Ich hatte ja vor Beginn unseres Urlaub's gefragt wie dieser Ausflug über TUI gebucht ist.
Hier nun mein Statement mit Bildern:
Abgeholt, wie üblich im Hafen ging es mit einem Bus durch St. Georges.
Die Strassen auf der Vulkaninsel sind atemberaubend - was bei uns Serpentinenstrassen wären, geht es einfach geradeaus nach oben und genauso nach unten - Wollen wir hoffen, dass alle Fahrzeuge gute Bremsen haben.
Unser Reiseführer, sprach fliessend deutsch und ist von Beruf Physiotherapeut und hat in Tschechien studiert.
Unsere Gruppe war eher übersichtlich, so mancher männliche Ausflügler war wohl nicht so ganz freiwillig im Bus, wie die Mimik vermuten lies - oder nur wegen der Rumdestille?
Unser Guide erzählte sehr kurzweilig über die Insel und über Besonderheiten der Insel. Die Unfallzahlen der Insel sind auch in anbetracht der Strassen recht gering, genauso wie die Kriminalitätsrate recht niedrig ist. Gelegentliche Schlägereien unter Alkoholeinfluss gehören zu den Delikten, die man uns erzählt hat.
Kreuzfahrtschiffe sind zwischen November um April auf den Inseln und dann lebt die Insel vom Tourismus.
Unser erster Stopp war eine Fabrik für Muskatnuss und Marmeladenverarbeitung.
Hier durfte ausgiebig getestet werden. Vom Muskatnusssirup, Muskatnusslikör, Muskatnussmarmelade, Muskatnussgrillsosse und eingelegtes Gemüse - superlecker.
Selbstverständlich konnte auch eingekauft werden. Die Rezepte sind wohl alle in Familienbesitz. Betrieben wird der Laden von der Familie Cecile la Gernade.
Alles ist klein und recht beschaulich und die Produkte sicher ihren Preis wert.
Hier werden uns auch erstmalig Gewürzketten angeboten - die Kette für 5$ ein nettes Mitbringsel im Gegensatz zu dem Standardkitsch. Handeln kann sich lohnen.
Der Hurrikan Ivan hat auf Geranda ganze Arbeit geleistet und nicht nur ca. 95% der Häuser von St. Georges zerstört, sondern auch eine Grosse Anzahl an Muskatnussbäumen. Gab es vor Ivan und Emily 84 Muskatnussfabriken so sind es heute noch 4 Firmen. Die urpsüngliche Sorte des Muskatbaumes trägt erst nach 8 bis 10 Jahren Früchte, deshalb hat man nun eine neue Sorte angebaut die bereits nach 5 bis 6 Jahren Erträge bringt.
Auch der Kolibri, der die Vanilleorchidee bestäubt wurde durch die Hurrikane vertrieben und siedelt sich nun wieder ganz langsam an - deshalb gibt es die Vanille auch nicht mehr in ganzen Bündeln zu kaufen, sondern nur noch in kleinen Gebinden - schade, somit bleibe ich der Madegassischen treu.
Weiter geht die Fahrt zu einer Gewürzplantage/Botanischen Garten.
Hier erklärt uns unser Guide auch wissenswertes zum Kakao und auch zu Mango's.
Auch hier ist ein kleiner Shop dabei - so mancher Ehemann stöhnt leise oder lauter vor sich hin, schaute auch schon im Garten ganz genervt...
Danach besuchen wir die Rumdestille - schade ich dachte die würden ihren Rum selbstbrennen - was sie auch im weitesten Sinne machen. Allerdings wird der Alkohl importiert und der Rum geblendet. Die Fässer dazu, gute Eiche, stammen aus den USA. Das sind alte Whiskey-Fässer. Eiche wächst nicht auf Grenada.
Nun strahlen auch die Gesichter der Herren - es darf selbstverständlich ausführlich probiert werden. Alle Sorten und alle Stärken. Vorsicht beim Einkaufen: Rum mit mehr als 69% Alkohlgehalt darf nicht ins Flugzeug wegen der Brandgefahr.
Uns meinte es an dem Tag Petrus richtig gut und verwöhnte uns mit tropischen Regengüssen - aber auf der Mein Schiff wurden wir schon mit Regencapes ausgestattet, somit kein Problem.
Nun ging es zurück, beflügelt durch Rum nach St. Georges in ein Handicarftcenter. Dort hätte es theoretisch Schokoladen gegeben mit Goldmediallien ausgezeichnet, nur war der Laden heute nicht geöffnet.
Somit zurück zum Schiff.
Gewürze gibt es günstig auch auf dem Markt in St. Georges - es macht Spass dort zu kaufen und zu handeln.