Beiträge von Katy

    Ich kann gar nicht sagen, warum aber dieser Ort und dieser Moment, der hat sich in mein Herz eingebrannt. Wir saßen dort eine lange Weile und ich bin dann nochmal raus in die Umgebung. Vor dem Haus lag ein kleiner See, Fisch hing zum Trocknen auf einem Gestell, eine kleine Ansammlung Häuser mit Rentieren auf den Hängen und eine so friedliche Stille und Stimmung, das war einmalig.

    Die Bilder spiegeln das nicht wieder und es ist auch mein persönliches Empfinden, aber dieser Ort muss hier einen Platz im Reisebericht finden :love:


    Wir verabschieden uns irgendwann von diesem Ort und fahren zurück zum Hafen. Insgesamt dauerte unser Ausflug mehr als 5 Stunden und war somit deutlich länger, als ausgeschrieben. Ich könnte mir vorstellen, dass für unseren letzten Stop im Waffelhaus vielleicht im Vorfeld etwas weniger Zeit eingeplant worden war, aber wir sassen alle so nett zusammen und haben uns unterhalten, das war vielleicht dann auch für Monika eher Freizeit als Arbeit.

    Herzlich fiel dann auch die Verabschiedung von ihr am Hafen aus.

    Wir wollten uns direkt auf den Weg in den Ort machen, als wir mitbekommen haben, dass ab Nachmittag sämtliche Ausflüge von TUI hoch zum Kap, aufgrund des Wetters abgesagt worden waren. Das Nordkap wurde bereits evakuiert und die Ausflügler die dort oben noch waren, wurden sofort zurück in die Busse beordert. Da war die Enttäuschung natürlich bei Einigen groß.

    Wir sind auf der Suche nach der Galerie die Hauptstrasse in Honnigsvag entlang spaziert. Viel gibt es nicht zu sehen und bis zur Kirche sind wir nicht mehr gelaufen. Die Galerie haben wir gefunden, aber leider war sie bereits seit 16.00 Uhr geschlossen. Wohl auch wegen des Wetters, wie an der Tür stand.

    Na, ja dann gibt es heute kein Bild für mich. Es sollte so sein.


    Dafür haben wir dann noch einen Abstecher in den örtlichen Supermarkt gemacht und einige Scheiben eingeschweißte Rentier-Salami (ich esse keine Wurst, kann also nicht sagen, ob sie schmeckt) und norwegische Schokolade und einige Goodies für unseren daheimgebliebenen Sohn eingekauft.

    Langsam geht es zurück zum Schiff, es reicht für heute.

    Wir bekommen zum Abendessen einen Platz am Fenster im Anckelmannsplatz - heute muss es mal wieder Fisch und Garnelen- vom Fischmarkt sein und beobachten das Treiben im Hafen.


    Um 21.00 Uhr sitzen wir gespannt im Theater und verfolgen das Achtelfinale Deutschland gegen Dänemark. Das Ergebnis ist bekannt, wir sind im Viertelfinale (da ist das Ergebnis auch bekannt) und so geht ein rundum gelungener Tag zu Ende.

    Das Auslaufen ist für 01.00 Uhr geplant, los geht es eine halbe Stunde früher.

    Da sah es auf dem Schiff so aus - nass.

    Nun aber los zum Nordkap.


    Bis jetzt war es fast windstill und die Sicht eigentlich auch einigermaßen, also waren wir ganz guter Dinge, ob der Gegebenheiten am Kap.

    Auf dem Weg dort hinauf merkten wir aber schon, wie es immer stürmischer wurde. Es war sogar eine Fahrradgruppe vom Schiff dabei und so wie wir es gesehen haben, ohne Motor. Hammer, ich weiß nicht, wie sie es geschafft haben, dort hinaufzukommen. Desweiteren haben wir eine Quadtour, auch als Ausflug von Tui gesehen. Generell nicht ungefährlich würde ich sagen. Es fahren ja auch jede Menge großer Reisebusse und Wohnmobile dort entlang und die Quads fahren ebenfalls an der Straße.

    Am Parkplatz angekommen, ging die Bustür auf und ES HAT UNS DIREKT UMGEHAUEN, Sand im Gesicht und sooo windig. Und Sicht: 0.

    Okay, Monika meinte, manchmal gibt es kleine Wunder und die Wolkendecke reißt für einige Minuten auf. Sie würde uns hier in ca. 1,15 Stunden wieder am Bus erwarten.

    Wir haben uns dann im Besucherzentraum die kleine Kapelle (lohnenswert) und den Film über das Kap im Wechsel der Jahreszeiten angeschaut (ebenfalls lohnenswert).

    Raus ging es zur Plattform mit dem Globus- es war ein Blindflug durch graues Nichts. Den Globus konnten wir dann erkennen, die anderen Skulpturen oder Ausstellungsstücke konnten wir nicht mal erahnen.

    Aber wir waren da und hey, es hat Spaß gemacht. Total zerzaust und Brille festhaltend haben wir einige Fotos gemacht und sind dann wieder zurück ins Warme.


    Und ein bisschen was sieht man doch.

    Tja, das ist die Realität und mit mehr Fotos kann ich nicht dienen.

    Aber so ist das Wetter hier:

    und den Humor darf man sowieso nicht velieren (auf Spitzbergen dachte ich darüber dann anders, aber das wird ein anderes Mal erzählt).

    Ich wusste es zu dem Zeitpunkt noch nicht, aber wir hatten wirklich Glück, dass wir so früh dran waren und wir waren einige der letzten Besucher am Kap für diesen Tag.

    Was ich auch noch nicht wusste, ein weiteres Highlight dieses Ausflugs stand mir noch bevor, nämlich hier:

    Aber vorher sind wir in diesem kleinen Örtchen Königskrabben angucken gegangen. Auch hier hat Monika viel darüber erzählt und wer wollte durfte die Konigskrabben auch einmal selber in den Händen halten.

    In diesem warmen, gemütlichen Weihnachtshaus mit Café haben wir total leckere Waffeln gegessen, norwegisch typisch mit saurer Sahne, anstatt mit Schlagsahne und zwei verschiedenen Sorten Marmelade.

    Andere aus unserer Gruppe hatten vorher bereits das Verkosten von Königskrabbenbeinen gebucht und saßen an einem extra Tisch, der für sie vorbereitet war.

    Nach unserer Abfahrt im Hafen von Honningsvag ging es zunächst ein kurzes Stück auf die Insel Mageroya in das kleine Dörfchen Kamoyvaer.

    Auf dem Weg dorthin passierten wir auch die Copacabana, hier wird im Sommer viel gebadet, aber seht selbst

    Seht Ihr den Strand :D

    Im kleinen Ort angekommen, führte uns Monika in eine kleine Galerie, in dieses hübsche Künstlerhaus

    Ich war zunächst etwas verwundert, weil hiervon in der Ausflugsbeschreibung nicht die Rede war, und ich auch keine Lust hatte, in einer Galeria zum Kaufen überredet zu werden.

    Aber es war völlig ok. Der Besuch war wirklich kurz und die Künstlerin, eine Deutsche aus Nürnberg, hat kurz erzählt, wie sie ihre Bilder gestaltet. Es waren wirklich schöne Bilder dabei und wäre in der Tat etwas mehr Zeit gewesen, hätte ich auch ein kleines Bild gekauft. Aber so schnell konnte ich mich nicht entscheiden und als die Künstlerin auf ihr Ladengeschäft in Honningsvag hinwies, habe ich beschlossen, dort am Nachmittag nochmal vorbeizuschauen.

    Wer im Internet mal schauen möchte, unter Eva Schmutterer wird man fündig.

    Weiter ging es zu einem kleinen Hafen mit Schuppen und diversen Gerätschaften. Hier hat uns Monika aufgehängte Trockenfische gezeigt und anfassen durften wir auch einen. Sie erzählte, dass kleine Kinder häufig an Stücken von Trockenfisch anstelle eines Schnullers herumnagen.

    Auf dem Grundstück befand sich auch ein Räuerofen - mit Lachs - und das roch auch noch richtig lecker

    Wieder hinein in den Bus fuhren wir einige Kilometer weiter zu einem Besuch bei einem Samenzelt und einem wartenden Menschen, der schon in traditioneller Kleidung mit seinen grünen Crocs :) für ein Foto bereitstand.

    Das muss ich euch zeigen, auch wenn ich das Foto dafür verunstalte.

    Mein Mann hat sich im angrenzenden Holzhäuschen umgeschaut und wir haben einen Magneten aus Holz mit Koordinaten gekauft- sehr hübsch und handmade (hoffentlich..).

    Ich war derweil draußen fasziniert von den Rentieren, waren es doch die ersten Rentiere, die ich in meinem Leben, zumindest aus der Nähe, gesehen habe.


    29.06.2024, Honningsvag, bewölkt, 14 Grad

    Schon am Vorabend meldete der Kapitän bei seiner Durchsage, dass für das Nordkap ab Nachmittag schwere Sturmboen und Unwetter vom norwegischen Wetterdienst vorhergesagt worden seien.

    Er würde daher versuchen, statt um 15.00 Uhr bereits um 10.30 Uhr an der Pier anzulegen.

    Der Tag beginnt mit einer Nordkap-Umrundung um 07.00 Uhr. Leider war die Sicht ganz schlecht und man konnte das Kap noch nicht einmal erahnen. Das war schade und wäre sicherlich ein toller Anblick gewesen.

    Stattdessen sah es so aus:

    Ein erster Blick auf Honningsvag



    Noch in der Nacht bekamen wir eine Mail von unserem Ausflugs-Anbieter "Blue Puffin". Mit Blue Puffin hatten wir einen vierstündigen Ausflug mit der Fahrt zum Nordkap gebucht. Losgehen sollte es eigentlich um 20.00 Uhr mit dem Plan, dass wir zur Mitternachtssonne am Kap sind.

    Sebastian schrieb uns, dass er erfahren hätte, dass unser Schiff schon früher ankommen wird und er gerne aufgrund der schlechten Wettervorhersage ab Nachmittag unseren Ausflug auf 12.00 Uhr vorziehen würde.

    Das hat uns natürlich gefreut und so konnten wir hoffen, dass alles wie geplant, stattfinden kann. Es sollte sich im Nachhinein wirklich als Glück herausstellen.

    Wir haben bis mittags viel Zeit und frühstücken gemütlich im Atlantik Klassik mit Buffett. Das erste Mal auf dieser Reise und es hat uns so gut gefallen, dass wir ab dem Tag eigentlich nur noch dort gefrühstückt haben. Ich weiss auch nicht, ich bin auch morgens mit dem Anckelmannsplatz die ganze Reise über nicht so wirklich warm geworden und hier im Atlantik war es einfach um einiges ruhiger und der Buffett-Bereich überschaubar.

    Um kurz nach 11.30 Uhr verlassen wir das Schiff - es ist gut festgemacht..

    Unsere Reiseleiterin war Monika - die Ehefrau von Sebastian und mit ihm gemeinsam Betreiber des Unternehmens Blue Puffin.

    Hier schon mal eine klare Weiterempfehlung. Der Ausflug war wirklich super gut organisiert und wir haben so viel gesehen, erlebt und erfahren.

    Monika ist unseren Bus gefahren und hat gleichzeitig auf englisch erzählt. Man hat sie sehr gut verstanden und sie hat eine ganz tolle symphatische Art. Sie hat viel von ihrer Familie und das Leben am nördlichen Ende der Welt erzählt. Sie selber ist vor vielen Jahren dort hingezogen und kommt gebürtig aus Polen.

    Los ging es hiermit

    Die Abfahrt verzögert sich noch ein wenig, hier rufen Alltagsdinge..

    28.06.2024, 2. Seetag, sonnig, 19 Grad, Überquerung nördl. Polarkreis

    Endlich mal wieder ein bisschen länger schlafen und nicht den Wecker im Blick haben :)

    Also beginnt mein Morgen wieder mit Kaffee und Buch auf dem Balkon und ich staune und freue mich, dass die Sonne wieder auf dem Meer glitzert. Wir haben auf unserer Steuerbordseite auf dem Hinweg am Vormittag bis Mittag die Sonne und so ist es auch morgens um 08.00 Uhr schon richtig warm.

    Frühstücken gehen wir heute getrennt und für mich gibt es nur etwas Obst und eine Scheibe Artisanbrot, ich habe mich für 10.30 Uhr zum Jumping Fitness in der Arena angemeldet.

    Irgendwie verpasse ich die Früh-Durchsage des Kapitäns und frage vor dem Sportkurs zum Glück noch die anderen Kursteilnehmer, ob ich bei der Durchsage etwas verpasst hätte.

    Ja, meinten sie, um ca. 10.45 Uhr kommt es zum Flottentreffen mit der MS 4 und es ist wohl eine Überraschung geplant.

    What?! Is ja mal wieder typisch- ein Event steht ins Haus bzw. ins Schiff und ich hopse auf Trampolinen rum..

    Halb abgelenkt geht es also los und ich bin mehr beim Geschehen draussen an der Reling als hier, wo die Musik spielt.

    Dann kommt sie in Sicht, die MS 4 und wir "dürfen" mal kurz ans Fenster. Nee..nicht mit mir, es ist Urlaub und kein Schulunterricht und ich gehe schnell nach draußen, um wenigstens einige Fotos zu machen.

    Es ist total cool..Ganz viele Crew-Mitglieder stehen mit winkenden Handtüchern und gemalten Plakaten jeweils an der Reling, es wird gerufen und gewunken. Die MS 4 fährt ganz nah an uns vorbei und umrundet uns dann noch. Das Schiffshorn ertönt mehrmals und es werden uns Grüße und eine gute Jungfernfahrt vom Kapitän Panos auf der 4 von unserem Kapitän übermittelt.

    Was für eine schöne Aktion :)

    Hier dazu die Bilder:

    MS 4 in Sicht..




    So, nun aber weiter mit dem Sport und anschließend sind wir direkt ins Theater weitergegangen, wo um 11.30 Uhr ein Vortrag von und mit dem ehemaligen Kapitän Kjell Holm stattfand. Der Vortrag hieß "Mein Schiff 0 bis heute" und beleuchtete die Anfänge von der MS 1 bis heute. Ein interessanter Vortrag mit einigen persönlichen Geschichten und durchaus humorvoll und emotional. Herr Holm war unter anderem Kapitän auf der Jungfernfahrt der alten MS 1 und die Verbindung und die Loyalität zur "Mein Schiff" war zu spüren. Herr Holm ist mittlerweile schon seit einigen Jahren nicht mehr im Dienst. Wenn ich mich richtig erinnere war er allerdings in Turku dabei, als die MS 7 ihren letzten Schliff bekommen hat. Sollte das nicht stimmen, korrigiert mich bitte.

    Auf dieser Reise ist er als Gast und meinte, das genießt er sehr ;)

    Das Wetter ist immer noch grandios und so stellen wir uns am Pooldeck an, um an der Polarkreistaufe teilzunehmen. Der Bereich vor der Bühne ist abgesperrt. Ich entdecke ein Schild "Eingang" und wir stellen uns dort hin. Was soll ich sagen, wir sind dann die Vierten, die den toten Fisch küssen ^^

    Neptun kommt mit Musik und Gefolge, nachdem Kapitän Troier ihn mit einem Gedicht gerufen hat. Neptun macht die Regeln klar und weist uns darauf hin, dass wir ihm mit "Gelobt sei Neptun" die Ehre erweisen müssten - anderenfalls würde er den "Kutter" direkt sinken lassen und überhaupt würde es mit dem Satelliten- und Internetempfang morgen schlecht aussehen für uns, aber wer will schon Fußball gucken, wenn es zum Nordkap geht..Und bevor er jetzt wieder los müsse, zum "Sturm- und Unwetter Meeting" wolle er uns noch, wenn es denn sein muss, die Taufe abnehmen.

    Fisch gab es nicht ;) , aber Fischgedärme oder Algen und Fischbrühe zu trinken ;)

    Mehr verrate ich nicht..

    Wir haben es geschafft und machen im Bereich des Innenpools anschließend noch ein Foto mit Neptun und seinem Gefolge und abends liegen die "Zertifikate" auf dem Bett.

    Der Rest des Nachmittags wird gemütlich verbracht und das Abendessen nehmen wir wieder im Atlantik Meditteran ein.

    Wir waren diesmal abends hauptsächlich im Atlantik und das Essen war ausnahmslos richtig gut. Mir hat es von der Auswahl und dem Geschmack besser gefallen als vor zwei Jahren. Auch die saisonalen Gerichte aus dem Fahrtgebiet waren zu empfehlen.

    Der Abend klingt aus mit spielen, Cocktails und Live Musik - schön!

    Bilder von der Polarkreistaufe kann ich euch leider nicht zeigen, da sind zu viele Personen drauf und der Rest soll auch eine Überraschung bleiben, für alle, die die "Prüfung" noch vor sich haben ;)

    Deshalb ein Bild unserer tierischen Mitbewohner auf der Kabine

    und hier mal die Seekarte


    Gleich geht es weiter mit..

    Die Dom-Kirche sah so aus, ziemlich schlicht und auch von innen sehr reduziert. Aber eine tolle, imposante Orgel gab es zu bestaunen.


    Wir waren hier ziemlich schnell durch mit unseren "Sehenswürdigkeiten" und sind noch etwas durch die Geschäfte gebummelt. Davon gibt es allerdings einige. Wie uns der Reiseleiter erzählte, ist Molde eine wohlhabende Stadt mit guten Möglichkeiten zum Arbeiten und Leben.

    Molde wurde im zweiten Weltkrieg fast komplett zerstört, daher findet man im Zentrum nur wenig historisches.

    Unsere Tochter hat sich in einem Plattenladen eine neue LP gekauft und die obligatorischen Zimtschnecken mussten wir natürlich auch wieder essen.


    Unser Schiff lag wieder einmal direkt in der Stadt und wir waren nach unserem Rundgang direkt wieder

    Wir laufen pünktlich aus und verabschieden uns mit schönen Ausblicken auf und von Molde.


    Das "Aker Stadion " des Fußballvereins Molde FK


    Das Scandic Seilet Hotel im Hintergrund.


    Hinaus geht es Romsdalsfjord und vor uns liegt ein Seetag zum entspannen :)


    Den Abend lassen wir bei einem wieder mal sehr leckeren Abendessen im Atlantik beginnen und setzen ihn im Theater bei der ersten von insgesamt zwei Solo-Shows auf der Reise von der Travestie-Künstlerin Elke Winter fort. Die Show ist kurzweilig und sorgt für manchen Lacher im Publikum. Doch, hat sie schon gut gemacht.

    Der nächste Programmpunkt haut es direkt im Anschluss aber noch mehr raus. Der Auftritt des Shanty-Chors auf Deck 3 bzw. auf der Freitreppe zu Deck 4. Die Menschen stehen über drei Decks und es wird größtenteils mitgesungen. Die Stimmung, die der Chor und KD Steffen verbreiten ist klasse.

    Wir lassen den Abend mit Cocktails in der Bar ausklingen und direkt unter uns verlässt der Lotse das Schiff


    Um 23.30 Uhr noch ein bisschen Schiffs-Romantik :love:


    Mit diesen Bildern und einem Zitat von KD Steffen verabschieden wir uns endgültig von Molde und die nächsten Tage geht es weiter :)

    "Egal für was Sie sich entscheiden, sie machen DAS SCHON RICHTIG!"

    In diesem Sinne, habt einen schönen Abend :)

    Vielen Dank für eure vielen Likes und netten Kommentare :)

    Habt Ihr noch Lust weiter mit zu fahren, in den hohen Norden? Dann legen wir heute in Molde an.


    27.06.2024, Molde, 25 Grad, auch heute wieder Sonne satt

    Ja..Molde..hier haben wir uns im Vorfeld bei der Planung wirklich schwer getan. Irgendwie hat uns nichts wirklich vom Hocker gehauen und auch die Vorstellung mit einem Mietwagen die Umgebung zu erkunden, war nicht attraktiv.

    Dann dachten wir uns , wer weiß, wieviele Fjorde wir wohl sehen und Fjorde in Norwegen gehen ja eigentlich immer und so wurde es dann der Ausflug mit Tui "Geheimtip Eresfjord mit Boot und Bus".

    Es ging wieder früh los, um 08:30 Uhr war Treffpunkt vor dem Schiff, der Anleger des Ausflugsboots war nur einige hundert Meter entfernt. Wir kamen diesmal knapp an, weil die langen Nächte mit dem Teens Club bei unserer Tochter langsam ihren Tribut zollten und sie leider noch mal eingeschlafen ist, während wir beim Frühstück waren =O. Also etwas gestresst kamen wir dann an und es ging auch ziemlich direkt los.



    Der Wind auf dem Boot war frisch, aber die Sicht klar und der Himmel blau, also was will man mehr.

    Unsere "Reiseleiterin" auf dem Boot hatte sich anscheinend zum Ziel gesetzt, keine Stille aufkommen zu lassen und redete quasi ununterbrochen durch das Mikro. Na, ja so schlimm war es nicht, und es war teilweise auch echt interessant, aber viel zu viel :rolleyes:.

    Die Ausblicke sind aber fantastisch und wir fahren ungefähr 2,5 Stunden durch eine einzigartige Landschaft.





    Die Fahrt führt durch den Langfjord in den Eresfjord. Dort legt das Boot wieder an und man wird mit dem Bus zurück zum Schiff gebracht. Die Fahrt mit dem Bus dauert ca. eine gute Stunde.

    Auch dort haben wir einen redseligen Reiseleiter im Bus ^^, aber er wiederum hat eine tolle Erzählstimme und findet das richtige Maß, wir erfahren noch einiges über Molde und sein Leben dort als "deutscher Auswanderer" mit Familie.

    Gegen 13.00 Uhr sind wir auch hier schon wieder am Schiff und nach einem Snack im Tag- und Nacht Bistro wollen wir noch ein wenig das Städtchen Molde erkunden. Die Ausführungen im Reiseführer und auch der Stadtplan geben nicht so viel her, aber es ist ja von der "Rosenstadt" die Rede und einen Park mit ganz vielen Rosen soll es auch geben. Wir lassen uns mal überraschen.

    Das Rosenmädchen:



    Rosen:

    Okay, das soll der Park sein..es handelt sich quasi um eine Plattform, die einige Stufen oberhalb der Einkaufsstrasse liegt und auf die Kirche zuführt.

    Na, ja das hatten wir uns etwas anders vorgestellt.

    Wir haben übrigens abends immer sehr gerne in der Galerie-Bar gesessen. Hier ist ein bisschen offener und nicht so riesig. Besonders gut hat uns hier auch die Live Musik gefallen. Mal ein Duo und mal ein Solo Künstler mit Gitarre. Dazu haben wir was gespielt und uns durch die Bar-Karte probiert.

    Im Theater waren wir auch einige Male, einmal zum Solo-Programm von Elke Winter und Braidon Morris, auch einer der Gastkünstler auf dieser Reise und zu den Fussballspielen der deutschen Nationalmannschaft.

    Mein Mann hat noch einen Gin-Workshop mitgemacht. Es war bereits der Zweite, aber da mittlerweile nach zwei Jahren der Gin ausgetrunken ist, musste eine neue "Rezeptur" her. Er war wieder begeistert von der Durchführung und zwei Tage später fand die Verkostung und Etikettierung des "Gins auf hoher See" statt.

    Die Tage geht es weiter mit meinem Reisebericht :thumbup:

    Wir tendern gegen 18.00 Uhr zurück und verfolgen das Auslaufen bei herrlichem Wetter um 20.00 Uhr auf Deck 14. Heute dürfen wir auch wieder "laut" sein und freuen uns über das Schiffshorn und die Auslaufmelodie.


    Die Ausfahrt ist herrlich. Wir haben im Anckelmannsplatz dann zu Abend gegessen und haben dann weiter die Ausfahrt durch den Fjord genossen.

    Nachdem wir einige Zeit in der Galerie-Bar verbracht haben - heute haben wir endlich mal die Shots getestet :) , die hatten wir bislang überhaupt nicht auf dem Schirm. Wie lecker ist bitte der Apfelstrudel :) ?? - haben wir kurz bei der Schlagernacht auf dem Pooldeck vorbeigeschaut. Hier war ordentlich was los.

    Einen tollen Sonnenuntergang gab es auch wieder.

    Hier war es 22:45 Uhr.

    Morgen sind wir in Molde und haben mal wieder einen Ausflug mit Tui gebucht. Er heißt "Geheimtip Eresfjord mit Boot und Bus" und geht früh los.

    Hier schon mal einige Bilder von einer traumhaften Einfahrt in den Fjord, morgens um 06.00 Uhr.

    27.06.2024, Molde, 25 Grad, auch heute wieder Sonne satt

    Schön oder :) ?

    Die Zeit war relativ großzügig bemessen und es war an dem Tag auch nicht viel los, so dass wir zeitweise ganz alleine am Wasserfall waren.

    Um 13.00 Uhr sind wir schon wieder am Hafen und haben sogar noch etwas Zeit, um im Tag-und Nacht Bistro eine Kleinigkeit zu essen, bevor es mit dem Tenderboot nochmal zurück in das kleine Städtchen geht.

    Die Tenderfahrt zieht sich zeitlich. Letztlich sind es nur einige hundert meter, aber bis das Boot voll ist, dauert es und so richtig sicher sind die Offiziere nicht bei ihrem An- und Ablegemanöver und das dauert ein bisschen.

    Nordfjordeid hat ca. 3000 Einwohner und liegt in der Provinz Vestland am östlichen Ende des Eidsfjords.

    Unser erstes Ziel ist das Wikingermuseum, weil es um 16.00 Uhr schließt. Leider kann ich keine Fotos zeigen, aber es lohnt einen Abstecher. Die Eintrittskarten kosten ca. 22,-Euro p. P.

    Hier wird eine vollständige Rekonstruktion des größten je entdeckten Wikinger-Langschiffs ausgestellt. Es wird vermutet, dass bei einem Seekampf um 870 ein Wikingerkönig fiel und dann, wie es damals üblich war, auf dem Schiff zusammen mit seinen getöteten Tieren und seinem beweglichen Besitz verbrannt wurde. Die Überreste wurden dann mit Erde bedeckt und erst 1874 in einem Grabhügel in Nordfjordeid entdeckt.

    Man kann sich mit allen möglichen Wikinger-Requisiten ausstatten und lustige Fotos machen :) .

    Gleichzeitig erfährt man viel über das Leben der Wikinger.

    Auf Audio-Guides haben wir verzichtet. Es war aber auch nicht nötig.

    Weiter geht es hier entlang


    An der Kirche vorbei:

    Durch die Hauptstrasse mit so schönen Holzhäusern und einigen schönen Geschäften

    Ein Handarbeits- und Wollgeschäft :)

    Und die dürfen natürlich auch nicht fehlen und waren phänomenal :thumbup:

    Hier gab es sie und wir saßen toll in der Sonne

    26.06.2024, Nordfjordeid, 23 Grad oder mehr, Sonne satt

    Heute wird getendert. Dies wurde am Vortag bekanntgegeben und wer keinen Tui-Ausflug gebucht hatte, konnte sich über das Bordportal eine Tenderzeit reservieren.

    Wir waren etwas spät dran, haben aber für 09:45 Uhr noch drei Tickets reservieren können.

    Unser Ländername wurde überpünktlich aufgerufen und los ging die kurze Fahrt zum Anleger.

    Heute wollen wir individuell unterwegs sein und mit einem örtlichen Anbieter zum Wasserfall "Twinnefossen" fahren.

    Ein Touristenbüro befindet sich direkt an der Pier und dort haben wir Bustickets für eine Fahrt zum Wasserfall erworben. Ich weiß leider den Preis nicht genau, aber ich meine, es waren ca. 25,- Euro pro Person.

    Wir hatten bis zur Abfahrt noch etwas Zeit und haben unser Schiff fotografiert:


    Die Fahrt mit dem Bus dauerte ca. 35-40 Minuten und es gab einige schöne Ausblicke.

    Am Parkplatz angekommen, teilte uns der Busfahrer mit, er würde uns in einer 1:15 Std. hier wieder abholen.

    Der Weg zum Wasserfall war ausgeschildert und zunächst ging es einen wunderschönen Kiesweg entlang:


    Das besondere an dem Wasserfall ist, dass man hinter ihm entlanggehen kann. Er fällt über viele Felsvorsprünge ca. 110 m tief hinab in den Fjord.

    Je näher wir dem Wasserfall kamen, desto unwegsamer und rutschiger wurde es. Es gab auch hier, wie gestern schon, keine Absperrungen oder Geländer, Hinweisschilder oder ähnliches. Das ist ganz anders als in Deutschland und sollte man wissen. Vermutlich ist Norwegen einfach zu groß, als dass man alle möglichen Wanderwege sichern könnte. Hier gilt Eigenverantwortung, das war ganz interessant zu erleben.


    Da will ich auch hin!

    Waren Hin- und Rückweg identisch? Und das mit dem Lunchpakett kenne ich nicht. Musste man das extra kaufen, oder gehört das zum Ausflug dazu?

    Es lohnt sich definitiv :)

    Das gehört zum Ausflug dazu.

    Der Ausflug war von TUI als Ganztagesausflug mit Lunchpaket beschrieben.

    Das Lunchpaket konnten wir uns am Morgen bei den Kollegen in der Landausflugsabteilung abholen.

    Der Dom in Stavanger, er ist leider eingerüstet.


    Nun geht es langsam wieder zurück zum Schiff und um 17:15 Uhr heißt es "Leinen los" und wir verabschieden uns still und leise aus Stavanger- aufgrund norwegischer Vorgaben hier ohne Schiffshorn und Auslaufmelodie.

    Aber wenn man sieht, wie nah wir an der Stadt liegen, kann man die Anwohner auch verstehen..

    Tschüß Stavanger:

    Ich sage für heute auch tschüß und wünschen Allen hier einen schönen Abend!

    Die Tage geht es weiter mit Nordfjordeid :)