... nun, "einen" mach' ich heute noch:
2. Tag - 3. April, Gran Canaria, Beginn der Kreuzfahrt
Gut geschlafen, dann runter zum Frühstück (inklusiv). Das ist nicht schlecht, z.T. mit regionalen Spezialitäten, aber leider alles kalt. Nun, wir haben bald in Hülle und Fülle Essen, bei der Aussicht fällt Verzicht leicht(er).
Zum Hotel ist zu sagen: Auf dem Papier ist es ein Viersternehotel, ein Best Western. In der Realität stellt sich das dann aber etwas anders dar. Positiv: Das Hotel liegt sehr gut - 50 m vom Strand Las Canteras und der Promenade, keine 300 m zum Hafen Muelle Santa Catalina/ Puerto de La Luz, der Check In war nett, es gibt Dreibettzimmer und ein Sonnenterasse mit Swimmingpool und Whirlpool auf dem Dach; WLan und Frühstück sind inklusive. Negativ: Nun, das Hotel hat eindeutig bessere Zeiten erlebt, schätzungsweise die späten 70er Jahre. Der Schreibtisch hat nur noch drei funktionierende Beine, die Zimmertür verliert das Paneel, der Ausblick ist auch von Etage 6 wenig einladend, die Dusche kann man nur nutzen, wenn man eine Überschwemmung im (Marmor-!) Badezimmer in Kauf nimmt und die Vorhänge fallen einem entgegen. Aber nun, Deal ist Deal, und 125 Euro für alle drei ist OK.
Nach dem Frühstück gehen wir schwimmen, wir sind schließlich am Strand von Las Canteras. Das hatten Brüderchen und Schwesterchen gestern so vereinbart. Das Wasser ist ... frisch, arg frisch, so dass man nicht sicher ist, ob man erfriert, oder sich nur abhärtet, ... aber herrlich.
Danach flugs unter die Dusche und nochmal aufs Dach, den Pool und den Ausblick anschauen. Nun, letzterer hält sich in Grenzen - wir sehen den Hintern von "unserem Schiff", aber arg viel mehr auch nicht. Zudem fängt es fies an zu regnen.
Also entscheiden wir ganz schnell - wir müssen aufs Schiff. Und zwar per Taxi und nicht, wie eigentlich angedacht, zu Fuß. Mit dem Auto dauert es zwar fast länger, aber das Wetter .... nun, ja. 5 Euro später sind wir da.
Kaum ausgestiegen, nimmt man uns die Koffer ab, von allen Seiten kommen hilfreiche "türkisfarbene" Geister - hach, wir sind "zu Haus". Beim Check-In werden wir dann auch das erste Mal erkannt: Waren Sie letztes Jahr auf der MS 1? Jawoll!) Nach einem ersten Ausflug in die Außenalsterbar, einem ersten Aperol Spritz und einem Besuch im Anckelmannsplatz (Mama vermutet richtig, die Rinderkeule gibt es am Anreisetag immer), flüchten wir in die Himmel und Meer Lounge.
Dort sind noch zwei Liegen frei. Brüderchen fühlt sich so wohl, er pennt gleich mal ein und weiß den Kaffee, den ich extra aus der TUI Bar hole, weil es hier keine Heißgetränke mehr gibt (Skandal!) gar nicht zu schätzen. Gegen 14 Uhr legen wir unser Handgepäck in der Abtanzbar ab und bummeln noch einmal raus - gegenüber dem Hafeneingang liegt das Muelle Shopping-Center, und das hat sogar offen. Dort ersteht Brüderchen noch ein Paar Schuhe und wir folgen den vielen Schiffs-Mitarbeiten zu einem freien WLAN, dann geht's zurück.
Mittlerweile können wir ja schon auf die Kabine - oder auch nicht. Denn wir haben wieder mal ein Problem mit den Türen, aber das regelt sich auch bald und wir können unsere Balkonkabine genießen. Zuerst scheint das ja etwas wenig Staufläche zu sein, aber es entpuppt sich doch als Raumwunder, was TUI hier geschaffen hat, alles durchdacht. Brüderchen erwählt dann auch die Couch, die steht direkt am Fenster....
Gegen 18 Uhr geht es dann ins Atlantik Klassik. Dort erfahren wir, dass Volkan, unser Lieblingskellner von der Asientour, mittlerweile im Surf and Turf ist, werden aber zu Ludmilla geführt, die uns verwöhnt. Es gibt wieder den Barrakuda (nun, nach drei Wochen Asien kennt man die Karte dann doch), Bernie nimmt Steak und der Weißwein ist sogar ganz lecker.
Zurück in der Kabine sind wir begeistert: Es gibt Handtuch-Bilder, yes! Wir ziehen uns aber nur kurz um, damit wir gerüstet sind für die Auslauf-Party. Dort muss man wieder mal erkennen, dass die neue Auslaufhymne leider noch nicht einmal mit viel Alkohol zu ertragen ist, die Aussicht auf Gran Canaria aber viel wieder gutmacht. An dieser Stelle dann auch ein Satz an die liebe TU: Ich möchte die "vielen positiven Stimmen", die ihr im Netz und sonstwo immer an dieser Stelle anführt, gern mal persönlich sprechen. Auf dem Schiff haben wir niemanden gefunden, der den Song gut fand (wobei, hihi, ich fast sicher bin, dass ich für diesen Satz im Forum ordentlich "Dresche" bekomme).
:joke:
Danach gibt es die Willkommensshow und die Erkenntnis, dass es leider auch auf dieser Reise Menschen gibt, die sich mit der absoluten Selbstverständlichkeit vor einen stellen, so dass man (als 1.60 m- Zwerg) nichts mehr sieht und das noch nicht einmal zu bemerken scheinen. Aber nun, davon lassen wir uns den Abend nicht vermiesen.
Danach geht es in die Schaubar, dort spielt die Columbus Band gut auf (aber keiner tanzt, die Armen!). Da Brüderchen schwächelt (ich glaube, der ist seekrank, will es aber nicht zugeben), gehen wir dann aber bald auf die Kabine.