, und dürfen hier mit Euro bezahlen.
    Wir verlassen den freundlichen Händler, heute war sicher ein Bombengeschäft für
    ihn, Gewürzstaub wabert noch in der warmen Luft.

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    Nächster Halt Victoria Station.

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    Victoria Station ist very britisch, der Durchgang dorthin ist very unbritisch! Es stinkt
    erbärmlich, nach … Ne schreibe mal nicht, möge sich ein jeder seinen Teil
    denken. Auch hier ist vor langer Zeit mit viel Liebe zum Detail ein
    Schmuckstück entstanden. Victoria Station ist ein Kopfbahnhof, so etwas wird
    heute natürlich nicht mehr gebaut, das drumherum schon lange nicht mehr.
    Gegenüber, an unserem Busstop, ist das Rathaus. Bevor ich wieder ins schwärmen
    gerate, ich mag den Baustil sehr, einfach mal ein Plädoyer an die UNESCO:
    Stellt ganz Mumbai als Weltkulturerbe unter Denkmalschutz, vielleicht ließe
    sich einiges seiner Schönheit konservieren und somit retten!

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    Der Fotostop ist vorbei, wir müssen zurück auf die andere Straßenseite. Die beste Ehefrau aller
    und ich tauschen verzweifelte Blicke! Können wir zwei Minuten Luft anhalten,
    oder wollen wir lieber die Straße queren? Mit anderen Worten: Bääh oder beinahe
    Suizid? Wir wählten letzteres.

    Der fortgeschrittene Tag brachte uns ein wohlbekanntes Gefühl zurück, Hunger!
    Das obwohl wir gerade mit hängen und würgen (Vorsicht Bilder) den letzten Gang
    überstanden hatten. Wir hatten für einen Lunch gesorgt - die anderen Mitreisenden
    mußten sich mit der Ansicht eines Lunch-Bucket zufrieden geben. Lunch-bucket, zu
    deutsch: Henkelmann ist in Mumbay sehr verbreitet! Wir erreichten den Ort an dem
    die Fäden zusammen laufen. Oder ist das doch nur ein Bürgersteig? Hier kommen die
    aus den Vororten abgeholten Henkelmänner an einen zentralen Ort, um diesen dan in
    Richtung ihrer Bestimmung zu verlassen. Fressen und gefressen werden eben, aber ist ja nur Essen!

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    Weiter geht es zur großen Wäscherei, Dhobi Ghat, heute mit der S-Bahn!


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    Die Fahrt zur Wäscherei war weniger aufregend als angenommen. Die Kosten trägt
    unser Guide, also all inclusive. Nur wenige Meter nach der Station blicken wir
    über Dhobi Ghat. Über 5.000 Menschen sollen hier ihr Brot verdienen, wo sind
    die alle? Auch hier weiß Manas über das warum wieso weshalb zu berichten. Da
    die Wäscherei jedoch nicht zu besichtigen ist, fällt dieser Stop relativ kurz
    aus. Der Bus wartet, weiterfahrt zum Basar Nummer zwei.


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    Denke ich an Indien und Gewürze, denke ich an Curry. Keine Ahnung welche meiner
    Synapsen sich da verbunden haben, ist aber so. Wobei Curry ja eindeutig
    mehrdeutig ist! Der von uns angestrebte Markt war sehenswert, der Weg dorthin
    aber auch schon ein Erlebnis. In die Marktgasse eingebogen legte sich der Duft
    der Gewürze über unsere Geschmacksnerven. Omnipräsent und allgegenwärtig
    schwängerte er die Luft. Optische Dominanz hatte aber ein guter Bekannter aus
    der scharfen Küche. Findet allerdings in der traditionellen deutschen Küche
    eher weniger Verwendung. Peperoni! Vorwiegend in rot, in großen weißen Säcken,
    die Reihe der Stände hinauf und hinunter. Das in Asien scharf gegessen wird ist
    mir wohl bekannt, mit der hier lagernden Menge kann man sicherlich Mumbai in
    Peperoni baden! Der weitere Gang durch den Markt gestaltete sich
    abwechslungsreich, ein Tempel lag auf unserem Weg. Der Rückweg hingegen – mal
    wieder Abenteuer.

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    Weiter zum Haus Gandhis in Mumbai.
    Vor dem Haus, Gandhi lebte hier während seiner Jahre in Mumbai, erinnert eine
    Gedenktafel an den großen indischen Widerstandskämpfer. Im Haus ist
    dokumentiert wie Gandhi Indien aus der Knechtschaft der Briten geführt hat. Der
    Einblick in sein ehemaliges Zimmer zeigt in welcher Askese der kleine, große
    Mann gelebt haben muß. Beeindruckend! Auch hier ist genügend Zeit um alles in
    Ruhe anzuschauen. Dann geht es weiter zur letzten Station. Die hängenden Gärten
    - oder eben auch nicht.

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    Ursprünglich angedacht waren der botanische Garten, jetzt heute ein Hindu Tempel. Manas
    erklärte uns das die Gärten zur Zeit in Renovierungsarbeiten stehen, und
    deswegen nicht viel zu sehen sei. Wir wählten deswegen den Tempel. Nachteil
    hier, Innenaufnahmen sind nicht erlaubt! Na gut, fotografieren wir eben nur
    aussen rum.

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    Eine wirklich süße Begebenheit spielte sich im Tempel ab. Die beste
    Ehefrau aller schäkerte mit einem kleinen Jungen, draußen vor den Toren des
    Tempel sah man sich kurz drauf wieder. Die Junge Mutter des Kleinen bestand auf
    einem Foto, der Typ dahinter hat sich einfach hinein geschmuggelt. Leute
    schickt das Arbeitsamt. Einfach kein Benehmen!

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    Damit ging dieser Grandiose, mitvielen interessanten Eindrücken gespickte Tag dem Ende zu.
    Die beste Ehefraualler und ich waren froh wieder an Bord gehen zu dürfen.

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    Man, war dat lecker!

    und weiter geht's

    01. April 2017, Mumbai, Indien

    Asien, Indien, Mumbai. Ich vermeine den Herzschlag der Stadt zu hören, laut und
    schnell hämmert der Rhythmus in mein Hirn. Panjabi MC mit Mundian to Bach Ke!4
    Die Welt dreht sich um mich, die Tanzszene einer Bollywood Produktion spielt
    sich vor meinen Augen ab. Anmutige, asiatische Tänzerinnen, Inderinnen(?), mit
    mandelförmigen Augen, zierlich an Gestallt, gehüllt in bunte Gewänder,
    verzaubern, wiegen sich im Takt der Musik. Schnell, schneller, noch schneller –
    ich wache schweißgebadet auf, in meinem Kopf hämmert Panjabi MC.

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    Die beste Ehefrau aller und ich haben einen privaten Ausflug mit Manas gebucht.
    Manas ist seines Zeichens gebürtiger Inder, spricht aber perfekt deutsch. Der
    Ausflug mit ihm und seiner Frau soll so sechs bis sieben Stunden dauern und
    klingt spannend. Doch bevor es losgeht haben die Götter den Schweiß gesetzt!
    Schon im Vorfeld der Reise hatten wir kontrovers diskutiert, aus mehreren
    Gründen. Das Visum für Indien ist nicht gerade ein Schnäppchen, es schlägt mit
    mehr als 100 Euro zu buche, weiterhin waren wir ein wenig unsicher was uns hier
    erwarten würde. Das Schreckgespenst: Indien = schmutzig & Kulturschock,
    geisterte in unseren Köpfen herum. Nach längerer Überlegung waren wir uns eins,
    so schnell sehen wir das nicht wieder. Schlussfolgerung: Das simmer dabei!


    Frühes Aufstehen ist von Nöten, unsere Pässe harren der Abholung, andere Hindernisse
    sind zu überwinden. Zum Landgang gibt es am Vortag schon eine Kopie des
    Reisepasses, ein schnuckeliges gelbes Kärtchen auf dem ein jeder seinen Namen
    und diverse andere Angaben machen muss, abgerundet mit dem blauen Nachweis, dass
    der Reisepass hinterlegt ist. Puh, bloss nichts vergessen! So gerüstet zogen
    wir los. Allerdings fand sich dann doch das zuletzt erwähnte blaue Kärtchen
    nicht auf, kein Problem die beste Ehefrau aller ist schon auf dem Weg es zu
    holen. Nach kaum einer halben Stunde Wartezeit beginnt die Fleischbeschauung,
    der indische Verwaltungsapparat ist angelaufen. Die anwesenden Beamten gucken
    zwar böse, aber die wollen nur spielen. Spielen im Sinne von Stempel in den
    Pass und auf die gelbe Karte zu donnern. Die erste Hürde ist genommen, wir
    beschließen ein reichhaltiges Frühstück zu nehmen, wer weiß wann es das nächste
    gibt.

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    Durch die Bord- und danach indische Kontrolle erreichen wir den Ausgang des Terminals,
    Manas erwartet uns hier.


    Nach kurzer Zeit ist unsere Kreuzigungsgruppe, jeder nur ein Kreuz, bitte rechts halten, vollständig.
    Es könnte losgehen. Wirmüssen uns jedoch mit dem Shuttle bis zum Hafenausgang fahren lassen, die
    Behörden erlauben keine Fußgänger im Hafenbereich. Noch eine Kontrolle, dann
    dürfen wir uns im großen gecharterten Bus niederlassen. Unsere Gruppe umfasste
    16 Wissensdurstige, der Preis des Ausflugs mit Manus (GEMS OF MUMBAI) war mit
    120 Euro beziffert, davon 60 Euro Vorkasse. Erster Stop: Gateway to India

    In meinem Kopf noch immer Punjabi MC beobachte ich das treiben um mich herum. Der
    Verkehr ist dicht und ziemlich chaotisch aber gar nicht sooo chaotisch. Die
    jigelnde Tumbi der Bhangra-Gesänge gepaart mit fetten Beats rückt in den
    Hintergrund. Vor mir eröffnet sich eine leise vor sich hin modernde Stadt mit
    dem Flair britischen Kolonialismus des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Hier und
    da strahlt die Moderne durch, doch das Empire ist noch allgegenwärtig.

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    Vorbei an langsam verfallenden ehemaligen Gebäuden die dem Glanz der vergangenen Tage nachtrauern,erreichen
    wir das Gateway to India.
    Sollte ich es in zwei Worten beschreiben müssen, würde ich behaupten: Einfach Monumental! Manas macht uns den
    Erklärbär,er macht das richtig gut und hat auf jede Frage eine Antwort. Die beste Ehefraualler stürzt sich, den Fotoapparat
    gezückt, ins Getümmel und auch ich begebemich auf Motiv jagt. Manas hat genug Zeit für unsere Bildersession eingeplant,
    Daumen hoch für ihn.

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    Ganz in der Nähe ist im Übrigen das altehrwürdige Taj Mahal Hotel. Es gibt sicherlich 1 Mio. Geschichten
    zu diesem Bauwerk. Uns hat eine besonders gut gefallen:
    "Es war einmal ein reicher Inder, der war soooo reich aber auch sooo verärgert. Warum wird sich ein jeder fragen,
    warum nur war er so verärgert? Weil die bösen alten Kolonialherren, die sprachen im Übrigen Englisch, ein noch viel
    böseres Schild an die Haustür des Taj Mahal Hotels geschraubt hatten, auf dem stand: Hier dürfen alle rein, außer Hunde
    und Inder! Das verärgerte unseren Mäzen so sehr, dass er gleich nebenan das neue Taj Mahal Hotel baute an dessen
    Eingangstür auch ein Schild zu finden ist: Hier dürfen alle rein, außer Hunde und Engländer.

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    Weiter geht’s zum Cricketfeld.
    Cricket, deutsch Kricket, ist eine Sportart ähnlich dem amerikanischen Baseball. So
    nebenbei ist Kricket der Lieblingssport von Indien. Wir erfahren das dieses von
    uns besuchte Cricketfeld nicht immer eines war.

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    Vielmehr gehörte der Platz zur Universität die, wie könnte es anders sein, im typisch englischen Stil erbaut,
    hinter uns lauert. Das Gebäude hat gewisse Ähnlichkeit mit einem sehr bekannten
    in London, viel Erfolg beim herausfinden.

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    Morgen geht's weiter...

    @Farry
    Wir haben die Tour jetzt von Singapur nach Dubai gamcht und hatten auch erst überlegt, in Indien nicht von Bord zu gehen. Haben uns dann aber doch für ein Visum und einen Ausflug mit privaten Guide entschieden. Ich sag Dir, wir haben es nicht bereut. Auch wenn es nur für einen Tag war und das Visum nicht billig, wir möchten diesen Tag nicht missen. Es war absolut sehenswert.