Beiträge von seenixe

    Nach dem Auslaufen war aber "Schluss mit lustig". Die Kajüte wartete auf uns.

    Tag 8: 20.10.2018 - 2. Seetag

    • Wetter: leicht bewölkt, 12°C
    • Sonnenaufgang: 06:22 Uhr
    • Sonnenuntergang: 17:09 Uhr
    • Nächste Etappe: 859 Seemeilen (1.591 km) bis Quebec-City
    • Zeitumstellung: in der Nacht von Freitag auf Samstag Uhrumstellung von 03:00 auf 02:00 Uhr zurückgestellt

    Früh war ich wieder auf den Beinen. Kurzer Check auf dem Balkon. Das Wetter sollte ja gut werden. Der erste Kaffe am Morgen. Und dabei den Sonnenaufgang beobachten.

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    Zwei volle Seetage lagen nun vor uns. Mit insgesamt 3,5 für eine 10tägige Kreuzfahrt war das viel. Für den 2. Seetag hatte ich die Wellness-Oase gebucht. Und die war ausgebucht. Gleich nach dem Frühstück machte ich mich auf dem Weg dorthin. Und da war es schon schwierig, sich eine Liege unter den Nagel zu reißen. Ich hatte Glück, und fand noch eine. Nach dem ganzen stressigen "Touri"-Programm war nun relaxen angesagt. Man, tat das gut, einfach nur "faul" dazuliegen. Um 11:30 Uhr mal kurz raus aus der Oase. Auf dem Pooldeck fand nun der maritime Frühschoppen mit Glühwein, Glögg, Kartoffelsuppe, Fischbrötchen und Backfisch statt. Nach der Stärkung zurück. Weiter dösen. Erholung für die Füsse.

    Am Abend gönnte ich mir dann auch kulinarisch was. Ein Besuch im Rossini ist bei jeder AIDA-Reise inzwischen ein Muss. Und wie immer bei meinem Glück, erwischte ich das 11-Gänge-Menü. Beginn: 18:30 Uhr, Ende 22:30 Uhr. Es hat sich aber wirklich gelohnt! Absolut Top!:thumbup:

    Danach war der zweite Seetag auch shon wieder Geschichte.


    Tag 9: 21.10.2018 - 3. Seetag

    • Wetter: sonnig, 4°C
    • Sonnenaufgang: 06:53 Uhr
    • Sonnenuntergang: 17:38 Uhr

    Ausschlafen am Seetag? Nicht bei mir. Wie immer weckte mich meine "innere" Uhr. Nach dem Aufstehen der Check auf dem Balkon. Kalt. Also schnell das "Loch" wieder zu machen. Heute hatte ich das "Gourmet-Frühstück" im Steak-House gebucht. Punkt 8 Uhr stand ich dort auf der Matte. Es waren einige schon da. Ich hatte freie Platzwahl, und so suchte ich mir einen Platz am Fenster. Schon gleich wurde ich nach meinen Wünschen gefragt. Ich gönnte mir ein frisches Rührei mit Speck, einen Cappuccino. Dazu gab es Lachs und Kaviar, verschwiedene Wurstsorten, Brot und Brötchen. Dazu ein gönnte ich mir ein Glas Sekt. Ich ließ es mir richtig gut gehen. Gute zwei Stunden verbrachte ich im Steak-House. Dann zurück zur Kabine, den Laptop holen. Der Reisebericht musste weitergeführt, und die Bilder abgespeichert werden. Im Theatrium gab es einen Vortrag von Lektor Gerrit Aust zu Montreal.

    Am Nachmittag fuhren wir nun in den St. Lorenz Golf ein.

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    Und die ersten schneebedeckten Berge waren zu sehen! 8| Der Winter naht!

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    A. u. U. traf ich am Abend wieder. Gemeinsam gingen wir zum Abendessen. Um 21:30 Uhr dann die "Haifischbar" mit dem AIDAdiva Shanty-Chor und ihren Offizieren. Dort traf ich N. wieder, den ich beim Treff für Alleinreisende kennengelernt haben. Wir tranken zusammen einen. Danach war Schluss.


    Mit uns im Hafen lagen noch zwei weitere Kreuzfahrtschiffe im Hafen; die Celebrity Summit und mir ein unbekanntes Schiff. Durch die verlorenene Stunde in Halifax standen die Gäste schon eine halbe Stunde vorher auf Deck 5 an und im Treppenhaus. Alle wollten gleichzeitig vom Schiff. Hier hatte ich meinen ersten Ausflug gebucht: HFX 03 "Peggy's Cove mit Fischerdorf". In Bus 1 fand ich einen Platz. Das sollte sich als Glücksfall herausstellen. Später erfuhr ich, dass AIDA allein dorthin mit sieben (!!) Bussen gefahren ist.

    Unsere Reiseleiterin war eine Schweizerin, die seit 1970 in Halifax lebt und mit einem Schweizer verheiratet ist, den sie allerdings nicht in der Heimat, sondern in Montreal (!) kennengelernt hatte. Allgemeines Gelächter im Bus. Die Fahrt ins 50 km entfernte Peggy's Cove dauerte ca. eine Stunde. Am Meer entlang. Traumhaft! Doch auch hier war nur im Ansatz was vom "Indian Summer" zu sehen. Zunächst durch die Stadt.

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    Weiter an der Küste.

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    Dann erreichten wir Peggy's Cove. Ein kleines, unscheinbares, aber mit einem weltbekannten Leuchtturm, Fischerdorf. Am Dorfeingang stiegen wir aus und marschierten zum Leuchtturm.

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    Hier hatten wir eine Stunde Zeit. Dann wurde es auch schon wieder Zeit zum Aufbruch. Der Abend brach an.

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    Wir fuhren nun weiter an der Küste. Dann über den Highway zurück nach Halifax. Als wir am Hafen eintrafen, war es schon dunkel. Die Reiseleiterin empfahl uns, noch an der "Waterfront" spazieren zu gehen. Heute saß A. ausnahmsweise mit im Bus. So marschierten wir dann noch zu einem abendlichen Spaziergang los. Aber in Hafennähe. Für mehr reichte es nicht mehr. Da die Sonne nun weg war, wurde es nun richtig kalt.

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    Von der Promenade konnten wir das Auslaufen eines Kreuzfahrtschiffes beobachteten. Die X-Summit hatte Halifax bereits verlassen.

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    Es wurde richtig frostig. Wir beschlossen, langsam zum Schiff zurückzulaufen. Wir waren froh, als wir wieder im Warmen waren. Dort trafen wir U. Die hatte für Halifax noch einen Bike-Ausflug ergattern können. Sie kam kurz vor uns zurück. Beim Abendessen erzählte sie uns von ihrem Ausflug, u.a. zu einem "Titanic"-Friedhof. Gemeinsam beobachteten wir das Auslaufen aus Halifax.

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    Den Abend verbrachte ich dann mit den Mädels. Im Theatrium sahen wir uns die Show "Musical Dreams" an. Danach zum "Alpenglühen" in die AIDAbar. Dort herrsche Hochstimmung. Plötzlich meldete sich die Brücke zu Wort. Aufgrund eines medizinischen Notfalls müssen sämtliche Außendecks gesperrt werden, der/diejenige muss ausgeflogen werden. Wir verlangsamten die Fahrt. In Deutschland, zu dieser Zeit schon 5 Uhr morgens, fiel das auf, dass die Diva im Kreis fährt. Sofort wurde daheim nach "Mann über Bord" gefragt. Da ich mein Handy nicht hatte, erfuhr ich erst Tage später davon.

    Die Diva drehte und fuhr dann kurz Richtung Küste. Der Helikopter kam aus Boston. Es war schon nach Mitternacht, und ich lag im Bett, konnte der Einsatz dann erfolgreich abgeschlossen werden. Bei Windstärke 7 war das kein so leichtes Unterfangen. Tage später erfuhren wir dann, dass die Person wiederbelebt werden musste. Man kann nur hoffen, dass die Person das alles gut überstanden hat. Dieser Einsatz hatte zur Folge, dass wir nun eine Stunde in Halifax verloren. Was ist eine Stunde gegen ein Menschenleben? Weitere Informationen gab es nicht. In der Nacht mussten die Uhren um eine Stunde vorgestellt werden.


    7. Tag: 19.10.2018 - Halifax / Nova Scotia / Canada


    • Liegeplatz Pier 20
    • Liegezeit: 15:00 - 22:00 Uhr
    • Alle an Bord: 21:30 Uh
    • Wettervorschau: sonnig, 7°C
    • Sonnenaufgang: 07:36 Uhr
    • Sonnenuntergang: 18:23 Uhr
    • Nächste Etappe: 859 Seemeilen (1.591 km) bis Quebec

    Halber Seetag. War traumhaft.

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    Nach dem Frühstück suchte ich mir an der Cafe Mare-Bar ein Plätzchen. Mein Lieblingsplatz, auch schon auf Sol und Mar. Im Theatrium lief ein Vortrag. e-Bar. Ich tippte an meinem Reisebericht weiter. Mittagessen. Danach raus aufs Deck. Das Einlaufen beobachten.

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    Tag 6: 18.10.2018 - Portland / Maine / USA

    Liegeplatz: Ocen Terminal

    Liegezeit: 07:00 - 16:00 Uhr

    Alle an Bord: 15:30 Uhr

    Wettervorschau: sonnig, 6°C

    Sonnenaufgang: 06:59 Uhr

    Sonnenuntegang: 17:53 Uhr

    Nächste Etappe: 350 Seemeilen (649 km) bis Halifax


    An diesem Morgen erlebte ich einen tollen Sonnenaufgang. Mit einer Tasse Kaffee auf meinem Balkon.

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    Und danach das Einlaufen in Portland. Eigentlich war dafür Bar Harbour vorgesehen, doch AIDA cancelte 2017 den Hafen und nahm anstatt Portland ins Programm auf.

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    Auch Portland wollte ich auf eigene Faust machen. Nach dem Frühstück wartete ich, bis die Ausflügler von Bord waren. Dann machte ich mich auch auf den Weg.

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    Zunächst mal gerade aus und dann links. Vorbei an der Feuerwache.

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    Nun Richtung Stadt.

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    Vereinzelt sah man Ahornbäume, die in rot strahlten. In der Ferne sah man stellenweise den "Indian Summer".

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    Weiter durch die Stadt.

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    Zum guten Schluss dann an der Wasserfront vorbei.

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    Am frühen Nachmittag war ich dann wieder auf der Diva. In der Pizzeria Mare stärkte ich mich erst einmal. Um 15 Uhr ging es nun weiter Richtung Kanada. Bei strahlendem Wetter genossen wir die Ausfahrt.

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    Vorbei an dem berühmten Leuchtturm auf Cape Elizabeth.

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    Am Hafen wieder angekommen, machte ich noch Schluss ein paar Fotos von den Schiffen.

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    Zum Mittagessen war ich wieder auf der Diva. Mir taten die Füße weh. Und Blasen hatte ich mir auch gelaufen, die versorgt werden musste. Danach machte ich es mir auf meinem Balkon bei einer Tasse Kaffee gemütlich. Gegen 16 Uhr lief die Adventure aus.

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    Vor dem Abendessen ging ich wieder aufs Deck. Ich wartete auf die anderen. Währenddessen beobachtete ich das Treiben auf dem Flughafen. Dort machte sich gerade ein LH-Jumbo zum Abflug nach ?? fertig.

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    Die anderen kamen. Wir warteten auf das Auslaufen. Backbordseite lief die "Silversprint" von "Silversea" ein. Die Adventure war bereits wieder auf See.

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    Die nächtliche Skyline von Boston ist genauso beeindruckend wie die von New York.

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    Beim Abendessen tauschten wir die Erlebnisse des Tages aus. Die anderen waren in Harvard gewesen. War interessant gewesen. Es sollte das letzte Zusammensein gewesen sein. Am nächsten Tag gingen wir getrennte Wege - Gründe unbekannt. Um 20:30 Uhr fand dann die mega-starke AIDA-Show "ABBA reloaded" statt. Sensationell! Das Theatrium war voll. Wir mussten stehen. Doch die gute Musik entschädigte für den Stehplatz. Danach war aber Schluss. Wir waren vom vielen Laufen platt.

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    Die Skyline von Boston am Morgen.

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    In Boston wollte ich auf eigene Faust von Bord. Ich wartete, bis die AIDA-Ausflügler vom Schiff waren. Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es nun auf die "Piste". Das Cruise Terminal lag ein gutes Stück weg von der Innenstadt. Gelaufen bin ich ca. 30 Minuten. Ich hätte auch mit dem Bus fahren können, doch darauf verzichtete ich bewusst. Das Wetter spielte auch mit. Es war kalt, aber die Sonne schien. Am Ausgang hatte ich mir einen kostenlosen Stadtplan von Boston besorgt. So konnte ich mich immer orientieren. Ich lief die Summer Street entlang. Man kam an gefühlte 1.000 Baustellen vorbei. Überall wurde gebaggert und gebuddelt. Mein Ziel war der Stadtpark, in der Hoffnung, nun endlich den Indian Summer zu sehen.

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    Dann war ich am Stadtpark. Und staunte nicht schlecht. Da war mehr Grün als Bunt zu sehen! Wohlgemerkt, wir hatten bereits Mitte Oktober, die beste Zeit für den "Indian Summer". Doch bis auf ein paar vereinzelte Bäume war Fehlanzeige. Später erfuhr ich, dass auch in den USA und Kanada der Sommer zu heiß und zu lang war, sogar bis Mitte September. Der Übergang begann nur schleppend bzw. fiel ganz aus. Man sah auch schon komplett entlaubte Bäume.

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    Inzwischen war es Mittag geworden. Mir "brannten" inzwischen die Füße. So beschloss ich, nun langsam wieder zum Schiff zurückzukehren.

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    Tag 5: 17.10.2018 - Boston / Massachusetts / USA


    Liegeplatz: Black Falcon Cruise Terminal 1

    Liegezeit: 08:00 - 18:00 Uhr

    Alle an Bord: 17:30 Uhr


    Wettervorschau: sonnig, 13°C

    Sonnenaufgang: 06:58 Uhr

    Sonnenuntergang: 17:59 Uhr

    Nächste Etappe:            111 Seemeilen (206 km) bis Portland


    In Boston ist Frühaufstehen angesagt. Einen Wecker braucht man hier nicht. Warum? Ganz einfach: der Flughafen liegt direkt am Hafen! :P So was habe ich in dieser Form auch noch nicht gesehen. Außer in St. Maarten. Und in Boston gehen die Flieger auch nicht scharf über die Haarnarbe runter. Ein bißchen Distanz ist noch. :D

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    Also raus aus den "Federn", rein in die Klamotten - raus aufs Deck. Kaltestock! =O

    Oha, das war aber heftig! Das waren bestimmt 0°C, wenn nicht sogar darunter. Man bekam Probleme beim Fotografieren. Das hielt aber ein paar Unerschrockene nicht ab, die ersten Runden über das noch fast menschenleere Deck zu joggen. :thumbup:

    Das Aufstehen hatte sich aber gelohnt; man sah einen tollen Sonnenaufgang und wie die Adventure ots in Boston einlief.

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    Die Überfahrt nach Boston wurde eine doch recht schaukelige Überfahrt. Am Seetag allerdings wurde es dann etwas besser. Irgendwie musste man sich erst wieder daran gewöhnen, auf einem Schiff zu sein.


    Tag 4: 16.10.2018 - 1. Seetag - Auf dem Weg nach Boston


    Wettervorschau: wechselhaft, 15°C

    Sonnenaufgang: 07:01 Uhr

    Sonnenuntergang: 17:56 Uhr

    Aktuelle Etappe: 413 Seemeilen (765 km) bis Boston


    Leider kann ich auch im Urlaub meine "innere Uhr" nicht abschalten. Um 5 Uhr war ich schon wieder wach. Ich stand auf und machte vorsichtig die Balkontür - und gleich wieder zu. Eiskalt und der Wind pfiff einem um die Ohren. Deshalt "trollte" ich mich gleich wieder in mein Bett. Doch schlafen konnte ich nicht mehr. Gegen 7 Uhr stand ich auf und duschte mich. Dann zum ersten Frühstück ins Weite-Welt-Restaurant. Da die meisten noch schliefen, war es recht angenehm am Buffet. Und freie Platzwahl. Gegen 8 Uhr sollte sich das allerdings ändern.

    Für heute hatte ich das Fantreffen aus Facebook und Forum angesetzt. Rostock bestätigte den Termin. 11 Uhr in der Anytime-Bar. 75 Teilnehmer hatte ich gemeldet. Um 10:30 Uhr war ich dann vor Ort. AIDA hatte schon alles vorbereitet und den Sekt kalt gestellt. Nachundnach stellten sich die Teilnehmer ein. Es ging auch pünktlich los. Anwesend waren Entertainment- und Hotel-Manager. Kurze Ansprache des EM und HM, dann durfte ich das Wort übernehmen. Puh, war ich aufgeregt! Meine erste Rede des Lebens. Nun stießen wir alle auf eine wunderschöne Kreuzfahrt an. Von den 75 gemeldeten Teilnehmern waren 50 gekommen. Gegen 12 Uhr war die Veranstaltung beendet. Die Anytime-Bar wurde nun umgestaltet, da hier das Länderspiel Frankreich-Deutschland übertragen wurde (mal ehrlich: wer braucht auf einer Kreuzfahrt Fußball?! Ich bin zwar auch leidenschaftlicher Fußballfan, aber im Urlaub kann ich darauf verzichten!). Auf dem Pool-Deck fand der Pool-Brunch im "Poolgarten" statt: Pulled Pork Burger und "Heißer Elch". Inzwischen schien zwar die Sonne, aber es war kalt. Und durch den Fahrtwind empfand man das ganze noch kälter.

    Am Abend fand dann im Theatrium die Prime-Time mit Kapitän Nikos Nitschai statt. Kurze Vorstellung. Dann die AIDA-Show. Leider musste ich bereits feststellen, dass sich AIDA in einigen Punkten weiter verschlechtert hat. Ehrliches Wort von mir: hätte TUI Cruises die Route so angeboten wie AIDA, dann hätte ich bei der Konkurrenz gebucht. Schade, dass TC nicht in den St. Lorenz Strom reinfährt. Ich bin überzeugt, das Schiff wäre gut gebucht. Ich lernte einige Leute kennen, die nur wegen der Route AC gefahren sind!

    Um 18 Uhr gab Käpt'n Nikos Nitschai das Kommando "Leinen los!". So voll, wie diesmal, habe ich das Deck noch nie gesehen. "Sailway" erklang, danach Sinatras "New York, New York". Es war unglaublich! Beeindruckend, emotional. Ich hatte "Gänsehaut"-Feeling. Zum Glück hielt sich das Wetter. Erst nach der Ausfahrt begann es zu regnen, so dass die Willkommensshow ins Theatrium verlegt werden musste. Die tolle Lasershow fiel leider ganz aus. Schade.

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    Ich stand auf Deck 12 an der Ocean Bar. Zum Schauen ja, aber nicht zum Fotografieren. Ich hatte die Lichterkette auf einige Fotos. Erst später ging ich aufs Außendeck des Weite Welt Restaurants. Wäre zum Knipsen besser gewesen, und wäre auch nicht so voll gewesen. Neue Erfahrungswerte. :P

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    Einfach nur toll! :thumbup:Das war die beste Ausfahrt, ich ich bisher erlebt habe. Zum guten Schluss nun die Passage an Miss Liberty vorbei. Jetzt verlagerte sich alles auf Steuerbordseite.

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    Nun war es aber gut mit dem Fotografieren. Ich war durchgefroren. Ich marschierte gleich ins Weite Welt Restaurant. Einen großen Tisch suchen für sieben Personen. Nicht zu einfach. Hatte aber Glück, noch einen freien gefunden zu haben. Wir waren sieben Alleinreisende. Über eine Facebook-Gruppe für diese Reise hatten wir uns zusammengeschlossen. Doch leider sollte es bei diesem einem gemeinsamen Abend bleiben. Unstimmigkeiten trennten uns nach zwei Tagen wieder.

    Um 22:10 Uhr fand dann die Willkommensparty durch Entertainment-Manager Martin und General-Manager Heiko im Theatrium statt. Draußen regnete es jetzt. Nach der Party war aber Schluss für mich. Mein morgentlicher Spurt durch New York hatte doch ein paar "Körner" gekostet. :P


    Tag 4: 16.10.2018 - 1. Seetag - Auf dem Weg nach Boston / Massachusetts /USA


    Wettervorschau: wechselhaft, 15°C

    Sonnenaufgang: 07:01 Uhr

    Sonnenuntergang: 17:56 Uhr

    Aktuelle Etappe: 413 Seemeilen (765 km) bis Boston

    Die Nacht schlief ich gut. Bei geöffneter Balkontür. Und trotzdem war ich um 6 Uhr wieder wach. Sollte man eigentlich nicht glauben, nach der Anreise, den Spurt durch New und York und der Zeitumstellung von -6 Stunden. Aber meine "innere Uhr" kann ich leider nicht überlisten. Ich stand auf und machte mir mal als erstes einen Kaffee. Das Buchen der Kaffeemaschine hatte sich gelohnt. Es wurde langsam hell.

    Für 9 Uhr stand nun das Kennenlernen- und Alleinreisende-Frühstück von AIDA statt. Es waren zwei Tische resveriert. Doch es kamen mehr zum Treffen, als AIDA geplant hatte. Von meiner Facebook-Gruppe war ich die Einzige, die an diesem Treffen teilnahm. Es wurde eine lustige Runde, die am Abend ihre Fortsetzung fand. Zum gemeinsamen Abendessen im Weite Welt Restaurant.

    Für heute stand das Fantreffen aus Facebook/Forum an. Freundlicher Weise hatte ich mich bereit erklärt, dies zu übernehmen. Obwohl noch nie gemacht. Nach Rostock meldete ich 75 Teilnehmer. Und AC stellte den Sekt. Treffpunkt war um 11 Uhr in der Anytime-Bar. Aber erst einmal ging ich frühstücken. Die anderen trafen ich nicht, da ich mich grundsätzlich weigere, a) im Urlaub ein Handy zu benutzen, b) nicht ungewollt in ein fremdes Netz eingeloggt zu werden und horrende Kosten zu verursachen. Das Ding blieb aus und im Safe bis zur Abreise. Dadurch blieb ich bei der Kommunikation über das Bordportal außen vor. Spätestens beim Treffen sollte ich sie dann sehen.

    Um 11 Uhr ging es dann los. Von den 75 kamen aber nicht alle. Am Ende waren wir gut 50 Personen. Ich hielt meine erste Rede des Lebens!

    Oh man, war ich aufgeregt! Aber ich "überlebte" es. :P Gut eine Stunde dauerte es, dann löste sich die Gruppe auf. Die Anytime-Bar wurde etwas umgebaut, denn es wurde nun das Länderspiel Frankreich-Deutschland übertragen. Wer braucht denn auf einer Kreuzfahrt Fußball?! ;) Ich nicht wirklich, obwohl ich ein leidenschaftlicher Fan vom FCB bin. Im Urlaub allerdings bleibt auch mein Club außen vor.

    Auf dem Pooldeck war bereits richtig leben. Hier fand gerade der "Poolgarten" mit Pulled Pork Burger und "Heißer Elch" statt. Das Wetter ließ es zu, denn hinter den Wolken kam die Sonne hervor. Kurzer Blick darauf. Dann mit den anderen zum Mittagessen. Es wurde ein schöner Nachmittag mit einem fröhlichen Plausch. Zum Kennenlern-Treff um 19 Uhr wollten die anderen nicht mit. So bin ich allein zum Treffen. Bevor es zum gemeinsamen Abendessen ging, gab es erst mal einen Sektumtrunk in der AIDAbar auf Deck 10. Anschließend zur Show ins Theatrium. Gegen Mitternacht war auch der erste Seetag vorbei. Ab in die Kajüte. :sleeping:


    Richtung World Trade Center. In den Straßen wurde es lebendiger.

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    Kurz darauf stand ich nun Ground Zero. Es war ein bewegender Moment. Mir lief es eiskalt den Rücken runter. Hier standen vor mehr als 17 Jahren zwei Türme, die die Skyline von New York eindrucksvoll prägten. Auf der Platte, wo die Namen der Toten eingraviert sind, sah man vereinzelt weiße Rosen liegen. Mir wurden die Augen feucht.

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    Weiter Richtung Battery Park.

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    Bei gutem Wetter hat man von hier aus einen fantastischen Blick auf Miss Liberty.

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    Das schlechte Wetter hielt aber die Touristn nicht ab, sich beim Eingang der Fähre zu Ellis Island anzustellen. Dafür blieb aber heute keine Zeit. Ich marschierte weiter Richtung Brooklyn-Bridge. Durch die Wallstreet. Vorbei an der Börse. Wieder auf dem Broadway angekommen, suchte ich die Metro. Mit der Linie A fuhr ich rüber. Ich erwischte eine Express-Linie. Und merkte im letzten Moment, dass ich schon am ersten Halt nach Einstieg aussteigen musste. Oha, Glück gehabt.

    Von dort wieder zurück. Doch diesmal erst am Aufstieg zur Brücke vorbei. Der Park unten am Hudson River war mein Ziel. Durch die Washington-Street ans Wasser.

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    Von hier aus hatte man einen fantastischen Blick auf Manhattan. Bei Sonne noch mehr.

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    Einfach traumhaft! :thumbup: Zum Glück hielt das Wetter. Es regnete nicht. Zurück nach Manhattan.

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    Aus der Ferne grüßte Miss Liberty.

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    Von der U-Bahnstation City Hall/Brooklyn-Bridge fuhr ich dann mit der U 6 Richtung Bronx. Am Grand Central Station stieg ich aus. Den Bahnhof wollte ich auch noch unbedingt sehen. Fotografieren war verboten, überall standen schwer bewaffnete Soldaten. Aber die Halle ist wirklich beeindruckend. Über den Times lief ich dann zurück zum Schiff. Ich konnte einfach nicht mehr. Auf meinem Balkon machte ich es mir dann bequem. Bei einer Tasse Kaffee legte ich die Füsse hoch. Kurz vor 17 Uhr holte die die Weste aus dem Schrank und marschierte zur meiner Musterstation V. Deck 5 Backbordseite. Da sich alle gute Plätze für das Auslaufen aus New York sichern wollte, brauchten wir nicht alle zu warten. Die Crew konnte gleich das vollständige Erscheinen an die Brücke durchgeben. In Englisch und Deutsch dauerte das auch nur knapp 30 Minuten. Dann stürmten alle das Pooldeck.

    Die AIDAluna hatte New York bereits um 16 Uhr in Richtung Karibik verlassen. Nun starteten wir zur einer tollen Cruise. Die Dämmerung brach ein. An Pier 88 hatte die MS FRAM von Hurtigruten festgemacht.

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    Und dann erklang "Sailway". Danach Frank Sinatras "New York, New York!" Was für ein Moment. Und wieder "Gänsehaut"-Feeling. An den nun beleuchteten Hochhäusern vorbei. Unbeschreiblich, das muss man live gesehen haben.

    Tag 3: 15.10.2018 - 2. Tag New York - Auslaufen am Abend

    Für den heutigen Tag hatte ich mir einiges vorgenommen. Ich wollte vom Cruise Terminal zur Brooklyn-Bridge laufen. Deswegen war die Nacht wieder früh vorbei. Gegen 5:30 Uhr verließ ich über Deck 5 das Schiff. Draußen merkte ich, dass es nieselte. Also Schirm raus. Rechts runter. Vorbei an der Luna.

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    Mehrmals musste ich wegen zahlreicher Baustellen die Straßenseite wechseln. Die Rush Hour setzte ein. New York erwachte. Trotz schlechten Wetters waren schon etliche Jogger unterwegs. So war ich nicht allein. Unsicher fühlte ich mich zur keiner Zeit. Ca. 8 km lagen vor mir. Der Wind pfiff mir um die Ohren. Und mein Schirm war dahin. Langsam wurde es hell. Ich hatte den Hudson River Park erreicht. Von Weiten grüßte schon das World Trade Center. Die Spitze hüllte sich in Wolken. Es war stark bewölkt, aber nicht kalt. Der Wind hatte nachgelassen.

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    Mein Ziel war der Battery Park. Von dort hat man einen guten Blick auf Miss Liberty.

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    Kurzfristig änderte ich meinen Plan. Ich beschloss, nun zuerst durch den Finanzdistrikt zum Park zu laufen.

    Auf einmal standen wir vor dem Trump-Tower.

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    Weiter Richtung Brooklyn. St Patrick's Church.

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    Langsam wurde es dunkel. Nun war der Times Square das Ziel. Und dort wurde man regelrecht von den Eindrücken "erschlagen". Irre!

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    Weiter am Hard Rock Cafe vorbei.

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    Irgendwie liefen wir ziellos umher und fanden doch immer das, was wir wollten. Nun ging es Richtung Empire State Building.

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    Ganz zum Gebäude sind wir nicht gelaufen. Es wäre sicherlich interessant gewesen, hochzufahren. Die Frage ist ja, wie lange steht man da an? Wir entschlossen uns nun, die nächste U-Bahnstation zu suchen. Die fanden wir dann auch. Es war die Penn Station. Wir mussten von hier aus mit der Linie A oder C zur Station High Station/Brooklyn Bridge. Man merkte, dass es Sonntagabend war. So leer sieht man die Metro wohl selten in New York.

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    Die Fahrt dorthin dauerte ca. 20 Minuten. Es waren acht Stationen. Von dort mussten wir noch ein Stück zurück laufen zur Bridge. Und dann standen wir auf der Brücke. Der Blick auf diese und das nächstliche Manhattan war überwältigen.

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    Wieder in Manhattan angekommen, beschlossen wir, zum Schiff zurückzukehren Wir waren "platt" von der Anreise, Zeitverschiebung und von dem Spaziergang durch die Stadt. Die Frage, mit der Metro oder mit dem Taxi. Man entschied sich für das Taxi. A. winkte eins heran. Fahrzeit bis zum Terminal ca. 15 Minuten, Fahrpreis 16 $. Für jeden von uns 4 $. Gegen 23 Uhr waren wir wieder auf der Diva.

    Zu Viert ging es los. Zunächst durch die 50th Street Richtung Columbus Circle, Eingang zum Central Park.

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    Den Park konnten wir leider nur "anschneiden". A. wollte unbedingt zurück zum Schiff, da die anderen aus der Facebook-Gruppe inzwischen am Schiff eingetroffen waren. Schade, bis zum See wäre ich noch gegangen. Doch das sollte nur ein kurzes Intermezzo sein. Tage später löste sich die Gruppe aus nichtigen Gründen auf. Und wir waren nur noch zu Dritt.

    So machten wir uns wieder auf den Rückweg. Wir wollten ja am Abend gemeinsam nach Brooklyn und von dort über die Bridge zurück nach Manhattan. Doch irgendwie "verpeilten" wir uns. So marschierten A., U., E. und alleine los. Wieder die 50th Street hinauf. Und kreuz und quer.