Der Tag begann etwas freundlicher, aber immer noch recht windig. Einige der Passagiere machten sich auf dem Weg zur Flämbahn. Hier stand noch ein Ausflug an. Ich frühstückte ganz entspannt im Markt-Restaurant. Um 11:30 Uhr waren alle wieder an Bord und wir kommten pünktlich den Heimweg nach Hamburg nehmen. Außerplanmäßig lagen nun 1,5 Seetage vor uns. Und wir konnten bei jetzt teilweisen guten Wetter die Ausfahrt aus dem längsten und tiefsten Fjord Europas genießen. Eine Traumlandschaft! Im Prinzip hat uns das Sturmtief auf der Nordsee echt einen Gefallen getan. Ohne diese hätten wir diese Landschaft
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Kaum aus dem Fjord draußen, begann das Schaukeln. Es war aber zum Aushalten. Der Lebensfreude an Bord tat das aber keinen Abbruch. Die Bars waren gut besucht. Um 19 Uhr besuchte ich die AIDA-Show "Heart of the Ocean". Die war wirklich sehenswert. Und so voll wie bei dieser Show war das Theatrium bei der ganzen Reise nicht. Den Tisch im French-Kiss hatte ich für 20 Uhr reserviert.
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Nach dem Abendessen traf ich mich mit den anderen wieder an der Casino-Bar. Bis kurz nach Mitternacht ging es hoch her. Danach war für mich "Schicht im Schacht". Es wurde ruhiger auf der Nordsee.
Freitag, 13.10.2023 - Seetag
Nach dem Frühstück im Markt-Restaurant suchte ich ein Plätzchen im Beach-Club. Das Wasser im Pool war immer noch abgelassen. Für die Kids nicht so besonders erfreulich. Zumindest die Whirlpools waren im Betrieb. Um 10:30 Uhr fand die Kids-Show im Theatrium statt. Daumen hoch, was die in kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben.
Nach und nach wurde auch der Außenbereich wieder geöffnet, so dass ich draußen an der Lanai-Bar meinen heißgeliebten Pina-Colada genießen konnte. Um 16:15 Uhr fand die nautische Fragestunde mit Kapitän Falk Bleckert im Theatrium statt. Er erklärte noch einmal ausführlich, warum man sich für die Alternative Fläm Overnight entschied. Mit Windstärke 10, teilweise drüber und bis zu 8 m hohe Wellen, wäre es nicht so angenehm geworden. Die AIDAprima bietet ja bekanntlich eine schöne "Angriffsfläche".
Mein Abendessen nahm ich heute am letzten Abend im Brauhaus zu mir. Bei einem Zwickel und einem Wiener Schnitzel. War gut. Danach traf ich mich mit den anderen wieder an der Casino-Bar. Meinen Koffer hatte ich bereits soweit gepackt. Es wurde noch einmal ein schöner Abend.
Samstag, 14.10.2023 - Abreise und Heimfahrt
Planmäßig machte die Prima in Steinwerder fest. Um 8 Uhr gaben die Hafenbehörden das Schiff frei. Ein letztes, gemeinsames Frühstück, dann brachen die ersten auch schon auf. Zwei von meinen Urlaubsbekanntschaften wohnen nicht weit weg von Hamburg, so dass diese innerhalb von einer Stunde zu Hause waren. Mir stand noch die Heimfahrt ins Saarland bevor. Und ich hatte "weiche" Knie.
Da ich den Tagesaufenthalt gebucht hatte, konnte ich mir bis 13 Uhr Zeit lassen, das Schiff zu verlassen. Mein Koffer war bereits per Kofferservice auf dem Heimweg. Reisen ohne Gepäck ist schon eine gute Sache. Etwas früher als gemusst, verließ ich das Schiff. Am Bussteig war nicht viel los. Gerade mal mit drei Mann ist der Bus zum Busterminal am Hbf gefahren. Ich kam mit dem Busfahrer ins Gespräch. Und es wurde lustig, denn es stellte sich heraus, dass er ein Exil-Saarländer ist und sogar noch aus dem selben Landkreis kam, wo meine Wenigkeit herkam. Es war ein nettes Gespräch und waren auch schnell per Du. Noch was Lustiges zum Abschluss der Reise.
Ich beschloss, nach Altona zu fahren und dort in den ICE 375 einzusteigen. Der fuhr auch pünktlich ab. Doch pünktlich kam der in Mannheim nicht an, so dass ich meinen Anschluss nach Saarbrücken verpasste und somit eine Stunde warten musste, ehe ich mit dem EC 216 aus München weiterfahren konnte. Ich ließ mir das am Info-Schalter bestätigten, denn ich hatte wirklich keine Lust, mit der S-Bahn bis Kaiserslautern zu fahren und danach weiter mit der RB. Aber auch der EC hatte 30 Minuten Verspätung, so dass ich auch in Saarbrücken wiederum eine Stunde hätte warten müssen. Anruf zu Hause. Und schon war das Privattaxi organisiert. Gegen 23 Uhr war ich wieder in den eigenen vier Wänden.
Fazit: Es war trotz aller Widrigkeiten eine schöne und interessante Reise. Alesund ersatzlos gestrichen - Schade, aber leider nichts zu ändern. Fläm als Ersatz für Stavanger - würde ich mal sagen: Genial! Allein die Fjordfahrt durch den Sognefjord war die Umroutung wert. Anschluss hatte ich auch wieder sofort gefunden, somit waren die Abende immer lustig und nie langweilig. Erstmals fuhr ich mit einem Familienschiff und in den Ferien - ist mir persönlich fast nicht aufgefallen.Und dieser Reisebericht - mal etwas anders. Tut mir leid. Ich hätte gerne mehr geboten. Ich hoffe, ich konnte Euch trotzdem die schönen Eindrücke vermitteln, die diese Reise für mich persönlicht gebracht haben. Zudem ich auch noch meinen Geburtstag auf See verbringen durfte.
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Zurück am Schiff. Gegen 17 Uhr waren wir wieder am Anleger. Schnell noch ein paar Souvenirs besorgt, dann rein ins Warme. Es wurde recht ungemütlich draußen. Es wurde stürmisch. Den Abend verbrachte ich mit den Urlaubsbekanntschaften an der Casino bar.
Aufgrund des Sturmtiefs wurde Alesund ersatzlos gestrichen und Fläm als Ersatzhafen für Stavanger ergänzt. Im Schutz des Fjordes wollten wir in Fläm den Sturm abwarten. Tage zuvor dachte ich noch, dass die Route noch einmal fahren muss, da ich unbedingt noch nach Fläm will. Da hat mich irgendeiner erhört.
Die Einfahrt in den Sognefjord begann mit Sonnenaufgang. Es war zu beginn der Einfahrt stark bewölkt, sollte sich aber zunehmend etwas bessern. Die Passage nach Fläm, das am Ende des Aurlandsfjord, einen Seitenarm des Sognefjords, war beeindruckend. Hat mir persönlich besser gefallen, als die Passage des Geirangerfjords.
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Beginnend mit einer leckeren Lauch-Käse-Creme-Suppe ging es dann weiter mit einem Nizza-Salat, anschließend gebratene Jakobs-Muscheln und zum guten Schluss ein Himbeer-Dessert. Dazu trank ich einen Rosé.
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Von dort ging es zurück durch Geiranger hinauf zu den "Adlerkehren". Von diesem Aussichtspunkt hat man einen grandiosen Ausblick auf Geiranger und die Sieben Schwestern. Ein Traum
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Hier unterbreche ich den Bericht erst einmal. Ich fahre heute noch 2 Tage an den Bodensee. Ich hoffe, dass ich bis hierher Euch ein paar Eindrücke von dieser Reise vermitteln konnte. Es kommt noch was.
Nun stand der Höhepunkt der Norwegen-Kreuzfahrt auf dem Programm: Der Geirangerfjord. Immer wieder ein Erlebnis, Mein erstes Erlebnis dort hatte ich 2009, als ich mit der MSC Opera zum Nordkap fuhr. Es sollte nun 14 Jahre dauern bis zur meiner Rückkehr. Aufgrund der geänderten Fahrtroute fuhren wir bei Dunkelheit in den 15 km langen Fjord ein. Deswegen ersparte ich mir das frühe Aufstehen. Zu sehen gab es da nix.
Zum Sonnenaufgang war ich aber auf dem Deck. Es war eisig. Der Winter naht. Das sah man ganz deutlich an den schneebedeckten Gipfeln des Fjords. Der Pass zum Dalsnibba ist bereits gesperrt.
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Kurz nach Freigabe des Schiffes um 08:00 Uhr begann die "Völkerwanderung". Für diese Destination hatte ich den Ausflug GEI 01 XA Norwegens Panorama: Idyllische Berg- und Fjordlandschaft gebucht. Treffpunkt war um 08:30 Uhr an den Bussen. Zusammen mit meiner Urlaubsbekannschaft C. ging es auf Entdeckungstour ins Hinterland von Geiranger. Wir waren in Bus 3.
Kurz vor dem Ablegen meldete sich Kapitän Bleckert von der Brücke. Wir sollten doch alle mal die Öhrchen spitzen. Oha, das bedeutete nix Gutes! Mir - und wahrscheinlich allen anderen auch - rutschte das Herz in die Kniekehle. Nix mit Geiranger? So schlimm kam es dann doch nicht, aber der Hafen Alesund wurde ersatzlos gestrichen und die Liegezeit im Geirangerfjord wurde verkürzt. Grund war ein Sturmtief, dass sich auf der Nordsee gebildet hat, und sich nun Richtung West-Norwegen bewegte. Es würden Windstärke 10 und bis zu 8 m hohe Wellen erwartet. Das wollte man uns nicht zumuten. Deswegen würde es jetzt schneller nach Geiranger gehen. Die Liegezeit müsste dort allerdings verkürzt werden. Zu diesem Zeitpunkt war der Ausweichhafen Fläm noch nicht im Gespräch. Die gebuchten Ausflüge für Alesund wurden gecancelt und das Geld dem Bordkonto gutgeschrieben. Die Erleichterung, dass Geiranger dem Sturm nicht zum Opfer fiel, war jedem deutlich anzusehen.
Punkt 17 Uhr hieß es dann "Leinen los!". Und just in diesem Moment fing es auch zu regnen an.
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Ich ging in die Kabine. Fertig machen fürs Geburtstags-Essen. Ich hatte die Sitzung um 18:00 Uhr gebucht. Ich konnte mich zwischen dem 3-Gänge-Menü für 39 € oder dem 6-Gänge-Menü für 59 € entscheiden. Ich entschied mich für Letzteres. Zum Anlass gönnte ich mir ein Glas Champagner.
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Kapitän Bleckert teilte uns mit, dass wir heute den besten Tag der Woche erwischt hätten. Kein Regen in Sicht. Was will man mehr am Burzeltag. Auch das war der Grund für diese Reise, einmal den Geburtstag in Norwegen zu erleben. Es sollte auch perfekt werden. Nach Freigabe des Schiffes ging es auf direkten Weg in die Stadt. Da heute das Wetter mitspielte, wollte ich auf den Hausberg. Also immer der "Meute" nach.
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Die Fahrt mit der Floibanen dauert ca. 6 Minuten. Es geht auf 350 m hinauf. Vom Hausberg Floyen hat man einen tollen Aussicht auf Bergen und den Fjord.
Den heutigen Tag wollte ich mal richtig relaxen. Dafür buchte ich die Tageskarte in der Wellness-Oase. Deswegen wollte ich zeitig zum Frühstück. Und wurde mit einem tollen Sonnenaufgang belohnt.
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Nach einem guten Frühstück im East-Restaurant ging es zurück zur Kabine und holte meine Badesachen. Danach in die Wellness-Oase. Ich suchte mir einen schönen Platz im Wintergarten vorne am Bug. Und genoß die Ruhe. Wenn man Durst und Hunger hatte, konnte man sich an der Obst und Teestation kostenlos bedienen.
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Bis 11 Uhr war ich allein, danach wurde es richtig voll. Am Horiziont tauchte die AIDAperla auf. Schwesterntreffen auf hoher See. Sie war auf dem Weg nach Hamburg. Nur mit Bademantel bekleidet, raus in den Außenbereich. Außentemperatur 2°C. Kapitän Bleckert betätigte das Typhon. Die Antwort kam promt zurück.
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Wieder rein. Jetzt mal gleich eine Runde im Whirlpool. Aufwärmen war angesagt. Danach den restlichen Tag chillen. Um 17:30 Uhr fand das Kennenlerntreff der Alleinreisenden im Beach-Club statt. Das wollte ich mir nicht entgehen lassen. Noch einen kleinen Umweg zur Lanai-Bar ans Heck des Schiffes. Das Wetter war genial. Schöne Heckwelle.
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Unsere Gastgeber von AIDA war Laura. Wir waren insgesamt zehn, die sich im Beach-Club eingefunden haben. Es war eine sehr nette Runde. Wir hatten eine Menge Spaß beim gemeinsamen Abendessen. An der Casino-Bar im Theatrium ging es dann weiter. Und dann war der 2. Tag an Bord auch schon vorbei.
Kreuzfahrten nach Norwegen wird es weiter geben, nur Fjordfahrten sind dann wahrscheinlich tabu, wenn sie nicht emissionsfrei fahren. Schiffe mit Schweröl sind dann verboten.
Nach dieser Stärkung ging es nun zurück in die Kabine. Die digitale SNRÜ stand auf dem Programm. Für mich absolutes Neuland. TV an, die Anweisungen folgen. War ganz easy. Nur mit dem Anlegen der Rettungsweste hatte ich so meine Problemchen. Die war anders als auf der Nova. Es dauerte etwas, sie anzulegen. Doch dann war auch das geschafft. Nun mit angelegter Weste zur Musterstaiton E. Diese befand sich auf Deck 7 im Theatrium. Die Bordkarte einlesen, dann war das auch schon erledigt. Zurück in die Kabine, Weste wieder im Schrank verstauen. Nun konnte man sich ganz und gar den schönen Dingen des Lebens widmen. Es regnete immer noch. Über Facebook hatten sich ein paar Alleinreisende schon zusammengetan und ein Treffen an der Lanai-Bar verabredet. Dort wollten wir das Auslalufen beobachten. Dieses verzögerte sich aber, weil noch ein Mega-Containerschiff auf der Elbe Richtung Hamburger Hafen unterwegs war. Statt um 18:00 Uhr ging es erst um 20:30 Uhr los. Bei Dunkelheit und Regen. Somit gibt es vom Auslaufen leider keine Fotos. Der Stimmung tat es keinen Abbruch. An der AIDAprima Bar ging es im Theatrium fröhlich weiter. Gegen Mitternacht war für mich "Schicht im Schacht".
Erstaunerlicher Weise konnte ich relativ auf die Kabine. Und da stand auch schon mein Koffer. Diesen hatte ich heuer erstmals mit TEFRA nach Hamburg bringen lassen. War doch praktischer ohne Gepäck zu reisen.
Nach 6 Außenkabine bei AIDA hatte ich diesmal eine Premium-Innenkabine auf Deck 12 mittschiffig, Steuerbordseite. Nach fünf Außenkabinen und einer Balkon-Kabine bei der Kussmund-Flotte nun erstmals eine Innenkabine. Bei 80 % EZ-Zuschlag ist das auch eine finanzielle Frage.
Für mich allein ist diese ausreichend, nur bei Doppelbelegung wird es mit dem Stauraum happig.
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Nach dem ich meinen "Kram" untergebracht habe, ging es runter ins Theatrium. Der Cocktail wurde fällig. Mit einem Pina Colada, einen Cappuccino und einem Stückchen Kuchen stimmte ich mich auf den Urlaub ein.