Fazit:
Ziele/Route:
Für uns rangiert Alaska als Fahrgebiet gaaanz weit oben auf der „Bestenliste“ dessen, was wir in diesem Jahr gesehen haben. Die Natur ist unglaublich, die Tiersichtungen waren genial und gingen uns so richtig ins Herz. Es gibt noch so viel mehr zu entdecken. Wir wollen unbedingt wiederkommen.
Riviera von Oceania Cruises:
Das Schiff ist schön ausgestattet, sehr viel Kunst prägt die Innenräume. Die Crew ist überwiegend freundlich. Es gibt viel Platz, es ist eigentlich nie irgendwo voll. Die Poolliegen finden wir nach wie vor super, denn so dicke Auflagen machen sie einfach absolut bequem. Die Musik ist erstklassig. Die Spezialitätenrestaurants bieten sehr gutes Essen, obwohl unserer Meinung nach die Riviera im Vergleich zur Marina etwas schlechter abgeschnitten hat. Das Essen im Buffetrestaurant ist jetzt nicht immer so der Knaller, loben muss man die Beeren zum Frühstück und eine unglaubliche Vielfalt an Salaten. Leider ist das Essen oft nur lauwarm. Unsere Kabine war sehr schön diesmal, die Schrankaufteilung etwas besser, der Safe auf Augenhöhe. Und das Bad war sehr geräumig.
Generell haben wir aber für uns herausgefunden, dass Oceania Cruises nicht unsere Reederei ist. Wirklich warm geworden sind wir auch nach drei Schiffen irgendwie nicht. Wir würden zwar wieder einmal mit einem der Schiffe fahren, aber nur, wenn die Route außergewöhnlich ist und dazu noch halbwegs bezahlbar. Ansonsten gibt es noch so viele Reedereien, die wir mal ausprobieren wollen.
Reisejahr:
Es war wirklich ein volles Programm in diesem Jahr angesagt. Ursprünglich hatten wir ja „nur“ eine Weltreise auf dem Schirm. Alles andere kam dann so nach und nach. Finanziell mussten wir immer wieder prüfen, ob noch etwas geht. Wenn man vom ersten Reisetag bis zum letzten Reisetag zählt, waren wir von genau 400 Tagen 351 Tage unterwegs. Das ist schon beachtlich. Insgesamt haben wir davon 328 Nächte an Bord verbracht. Langweilig ist uns nicht geworden und wir haben zwischendurch auch Zeit zum Verarbeiten gehabt. Manche Orte hätte man noch intensiver erkunden können. Wir haben uns aber, oft auch aufgrund Muttis Alter und gesundheitlicher Problemchen, dazu entschieden, dass weniger manchmal mehr ist. Alleingänge gab es von mir nur sehr selten, da ich gemerkt habe, dass mir die dann letztlich auch gar keinen so großen Spaß gemacht haben. Zum Ende des Sabbatjahres hin kam es aber dann doch ab und zu mal vor, dass ich gemerkt habe, dass ich mich auch wieder auf unser Zuhause und ein „normales“ und „geregeltes“ Leben freue. Es stellte sich in den letzten Wochen (ab Insignia) ein wenig Reisemüdigkeit ein. Wenn wir das Land erkundeten, in dem wir gerade waren, haben wir es nicht so gemerkt, aber wenn wir zur Ruhe gekommen sind.
Eigentlich ist das auch gut so, dass man sagt, genug jetzt, es reicht. Schlimmer wäre es doch, wenn man es bedauern würde, dass das Herumreisen nun erst einmal vorbei ist.
Haben sich meine Träume und Wünsche, die ich mit dem Nehmen eines Sabbatjahres verbunden habe, erfüllt? Ja, absolut. Und ich bin sehr glücklich, dass ich alles mit meiner Mutti erleben durfte. Wir haben so viel gesehen und erlebt und sind sehr dankbar dafür. Dies kann uns auch keiner mehr nehmen. Es macht mir Spaß gemacht, so lange Reisebericht zu schreiben. Es war auch schön, dass so viele von euch mitgelesen und kommentiert haben. Anfangs wird mir das sicherlich fehlen. An alle an dieser Stelle ein gaaaanz großes Dankeschön!!!
Die nächste Reise ist gebucht. Über Weihnachten und Silvester sind wir mit AIDA in der Karibik, wenn alles läuft wie geplant. Dann lasse ich sicher auch etwas von uns hören.
Würde ich wieder ein Sabbatjahr nehmen? Wir haben gestern darüber gesprochen. Erst einmal nicht, aber vorstellbar wäre es schon. Jetzt muss ich beruflich erst wieder ankommen. Es geht in der nächsten Woche am Mittwoch mit den Vorbereitungstagen in der Schule los. Erst in der übernächsten Woche beginnt dann am Montag die Schule. Genug Zeit also, um im Alltag wieder Fuß zu fassen.
Eine richtige Rangliste kann ich gar nicht erstellen, weil es so viele wundervolle Orte auf der Welt gibt. besonders gut gefallen haben uns: Japan, die Großen Seen, die Karibik, Rio de Janeiro, Buenos Aires, Kap Hoorn, die chilenischen Fjorde, Moorea, Napier, Tasmanien, die namibische Wüste, der Panamakanal, der St. Lorenz-Strom, Prince Edward Island, Grönland und Alaska.
Norwegen (Phoenix): 5 Nächte
Japan (Celebrity): 12 Nächte
Die großen Seen (Plantours): 17 Nächte
Amadea (Genusstour und Karibik): 63 Nächte
Kanaren (Tuicruises): 7 Nächte
Artania (Phoenix): 178 Nächte
Panama (Oceania Cruises): 20 Nächte
Kanada (Oceania Cruises): 16 Nächte
Alaska (Oceania Cruises): 10 Nächte
insgesamt 328 Nächte an Bord