20 Monuten vor der Abfahrt kamen wir an der Haltestelle an, wurden nach unserem Namen gefragt und konnten uns einen Platz in der Bahn suchen. 50 Plätze standen zur Verfügung, 1 blieb frei. Was uns sehr gut gefiel war die freundliche und überaus kompetente Reiseleiterin die live in der Straßenbahn war und auf sympathische Art ihr enormes Wissen weitergab, ohne nur so mit Zahlen um sich "zu werfen"
Vorbei Andreasviertel der Handwerker wie z.B. die Webergasse. Durch eine Protestaktion mit einer Menschenkette retten das Viertel vor dem Abriss. Es sollte eine mehrspurige Umgehungsstraße entstehen. Die Einwohner gewannen und das Viertel wurde erhalten und saniert. Da wollten wir später nochmal zu Fuß durchgehen. Die Spiegelungen bei den Fotos blieben leider nicht aus...
Im Krieg wurden übrigens nur 5-6 % der Gebäude hier zerstört. Wir fuhren bis zum 1. Wendepunkt der an der ältesten Universität ist. Es ist übrigens die älteste und die neueste Universität, da zwischzeitlich keine Uni in Erfurt existierte.
Die Anfänge der Uni startete im Kloster somit noch vor Köln und Heidelberg. Martin Luther war übrigens Student in Erfurt. Im Hintergrund des Drehpunktes sah man die Plattenbauten. 1930 war hier noch die Stadtgrenze, bevor die Stadt vergrößert wurde. Gegenüber der Uni ist das große Klinikum.
Der Domplatz in der Altstadt war einer der größten Europas. Auf der beeindruckenden Treppe des Doms finden in den Sommermonaten Konzerte statt die absolut sehenswert sein sollen.
Das stelle ich mir auch sehr schön vor, dazu die Kulisse.
Sehenswert sool auch das Innere des Rathauses sein, mal sehen ob es zeitlich noch passt. Dort sind viele sehenswerte Gemälde. Leider blieb es später beim Versuch, an Feiertagen leider geschlossen 
Witzig fanden wir alle, dass der Fahrer der Bahn an der nächsten Ampel "Kaffeetrichter" ausstieg und das Signal mit Werkzeug per Hand um. Das ist die Feiertagsschaltung 
Weiter geht es Richtung Landtag und Stadion. Gegenüber die älteste Tankstelle von 1936 sie steht unter Denkmalschutz und im Stil des Bauhaus Stil.
An der 2. Wendeschleife steht die Thüringerhalle. Früher die größte Veranstaltungshalle, jetzt ist es die Messehalle an unserem Hotel.
Seit letztem Jahr gibt es den Beschluss, dass Erfurt UNESCO Weltkulturerbe wird. Interessant war auCh die Info, dass es zu Luthers Zeiten hier 582 Brauereien gab, alleine weil das Wasser zu schmutzig zum Trinken war. Alle Menschen ob Junge, Alte oder Kinder tranken das Bier, das damals noch nicht so stark war wie heute.
Inzwischen fing es an zu regnen und wir waren mit der Entscheidung zur Straßenbahn sehr zufrieden und sahen uns im Trocknen die Gebäude und Fassaden an. Wir fuhren in das Finanzzentrum, hier steht die Landesbank und das Sparkassenfinanzzentrum.
Wir erfuhren, dass es im historischen Zentrum rote Straßenschilder und außerhalb blaue Schilder gibt. Es ging vorbei am egapark an unserem Hotel. Die Strecke sind wir ja heute Morgen schon gelaufen. Hinter unserem Hotel drehten wir am nächsten Wendepunkt.
Ca 6 km von hier liegt in Sichtweite der Ferienflughafen Weimar/Erfurt an dem bereits vor einigen Jahren Papst Benedikt und Barack Obama gelandet sind. Inzwischen wird hier übrigens nicht mehr über den Tower sondern über Leipzig fern gesteuert.
Vorbei am Stadtpark der direkt in Innenstadt Nähe liegt
Wettertechnisch ist Erfurt, außer heute, sehr begünstig. Der Rennsteig hält eigentlich den Regen von Erfurt ab.... und die Stadt hat die gleiche Anzahl der Sonnenstunden wie in Frankreich in der Champagne.
In Höhe des Brühler Gartens steht noch ein weiterer Teil der alten Stadtmauer. Es ging zurück in die historische Altstadt. Hier stehen 20 Kirchen im gesamten Stadtgebiet über 70 Kirchen. Am Domplatz hielt die Bahn wieder am Startpunkt. Wir bedankten uns mit Applaus und einem Trinkgeld bei Stadtführerin und Fahrer. Der Regen hatte aufgehört und wir liefen noch durchs Andreasviertel.