Beiträge von katrinluise

    26.04. La Spezia

    Der heutige Tag in "kurz und knapp": Oh, wie schön ist Cinque Terre!

    Genauer: Nun, zuerst einmal das Eingeständnis, dass nach dem Hafen von Civitavecchia so ziemlich jeder Hafen "schön(er)" ist. Aber La Spezia ist nett - wirklich. Ja, es ist - auch - ein großer Containerhafen, aber alles ist ordentlich, man bekommt was zu sehen und es gibt eine tolle Einfahrt in die Bucht, die fast ein Fjord ist.

    Wir machen uns um 8.30 Uhr auf, die Stadt zu entdecken - nach einem Frühstück im Atlantik und sind angenehm überrascht - wir werden sofort nach dem Terminal in einen Bus gepackt und zum Hafenausgang gefahren, neue Busse, alles ist vorbereitet, jeder weiß Bescheid, der Bus fährt sofort los... So geht es also auch!

    Vom Hafeneingang nur kurz nach links, entlang der palmenbesäumten Uferpromenade, zur Anlegestelle des "Consortio Maritimo dei Golfo dei Poeti". Um 8.45 Uhr beginnt der Vorverkauf, um 09.15 Uhr geht es los.

    Da TUI seine Mannen direkt am Schiff abholt (bzw. zumindest einen Teil derer, die die Tour direkt bei TUI gebucht haben), sind wir mit einer französichen Reisegruppe auf dem Schiff allein, wir bekommen gute Plätze (oben! steuerbord!) und genießen die Fahrt.

    Bis nach Vernazza, dem 4. der 5 "Lande" bzw. Orte (22 Euro eine Strecke) dauert es fast 2 Stunden. Dort steigen wir aus, bummeln hier, schauen da, fotografieren all' die bekannten, aber in Echt noch netter ausschauenden Häuser und Buchten und machen uns nach einem Kaffee mit dem Zug (4 Euro) auf nach Riomaggiore (Ort Nr. 2).

    Und auch da: Ach, ist das hübsch! Und nicht so voll wie befürchtet. Auch hier schauen wir uns den Hafen an, bummeln durch Gassen, trinken Kaffee (der ist halt überall so richtig, richtig lecker hier) und machen uns dann mit dem Zug um 14.25 Uhr zurück nach La Spezia.

    Dort spazieren wir die Strecke vom Bahnhof zurück zum Schiff - auch La Spezia ist hübsch! Wir finden sogar - finalemente - kurz vor dem Hafen noch (richtige) Briefmarken und einen Briefkasten. Überall sonst gab es nur so einen komischen Privatdienst... da waren wir skeptisch.

    16.45 Uhr zurück auf dem Schiff, eine Kleinigkeit im Tag/Nacht essen, dann übliches Programm: Ausruhen, Umziehen, dann Abendessen, diesmal bei Luis im Atlantik Klassik (Steak Sirloin, rosa, genau richtig und richtig lecker). Danach "muss" Brüderchen zum Gin-Workhop (2 Abende, 40 Euro).

    Mama und ich gehen zur White Night Poolparty. Nunja. Sehr weiß ist das hier nicht. Schade irgendwie. Selbst die weißen Bademantel sind in der Minderzahl. Die Schokofrüchte und das Obstbüffet sind beeindruckend, leider habe ich das Durchschnittsalter der Menschen an Bord falsch geschätzt - das zeigt sich in der Musikauswahl des DJs. Aber, das muss man auch sagen, dass uns die Musik nicht zusagt, liegt an uns: Der Rest hat Spaß, hier steppt der (Tanz)Bär. Schade aber, dass hier - bei der Vielzahl an tollen Combos an Bord - keine "echte Kapelle" spielt.

    Nun, Mama und ich verziehen uns auf die Kabine. Nach einer Woche mal Nachrichten schauen ist ja auch nicht schlecht.

    Gegen 23 Uhr kommt Brüderchen - ihm hat es gut gefallen, er hat viel zu erzählen - über Gin und überhaupt und sowieso... übermorgen wird der selbst hergestellte Gin verkostet. Wir sind gespannt.

    25.05.2018 - Civitavecchia, Italien

    Früh aufgestanden, trotz Protestes von der Couch ("ist das Urlaub, ey"?), gefrühstückt und raus. Sagen wir so: Wir waren um 7.00 Uhr draußen, aber sonst keiner. Es war kein Bus, kein Taxi da. Und das bliebt auch erst einmal so. Die nette Dame von der Hafenbehörde versuchte dann, wie wir, ein Taxi zu bestellen, war aber nicht erfolgreich - bei 7 Schiffen im Hafen ist es scheinbar vergebens, ein Taxi für Kurzstrecken zu bekommen, die hoffen alle auf Touren nach Rom.

    Um 07.10 Uhr kommt ein Taxi, will aber 30 Euro für die paar Meter zum Bahnhof. Mafia! Das nicht! Und schnell reden und dabei wild gestikulieren, das können wir auch. Um 07.20 Uhr kommt dann endlich ein Shuttlebus. 07.30 Uhr: Der Shuttlebus fährt uns zum neuen, von der Armee gesicherten Busparkplatz. Von dort - was für eine Geschäftsidee - fährt man in einem anderen Bus für 2 Euro zum Bahnhof. Dauert aber alles... Aber wenigstens sind noch kaum Leute im Bahnhof, also können wir in Ruhe Karten kaufen und den 08.01 Uhr Zug nehmen, der uns um 08.50 Uhr in Roma San Pietro absetzt.

    Dann folgt ein nicht rühmlicher Punkt für "Luisentours" - ich hatte nicht berechnet, dass die Herrschaften nicht nur den Petersplatz wegen der Generalaudienz absperren, sondern auch noch großzügig alle Straßen drumrum. Also: Laufen, laufen, laufen. Um 09.35 Uhr sind wir am Eingang der vatikanischen Museen - nachdem wir gefühlt durch 5.000 Kartenverkäufer gelaufen sind ("Spezialtarife, Madame, ganz tolle VIP Tour")...

    Dann Einlass-Kontrolle, dann zur Kasse, Tickets eintauschen, nicht links die Reihe mit Kassen, sondern geradeaus die Treppe hoch, Kasse Nr. 15. Voll, voll, voll. Pünktlich um 09.45 Uhr (gerade noch Zeit für eine PP-Pause) beginnt unsere Cabriobustour durch die vatikanischen Gärten.

    Als Hinweis: Achtung, man muss vor Beginn der Tour noch durch die Stufen ins Museum und steigt erst auf der anderen Seite der Pinakothek ein (also nichts für Fußkranke), aber ab dann ist es sehr nett - man hat eine nette Ansage in allen Sprachen, auch Deutsch, und sieht viel, muss aber nicht zu Fuß bergauf, bergab. Wirklich ungewöhnliche Einblicke und schöne Aussichten. Nach der Tour, bei uns gegen 10.45 Uhr, kann man in die vatikanischen Museen ohne nochmals anzustehen. Wobei... Dass es eine Art Einlass-Begrenzung gibt, kann man sich bei der Menge an Menschen hier kaum vorstellen. Ist das voll!

    Wir nutzen jede Abkürzung, die es gibt, u.a. schaffen wir es auch, den Aufseher davon zu überzeugen, dass unsere Mamita keine Treppen steigen kann, also dürfen wir den Aufzug in die Stanzen des Raffael nutzen, dort aber stehen die Leute zum Teil echt dicht an dicht. Man kann z.T. den Kopf nicht nach oben recken, weil die Leute schon hinter einem stehen. Zudem z.T. wegen Bauarbeiten treppauf, treppab. Aber Mama hält tapfer durch, sie will die Sixtinische Kapelle sehen. Dort bleiben wir eine ganze Weile - man wird dieses Mal nicht durchgescheucht, wie eine Freundin und ich vor Jahren, es gibt nur alle 5 Minuten rüde "Silenzio"-Rufe. Aber nun... beeindruckend ist es schon.

    Dann wieder raus. Leider ist das hübsche Cafe im Garten, das wir uns ausgeschaut hatten, komplett voll, keine Chance auf einen Platz. Aber wenigstens schaffen wir es noch, Postkarten vom Vatikan zu kaufen und mit der dortigen Post zu versenden.

    Draußen wie vorher, nur schlimmer. Viele fliegende Händler, viele Kartenhändler... Wenn wir unseren Riesen (mein Bruderherz ist etwas größer gewachsen) nicht dabei hätten, die würden uns gar nicht in Ruhe lassen. Zudem wird es warm, richtig warm...

    Wir entschließen uns: Zurück zum Bahnhof San Pietro. 13.30 Uhr sind wir da. Leider haben wir Pech - weil heute ja Befreiungstag ist, fährt erst 14.30 Uhr wieder ein Zug nach Civitavecchia. (Für Besserwisser, ich hatte erst mit einer Rückfahrt ab 15.00 Uhr gerechnet und deshalb keine früheren Züge herausgesucht). Nun, denken wir, egal, setzen wir uns ins Bahnhofscafe. Ha. Kein Kaffee. Kein Café, nichts. Alles hat zu. Nur sehr gute Klos, zugegebenmaßen. Zudem als Hinweis: Achtung, sämtliche Lifte in beiden Bahnhöfen waren kaputt.

    Aber der Zug ist pünktlich. Weil ein paar italienische Gentlemen große Koffer so lagern, dass 3 Sitze einer 4er Gruppe besetzt sind, stehe ich 45 Min. Mama ergattert einen Platz der Burschen. Dann wie gehabt retour... Ab dem Bahnhof wieder Bus à 2 Euro bis zum Busparkplatz, ab dort den Hafenshuttle. 16 Uhr an Bord. Ja. Das war Rom. Heiß und voll. Puh.

    Zum Glück sind wir früh zurück - bei einigen der 7 Kreuzfahrtschiffe ist heute Wechseltag. Wie wir hören, waren die nachfolgenden Züge knackevoll mit Gepäck und auch mit dem Shuttlebus gab es Probleme (die letzten Gäste kamen nur im Laufschritt noch pünktlich aufs Schiff). Aber geschafft - wenngleich auch geschafft.

    Da hilft dann nur noch ein Besuch im Tag & Nacht, dann ein Eis mit Beilage (Maracuja) im Ankelmanns, dann Kabine. Um 17 Uhr folgt ein halbes Stündchen schwimmen, dann fertig machen und rumlungern. Um 19.30 Uhr geht es auf einen Aperitif in die Schaubar, dann ins Atlantik Mediterran. Dort werden wir schon erwartet.

    Die scheinen sich echt mit uns beschäftigt zu haben - unser "Lieblingsinder" ("Hallo, meine Mutter") und Mustafa warten auf uns. Red Snapper gibt es auch noch einmal, sehr lecker.

    Danach ins Studio zur Hologramm-Show. Leider ist dieses Mal die Bar abgeteilt, es gibt nichts zu trinken. Aber die Flying Steps sind beeindruckend...

    24.04.2018 - Ajaccio, Korsika

    Aufgestanden, gemütlich gefrühstückt, aber trotzdem schon um halb 9 von Bord - bei dem Kaiserwetter muss man raus! Zuerst zum Fischmarkt - ein 2,5 kg Hummer für 15 Euro, ach hätten wir doch nur eine Küche! - dann zum Markt auf dem Place Foch. Dort probieren wir Käse über Käse (nicht der mit den Würmern drin) und treffen einen Imker, von dem mein Bruderherz, selbst Imker, nach ausführlichem Fachsimpelns Honig von der Kastanie und der Macchia kauft.

    Dann durch die Altstadt, einen Kaffee in der Sonne und dann zurück aufs Schiff, umziehen und Schwimmsachen holen. Zuerst fahren wir aber mit dem Bus 5 - für 1 Euro (Kleingeld) - bis zum Tour de la Parrata und machen dort dann einen Spaziergang durch die Macchia. Mensch, duftet das gut!

    Nach einer Stunde geht es zurück bis zur Haltestelle Saint Francois, zum Stadtstrand. Zuerst aber eine Orangina trinken und nochmal "wohin", dann runter an den Strand, zum schwimmen. Das Wasser ist kühl, aber erfrischend.

    Gegen 15 Uhr zurück aufs Schiff, wir probieren mal Döner und Pommes im Bosporus aus, wir haben uns ja so viel bewegt. Danach noch einen Kaffee in der TUI Bar, ein bissel Sonne auf dem Balkon und fertigmachen für's Abendessen.

    Atlantik Mediterran ist angesagt. Leider ein Desaster. Sehr seltsamer, fast unfreundlicher Kellner. Fragt nicht, wie Brüderchen sein Steak haben will, mein Hauptgang kommt 20 Min. vor den anderen - zudem ist der Red Snapper doppelt gestorben. Brüderchens Steak leider auch. Da der Kellner es mit einem "Na, ich hab es medium gebracht, für den Herrn" vor ihn hinknallt, wird sofort klar, dass ihm schon klar ist, dass es nicht gut ist. Als Brüderchen ihm dann sagt, dass das Fleisch nicht gut ist, nimmt der Kellner ihm das Besteck aus der Hand (!), schneidet das Fleisch auf und will diskutieren. Ungut. So etwas habe ich echt nicht erlebt. Der Kellner merkt dann aber auch, dass das unangebracht ist und bringt ein neues Steak. Leider ist auch das eilig herbeigeschaffte 2. Exemplar eine Schuhsohle - es wurde zudem immer noch nicht gefragt, wie Bruderherz es haben will. Leider ist der Kellner immer noch nicht fähig, ordentlich mit uns zu reden. Er ist jetzt regelrecht eingeschnappt und holt den Oberkellner. Dem erläutern wir das Ganze - und da fühlen wir uns wahrgenommen. Zuletzt sogar die Maitre D' - sie hat gemerkt, dass wir verärgert sind. Sie lädt uns ein, morgen um 20 Uhr zu kommen, dann wolle man sich ganz besonders um uns kümmern. Wir versichern, dass wir trotzdem nicht zu A... wechseln und verziehen uns in die AAB. Dort werden wir so nett empfangen und umsorgt, da vergessen wir das lausige Abendessen.

    Dann aber auch ins Bett, morgen gilt es, früh zu sein. Am besten wäre es, wenn wir den Zug um 7.30 Uhr bekämen, um früh in Rom zu sein. Mal sehen, ob das klappt!

    PS: Ich habe aktuell Probleme mit dem Foto-hochladen... deshalb erst einmal "ohne Verzierung" :)

    23.04.2018 - 1. Seetag

    Um 7.00 Uhr aufgewacht. Balkontür auf. Brüderchens Reaktion: Hat der Kapitän sich verfahren? Ist das die Nordsee? Er hat recht - es weht eine steife Brise und es ist recht kühl. Buuuh!

    Nunja... Wir ziehen lange Hosen und Pullis an und gehen erst einmal frühstücken, kurz nach 8 Uhr sind wir im - überraschend leeren - Atlantik. Lachsbüffet! Kaum drin, schon werden wir von unserem indischen Getränkekellner gegrüßt: "Guten Morgen, meine Mutter, haben Sie gut geschlafen? Wollen Sie Kaffee?" Wir werden bestens versorgt - so gut, dass sich die (zugegebenermaßen arg unfreundliche) Gruppe am großen Tisch beschwert: "Warum bekommen die da sofort Kaffee und wir müssen immer nachfragen?" Nun, vielleicht liegt es daran, dass wir - wie zum Glück der überwiegende Teil der Mitreisenden - "Bitte" und "Danke" sagen, während die Sprachführerin des Tisches, als der Pfeffer fehlte, den Finger hob, laut "Ober" schrie und "Pfeffer" sagte. (Sie bekam ihn trotzdem, den Pfeffer, das nur am Rande).

    Generell freut es uns aber, festzustellen, dass die Mitreisenden auf dieser Reise - zumindest unserem Empfinden nach - sehr entspannt waren. Es scheint sich herumgesprochen zu haben, dass bei TUI noch niemand verhungert ist und man auch als letzter in einer Schlange noch "etwas" abbekommt :)


    Nach ein bissel plaudern, gegen halb 10, sind wir etwas unsicher, was wir machen wollen - es ist noch etwas frisch, aber die Sonne wird kräftiger, wie "Kapitän Aus" es, entgegen der gestrigen Vorhersage, ankündigte. Zuerst probieren wir es in der Himmel & Meer Lounge, aber da sind nur noch Sessel frei und keine Liegen, also gehen wir doch raus - auf Deck 14. Schon jetzt, so merkt man, sind die ersten Liegenreservierer unterwegs. Echt albern. (Es spricht für mein Textprogramm, dass er dieses Wort nicht kennt). Es zeigt sich aber: Dank der "Liegenengel" reduziert sich das Reservieren zunehmend, man bekommt eigentlich immer eine Liege (wenngleich keine der tollen orangenen).

    Gegen 10 Uhr verzieht sich Bruderherz auf die Kabine und um 10.30 zieht Mama sich um, um 11 Uhr wollen wir zusammen den Gourmetrundgang machen. Wer den noch nicht kennt: Der ist sehr zu empfehlen, es gibt überall Häppchen und man sieht mal alle Restaurants auf dem Schiff. Wir sind dieses Mal auch rund 90 Gäste, aber man teilt uns in Gruppen auf, das geht ganz gut. Hanami (der Lachs, mjam), Schmankerl (das Grillhähnchen ist echt gut und der Kaiserschmarrn auch), Surf & Turf ("Willkommen in der Höhle der Fleischeslust") und Kaffeebar (weniger schön, die wird deshalb m.E. auch nicht lang bleiben - wer zahlt 1.90 Euro für einen Nespresso ohne Aussicht, wenn er ihn eine Etage höher, in der TUI Bar, in hellem Ambiente und ohne Durchgangsverkehr, mit Aussicht umsonst bekommt). Zudem gibt es Cocktails und Champagner, nicht schlecht.

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    Gegen 12.15 Uhr haben wir fertig geschmaust und gehen in die - ebenfalls noch sehr leere Außenalsterbar, sichern uns einen Tisch mit einem Schatten- und zwei Sonnenplätzen (die neuen Sonnensegel sind gut!) und holen uns vom Ankelmann (auch hier ist es recht leer, wo sind die Leute?) unser übliches Mittagessen: Fürs Brüderchen ein "kleines" Stück "Fuß" (Fleisch vom Stück, heute Kleeschwein), für Mama und mich eine Kugel Eis und ein halbes Dutzend Passionsfrüchte. Wir behaupten, das ist gesund.

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    Dann bucht Brüderchen sein Gin-Tasting an der Rezeption, danach zieht es ihn in die Kabine zum Pennen, Mama und ich entdecken auf Deck 15, über der Arena, ein herrliches Plätzchen zum Sonnen.

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    Gegen viertel vor drei gehe ich, brav, eine halbe Stunde Schwimmen. Gegen viertel vor 4 sind wir in der Kabine, duschen und ziehen uns um. Für's Protokoll: Bruderherz pennt durchgehend.

    Noch ein bissel Lesen, Reisebericht schreiben und auf dem Balkon sonnen, dann geht's in die Schaubar, auf einen Aperitif (da spielt ein Gitarrespieler, gut!), danach ins Atlantik Klassik. Dort treffen wir Luis, den wir von der Asienreise kennen - mittlerweile Oberkellner. Es gibt Hummerlinguine und ein sehr gutes Risotto, und zum Dessert wollen die Herrschaftens ins Ankelmanns, nochmal ein kleines Eis plus Maracujas. Da sehen wir dann auch, man glaubt es kaum, auch Delfine!

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    Danach in die Studiobar, wo wir - zufällig - die Lesung von Kishon mitbekommen. Supergut gemacht und witzig, aber auch wieder nur 12 Leute. Schade... aber es gibt halt auch sehr viele Angebote.

    Um 21.10 Uhr ins Theater, zur Vorstellung der Offiziere (21.30 Uhr). Die ist echt gut gemacht, Kapitän Aus hat Showtalent. Der zweitwichtigste Mann an Bord, der Küchenchef, sei für die Gewichtsverteilung an Bord zuständig. Pro Kabine habe man eine Gewichtszunahme von 3.2 kg berechnet. Wer Alleinreisend sei? Danach folgt die Tanzshow "Ich habe noch einen Koffer in Berlin" - sehr, sehr gut.


    Ich hatte zwar mehr Marlene Dietrich als Berghain erwartet, aber der Abend hat Spaß gemacht. Danach noch auf einen Absacker in die Studiobar, mit dem zweiten Teil der Lesung, und dem zweiten Teil der Getränke, dann ins Bett.

    ... weil Lisa @WSP10 darüber sprach: Im Gegensatz zu unserer letzten Reise auf der 4 empfanden wir die 5 nun als "großzügiger", wir haben immer und überall (nun, mit Ausnahme der HML) einen Platz bekommen. Auch am Einschiffungstag war es auf dem Schiff angenehm leer - es sind wohl schon viele Gäste früh abgereist.

    Zudem habe ich die "Gästestruktur" als gemischter empfunden (was das Alter angeht). Lisa, habt ihr das genauso gesehen?

    Herzliche Grüße, und an alle, die arbeiten müssen: Einen guten Start!

    Katrin

    22.04.2018 - Einschiffung, Palma de Mallorca

    Nach einer unruhigen Nacht (wer bitte tappert so laut um 5 Uhr früh durch hallende Flure?) wird Brüderchen schon um halb 8 maulig, er will aufs Schiff. OK, OK. Er hat ja recht, da ist es doch noch etwas netter. Um kurz nach 8 sind wir im Taxi. Auf den Hinweis der Taxifahrerin, das sei aber viel Gepäck, antwortet mein Bruder, ganz der Mann von Welt: "Two Ladies" und zuckt mit den Schultern. Tsss.

    "Wir", sprich "unser Schiff" steht diesmal näher an der Stadt an einem neuen Terminal, alles ist sehr schick. Den Platz weiter hinten hat die "Splendour of the Seas" abbekommen. Ha! :)

    Kurz vor halb 9 haben wir eingecheckt (ganze 2 Min. hat es diesmal gedauert), unsere Handgepäckkoffer haben wir kurzerhand ebenfalls abgegeben, die werden direkt auf die Kabine gebracht. Als Hinweis: Falls weitere Gepäckschilder nötig sind: Die bekommt man bei einem der "türkisen Engel" direkt vor Ort.

    Danach erst einmal zum Frühstücken ins Atlantik... Es ist... leer. Ach, schon alle weg? In jedem Fall sehr angenehm. Wir lernen auch einen sehr eifrigen Kellner kennen, der unter dem Gelächter der restlichen Kellner (es es ist nicht viel zu tun) seine gesamten Deutschkenntnisse mit viel Pathos ausprobiert. Ob das Deutsch, dass die Berlitz-Lehrerin hier lehrt, so lebensnah ist? Ich bin mir nicht sicher. Was wir hier hören, ist eher mittelalterlicher Minnegesang, sehr gestelzt... aber sehr witzig.

    Dann diskutieren wir, was wir noch tun wollen. Da der Pool ausgebessert wird (neu gestrichen) und deshalb den ganzen Tag gesperrt ist (ey!), und Brüderchen, wie er festgestellt hat, seine Sonnenbrille vergessen hat, entscheiden wir, in die Altstadt zu fahren.

    Eigentlich wollen wir mit dem Bus fahren, aber wir sind faul. Und auch wenn der Fahrer uns betuppt (Sonntagszuschlag, ey? Vom Hafenzuschlag wissen wir, aber das? Nun, egal, wegen 3 Euro streite ich mich nicht), kostet die Fahrt direkt vom Schiff bis zur Kathedrale uns nur 12 Euro.

    Wir bummeln durch die Stadt, schauen mal hier und mal da und sind begeistert: Alles ist erheblich grüner, und weil Sonntag ist, auch leerer und dadurch netter als bei unserem Besuch im letzten Jahr.

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    Im C&A ersteht Brüderchen eine neue Sonnenbrille und danach nehmen wir ein Taxi (10 Euro), das uns zum Castell Bellver bringt. Dort suchen wir das Ticketoffice und finden es nicht und beschließen, uns doof zu stellen. Das gelingt auch ganz fabelhaft und wir besichtigen die Burg für lau... Wobei, vielleicht ist der Eintritt ja auch neuerdings gratis oder feiertags umsonst? Die Frage bleibt offen. Das Castell ist in jedem Fall echt hübsch und die Aussicht echt toll. Wir genießen den Ausflug sehr - bis die Amerikanerhorden von der "Splendour" einfallen. Meine Güte, das sind ja viele! Das wird uns zu voll, also wollen wir wieder zurück.

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    Die Taxen am Taxistand oben am Castell sind jedoch alle gebucht und sehen sich auch nicht in der Lage, uns ein Taxi zu rufen... echt unfreundlich. Mein Handy streikt... Aber da meint Bruderherz, dass es sicher nett sei, zu Fuß durch den Pinienwald runterzuwandern - Recht hat er. Wirklich nett.

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    Ja, es sind viele Stufen, aber "runter geht immer". Es duftet toll, man kann in jeder Biegung auf den Mauern oder auf Bänken ausruhen und es ist herrlich ruhig. Die Hafenpromenade bei viel Sonne und mit wenig Wasser ist weniger nett, aber wir überleben - knapp.

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    Zurück an Bord brauchen wir in der Außen-Alster-Bar jeder eine Maracujasaftschorle, ein Wasser und ein alkoholfreies Weizen (die Damen) respektive alkoholvolles Corona (Bruder) bis wir wieder OK sind. Dazu ein paar Kugeln Eis mit ein paar Maracujas und einem Stück "Fuß" (Familienslang für die Rinderkeule, die es immer am Anreiset im Ankelmanns gibt) und wir sind wieder auf Betriebstemperatur.

    Wir lernen eine nette Truppe aus Magdeburg kennen - gut drauf, auch wenn sie heute früh um 3 Uhr ab Hannover fliegen mussten ("Nu, wir waren noch beim Fußball und sind dann direkt zum Flughafen und haben noch gar nicht geschlafen"). In der zweiten Runde nach einem kurzen Schiffsrundgang wechseln wir dann (Tradition ist Tradition) auf Aperol Spritz, danach auf Cocktails. Wobei - das ist Arbeit, ich muss Mamas Ladykiller selbst shaken.

    Um 14.30 Uhr schon werden die Kabinen freigegeben, wir gehen aber - da wir noch mit einem Aperol Spritz und dem "Nase in die Sonne halten" beschäftigt sind - erst gegen 15.30 Uhr runter. Dann richten wir uns erst einmal ein. Bruder pennt, die Damen räumen ein. Dumm nur, dass - anders als gedacht und eigentlich gebucht - die Bettcouch nicht am Fenster ist. Da hätten wir wohl noch einmal nachprüfen sollen. Das ist doof für den langen Kerl und für uns, sein Füße hängen nämlich immer vor der Schranktür, die zudem nicht ganz aufgeht, weil die Couch davor steht. Aber nun, das ist Leiden auf hohem Niveau.

    Vor dem Abendessen geht es noch einmal in die Leselounge, Lesestoff holen, und auf ein Getränk in die Himmel und Meer Lounge... Erster Eindruck: Die Bibliothek ist gut bestückt, aber die Kaffeebar so direkt neben der Rezeption, zwischen zu verkaufenden Nespresso-Maschinen und ohne "Aussicht", wird uns nicht oft sehen. Bin nicht sicher, ob das ein Ersatz für die Kaffeebar hinten am Heck (Mein Schiff 4) ist. Die Himmel und Meer Lounge ist aber herrlich wie immer - leider scheinen das nur immer mehr Mitreisende zu wissen.

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    Um 18 Uhr sind wir auch schon vor'm Atlantik Mediterran steuerbord - und dort nehmen alle Kellner Aufstellung und beklatschen uns beim Reingehen wie Boxer beim Weg in den Ring. Sehr nett, so haben wir es gern. :)

    Unser Freund, der Kellner vom Frühstück, kämpft kurzzeitig um uns, am Ende gewinnt aber Mustafa - wir wollen ganz am Fenster hinten sitzen, ein sehr schöner Platz. Neben Mustafa haben wir einen indischen Herrn aus Mumbai als Weinkellner, der "meine Mutter" (die er exakt so nennt, "Hallo, meine Mutter, noch Wein?") extremst hofiert, nachdem er erfährt, dass sie auf Sharuk Khan steht. Ja, sein Cousin sei General Manager in einem Bollywood Studio. Wenn "meine Mutter" das nächste Mal in Mumbai sei, da könne er etwas ausrichten. Auch dass wir so begeistert von Mumbai sind, hilft :) In jedem Fall ein rundum schöner Abend: Sehr gutes Essen, gute Zeit, sogar die Suppe ist sehr gut (!). Nachdem wir den TUI-Suppenkoch jahrelang auf die Liste unserer persönlichen Feinde gesetzt hatten (ja, ich weiß, das ist eine subjektive Ansicht), sind wir nun total überrascht: Die weiße Tomatensuppe ist die Wucht!

    Nach der relativ ereignislosen SRÜ (dass es Leute gibt, die schon Stühle für die SRÜ reservieren, überrascht dann doch) trinken wir noch etwas und lesen, danach geht es nach oben an Deck, auf ein Glas Sekt vor der Kulisse Mallorcas.

    Dann trennen sich unsere Wege: Mama und ich gehen ins die Studiobar, zu einem Abend "mit Elvis" und dem Diamond Trio, Bruderherz will in die Kabine, einen Film schauen. In der Studiobar ist es sehr nett - man bekommt, anders als im Theater, Getränke und das Trio ist sehr gut. Leider sind am Anfang exakt 2 Gäste da, wir, und am Ende 11... nun, das Gute ist, aufgrund dessen soll es in den kommenden Tagen eine Wiederholung geben.

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    Eine gute Nacht!

    Danke für die Bildchen vom Bonany @katrinluise
    Für unsere 1 Vorübernachtung im Oktober werden wir dort auch nächtigen.

    LG Conny

    @Cobupu Ich denke, wenn man nicht gerade die Abi-Abschlussklasse der Gesamtschule Recklinghausen auf dem gleichen Flur wohnen hat (was lt. Internet vorgekommen ist), ist das echt empfehlenswert. Nichts Schickes, aber sauber und sehr nett, zudem halbwegs gut und ruhig gelegen.

    Vorab: Nur, damit ihr wisst, mit wem ihr es zu tun habt: Es geht um Brüderchen, Schwesterchen und die dazugehörige Mama. Wir Geschwister sind, sagen wir mal vorsichtig, aus dem Alter für Capt'n Sharky Bettwäsche raus, aber einmal im Jahr fahren wir gemeinsam in den Urlaub - und genießen es sehr.

    "Luisentours", wie meine Mutter und mein Bruder mich so despektierlich nennen, bereitet die Urlaube immer vor (nun, mir macht das nunmal echt Spaß): Ich organisiere Landausflüge für uns und stelle vorab ein Heft mit Infos zur Geschichte und zu den Sehenswürdigkeiten der Orte, die wir bereisen, zusammen. Seien wir ehrlich: Lesen tun die beiden es nie, aber ich weiß es dann wenigstens und kann erzählen... :)

    Wir reisen i.d.R. auf eigene Faust an, da wir die Erfahrung gemacht haben, dass "unsere" Flüge leider häufig zu nacht-schlafenden Zeiten bzw. zu später Stunde abgingen. Zur Sicherheit reisen wir aber immer einen Tag früher an (mind.). Klar, dass wir bei Reisen z.B. ab Dubai eher auf die TUI-Angebote setzen als bei Malle, wo gefühlt alle 30 Min. ein Flieger hin geht.

    Nun, dann mal los:

    21.04.2018 - Anreise nach Palma de Mallorca

    Nach letztem Packen und Diskussionen, ob Brüderchen noch ein drittes Paar Schuhe braucht (er: nein, wir: doch, Ergebnis: nein), holt uns das Taxi um 12 Uhr ab und fährt uns zum Flughafen nach Düsseldorf. Natürlich gibt es - anders als die Lokalzeitung beschreit, trotz weiterhin bestehender Probleme mit der Sicherheitsfirma keine einzige Schlange. Wir können sofort einchecken, bei einer sehr netten und sehr begeisterten Dame ("ach, ich sehe grad den Kofferanhänger - Sie gehen aufs Schiff, wie nett, erzählen Sie mal, ist das wirklich so schön, wie man denkt?"). Das einzige, was unangenehm ist: Die Sicherheits-Check-Leute streiten sich vor uns - das muss ein echt mieses Betriebsklima sein. Aber nun, mehr als "nicht aufregen" können wir - Urlaubsbeseelten - auch nicht sagen.

    Ergebnis in jedem Fall: Wir sind drei Stunden zu früh "durch". OK, dann geht es also zum Hausmanns, dem Tim-Mälzer- Restaurant (neu). Ich esse einen leckeren Salat mit grünem Spargel, Ziegenkäse und Himbeeren, Mama nimmt den Matjes und Bruderherz das Schnitzel.

    Etwas verspätet heben wir dann um 15.30 Uhr ab, gegen 17.45 Uhr sind wir in Palma. Am Flughafen in Palma gilt es erst einmal, wieder ellenlang zu wandern bis zum Gepäckband. Dort kommt Brüderchens Koffer als erster, meiner folgt 2 Min. später, aber auf Mamas müssen wir fast noch 10 Min. warten. Schnappatmung und solche Erleichterung, als er auftaucht, das hätten wir filmen müssen :)

    Dann geht's mit dem Taxi zum Hostal Bonany, unserer Unterkunft für die Nacht (Fahrt rund 25 Euro). Kein 5 Sterne Hotel, aber unter 100 Euro für zwei Doppelzimmer, alles neu und nicht dreckig, da kann man nicht meckern. Nur, dass sie uns in Etage 2 und 3 einquartieren (ohne Lift), ist ungünstig (schlepp). Notiz für's nächste Mal an Luisentours: Entsprechende Vorbestellung. Jawoll.

    Gegen 19.15 Uhr machen wir uns auf, zu Fuß Richtung Santa Catalina - Mensch ist das nett. Auch die Weinbar, die ich für heute Abend ausgesucht habe, das Wine Factory, ist eine Entdeckung - was das Internet so alles kann. Wir nehmen jeder zurerst das Testangebot - 3 Probiergläser für 3 Euro.

    Da der Besitzer einen guten Tag hat, bekommen wir zudem auch richtig was geboten ("der steht nicht auf der Karte, aber den mögen sie bestimmt") und auch das Essen ist lecker. Gegen halb 10 fahren wir glücklich und angeschickert zurück mit dem Taxi (6 Euro). Was für ein gelungener erster Tag!

    Liebe Urlaubsmixerin,

    wir waren nur zu viert bei der Führung, ein deutsches Ehepaar und wir. Der Guide konnte englisch und spanisch, ich habe dann aber Einiges für den Rest vom Englischen ins Deutsche übersetzt, das ging ganz gut. Ich glaube, es gibt in der Tat keine deutschen Führungen, aber es ist jetzt auch nicht so, dass der Guide sooooo viel erzählen würde. Es geht ja v.a. um das Erlebnis der Dachterrassen... Und nein, der Eintritt in die Kathedrale ist noch extra zu zahlen. Es war uns das Geld aber wert.

    Herzliche Grüße,
    Katrin