Beiträge von keseburg

    11.02.2019 Tempel, Tempel, Tempel

    Ein Wehmutstropfen hatten die nächsten Tage. Wir mussten immer früh raus. Um sieben ging der Bus, damit wir bis zur Mittagshitze unser Vormittagsprogram durch hatte. Dann folgten drei Stunden Siesta mit einem leckeren Essen im Hotel und entspannen im teilweise beschatteten Pool.

    Heute Morgen geht es zum Bayon Tempel mit einem beeindruckenden Tor. Er ist berühmt für seine meterhohen, aus Stein gemeißelten Gesichter. Im Gegensatz zu anderen Tempeln zeigen die Reliefs Alltagsszenen, währen in anderen höfische Szenen vorherrschen. Der Bau begann Ende des zwölften Jahrhunderts und dauerte fast vierzig Jahre.

    Bevor wir unseren Bus entern, hole ich mir noch eine gekühlte Kokosnuss zur Erfrischung. Bei der Wärme habe ich mir das verdient.

    Zurück im Hotel machen wir uns flott frisch, bevor wir mit einem Bus zu unserem heutigen Restaurant zum Abendessen fahren. Dort sitzen wir im ersten Stock draußen auf der Terrasse. Das essen ist wieder mal lecker. Wir haben uns gut mit noBite, Autan und Nosilife-Klamotten präpariert. Entweder, der Cocktail war sehr wirksam, oder es gab schlicht keine Mücken, wir wurden zumindest nicht belästigt. Aber besser, man ist vorbereitet.

    Danach halten wir Siesta am Pool, bevor es um drei Uhr zu unserem ersten Tempel, Angkor Wat, geht. Wir haben knapp zwei Stunden Zeit für die Anlage. Es ist anfangs sehr voll, aber im Laufe des Geländes verläuft es sich dann doch.

    Wer mag, kann die Tempel auch an einigen Stellen besteigen, die Treppen sind aber sehr steil und das Geländer sieht mir nicht sehr hilfreich aus. Die Hitze tut ein übriges und ich verzichte heute mal darauf. Ich bin schwer beeindruckt von der Architektur.


    Zum Sonnenuntergang verlassen wir die Anlage. Im Dunkeln ist es wahrscheinlich auch nicht so einfach, bei dem unebenen Gelände dort zurecht zu kommen.

    10.02.2019 Siem Reap

    Um acht geht es mit einem russischen Schnellboot über den Tonle Sap See Richtung Siem Reap. Der Wasserstand auf dem See, lässt es nicht zu, dass wir mit der Lan Diep weiterfahren. Auschiffung und Weiterfahrt nach Siem Reap.

    Vor dem Ausschiffen kriege ich noch mit, dass die Crew einen Spornkuckuck retten möchte. Einer holt den Vogel an Bord, der sich am Ufer in irgendwas verheddert hat. In seiner Kralle steckt ein Angelhaken samt Schnur. Für die OP kommt er in der Küche auf den Tisch und wird fachmännisch versorgt. Das brachte bestimmt reichlich Karmapunkte.

    Die Fahrt dauert viereinhalb Stunden. Auch mit dem Schnellboot bemerkt man den niedrigen Wasserstand. Ab und zu haben wir dezent Grundberührung.

    Wir müssen uns beim Aussteigen nicht um unsere Koffer kümmern. Sie werden mit einem separaten Bus zum Regency Angkor Hotel gebracht, in dem wir die nächsten fünf Nächte verbringen.

    Wir fahren mit zwei Bussen weiter nach Siem Reap. Unterwegs halten wir am Besucherzentrum und bekommen wir unsere Besucherausweise für die Tempelbesichtigungen. Den müssen wir die nächsten Tage immer bei uns tragen, sonst kommen wir nicht zu den Tempeln. An den Kontrollpunkten wird gründlich geprüft und einmal müssen wir auch noch mal zurück, weil einer in unserem Bus, den Ausweis nach der Mittagspause im Zimmer vergessen hatte. Aber die Wege waren an dem Tag nicht so weit.

    Danach geht es zum Mittagessen ins Hotel. Wir haben kurz Zeit, uns frischzumachen. Die Zimmer sind wieder sehr großzügig und gut ausgestattet. Wir haben ein Zimmer mit Blick auf den Pool. Die Kinder sogar einen Balkon.

    Das Mittagessen ist auch hier sehr gut und immer fantasievoll angerichtet. Der Service ist einwandfrei, Wasser wird ständig nachgeschenkt. Andere Getränke müssen extra bezahlt werden.

    Ein Stück weiter werden Kochherde in verschiedenen Größen hergestellt. Die werden später mit Holz befeuert und finden anscheinend immer noch ihre Käufer. Kein Wunder, sind doch noch weite Teile von Kambodscha nicht elektrifiziert bzw. ist Strom sehr teuer. Die Herde werden für eine bessere Haltbarkeit mit Bleck verkleidet. Die Herde kosten den Zwischenhändler je nach Größe zwei bis fünf Dollar.


    Wir besuchen auch noch Onkel Ri, den ortsansässigen Palmzucker-Bauern. Er ist gerade in einer seiner Palmen unterwegs und bringt die Ernte ein. Mit Flipflops klettert er auf einer Leiter aus Bambus, am Gürtel mehrere aufgeschnittene PET-Flaschen, von einer Zuckerpalme herunter.

    Wir können diverse Produkte aus Zuckerpalmensaft probieren. Der Kokosbrotaufstrich ist sehr lecker, der Schnaps interessant. Es gibt noch andere Produkte und wer mag, kann sich mit weiteren Souvenirs eindecken.

    Wir fahren zurück zum Schiff und verlassen Kampong Chhnang mit Koh Chau. Jetzt fahren wir durch das letzte schwimmende Dorf auf dem Tonle Sap. Im Sonnenuntergang ein wunderschönes Fotomotiv.


    In der Kabine finden wir die Zwischenrechnung für den Reiseabschnitt auf dem Fluss zur Kontrolle. Alles passt. Auf dem Sonnendeck gibt es den Abschiedscocktail und später das Abschiedsessen. Nach dem Abendessen werden die Rechnungen bezahlt und die Briefumschläge mit dem Trinkgeld für die Besatzung können abgegeben werden.

    09.02.2019 Kampong Chhnang

    Heute gibt es Frühstück von halb sieben bis neun. Der Fluss wird langsam schmaler und die Strecke wird immer noch ein bisschen schöner.

    Nach dem Frühstück kann man ein letztes Mal mit Tim malen. Wer nicht so zufrieden mit seinem Werk ist, bekommt Hilfe und am Ende sind alle zufrieden.

    Im Salon werden Werbefilme von Phoenix zu anderen Flussreisezielen auf Douro , Yangtze und Moskwa gezeigt.

    Wer mag kann auch noch den Maschinenraum besuchen. Unten ist es warm und laut. Für die Besucher stehen Hörschutzkopfhörer zur Verfügung, der Maschinist mag die aber nicht so gerne aufsetzen.

    Während des Mittagessens kommen wir in Kampong Chhnang an, dem Hafen der Töpfe. Wir liegen auf Reede und werden mit Ausflugsbooten an Lang gebracht.

    Dort warten kleine Busse und wir fahren in ein Töpferdorf. In der Nähe wird Ton gewonnen und hier gleich verabrebeitet. Wir sehen einer jungen Frau zu, wie sie Claypots bzw. Tontöpfe herstellt. Der Ton ist für einen Drehscheibe nicht geeignet, hier bewegen sich die Töpferen um einen Baumstumpf herum und formen die Töpfe. In mehreren Arbeitsschritten, zwischen denen der Rohling trocknen muss, werden die Töpfe hergestellt.

    Für fünf Töpfe bekommt sie zwei Dollar von einem Zwischenhändler, der die Töpfe dann auf Märkten, z.B. in Phnom Penh, verkauft. Sie ernährt damit ihren Mann und ein Kind. Ihr Mann ist deutlich älter, zumindest sieht er so aus. Es kommt oft vor, dass sich manche Männer junge Frauen suchen, sie arbeiten lassen und selbst ein Faible für Alkohol haben. Früher undenkbar, verlassen heute die Frauen ihre Männer, wenn sie nicht mit Ihm zufrieden sind.

    Weiter geht es nach Kampong Tralach, was übersetzt Hafen der Wintermelone bedeutet. Nach der Mittagspause werden wir einen Ausflug mit Ochsenkarren durch das Dorf, entlang der Reisfelder zu einer Tempelanlage mit angeschlossenem Kloster Wat Kampong Tralach, berühmt für seine kulturgeschichtlich sehr wertvollen und einmaligen Wand- und Deckenmalereien, machen. Bis jetzt hat sich noch kein Sponsor gefunden, um die Malereien zu restaurieren. Hier gibt es auch zwei Krematorien, das Alte arbeitet mit Holz, das Neue mit Gas.


    Wer mochte, konnte schon vorher einen Ausflug durch das Dorf und über den Markt machen und dabei die Menschen und ihren Alltag kennenlernen.  

    Wir wurden vorgewarnt, dass die Kinder den Besuchern selbstgebastelte Kleinigkeiten zur Begrüßung überreichen, wir Ihnen aber bitte im Gegenzug keine Dollar oder ähnliches geben sollen. Man möge sich gerne mit Ihnen unterhalten bzw. sich ausfragen lassen. Die Kinder und deren Familien sollen nicht den Eindruck erhalten, dass sich auf diese Weise Geld verdienen lässt und die Kinder auf Straße und nicht in die Schule schickt. Bildung wurde, wie schon erwähnt, früher schon mal sehr stark vernachlässigt, heute wird der Wert zumindest von der Regierung gesehen und gefördert.

    Auf Hin- und Rückweg werden wir von einem älteren Mann am Wegesrand mit Winken willkommen geheißen. Das macht er wohl jedes Mal. Was hat er von den Touristen, dass er sich so freut? Zumindest legen regelmäßig Schiffe hier an und nutze die Ochsentaxis. Am Anfang der Reise auf dem Mekong werden pro Person um die 14 USD eingesammelt und von der Summe landet dann was in den kleineren Orten, wie jetzt Kampong Tralach.


     

    Auf dem Rückweg überholen uns mehrere offene kleine Lastwagen, auf der Ladefläche dicht gedrängt, Frauen. Das sind Textilarbeiterinnen auf dem Weg nach Hause.

    Das Fahrzeug erinnert mich stark an einen Podracer bei Star Wars.

    Danach geht es weiter Richtung Kampong Chhnang, unserem letzten Halt am Tonle Sap Fluss.

    Schöne Sonnengänge gab es auch immer wieder.

    08.02.2019 Koh Chen und Kampong Tralach

    Auf unserem Weg passieren wir kurz vor Koh Chen die letzte Brücke unserer Reise. Wer sich während was wünscht, während wir unter der Brücke durchfahren, sollte sich nicht wundern, wenn sie wahr werden. Unterwegs sehe ich ein Geisterschiff, eine andere Art der Ahnen zu gedenken.

    In Koh Chen machen wir einen Spaziergang durch Dorf.

    Hier wird versilbert und das Material mit Hammer und Meißel bearbeitet. Es entstehen kleine und größere versilberte Dosen in Form von Schildkröten oder Elefanten, aber auch größere Pokale und Schalen. In den angeschlossenen Läden wird noch ansprechender Silberschmuck verkauft. Ohrringe gehen immer, sagt meine Tochter.

    07.02.2109 Kampong Cham

    Heute erkunden wir die Gegend um Kampong Cham. Ein Highlight ist die berühmte Bambusbrücke. Sie wird zu Beginn der Trockenzeit auf- und zum Ende abgebaut. Außerplanmäßig wurde vor ein paar Wochen in China ein Staudamm geöffnet und die Brücke wurde unter Wasser gesetzt. Sie hat aber nicht darunter gelitten. Weil das Wasser inzwischen wieder zurück gegangen ist, können wir ein Stück darauf spazierengehen. Sie verbindet das Kampong Cham mit der Insel Koh Paen, auf der kleine Hütten stehen, gegrillt wird und die Menschen aus der Gegend ihre Freizeit verbringen.

    Mit dem Bus fahren wir nach Wat Nokor, einem Sandsteintempel aus dem 11. Jahrhundert. Das ist schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf die Anlagen um Siem Reap.

    Kurz vor dem Mittagessen geht weiter mit dem Schiff Richtung Koh Dach.


    Dort besuchen wir am Nachmittag einen Frauenprojekt, in dem Seide hergestellt und verarbeitet wird. Die Insel trägt auch den Beinamen Silk Island. Die nächsten Schals wandern in meinen Vorrat. Eingebettet ist das Projekt in einem kleinen Freizeitpark mit Skulpturen und ein paar Tieren.

    Wir fahren weiter bzw. zurück nach Phnom Penh. Dort liegen wir auf Reede, bevor es morgen den Tonle Sap rauf geht.

    In Kampong Cham halten wir kurz während des Mittagessens, bevor wir uns aufmachen und an einem einsamen Strand anlegen.

    Die Crew räumt am Strand auf, legt große Mattenaus, installiert Grill und Bar für eine abendlichen BBQ. Wer mag, kann im Mekong baden. Das Angebot nehmen nicht alle wahr, aber bei Wasser kann ich nicht nein sagen. Es ist herrlich und so sauber, wie die Weser zuhause.

    Fundstücke am Strand

    Die Leckereien vom Grill sind vorzüglich. Mir schmecken die Fischkuchen mit grünen Bohnen besonders gut. Die Crew führt uns später traditionelle kambodschanische Tänze vor. Danach dürfen wir mittanzen, was auf Sand gar nicht so einfach ist. Ein Großteil der Gäste hatte auf jeden Fall viel Spaß. Aber irgendwer nörgelt immer.

    Normalerweise kann das Schiff auch über Nacht dortbleiben. Dann macht die Crew noch länger Party, aber der niedrige Wasserstand lässt es zum Ende der Trockenzeit leider nicht mehr zu.

    Um halb acht müssen wir schon wieder ablegen und fahren zurück nach Kampong Cham.

    Im Bordkino wird heute Killing Fields gezeigt und ziemlich viele schauen sich diesen Film, basierend auf einer wahren Begebenheit, an.

    Diesem Dorf ist der Wohlstand anzusehen, es wird reichlich gebaut und alles macht einen sehr gepflegten Eindruck.

    Der erste Affe auf dieser Reise.


    Wer mag kann sich von einem Mönch ein geknüpftes Band umbinden lassen. Das Ganze begleitet von einem Gebet, damit alle Wünsche in Erfüllung gehen.

    Zum Abschluss lass ich mir noch Zuckerrohr auspressen. Ein beliebtes Erfrischungsgetränk auf gestoßenem Eis in Asien.

    Von hier oben hat man einen herrlichen Blick auf die weitläufigen Felder. Während des Vietnamkrieges wurde auch in dieser Gegend Agent Orange eingesetzt. Unter anderem mit deutscher Hilfe wurden die Wälder auf der anderen Seite des Mekong aufgeforstet. Die Bäume stehen nach Meinung unseres Guide sehr ordentlich in Reih und Glied, typisch deutsch eben.

    Dann geht es auch schon zurück zum Schiff, das Gate wird geschlossen und wir fahren nicht das letzte Mal nach Kampong Cham.

    06.02.2019 Wat Hanchey

    Der Morgen beginnt mit einer Überraschung. Werder hat es ins Halbfinale des DFB Pokals geschafft. Mindestens sieben Fans freuen sich darüber.

    Um sieben verlassen wir Kampong Cham und fahren weiter nach Wat Han Chey. Wir legen wieder an der Uferböschung an, es gibt aber einen einigermaßen mit Bambus befestigten Weg hoch zur Straße.

    Wat heißt Hügel und den gilt es zu erklimmen. 303 Stufen führen hoch zum Tempel, dessen Ursprung bis ins 7. Jahrhundert zurückreicht. Es warten aber auch ein paar Mopeds auf diejenigen, die den Hügel lieber auf der Rückbank eines solchen erfahren wollen. Eine davon bin ich. Die Fahrt kostet hin und zurück 3 USD, bezahlt wird am Ende der Tour. Die Straße ist in einem mäßigen Zustand, aber meine Fahrerin ist sehr umsichtig. Da die Fußgänger etwas länger brauchen, sind bei meiner Ankunft erst wenige Touristen vor Ort.

    Weiter geht es mit dem Schiff nach Kampong Cham. Nach dem Abendessen legen wir dort an der Uferböschung an. Letztes Jahr gab es noch eine schöne Promenade und einen Anleger.

    Dieses Jahr ist davon wieder einiges Geschichte und die Promenade durch Hochwasser stark beschädigt. Die Crew muss einen Weg hoch zur Promenade den Weg von Gestrüpp befreien. Damit wir uns im Dunkeln zu Recht finden, wird noch eine mobile Lampe installiert.

    Der Kreuzfahrtdirektor empfiehlt Besuch der Rooftopbar KC Sky an der Promenade und das machen wir doch gerne. Die Cocktails und die Aussicht sind auf jeden Fall nicht schlecht.

    In Angorban angekommen, machen wir einen Rundgang durchs Dorf.

    Gerade wurden Erdnüsse geernet.

    Wir schauen uns die hiesige Pagode an und besuchen eine Schule.

    Die Kinder freuen sich auf unseren Besuch. Es bilden sich kleine Grüppchen aus ein bis zwei Kindern und einem Besucher, die Kleinen lesen uns mit Begeisterung aus ihren Englischbüchern vor. Einer von uns nimmt sich ein Herz und gibt ein Unterrichtsprobe. Der Lehrer freut sich besonders darüber, weil die Kinder so mal eine andere Stimme und Betonung kennenlernen.

    Im Gebäude ist auch noch eine kleine lokale Weberei untergebracht, die indigogefärbte Gärne verwendet. Die Schals in den unterschiedlichen Blautönen sehen sehr schön aus.

    Zur Mittagszeit legen wir ab und fahren Richtung Angkorban. Ich mache noch einige Bilder von der Uferpromenade, die sich in den nächsten Jahren auf jeden Fall verändern wird. So sieht das Restaurant Titanic vom Fluss aus aus.

    Immer wieder sind man an der Uferlinie einfache Unterkünfte und in zweiter Reihe moderne Hochhäuser.

    Hier treffen Mekong (grünes Wasser) und Tonle Sap (eher schlammig) aufeinander.

    Sieht irgendwie nach Wochenende und Relaxen aus

    Wenn das Hochwasser mal wieder die Böschung abreißt

    Unser kambodschanischer Reiseleiter hält einen Vortrag über seine Heimat. Sein gutes Deutsch hat er in Nordhausen und Karl-Marx-Stadt erlernt, wo er Maschinebau studiert hat. Er arbeitet seit ein paar Jahren allerdings als Reiseleiter. Durch die Arbeit bei der Reederei ist er krankenversichert, was in Kambodscha eine Ausnahme ist.

    In seiner Kindheit wurde auch er während der Zeit der Roten Khmer von seinen Eltern getrennt und hat diese in einem Arbeitslager verbracht. Er hat sich danach intensiv mit dem Regime Pol Pots auseinander gesetzt und setzt uns ins Bild, welche der damaligen AnführerInnen noch heute in der Regierung Kambodschas und im Umfeld wichtige Posten übernommen haben. Als damals klar war, dass auch innerhalb des Führungsstabes nicht alle Ihres Lebens sicher waren, haben sich einige mitsamt ihrer Anhänger nach Vietnam abgesetzt und kamen später mit den vietnamesischen Soldaten als Befreier zurück.