Wir sind gerade vom Essen zurück und nun habe ich etwas Zeit, um weiter zu schreiben. Beim Schreiben ist mir erst einmal bewusst geworden, wie gewaltig diese Reise war, was wir alles erlebt und gesehen haben in nur zwei Wochen, unglaublich.
Nun zurück zu Koh Samui. Wir liefen also ins Meer, sprangen über die Wellen etwas weiter hinaus, mein Mann hatte sein neues Spielzeug, eine Action Kamera mit Selvie Stange dabei. Plötzlich merkten wir, dass die Strömung ziemlich stark war und es gab einen Sog auf´s Meer hinaus. Wir schwammen auf´s Ufer zu, kamen aber keinen Meter vorwärts, es zog uns immer wieder auf´s Meer hinaus. Ich bekam leichte Panik und rief nach Detlef. Der hatte genug mit sich selbst zu tun, kam dann aber natürlich in meine Nähe und hielt mir die Selvie Stange hin. Ich packte zu aber mit mir im Schlepptau kam Detlef gar nicht mehr vorwärts. So ließ ich die Stange los und versuchte es noch einmal allein. Es ging aber nicht, immer wieder wurde ich von einer rückwärts kommenden Welle überspühlt und meine Kräfte schwanden. Nun hatte ich richtige Todesangst, dachte nur noch, jetzt ertrinke ich. Mit letzter Kraft hielt ich meine Arme in die Höhe und winkte, den Kopf schon wieder unter Wasser. Gott sei Dank sah mich ein Mann, der mit seinen Söhnen am Ufer stand und kam mir sofort zur Hilfe, er war groß, mind. 1,90 Meter und kräftig. Er zog mich dann ans Ufer und anschließend holte er meinen Mann, der auch keine Kraft mehr hatte, allein ans Ufer zu kommen. Wir hätten es nie im Leben allein zurück an´s Ufer geschafft und waren dem Mann, er war Engländer, wie sich dann herausstellte, unendlich dankbar. Ich war ganz durcheinander und schleppte mich zu meiner Liege, ohne mich nach meinem Mann umzusehen. Er kam und kam nicht. Ich stand schon auf, um nach ihm zu schauen, da kam er endlich, total erschöpft. Er hatte es nicht mehr alleine geschafft, aufzustehen und der Engländer hatte ihm geholfen, hat noch einen Inhalierstift geholt und meinem Mann gegeben, so dass er wieder richtig Luft bekam.
Diesen Schreck mussten wir erst einmal verdauen, der Appetit auf Mittagessen war uns erst einmal vergangen. Nachdem ich mich etwas erholt hatte, ging ich schauen, ob es denn keine Warnschilder gab. Nun, es gab sie, nur nicht direkt in unserem Blickwinkel. Für den Rest des Nachmittags gingen wir nur noch in den Pool.
demnach war Baden also verboten. Nachdem ich unsere TUI-Reiseleitung endlich mal gesehen hatte, ging ich zu ihr und erzählte ihr von dem Vorfall und das man die Gäste zumindest auf das Badeverbot und die Schilder aufmerksam machen sollte. Nun, sie meinte nur, die Wellen und das Wetter wären ja nicht jeden Tag so. Ich war einfach sprachlos und wollte den Vorfall eigentlich später der Bordreiseleitung melden, hab es dann aber doch nicht gemacht, an diesem Tag war dort niemand mehr, als wir zurückkamen und am anderen Tag hatte ich nicht mehr dran gedacht. Sie hatte vor der Rückfahrt auch keine Leute durchgezählt, es wäre also erst auf dem Schiff beim Auslaufen aufgefallen, dass wir fehlen, wäre was noch Schlimmeres passiert.
Nun denn, irgendwann hatten wir dann doch Hunger und gingen zum Buffet, um uns zu stärken. Das Essen war typisch asiatisch und sehr lecker. Der Rest des Nachmittags verging dann wie im Fluge. Wir hatten kostenlos Wlan in der Anlage und haben ein paar What Apps nach Hause geschickt. Bald war es Zeit zurückzufahren. Wir fuhren nun eine andere Strecke als auf der Hinfahrt und waren gegen 16:30 Uhr wieder am Hafen in Nathon. Auf das Tenderboot mussten wir ziemlich lange warten, d.h. bis wir mitkamen und es war heiss in der Sonne. Wir wollten nur noch auf´s Schiff.
Es war trotz unserer Todesangst im Wasser ein toller Tag. Die Hotelanlage hat uns sehr gut gefallen, ein perfekter Tag für uns also auf Koh Samui. Wieder an Bord genossen wir noch einen Cocktail in der Aussichtsbar und sahen einen schönen Sonnenuntergang zum Auslaufen. Danach duschen und Abendessen, wo, weiss ich jetzt gar nicht mehr.