Durch unseren vorgezogenen Seetag nun ein kurzes Fazit zum Schiff:
Es ist ein schönes Schiff mit einigen sinnvollen Weiterentwicklungen. Unsere Kabine auf Deck 9 hat uns vom Design her sehr gut gefallen. Ein großer Pluspunkt ist der neue Föhn, auch wenn man sich zunächst daran gewöhnen muss – gleiches gilt für den Fernseher und die Fernbedienung. Etwas schade ist, dass es keine Nackenkissen mehr gibt (zumindest war dies bei uns der Fall).
Kulinarisch hat sich ebenfalls viel getan. Die wohl größte Neuerung ist das Café Central, das die ehemalige Bier Bar ersetzt. Während die Bier Bar meiner Erfahrung nach oft eher spärlich besucht war, herrscht im Café besonders nachmittags reger Betrieb. Sehr beliebt sind die Kaffeespezialitäten, aber auch die kleinen Törtchen sind sehr lecker, wenn auch ziemlich mächtig. Der Aufpreis ist aber definitiv gerechtfertigt, gerade optisch sehen diese schon sehr toll aus.
Im Diamanten ist das Hideki hinzugekommen, wo die Speisen wirklich hervorragend waren. Zudem haben wir hier die freundlichste Crew des Schiffes getroffen. Aufgrund des eingeschränkten Platzangebots empfiehlt es sich, frühzeitig zu reservieren. Ein kleiner Tipp: Das Sushi-Schiff für zwei Personen ist riesig und eher etwas für vier Personen
. Das Steakhouse und La Spezia haben wir ebenfalls getestet, beide waren auf einem ähnlich hohen Niveau wie auf den anderen Schiffen. Allerdings finde ich die Stühle im La Spezia extrem unbequem, und die Sessel im Wartebereich sind unpassend – darauf kann man einfach nicht vernünftig sitzen ohne Rückenschmerzen.
Nicht so überzeugend war der Bedienbereich im Fischmarkt. Das Essen war eher durchschnittlich, und der Service wirkte wenig motiviert. Wir waren offenbar nicht die Einzigen mit dieser Meinung, denn es war dort durchgehend wenig los – ganz anders als auf der Mein Schiff 1 im Februar. Der Buffetbereich ist jedoch eine positive Ergänzung, wenn auch mit leider sehr kurzen Öffnungszeiten mittags.
Positiv hervorzuheben ist der Anckelmannsplatz: Die Speisenauswahl und der Geschmack haben sich im Vergleich zu den letzten beiden Jahren deutlich verbessert, insbesondere bei der Fleisch- und Obstauswahl. Auch der Döner war gut. „Ganz schön Gesund“ haben wir zwar gemieden, es war jedoch gut besucht.
Im Atlantik war das Essen gut, aber es gab seltsamerweise mittags einmal keinen Hauptgang – das habe ich so auch noch nie erlebt. Auf Nachfrage hieß es, das könne schon mal vorkommen, da die Speisekarten bereits gedruckt seien und man das dann nicht mehr ändern könne
.
Der neue Indoorpool ist sehr schön gestaltet, gerade an windigen Tagen wie heute. Ich finde das Design sehr gelungen, und der befürchtete Schwimmbadgeruch blieb aus. Wenn draußen die Sonne stark scheint, sind die klimatisierten Temperaturen dort auch angenehmer. Positiv ist auch, dass ein Teil der Unverzicht Bar nun als Indoor Bar genutzt wird – gerade an kälteren Abenden ideal.
Auch der neue Champagner Treff ist toll geworden. Eine schöne Location mit toller Aussicht, die besonders zum Auslaufen und abends sehr beliebt ist. Nach zahlreichen Beschwerden hat die Zentrale in Hamburg an Tag drei schließlich auch einem kleinen Nichtraucher-Bereich zugestimmt.
Zum Entertainment kann ich wenig sagen, da wir die Angebote nicht genutzt haben. Shows gab es aber offenbar nur sehr selten oder gar nicht. Poolpartys fanden ebenfalls nur eine statt, obwohl das Wetter mehr zugelassen hätte.
Zusammenfassend bleibt es ein schönes Schiff der Mein Schiff Flotte, mit einigen sinnvollen Weiterentwicklungen. Dennoch geht die nächste Reise auf den Kanaren für uns auf die Mein Schiff 5 – denn der teils hohe Aufpreis für die Mein Schiff 7 ist es mir dann auch nicht wert. Tollen Urlaub kann man auf allen Schiffen der Flotte haben
. Nach Bildern vom Essen muss ich nachher mal gucken, denn jetzt geht es erstmal selbst zum Essen
.