Beiträge von Berlinkreuzfahrer

    Danke für die interessanten Erfahrungsberichte, zum Teil positiv (erfreulicherweise keine ungewöhnlichen Geräusche in den Junior Suiten 11250 und 11262), zum Teil gemischt (die diversen Probleme mit einer Balkonkabine auf Deck 10, wobei hier - wie bei uns - positiv zu vermerken ist, dass Techniker-Einsätze gleich veranlasst wurden, wenn auch in unserem Fall eben leider ohne Erfolg). Ein Update zu unserem Fall: TUI Cruises bot uns nach viel Schreiberei zunächst 150 Euro als nicht auszahlbares Bordguthaben für eine bereits gebuchte Reise (wir mögen Mein Schiff ja durchaus noch, nur bis auf Weiteres nicht mehr die MS Relax und wohl auch nicht die sehr bauähnliche MS Flow) an, nach noch mehr Schreiberei dann denselben Betrag zur Auszahlung. Das finden wir definitiv unzureichend und haben einen Anwalt eingeschaltet. Mal sehen, wie die Sache weitergeht. Ich berichte dann.

    Wer sich mit dem Thema beschäftigt mag, sollte mal zum Vergleich folgende Diskussion in einem englischen Forum suchen: Beyond - still beyond creaking and clicking

    Danke für den interessanten Hinweis! Da fühlt man/frau sich gleich weniger allein.

    Und manchmal läuft es ja auch gut, sprich: Eine Reparatur fruchtet (wenn auch selten), wie man in besagtem Forumsbeitrag unter Nr. 12 nachlesen kann. Aber eben längst nicht immer (siehe z.B. Nr. 19).

    Übrigens: Auch wir fanden es gut, dass sich die Mitarbeitenden auf dem Schiff - das ja nicht sie gebaut haben - um unser Anliegen gekümmert, es ernst genommen und auch versucht haben, das Problem zu beheben. Was implizit auch bedeutet, dass nicht nur wir diese Geräusche als Problem wahrgenommen haben; ein Offizier war ja mehrfach in unserer Kabine, als der Wand-Klabautermann aktiv war.

    Nur über die Bordreiseleitung haben wir uns ein wenig geärgert, da sie uns zwischen den Zeilen zu verstehen gab, wir seien das Problem, weil wir uns eben auf die Geräusche "fokussierten" ... Als "Entschädigung" - das habe ich übrigens zu erwähnen vergessen - bekamen wir (bislang nur) eine Schachtel Taufpralinen ...

    Greenhorn.ch: Wir jedenfalls haben das Formular am vorletzten Tag der Reise bekommen, auf der Kabine ausgefüllt und dann von der Bordreiseleitung unterschreiben und stempeln lassen. Das war uns wichtig; wir waren nicht sicher, ob wir am Abreisetag noch Unterschrift und Stempel bekommen würden. Uns war auch ausdrücklich gesagt worden, dass wir selbst tätig und das Formular einreichen müssen, obwohl es wohl auch parallel eine schiffsseitige Einreichung gibt, wenn wir das richtig verstanden haben. Vor diesem Hintergrund haben wir auch in Kauf genommen, dass der Sachverhalt im Formular nicht ganz vollständig dargestellt werden kann, so dass wir dann in der Begleitmail an die "Offenen Worte" noch die Infos zu den Problemen mit der "Schlafkabine" in der letzten Nacht ergänzt haben.

    Bin gespannt. Wir bekamen von der Bordreiseleitung ein offizielles "Kritikformular", das wir noch an Bord ausgefüllt haben. Dieses wurde von der Bordreiseleitung auch unterzeichnet und gestempelt. Wir mussten dann den Scan an die Mail-Adresse der "Offenen Worte" senden. Allerdings schildern wir im Formular nur unsere "Erlebnisse" bis einschließlich zur erstmaligen Zuweisung der "Schlafkabine". Die Sache mit der "Schlafkabine" für die letzte Nacht usw. haben wir dann noch in der Begleitmail dargestellt.

    Jedenfalls halten wir es für wichtig, dass solche Dinge auch öffentlich dargestellt und diskutiert werden. Sachlich und konstruktiv. So wissen auch andere Gäste Bescheid (wobei wir ehrlicherweise vor der Reise selbst nicht auf die Idee gekommen wären, dass es solche Probleme gibt ...). Es kann ja auf Dauer doch nicht im Interesse der Reederei sein, wenn sich solche negativen Erfahrungen herumsprechen und keine Abhilfe geschaffen wird. Vermutlich handelt es sich um ein konstruktionsbedingtes Problem ... Das hoffentlich durch Problemanalyse und abgestimmte Maßnahmen behoben werden kann, im Sinne der Gäste und der Reederei.

    Ja wir haben schriftlich an die Offenen Worte reklamiert. Ja, die Aussage kam zurück von dem TUI Cruises Guest Feedback Management. Nein bei uns gab es keine Versuche. Sie kennen sicher die Kabinen und Geräusche. Ich weis auch nicht was bei uns zum Abstellen der Geräusche gemacht werden könnte. Unserer Meinung nach müsste die ganze Wand auseinandergenommen werden. Ich hatte auch geschrieben, dass die Kabine so nicht verkauft werden kann. Keine Reaktion darauf. Wie gesagt "normale" Schiffsgeräusche und das lässt sich wohl auch nicht vermeiden.

    Danke Dir! Ich sehe bei uns den Punkt, dass es ja zwei Ausbesserungsversuche gab. Die wären bei "normalen" Geräuschen nicht nötig gewesen. Die Antwort von TUI Cruises steht noch aus. Wir hatten letzte Woche um Antwort bis 03.03. gebeten, haben aber angesichts der politischen Großwetterlage Verständnis, wenn jetzt auch bei der Reederei gerade andere Prioritäten gesetzt werden (müssen). Ich werde hier informieren, wie es weitergeht.

    Ich hatte den Bericht zu Kabine 7189 geschrieben.

    Diese Durchsagen gab es bei uns auch. Was mir noch aufgefallen ist, meine Freundin die eine Woche vorher unterwegs war und auch bei uns wurde Teneriffa bereits am Abend vorher angefahren. Schön für uns, da konnten wir schlafen 8) . Auf der jetzigen Tour war es wohl auch so. Es wird doch wohl nicht Absicht sein, weil man dann nachts nicht fährt und es keine Geräusche gibt 8o

    Ich hatte schon Antwort von TC: es sind "normale" Schiffsgeräusche. Also versprecht euch nicht zuviel davon.

    Danke für Deine Rückmeldung! Darf ich denn fragen: Habt Ihr auch schriftlich und offiziell reklamiert - und wenn ja: Ist die von Dir erwähnte Rückmeldung von TUI Cruises denn deren offizielle, schriftliche Aussage dazu? Und gab es bei Euch - wie bei uns - Versuche des MS-Teams, etwas gegen die Geräuschentwicklung zu unternehmen (das gab es ja immerhin bei uns, wenn auch leider ohne das erhoffte Ergebnis - und macht man das, wenn das doch "normale" Geräusche sind, die wir übrigens auch, an mehreren Tagen, mittels Audio- und Video-Aufnahmen dokumentiert haben?)?

    Das ist der besondere Charm einiger Italienischer (Fincantieri) und auch einiger in Frankreich gebauter Schiffe, viele knarren etwas in den Kabinen und den Kabinen-Verkleidungen, oft in der Fenstergegend... Die Finnen und Deutschen sind da meist solider!

    Das kann durchaus sein. Wir können natürlich nicht von einer Erfahrung ausgehend verallgemeinern, aber wir waren auch schon mit zwei neue(er)n MSC-Schiffen unterwegs (Euribia, World Europa), die beide bei Chantiers de l'Atlantique in Frankreich gebaut worden waren. In beiden Fällen waren es Suiten (Aurea Suite auf der Euribia, Yacht Club-Balkonkabine auf der World Europa), und beiden Fällen gab es solche Probleme wie auf der Mein Schiff Relax nicht. Allerdings: Bei der Euribia, die noch fast brandneu war, als wir mit ihr unterwegs waren, war die Klimaanlage anfangs sehr laut; das haben Techniker aber umgehend korrigiert, und dann gab es das Problem nicht mehr. Bei der World Europa gab es abhängig von Fahrtrichtung und Windstärke recht starke Pfeifgeräusche aus dem Bereich der Fenster, aber das war nicht wirklich sehr störend, und wir haben das nicht reklamiert.

    Liebe Sophie, super, Dankeschön! Ich habe das Bild jetzt "en bloc" im Beitrag hochgeladen. Gerne könnt Ihr auch meine drei "Baustellen"-Galeriebilder wieder löschen; ich selbst kann das nicht, wenn ich nichts übersehe. Finde eigentlich, solche nicht ganz so hübschen Bilder müssen nicht zwingend Teil der Galerie sein, und meine Mini-Collage im Beitrag erfüllt den Illustrationszweck gut genug! Beste Grüße, Sebastian

    Hast Du die berühmte und wichtige Büroklammer?

    Liebe Martina, danke für den Hinweis. Soweit ich das sehe, habe ich diese Funktion nicht :-( Aber nun ist mein Beitrag durch die Admins gesperrt, und vielleicht finden die eine bessere Lösung als den Weg über die Galerie, die ich auch nicht so toll fand. Beste Grüße von Berlin nach Wien, Sebastian

    Sorry für die Irritation. Wenn mich jemand wissen lässt, wie ich die Bilder anders einbinden kann (eine externe Quelle erscheint mir weniger stabil), mache ich das natürlich gern. Habe jetzt in jedem Fall Tags und eine Beschreibung ergänzt. Beste Grüße, Sebastian

    Nach rund 10 Jahren regelmäßiger Reisen mit TUI Cruises würden wir uns durchaus als erfahrene Mein-Schiff-Gäste bezeichnen. Unsere Reise auf der Mein Schiff Relax im Februar 2026 war unsere 12. mit der Flotte. Wir kennen mittlerweile nicht nur alle aktuellen Schiffe der Flotte, sondern auch andere Reedereien wie AIDA, MSC und Costa sowie verschiedenste Schiffe, Kabinentypen, Fahrtgebiete. Entsprechend hoch war unsere Vorfreude auf diesen Neubau – zumal es ein besonderer Anlass war: ein 50. Geburtstag, für den wir bereits im Frühjahr 2024 eine Junior Suite (7192) auf Deck 7 gebucht hatten. Begleitet wurden wir von den Eltern meiner Frau.

    Unser Eindruck vom Schiff selbst war auf den ersten Blick positiv. Die Relax ist groß, weitläufig und hell gestaltet, mit vielen modernen Designelementen, die weiterhin den typischen Mein-Schiff-Charakter tragen. Als durchaus gelungen empfanden wir die Verlagerung des Atlantik-Restaurants ins Heck. Auch das Promenadendeck auf Deck 5 ist überzeugt wie gehabt. Allerdings war es, anders als auf den vorherigen Schiffen, an Seetagen auffällig stark frequentiert. Möglicherweise liegt das daran, dass man auf den Oberdecks keine wirklich längeren, zusammenhängenden Rundwege hat – etwas, das wir hier vermisst haben.

    Die Oberdecks wirkten insgesamt etwas unübersichtlicher, was vielleicht auch erklärt, warum wir trotz traumhaften, frühlingshaften Wetters ungewöhnlich selten dort waren. Was uns ebenfalls auffiel: Es fehlt ein ruhiger Rückzugsort für alle Gäste wie auf anderen Schiffen z.B. der „Ruhepol“. Für Suitengäste ist die X-Lounge zumindest eine Alternative, aber eben nicht für alle zugänglich. Dafür empfanden wir das Chalet überraschend positiv – mit einem ansprechenden, gemütlichen Design, klarer Unterteilung zwischen Bar- und Restaurantbereich und eigentlich immer ausreichend Platz. Insgesamt war die Verteilung der Gäste auf dem Schiff angenehm. Und zumindest an schönen Tagen, an denen viele Menschen die Außenbereiche nutzen können, sollte das der Regelfall sein, selbst bei ausgebuchten Reisen.

    Kulinarisch bietet die Relax eine große Vielfalt, die man in einer Woche kaum ausschöpfen kann. Wir hatten das kurzfristig angebotene Genusspaket inkl. Getränkebegleitung gebucht, das Menüs in X-View, Høfde und Chalet beinhaltete, und können sagen: Das war eine der besten gastronomischen Erfahrungen, die wir je auf See hatten. Auch sonst gab es einige positive Überraschungen. Das Sur Mer Bistrot hat uns an zwei Abenden begeistert, und anders als bei der Taverna Dionysos waren die Wartezeiten absolut im Rahmen. Die Taverna haben wir nicht selbst getestet. Die Eltern meiner Frau – mein Schwiegervater ist Grieche – fanden das Essen zwar solide, aber nicht so gut, dass es 20–30 Minuten Wartezeit rechtfertigt. Positiv hervorheben möchten wir das Mein Schiff Bistro: Ein Teil des Angebots wechselt hier täglich, was aber anders als auf den anderen Schiffen kaum kommuniziert wird, und es gibt viel Platz – ideal für ein ruhiges, schnelles Frühstück. Die Osteria hat uns ebenfalls gut gefallen, mit angenehmer Atmosphäre und schöner Aussicht. Wichtig zu wissen: Ein Teil der Speisen ist kostenpflichtig, aber man kommt auch mit den inkludierten Gerichten problemlos auf seine Kosten.

    Das Atlantik haben wir nur einmal zum Frühstück getestet. Trotz etwas langsamem Service gefiel uns, dass es jetzt auch auf Deck 5 ein Buffet mit Lachsspezialitäten zur Selbstbedienung am „Lachsfrühstück-Tag“ gibt. Im X-Coast war das Frühstück sehr gut, wenn auch der Service mitunter etwas langsam. Das Harbour Market nutzten wir kaum, unser Eindruck war aber: große Auswahl, luftiger als auf anderen Schiffen, aber etwas sterile Atmosphäre. Pane e Sole bot leckere Snacks für zwischendurch. Fugu konnten wir im Rahmen einer Führung kurz sehen – das Konzept wirkte interessant, ausprobiert haben wir es aber nicht. Apropos Führung: Der aufpreispflichtige, aber sehr zu empfehlende Blick hinter die Kulissen war ein Highlight. Die Mitarbeitenden (einschließlich Chefkoch) waren engagiert, es gab viele spannende Einblicke sowie kleine Häppchen, frisch gepressten Orangensaft und zu Beginn ein Glas Sekt.

    Die Captain’s Bar ist wunderschön gestaltet und bietet tolle Ausblicke. Die Cocktails sehen großartig aus, schmeckten aber – zumindest die, die wir probiert haben – nicht besser als die klassischen Cocktails in den anderen Bars. Die Shoppingmöglichkeiten waren angesichts der Schiffsgröße enttäuschend.

    Auch beim inkludierten Entertainment hinterließ die Relax leider keinen überzeugenden Eindruck. Das Theater ist für ein größeres Schiff überraschend klein, und manche Shows werden nur einmal aufgeführt. Wir sahen die Abba- und die Musical-Show, beide gut, aber bereits von anderen Reisen bekannt. Viele Programme auf der Kleinkunstbühne kannten wir ebenfalls schon. Insgesamt wirkt das Angebot für ein Schiff dieser Größe eher dünn. Auch das Gastkünstlerprogramm bestand – wie häufig – vor allen aus Travestiekunst, was Geschmackssache ist und uns diesmal nicht angesprochen hat.

    Die X-Bereiche sind insgesamt schön gestaltet, aber kleiner, als es in Videos wirkte. Platz fanden wir jedoch meist. Der Spa-Bereich bot sehr gute Anwendungen, wirkte im Eingangsbereich aber weniger einladend als auf den älteren Schiffen. Im Friseursalon wurde uns erklärt, dass die Wassertemperatur beim Haarewaschen nicht konstant sei – was sich dann leider bestätigte.

    Jetzt kommen wir zu dem, was diese Reise für uns im Kern verdorben hat: die Junior Suite 7192 und ihr „Klabautermann“. Schon in der 1. Nacht hörten wir bei Seegang ein deutliches Klopfen aus der Wand auf der linken Seite der Fensterfront. Nicht das typische Knacken, das man von einem Schiff bei Seegang kennt und auch erwartet, sondern ein sehr spezifisches, rhythmisches Pochen – als würde jemand von innen mit den Fingerknöcheln gegen die Wandverkleidung klopfen. Wir hatten während der gesamten Reise Dünung, und das Geräusch begleitete uns ununterbrochen. Die benachbarte Suite 7190 war nach Aussage unserer Kabinennachbarn allerdings ruhig, ebenso die Balkonkabine der Eltern.

    Nachdem wir in den ersten Nächten kaum Schlaf fanden, meldeten wir uns schließlich in der dritten Nacht bei der Rezeption. Ein Offizier kam und zog dann sofort einen Techniker hinzu, der zunächst eine Art Gummipuffer in die Spalte zwischen Decken- und Wandverkleidung einbaute – ohne Erfolg. Am nächsten Tag kam ein größeres Team, das die Deckenverkleidung teilweise abnahm. Danach war die Kabine verdreckt, unordentlich und glich einer Baustelle:

    Wir mussten dann erst explizit darum bitten, sie überhaupt wieder bewohnbar herzurichten. Das Ergebnis des „Reparaturversuchs“ war übrigens ernüchternd: Die Geräusche wurden eher schlimmer und waren nun auf beiden Seiten des Fensters hörbar.

    In der vorletzten Nacht bekamen wir schließlich nachts eine „Schlafkabine“ (sic!) zugewiesen: Balkonkabine 7088. Interessanterweise wurde diese Kabine vorab „akustisch geprüft“, wie uns gesagt wurde. Tatsächlich: Sie war auch bei Seegang so ruhig, wie wir es von unseren vielen früheren Reisen gewohnt sind. Für die letzte Nacht wurde uns dann eine Junior Suite auf Deck 9 angeboten, doch auch diese war akustisch auffällig, und vor allem funktionierte dort die Lichtsteuerung nicht – weder Schalter noch Hauptschalter reagierten. Also zogen wir spätabends erneut los und baten wieder um Kabine 7088, die wir dann auch erhielten.

    Am vorletzten Tag gingen wir zur Bordreiseleitung, um uns schriftlich zu beschweren – ein Novum für uns nach elf Reisen mit TUI Cruises. Wir erhielten ein Formular, das wir am Tag nach Reiseende an TUI Cruises (an die bekannte Adresse für "Offene Worte") per Mail schickten. Bislang kam nichts Konkretes zurück. Interessant war im Gespräch mit einer Mitarbeiterin an der Rezeption ihre Bemerkung, sie müsse nachsehen, ob zu Kabine 7088 „ein Hinweis auf Geräuschprobleme im System hinterlegt“ sei. Das wirft natürlich Fragen auf ... Noch bemerkenswerter fanden wir, dass der Kapitän während unserer Reise mehrfach darauf hinwies, dass es bei Seegang Schiffsgeräusche gebe und dies ganz normal sei – etwas, das wir so in 16 früheren Reisen nie gehört haben.

    Für uns steht fest: Diese Art von Klopfgeräuschen sind ein Reisemangel. Eine Kabine muss zum Schlafen geeignet sein! Geräusche bei Seegang usw. sind normal; das, was wir erlebt haben, war es aber definitiv nicht mehr. Wir haben diese Reise nicht zur Erholung genutzt, sondern unsere Nächte mit zunehmender Erschöpfung zwischen Suite, Ersatzkabine, Technikern und Rezeption verbracht. Dass ähnliche Probleme offenbar auch andere Gäste betreffen (z. B. Junior Suite 7189; siehe Juniorsuite 7189 MS Relax - Vorsicht), macht es noch bedenklicher.

    Wir haben sogar eine anfangs der Reise an Bord gebuchte Kreuzfahrt mit der zukünftigen Mein Schiff Flow – die weitestgehend baugleich mit der Mein Schiff Relax ist – wieder storniert: Zwar waren die Balkonkabine der Eltern und die „Schlafkabine“ 7088 ruhig, aber nach dieser Erfahrung mit Junior Suite 7192 möchten wir kein Risiko eingehen. Übrigens: Es war unsere zweite Erfahrung mit einer Junior Suite; die erste vor einigen Jahren auf der Mein Schiff 1 war durchgehend positiv.

    Unser Fazit fällt daher zwiespältig aus: Die Mein Schiff Relax ist in vielen Bereichen eine durchaus gelungene Weiterentwicklung. Das kulinarische Angebot ist hervorragend, viele Bereiche sind schön gestaltet, das Mein-Schiff-Gefühl ist grundsätzlich da. Aber eine Junior Suite, die bei Seegang derart unzumutbare Geräusche entwickelt, ist für uns ein absolutes No-Go – erst recht auf einem Schiff, das „Relax“ im Namen trägt.

    Wir hoffen auf eine faire Reaktion von TUI Cruises, denn nach so vielen schönen Reisen mit der Flotte möchten wir das Vertrauen nicht dauerhaft verlieren. Aber diese Reise hat uns das erste Mal ernsthaft zweifeln lassen.