Beiträge von Joean

    Mit unserer Flex-Buchung sind wir diesmal auf Deck 8 gelandet. Schön mittig und trotzdem nicht zu weit vom Treppenhaus B entfernt. Im letzten Jahr waren wir auf Deck 7 noch ein wenig näher an den Fahrstühlen. Insgeheim hatte ich ja bei dem Flex-Kabinen-Poker noch gehofft, etwas höher, vielleicht sogar auf Deck 11 zu landen. Mich würde nämlich mal interessieren, wie viel Sonne das dort überhängende Dach wirklich schluckt.

    Aber ich will überhaupt nicht meckern! Die Kabine und ihre Lage sind absolut super und vielleicht ist das ein dezenter Hinweis darauf, dass ich mich bei TUI einfach hochschlafen muss?!

    Kurz nach uns treffen schon unsere Koffer ein und wir können auspacken. Dabei fällt mir auf, dass zwar die Bademäntel in den Schränken hängen, aber diese Frottee-TUI-Schlappen fehlen. Hab ich was verpasst? Gibt’s die Dinger nicht mehr? Oder wurd’ ich einfach nur bei der Verteilung vergessen?

    Ich beschließe, dass es mir nicht wichtig genug ist, denn immerhin hat mein Mann ungefragt! meine Badelatschen zu Hause mit eingepackt. Lange verheiratet zu sein, bringt also mal wieder Vorteile, denn wichtige Erkenntnisse werden verinnerlicht. Unser Beispiel: „Schuhe kann die Frau nie genug haben.“, selbst wenn es nur Badelatschen sind.

    so - nun der zweiteTeil... muss doch an der "Menge" Text gelegen haben


    Ich tauche auf aus meinen Erinnerungen an 2015 und stelle fest, dass sich zu damals doch etwas geändert hat.

    Wie gesagt, die Kaffee-Lounge ist sehr gut gefüllt. Niemand scheint sich mehr daran zu stören, dass man für einen geschmacklich hervorragenden Latte macchiato ganze 2,60 € zahlen soll.

    Manch ein Touri, der in Berlin z.B. rund um den Gendarmenmarkt für einen unterirdisch schlechten Latte mal locker 5 € und mehr auf den Tisch legt, sollte da mal drüber nachdenken.

    In Anbetracht der Temperaturen werfen wir nur einen kurzen Blick in die Karte, eigentlich haben wir uns schon entschieden. Die Eisschokolade war letztes Jahr schon himmlisch!

    Kaum steht die Karte wieder an ihrem Platz, kommt auch schon der Kellner.
    „Herzlich willkommen in der Kaffee-Lounge. Was darf ich Ihnen bringen?“
    So mag ich das.
    „Wir hätten bitte gern zwei Eisschokolade.“
    „Heiße Schokolade. Sehr gern. Eine gute Wahl.“
    Natürlich ist das eine gute Wahl, aber es ist nicht unsere.
    „Nein, EISschokolade.“
    Oh – sehr gern.“ Abgang der Kellner.

    Wir widmen uns wieder der Aussicht und unseren geplanten Aktivitäten. Die vier Mädels des Streichquartetts fiedeln sich durch ihre Noten und manches erkennen wir sogar.

    Kurze Zeit später sehe ich, wie sich die Stirn meines Mannes wieder leicht umwölkt. Ungemach bahnt sich an. Ich selbst bin mir keiner Schuld bewusst, umdrehen lohnt sich aber nicht mehr, der Kellner ist schon da.
    „Bitte sehr, Ihr Eiskaffee.“
    In dem Moment da das zweite Getränk den Tisch berührt und er meinen irritierten Blick auffängt, findet er seinen Fehler.

    Er entschuldigt sich sofort und bietet selbstverständlich an, uns das Gewünschte zu bringen.
    Wir wollen keinen Aufriss, immerhin ist es ein Kaltgetränk, gegen Kaffee sind wir nicht allergisch und 2 Komponenten stimmen ja (Eis + Sahne).

    Ein wenig erinnert es mich an einen uralten Witz, den ich auch nicht mehr ganz zusammen kriege. In der Damenboutique sagt die Kundin: „Ich nehme dieses Kleid in der 38.“ Die Verkäuferin bringt stillschweigend die 42. Kleid passt – und alle sind zufrieden.

    So vergeht die Zeit bis um 15:00 Uhr sehr schnell und wir dürfen auf unsere Kabine. Der Kellner bringt uns die Rechnung, entschuldigt sich noch einmal wortreich, mein Mann unterschreibt und wir verabschieden uns von ihm mit einem Augenzwinkern und dem Satz:
    „Wir versuchen’s einfach morgen noch mal.“

    Da bin ich wieder.

    Zunächst einmal möchte ich mich für die vielen lieben Kommentare bedanken. Diese enorme Resonanz hat mich doch einigermaßen überrascht.

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    Wir gehen erst mal ins nahe gelegene Einkaufszentrum und bleiben folgerichtig in der dortigen Fundgrube hängen. Als wir den Laden wieder verlassen, hat die Verkäuferin leichte Euro-Zeichen in den glänzenden Augen und ich müsste dringend duschen.

    Wir schauen auch noch in den anderen Läden vorbei und wundern uns über das Angebot. Wir haben Januar, draußen sind 23° und in den Läden werden dicke Strickpullover mit Rollkragen und Thermojeans vertickt. Alles im Super-Sonderangebot und dies scheint mir bei der Wetterlage hier auch dringend nötig. Wer soll so was kaufen?

    Die ganzen After-Shaves und Parfüms zerren an unserem Arm und wir beschließen, unseren ursprünglichen Plan zum gegenüberliegenden Strand zu laufen, über den Haufen zu werfen. Ein kleiner Spaziergang an der Promenade muss nun reichen. Aber auch dort wird es uns in der knalligen Sonne bald zu warm. Also doch zurück auf Schiff.

    Es ist jetzt viertel vor zwei, die restliche Zeit werden wir uns in der klimatisierten Kaffee-Lounge vertreiben. Testen wir doch mal, ob die Eisschokolade hier genauso himmlisch schmeckt, wie auf der 3.

    Die Kaffee-Lounge ist gut besucht, aber wir finden noch ein schönes Plätzchen, beobachten das Geschehen im Hafen und zusammen mit meinem Blick schweifen auch meine Gedanken zurück in die Zeit vor fast genau einem Jahr als wir auf der MS 3 an fast genau der gleichen Stelle saßen...

    Es war damals der erste Seetag, so gegen 11 Uhr und wir wollten uns einen guten Latte gönnen. Also ab in die Kaffee-Lounge. Es war nichts los. Wir waren die einzigen Gäste, also suchten wir uns den schönsten Tisch, nahmen Platz und studierten die Karte.

    Und man muss diese Karte studieren, denn entscheidend für den weiteren Verlauf des Tages kann es schon sein, ob ich mir den Latte nun mit einem Espresso Organico oder etwa einem Il Gusto Naturale aufbrühen lasse! Ich war – zugegebenermaßen – etwas überfordert und hoffte nun darauf, dass mir mit Hilfe einer Servicefachkraft die Entscheidung leichter gemacht wurde. Hoffen darf man ja.

    Die Zeit bis zum Moment der Entscheidung verbrachte ich damit – wie so oft – die Leute zu beobachten. Nun ist ja der erste Seetag meist der Tag, an dem die Mehrzahl der Gäste das Schiff erkundet. So war es auch diesmal.

    Ein gemächlicher, aber steter Strom von Leuten fand den Weg vorbei an der Diamant-Bar und am Surf&Turf, die Treppe hinunter und was dann kam, schildere ich aus der Erinnerung, vielleicht nicht unbedingt wörtlich, aber immer mit dem gleichen Ergebnis.

    „Guck Uschi, hier ist die Kaffee-Lounge. Das ist aber ein schöner Blick. Wie auf der MS 1 unten im Atlantik.“

    Uschi nickt und geht die restlichen Stufen runter. Kurz genießt sie den Ausblick und dann geht sie zielsicher zum Nebentisch und greift die Karte.

    „Was hammse denn hier?“
    'Kaffee’ – denke ich mir und warte darauf, wie lange es dauert, bis sie drauf kommt.

    Uschi betrachtet die Karte, blättert um und kann ihren spitzen Schrei der Empörung nur mühsam unterdrücken:
    „Da stehen ja Preise drin!“
    Halleluja – das ging ja fix.
    „Komm weiter Günter.“
    Also geht’s die Treppe wieder rauf und ich meine noch ein unterdrücktes: „aber der Blick ist so schön...“ zu hören.

    Inzwischen waren gute 5 Minuten vergangen, wir hatten die Karte auf ihren Platz zurück gestellt, waren immer noch die einzigen Gästen und hätten nun gern einen Latte – aus welchem Kaffee auch immer – gehabt.

    Nun muss man dazu sagen, dass wir Beide nicht diejenigen sind, die laut „Kellner“ oder „Service“ oder irgend etwas in der Richtung rufen. Wir lassen es eher ruhig angehen, wir haben Urlaub und schätzen es, wenn wir vom aufmerksamen Personal bzgl. unserer Wünsche angesprochen werden.

    Das Personal bestand im Moment aus zwei sehr jungen Männern, die mit dem Rücken zu uns am Tresen lehnten. Sie debattierten über irgendein Thema, welches mir inzwischen entfallen ist – die Beiden aber offensichtlich sehr beschäftigte.

    Das versprach lustig zu werden und aus den Augenwinkeln setzte ich meine Beobachtung fort. Zwischendurch kamen und gingen weitere Gäste analog Uschi + Mann.

    Nochmals 5 Minuten später tauchte aus den Serviceräumen ein dritter junger Mann auf, der sich sogleich intensiv am diskutierten Thema beteiligte.

    Auf lautes Rufen wollten wir immer noch verzichten, also begannen mein Mann und ich eine dezente, wenn auch sinnfreie Unterhaltung, um so eventuell etwas Aufmerksamkeit zu erregen. Das klappte auch.

    Die drei drehten sich um, schauten in unsere Richtung und unterhielten sich weiter. Nochmals 3 Minuten später umwölkte sich die Stirn meines Mannes doch leicht und es kam zum Showdown.

    Fasziniert konnte ich zusehen, wie der eine Kellner dem anderen seinen Ellenbogen zwischen die Rippen rammt und entsetzt: „Ejh, guck mal da die Gäste“ murmelt.

    Oh, jetzt konnte es nur um uns gehen, denn wir waren immer noch die Einzigen, die saßen.

    „Soll ich wirklich???“

    ‚Was für eine Frage’, denke ich mir und male mir die Situation aus seiner Sicht aus.

    Wahrscheinlich rechnet er damit, dass auch wir mehr oder weniger empört aufstehen und gehen sobald er uns verklickert hat, dass man hier den Latte nicht für nada bekommt wie in der Naschbar auf der MS 1.

    Zaghaft nähert er sich unserem Tisch und irgendwie tut er mir leid. Wie viel mehr oder weniger großen Gästezorn er in seinem so kurzen Kellnerleben wohl schon abbekommen hat?

    Wir beschließen, ihn zu erlösen und nach einem „Guten Tag“ können wir uns den Satz: „Wir wissen, dass wir hier bezahlen müssen“ nicht verkneifen.
    Schlagartig zaubert dies ein Strahlen auf sein Gesicht und wir beginnen eine intensive Diskussion über die Eigenheiten der einzelnen Kaffeesorten. Wirklich viel schlauer macht es mich nicht, es liegt eher daran, dass ich mir Geschmack so schlecht vorstellen kann. Also beschließe ich das einzig richtige zu tun: Ich nehme mir vor, mich so peu à peu durch die Karte zu arbeiten.
    Natürlich nicht an einem Tag, wahrscheinlich noch nicht einmal in der dieser einen Woche, aber irgendwann werden wir ja wieder mit Mein Schiff fahren und dann...

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    gleich geht's noch weiter. Ich hab hier nämlich ein paar Probleme mit der Formatierung. Möglicherweise ist es ja zu viel Text
    ?(

    So, hier kommt er nun - mein ultimativer Reisebericht unserer Reise vom 24.- 31.01.2016.

    Man soll die Erinnerungen ja nieder schreiben, solange sie noch heiß sind (oder so ähnlich). Daher geht's jetzt los, obwohl der Bericht noch nicht ganz fertig ist.

    Es ist jede Menge Text - aber wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Selten war dieser Satz so wahr!

    Auf geht's...

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    „Och nö!“
    „Wieso denn nich???“
    „Davon gibt es hier schon gefühlt tausendundzehn.“
    „Na und? Iss mir doch egal!“
    „Wer will denn den Schei... noch lesen?“
    „Mann, Du nervst! Wieso nervst Du immer so?“
    „Ich nerv nicht. Ich hab Recht.“
    „Doch, Du nervst! Das muss bei Dir schon angeboren sein! Du nervst ständig! Das liegt Dir schon in den Genen!!!“
    „So ein Quat... . Moment mal! Gene?! Was hast Du eigentlich gegen meine MUTTER???“
    „Könnten wir mal zurück zum Thema kommen?“
    „Was war das Thema?“
    „DER REISEBERICHT!!!“
    „Och nö...“


    So oder ähnlich stritten sich die beiden Seelen in meiner Brust.
    Da es aber nun diesen neuen Beitrag im Reisebericht-Thread gibt, könnt ihr Euch ja vorstellen, welche der Stimmen sich letztlich durchsetzte.

    Bevor es nun losgeht, möchte ich Euch versichern, dass alles – aber auch wirklich alles! – genauso passiert ist, wie es hier steht.

    Samstag, 23. Januar 2015

    Der erste Blick aus dem Fenster bestätigte mich in meiner Vorsicht. Gut, dass ich das Anreisepaket über TUI gleich mit gebucht hatte. Dichtes Schneetreiben in Berlin. Na, da sollen sie mal sehen, wie sie uns morgen pünktlich nach Gran Canaria bringen. Soll nicht meine Sorge sein. Die Internet-Seite vom Flughafen Tegel verkündete schon mal Verspätungen von mindestens einer halben Stunde für alle Flüge am Samstag. Hoffentlich kommt heut nacht nicht der angekündigte Eisregen.

    Sonntag, 24. Januar 2016

    Um 04:00 Uhr klingelt der Wecker, um 04:45 Uhr kommt unser vorbestelltes Taxi. Der Taxifahrer ist eher von der schweigsamen Sorte, aber so früh am Morgen sind auch wir noch nicht zu ausgedehnter Konversation fähig. Interessant ist allerdings der Weg, den er nach Tegel nimmt. Wir sind schon so oft mit dem Taxi dorthin, aber es gibt immer einen Fahrer der etwas anderes unter kürzester Strecke versteht. Sonntags früh um 5 ist aber definitiv die einzigste Zeit in der Woche in der man in Berlin mit richtig viel Spaß Auto fahren kann – wenn man denn schon wach ist. Egal, alle Wege führen nach Rom und in Berlin führen alle Wege nach Tegel. Wir sind zehn nach fünf am Terminal von AirBerlin. Bis zum Abflug sind’s jetzt noch 1 Stunde und 10 Minuten. Wir freuen uns, da am Check-In so überhaupt nichts los ist. Dann können wir ja noch in Ruhe eine rauchen. Der Weg durch das Bänderlabyrinth vor den Schaltern dauert länger als der eigentliche Check-In. Dachten wir zumindest bis dahin.

    „Guten Morgen“, wir zücken unsere Pässe.
    „Guten Morgen. Ah, Mr. und Mrs. Ho…. Sie sind zu spät!!!”
    Häh?????
    „Die Maschine um 6 ist schon durch.“
    Meine Stirn legt sich in bedenkliche Falten.
    „Aber sie fliegen ja um 6 Uhr zwanzig. Dann ist alles gut. Kleiner Scherz“
    Prima, ich lach dann später.

    Unsere Koffer sind vom Maximalgewicht weit entfernt.

    „Wo wollen Sie sitzen?“
    „Also am liebsten so beidseitig vom Gang“
    „Das kostet aber extra.“
    „???“ Meine Stirn gleicht nun einem gut durchpflügten Acker.
    „Das ist seit Januar neu bei AirBerlin. Sie können wählen zwischen Fenster/Mitte und Gang/Mitte.“
    Bäh!
    „Gut, dann nehmen wir Gang/Mitte“, damit wenigstens einer von uns mal einen Fuß lang machen kann.
    Der Komiker hakt auf seiner Tastatur herum, guckt erstaunt und meint: „Sie haben jetzt zwei Gangplätze, aber sie sitzen hintereinander.“
    Geht doch!

    Nachdem wir nun unsere Bordkarten haben, gehen wir zur Stirnglättung und Blutdrucksenkung noch einen Kaffee trinken und danach eine rauchen. Beides wirkt! Und wir kommen nun entspannt bei der Sicherheitskontrolle an. Auch hier sind wir die einzigen. Irgendwie finde ich das schon ein wenig seltsam, gibt’s außer uns hier noch andere Fluggäste?

    „Guten Morgen“
    „Een wunderschönen juten Morjen wünsch ick Ihnen.“
    Oh, der ist aber ausgeschlafen!
    Ich lege meinen Fotorucksack plus Jacke in die Wanne.
    „Flüssischkeiten, Compjuta dabei?“
    „Nein, nur eine Kamera.“
    „Kamera iss auch vaboten. Iss neu seit Januar.“
    Großhirn an Blutdruck: STEIGEN!!! „Watt?“
    „War een Scherz. Ick wünsch Ihnen een schönen Urlaub“
    Ja, genau den brauch ich jetzt auch.

    Am Flugsteig angekommen, reicht die Zeit noch für einen Gang auf die Toilette. Dabei lerne ich dann auch sämtliche anderen Fluggäste kennen – zumindest den weiblichen Teil davon.

    „Guten Morgen, liebe Gäste. Wir freuen uns, Sie an Bord begrüßen zu dürfen. Ich bin Ihr Flugkapitän und werde Sie nach Las Palmas auf Gran Canaria bringen. Nachdem wir unsere Reiseflughöhe erreicht haben, wird unser freundliches Kabinenpersonal mit dem Service beginnen.“

    Gewarnt durch den bisherigen Verlauf des Morgens grüble ich noch über den Haken in dieser Rede nach. Ich sollte schon bald dahinter kommen.

    „Was möchten Sie gern trinken?“
    Aufgrund einiger Beiträge hier im Forum verzichte ich auf Kaffee und lasse mir ein Wasser und eine Cola geben. Dabei kann man nichts falsch machen.

    „Eine Laugenstange oder ein Rosinenbrötchen für Sie?“
    Jede dieser Laugenstangen räkelt sich zusammen mit vierzig ihrer Kumpels in einer einzigen großen Plastetüte, in welcher sie offensichtlich gerade gemeinsam erwärmt wurden. Das Kondens- oder Schwitzwasser bildet an der Innenseite besagter Tüte tausende kleine Tröpfchen.
    Ich werfe einen Blick auf die betreffenden Teile und möchte ihr zurufen: ‚Weder noch!’
    Aber: Ich habe Hunger, also lasse ich mir eine dieser Laugenstangen geben.

    In der Reihe hinter mir lässt sich eine Dame ein Rosinenbrötchen geben und stellt entsetzt fest: „Das ist ja trocken. Das können Sie gleich wieder mitnehmen.“

    Ich kann sie verstehen. Auf einem 5 Stunden Flug als einzige Nahrung ein einziges Brötchen ohne jeden Belag zu reichen, empfinde ich nicht als „Service“. Mit viel gutem Willen könnte man es als lebenserhaltene Maßnahme bezeichnen. Ich tröste mich mit dem Gedanken an die vielen Köstlichkeiten, die wir in der nächsten Woche zu uns nehmen werden und widme mich meiner Dauerbackware.

    Das Leben meiner Laugenstange war bisher bestimmt auch nicht einfach, aber in den nächsten 30 Minuten stirbt sie sehr, sehr langsam und qualvoll.

    Ich habe sie nämlich totgekaut!

    Auch dieser Flug geht vorüber und am Flughafen warten wie immer schon die hilfsbereiten Geister von TUI, die uns zu den Weg zu den Bussen weisen. Auch wie immer stehen die Busse links vom Eingang in der Gegend von Steig A8.

    Es folgt die kurze Busfahrt zum Schiff und ja – einiges kommt uns noch aus dem letzten Jahr bekannt vor. Es gibt keine Schlange beim Einchecken und nach erfrischend kurzer Zeit stehen wir schon auf der Mein Schiff 4. Es ist jetzt gerade mal halb zwölf und die Laugenstange in unserem Magen schreit nach Gesellschaft. Also führt uns unser Weg ins Anckelmanns.

    Lange bleiben wir aber nicht sitzen. Wir müssen uns etwas die Beine vertreten. Gesessen haben wir heute schon lange genug.

    Hallo, einen extra Reisebericht wird es von mir für die Schallwellentour nicht geben. Daher lade ich hier mal einige Fotos vom Auslaufen aus Hamburg und unserem Besuch in Oslo hoch.

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    Ich hab's ein wenig mit ungewöhnlichen Perspektiven:

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    Ein traumhafter Sonnenuntergang beim Auslaufen aus der Elbe:

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    Das frühe Aufstehen für das Einlaufen im Oslofjord hat sich gelohnt:

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    Unser Spaziergang führte uns zuerst zum Schloss und danach in den neu gebauten Stadtteil Aker Brygge.

    Hier wird die ganze Gegend durch viele Skulpturen aufgelockert. Jede Menge Raum für "neue Blickwinkel".

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    Wie gesagt: teilweise seeeehr ungewöhnliche Perspektiven 8o8o8o8o8o8o8o8o daher hab ich ihr auch gleich einen Namen gegeben.


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    Heute mittag war noch nichts eingetragen - und jetzt haben wir eine schöne Verandakabine auf Deck 9 in der Nähe des vorderen Treppenhauses. Wir freu'n uns sehr.
    Über uns liegen die Suiten und Juniorsuiten - sollte uns da vielleicht sogar Santiano auf dem Kopf rumtrampeln? :joke:

    dass der TUI-Shuttle vom Hbf in Hamburg zum Schiff und vom Schiff in Kiel zum Hbf von allen benutzt werden kann, auch wenn man die Bahntickets separat gekauft hat.

    Ach? Ist das echt so?
    Bisher haben wir nur in ausländischen Häfen den Shuttle Flughafen - Schiff in Anspruch genommen - und das auch nur wenn wir auch den Flug über TUI gebucht hatten.

    Das würde ja bedeuten, die nehmen da am Bahnhof einfach so jeden mit, kommt mir irgendwie so gar nicht TUI-like vor. Da bin ich ja mal gespannt...

    Joean

    Anreise nach Hamburg und Rück ab Kiel?

    Auch wir werden mit der Bahn kommen. Weiter oben hatte der @kleineMatrose ja schon mal auf das Sommer-Spezial der Bahn hingewiesen. Ab HH Hbf. mit der U-Bahn bis Überseequartier und dann noch 100m laufen - schon ist man da. Und in Kiel ist es zwar etwas weiter bis zum Bahnhof, aber wenn's nicht gerade regnet, kann man das durchaus auch laufen. Ansonsten gibt es dort aber auch einen "normalen" Stadtbus (hab ich mich aber noch nicht weiter mit beschäftigt).

    Viele Grüße
    Joean

    Guten Morgen JakeD,

    ja, als die Info für diese Reise rauskam, genügte wirklich ein Blick zwischen Deinem ehemaligen Doppelkopfpartner und mir, dann war die Sache völlig klar.
    Wir wollten unbedingt dabei sein - und dann entwickelte sich das Ganze irgendwie zum "Selbstläufer" :D
    Und nun zusammen mit unserer Karibik-TA-Truppe auf Reisen zu gehen, ist für uns natürlich das berühmte Tüpfelchen auf dem "i".
    Wir freuen uns schon sehr auf's Treffen in FF - dauert ja nicht mehr lange!

    Viele Grüße
    Joean

    so - nun bin ich beim Stöbern doch noch auf ein Bild gestoßen :thumbsup: Das macht es vllt. etwas deutlicher.

    Prinzipiell empfiehlt es sich, den sportlichen Mann voran gehen zu lassen, damit er seiner Funktion als Verandatüraufhalter :thumbsup: gerecht werden kann, denn der seitliche Zwischenraum zwischen Sessel und Türschwelle ist praktisch kaum existent. Zurück in die Kabine dann idealerweise in umgekehrter Reihenfolge.

    An dieser Stelle macht sich der Unterschied zwischen Balkon- und Verandakabine deutlich bemerkbar. Wie aus den Katalogen ersichtlich, sind die Verandakabinen 16m² und die Balkonkabinen 17m² groß. Und dieser eine m² findet sich genau an dieser Stelle! Hier ist nämlich zwischen dem ausgezogenen Sessel und der Tür mehr Platz. (Auf unserer letzten Reise gab es sozusagen eine Forums-Mitglieder-Kabinenführung :thumbsup: Daher mein Wissen. :rolleyes: ) Außerdem haben die Balkonkabinen eine Schiebetür (ähnlich Aida), die leichter zu öffnen ist, als die doch ziemlich schwere Verandatür.

    Es ist zwar eng, aber es geht. Man kann am ausgeklappten Schlafsessel vorbeigehen, ohne darüberklettern zu müssen.


    Hallo,

    also DAS kann ich überhaupt nicht bestätigen!

    Wir haben das mal vor 2 Jahren so gebucht und ich würd's keinem empfehlen! Von einem "Vorbeigehen ohne Klettern" kann überhaupt keine Rede sein! Es gibt ganz sicher sportlichere Typen als mich, aber das Drübersteigen mit gleichzeitiger "Nach-außen-Drückung" :) der schweren Verandatür erfordert doch schon einiges Geschick. Wie ich da wen nicht wecken soll, ist mir ein Rätsel. Sollten wir nochmal zu Dritt fahren wollen, werden wir entweder eine Familienkabine oder eine Junior-Suite buchen.

    Tut mir leid - die Auskunft hast Du Dir bestimmt anders vorgestellt - aber ich kann's ja nicht ändern.

    Ach ja, wir hatten eine Kabine auf Deck 10. Wir waren aber auch schon auf Deck 9 - und da hat es mit dem Platz auch nicht anders ausgesehen.

    Viele Grüße

    Joean

    Delling

    Der kostenlose Internetzugang funktioniert definitiv NUR von der X-Lounge aus!

    Ansonsten hast Du ausschließlich kostenpflichtigen Internetzugang. Und der funktioniert über Satelit in allen öffentlichen Räumen, d.h. in allen Bar's. Wenn Du Dich z.B. nah bei Spitzbergen einwählst oder während das Schiff noch auf Spitzbergen liegt, dann kann es relativ fix gehen mit dem Internet. Wenn Du Dich aber z.B. so ca. in der Mitte zwischen Spitzbergen und dem Nordkap (d.h. viel Meer, Nordmeer und sonst nichts mehr) einloggst, dann musst Du schon etwas Geduld mitbringen und Geld, denn abgerechnet wird nach Minuten und bei schlechter Verbindung rattert die Zeit einfach nur so durch. Das gilt übriigens für private Geräte und auch für die Internetterminals auf Deck 6. Soweit meine vor gut 8 Wochen getesteten Erfahrungen bei der Karibik/Transatlantik-Tour.

    Joean

    @ Enny
    Herzlichen Glückwunsch zum ersten Fotobuch. :thumbsup:

    Aus Erfahrung weiß ich sehr gut, wie aufwendig das ist. Wenn man einfach "nur" die Fotos ausdruckt oder Abzüge machen lässt, dannn kann man doch noch das eine oder andere Foto später aussortieren. So ein Fotobuch ist aber ganz etwas anderes. Was da drin ist, ist drin - ein zurück gibt es nicht. Daher macht man sich doch sehr viel mehr Gedanken um Anordnung und Auswahl als sonst.

    Mein Mann ist vor einer guten Stunde zu seiner Vatertags-Fahrrad-Ausflugstour gestartet und ich sitze jetzt hier mit einer großen Tasse frisch türkisch aufgebrühtem grenadischen Kaffee :D und werde mir noch den letzten Teil des Reiseberichts von GranCan zu Gemüte führen.

    Habt einen schönen Tag...

    JoeAn