Nach 200 Höhenmeter waren wir unter bzw dann auch bald auf der Wartburg. Ich muss gestehen, dass uns die Wanderstöcke sehr gefällt haben. Damit fällt uns ein Anstieg doch wesentlich leichter. Man hätte natürlich auch direkt am Hotel in den Bus steigen können, haben wir aber nicht 
Wir kamen um kurz nach 11 Uhr oben an und hatten so noch etwas Zeit zum Luft holen bis 20 Minuten später die online gebuchte Führung startete.
Treffpunkt dazu war der Eingang I. Hier wurden wir abgeholt und eine knappe Stunde durch die Räumlichkeiten geführt worden. Nach der Einführung im 1. Raum über die Gründung der Wartburg ging es über eine steile Treppe in den Rittersaal. Unsere heutige Gruppe umfasste 34 Personen, normalerweise im Sommer 50-60 Besucher. Täglich kommen dann 1500-2000 Besucher und bis zu 2 Std. Wartezeit auf eine Führung. Ich fand die Größe heute schon mehr als genug.
Im dem Online Ticket für 16 Euro ist übrigens die sonst zu zahlende 2 Euro Fotogebühr bereits enthalten.
Anschließend gingen wir in den Speisesaal. Hier ist noch die original Holzdecke vorhanden. Gefolgt von der Elisabeth Kemenate mit sensationellen und wunderschön farbigen Mosaiken an Wand und gewölbter Decke. Die Landgräfin Elisabeth von Thüringen wurde mit 4 Jahren verlobt und mit 14 Jahren verheiratet mit Ludwig von Thüringen. Sie verschrieb sich der Arbeit für Kranke und Bedürftige. Noch heute gehen darauf die Namen von vielen Hospitälern und Krankenhäusern.
Nach dem Tod ihres Mannes ging sie mit ihren 3 Kindern nach Marburg an der Lahn. Dort starb sie im Alter von nur 24 Jahren an absoluter Erschöpfung.
Über 27 Stufen ging es in die Kapelle mit dem original Taufbecken. Die Kapelle ist nicht das Original. In der Zeit seiner 10 monatigen Schutzhaft hat Martin Luther hier auf der Wartburg das neue Testament übersetzt. Er lebe hier unter dem Namen Junker Jörg.
Durch die Elisabeth Galerie ging es weiter in den Sängersaal. Über dessen Tür das Gemälde der Legende von Elisabeth und den Rosen im Korb unter ihrem Mantel zu sehen ist. Es ging in den vorletzten Raum das Landgrafenzimmer. Das Zimmer ist mit wunderbaren Gemälden verziert.
Die Führung endete im großen, beeindruckenden Festsaal mit einer Größe von 35 x 10 m.
ustikgu teutgukgAkustik die wir mit einem kurzen Auszug aus Tannhäuser von Wagner hörten, entsteht durch die Kasettendecke aus Holz.
Der beeindruckende Festsaal bietet die Kulisse zur Verleihung der Zeugnisse u.a. der Gymnasiasten aus Eisenach. Hier verabschiedete sich dann unsere Reiseleiterin.
Durch die 4 oder 5 Museumszimmer liefen wir dann ohne Führung vorbei an den verschiedenen Exponaten. Über den Wehrgang weiter an der Lutherstube virbei bis zur Bibliothek.
Danach ging es, wie so oft auch hier, durch den Souvenirshop nach draußen. Die Gelegenheit nutzte ich zum Kauf eines weiteren Magneten.