Beiträge von seglerin

    Eine besonders lustige Erinnerung sind die „Gagarros“, die „Gelbschnabel-Sturmschnepfen“, die die Felswände an den Küsten bevölkern. Das sind nachtaktive Vögel, die am Tag in riesigen Verbänden auf dem Meer dösen und nachts in den Felswänden ein lustiges und lautes Familienleben pflegen. So ein munteres Gekakel habe ich nie vorher gehört. Ich habe sie inzwischen als Klingelton auf dem Handy…

    „..irgendwas berichten…“ - nun ja, das ist nicht ganz so einfach. Ich kenne alle 9 Inseln, war bestimmt 6 oder 7x dort, bisher aber immer mit dem Segelboot.

    Die Inseln sind alle sehr unterschiedlich, aber alle wunderschön. Jede hat etwas Einzigartiges, und doch bilden sie zusammen ein kleines Paradies mitten im Atlantik. Die Menschen sind herzlich und nett, viele sprechen sehr gut Englisch (Taxifahrer!), weil viele ihre Ausbildung in den USA oder in Kanada gemacht haben. Portugiesen sind sie nur, wenn es um Fußball geht😉.

    Ihr werdet einige Naturwunder bestaunen, wie Vulkane, Geysire, heiße Quellen und eine Vegetation, die wir hier nicht kennen. Die Luft ist im Sommer warm und sehr feucht, es regnet auch öfter mal, aber selten lange.

    Vor allem kulinarisch haben die Azoren einiges zu bieten, was der Kreuzfahrer aber leider kaum mitbekommt. Aber die Ananas müsst ihr unbedingt probieren. Das ist eine Spezialität, dunkelblau bis violett und so saftig, dass man sie am besten in Badezeug verkostet. Danach esst ihr hier (und an Bord) nie wieder Ananas. Leider sind die nicht transportfähig. Schöne Mitbringsel sind aber Tee und Tabakerzeugnisse, beides wird auf den Inseln angebaut. Ich mag auch die Lavaweine, die bekommt man nur dort. Und der Käse ist auch toll. Dazu backt jede Insel ihre eigenen „Inseltörtchen“, die man natürlich unbedingt probieren muss.

    Wenn ihr Glück habt, bekommt ihr einen Wal zu sehen, Delfine aber bestimmt. Oder ihr erlebt einen der vielen Festumzüge, die im Sommer in jedem Ort stattfinden.
    Kurz: Die Azoren sind ein kleines Wunder, das einen lange nicht loslässt. Es gibt übrigens in den Mediatheken einige Filme, z.B. aus der Reihe „Wunderschön“.

    Die Azoren sind tatsächlich eines der letzten Paradiese in Europa. Ich war bestimmt 6 oder 7 Mal dort, allerdings immer mit einem Segelboot (die es leider zum Teil auch heute nicht mehr gibt). Aber „die“ Azoren? Das sind 9 Inseln mit sehr unterschiedlichem Charakter. Aber alle liebenswert (vor allem auch ihre Bewohner!) und voller Naturwunder. Ich kann mir kaum vorstellen, dass man sie per Kreuzfahrt auch nur ein wenig kennenlernen kann. Meistens wird nur die Hauptinsel Sao Miguel, vielleicht auch noch Terceira besucht. Mit Chance auch Faial mit dem Seglertreffpunkt Horta. Für einen Tag. Aber vielleicht kann diese besondere Inselgruppe euch ja auch so begeistern, dass der eine oder andere sich mal die Zeit nimmt, die Inseln wirklich zu erkunden. Inselhopping über 2-3 Wochen lohnt sich!

    Was für ein schönes Thema, und was für tolle Erinnerungen! Ich kann da zwar nicht so ganz mithalten, dafür bin ich noch nicht lange genug dabei, aber die „Herz“ war meine 2. Kreuzfahrterfahrung. Und ich mochte sie sehr! Ok, einige Bereiche waren etwas vorgestrig eingerichtet (z.B. das Surf and Turf -Steakrestaurant, das mit seiner düsteren Muffigkeit an eine Block House-Filiale der 70er erinnerte). Aber sonst fand ich sie toll. Wie schade, dass es kaum noch Schiffe gibt, die auch so aussehen und nicht wie ein schwimmendes Einkaufszentrum mit integriertem Fun-Park. Leider wird die Auswahl da immer kleiner, es rentiert sich wohl nicht. Aber vielleicht gibt es ja bald einen Gegentrend.

    Wie schön, dass ihr euch mit freut. Wir sind ganz erleichtert, weil auf der nächsten Reise Freunde von uns dabei sind. Wir haben ihnen die Vasco empfohlen und natürlich sehr gehofft, dass die Reise stattfindet. Es ist nämlich deren erste Kreuzfahrt überhaupt. Es hängt doch ein bisschen Herz an der alten Lady… Jetzt hoffen wir mal, dass sie durchhält und wir dann im nächsten Frühling rund Großbritannien fahren können.

    Moin Kreuzfahrtknilch! Herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung für diese wunderschöne Reise! Zu deinen Fragen können dir sicher viele erfahrene Foris Tipps geben. Ich bin zwar nicht ganz so erfahren, aber ich fange trotzdem schon mal an:

    Zu den Wertsachen am Strand (für mich besonders wichtig, da ich allein unterwegs war): Ich habe mich immer gern in die Nachbarschaft von bekannten Gesichtern vom Schiff platziert. Nette Leute, mit denen man schon mal im Buffetrestaurant einen Tisch geteilt hat, die man vielleicht von einem anderen Ausflug kennt, oder mit denen man an der Bar zusammen gesessen hat, finden sich immer. Einfach freundlich ansprechen und natürlich im Gegenzug auch „Wertsachen-watch“ anbieten!

    Das klappt übrigens auch prima bei Urlaubsfotos. Ich mag keine Selfies, daher habe ich oft andere Gäste gebeten, mal ein Foto von mir zu machen. Natürlich nachdem ich angeboten hatte, ein Paar zusammen zu fotografieren, wenn ich beobachten konnte, dass sie das nur gegenseitig machen.

    Ausflüge auf eigene Faust habe ich als Alleinreisende zunächst nicht geplant. Dann ergaben sich an. Bord aber einige Bekanntschaften, so dass ich Angebote bekam („Wir haben im Taxi noch einen Platz frei, komm doch mit!“) Auf einer anderen Karibikreise, bei der ich zu zweit unterwegs war, hatten wir einiges über Get your Guide gebucht. Das hat super funktioniert und war z.T. deutlich günstiger als die TUI-Ausflüge.

    Jeder setzt da so seine eigenen Prioritäten. Für mich ist ein Balkon essentiell und der wird auch genutzt. „Nichtssagende Routen“ kenne ich bei Kreuzfahrten nicht. Nur Routen, die mich nicht so reizen, aber vielleicht für andere interessant sind.

    Das konnte ich vorher auch nicht. Und dann waren die vielen Seetage wunderschön. Auch das Erleben, Meile um Meile dem Süden näher zu kommen. Ganz ohne Flug und ohne merkbare Zeitverschiebung. Man bekommt ein gutes Gefühl für die Distanz, das Reisen.

    Manche (auch meine Reisebegleitung) sehen das Schiff als reines Transportmittel, als mobile Unterkunft, und genießen das Ankommen und das Anschauen der vielen Destinationen. Ich auch, aber ich finde das fast ein bisschen anstrengend, jeden Tag eine neue Insel, einen neuen Ort im Schnelldurchgang zu sehen. Hinterher wusste ich oft gar nicht mehr so genau, was wann wo war.

    Die lange Rückreise hilft dann, das Erlebte zu „verdauen“, noch einmal Revue passieren zu lassen, Reisetagebuch zu schreiben (ich teile es live mit Freunden und Familie zuhause). Auch das eine oder andere Gespräch über Themen, die zuhause manchmal unter den Tisch fallen, ergibt sich ganz von allein.

    Naja, so ganz egal ist das Fahrtgebiet nicht, aber sonst ist das schon richtig. Aus „once in a lifetime“ wird schnell ein „ gerne wieder - wenn’s irgendwie geht“. Ein bisschen verrückt ist das schon, aber was gibt es Schöneres, als ein bisschen verrückt unter Verrückten zu sein…;)!

    Jeder der Mitreisenden hat einen, seinen Grund, warum er oder sie diese Reise macht. Daher entstehen oft ganz interessante Gespräche und ein Kennenlernen auf einer nicht ganz so oberflächlichen Ebene. Das mag ich sehr. Zuhause muss ich oft erklären, warum ich solche Reisen mache, an Bord nicht.

    User123 sind meistens viele ältere leute,ist ja auch verständlich,wer hat denn 5 wochen urlaub über.

    Rentner meistens

    Das stimmt natürlich, aber bei weitem nicht ganz. Wir hatten eine Menge jüngere Leute dabei. Teilweise Familien mir nicht schulpflichtigen Kleinkindern, dabei Mama und/oder Papa mit dem Laptop online, offenbar bei der Arbeit, dazu einige Gastronomen aus den norddeutschen Urlaubsregionen, da ist oft saisonbedingt im Januar und Februar die einzige Möglichkeit, mal raus zu kommen. Aber es gibt auch durchaus jüngere Leute, die berufliche Auszeiten mit solch einer besonderen Reise füllen können.