Sonntag, 4. August 2024, Trondheim
Wir haben heute den Ausflug "Trondheim im kleinen Kreis" unternommen. Vor zwei Jahren war ein Ausflug unter dem Label "... im kleinen Kreise" in Kopenhagen einfach perfekt. Gruppe von maximal 25 Leuten und wir hatten damals eine Reiseführerin, die alles vollständig selber gewuppt hat. Zu jeder Sehenswürdigkeit und in jedem Museum hat sie tolle Führungen gemacht - unterwegs im Bus sowie - und sie konnte jede Nachfrage toll beantworten. Das war wie eine ganz persönliche Reiseführung, die keine Wünsche offen ließ.
Tja, mit dieser Erfahrung konnte das heute nicht mithalten.
Gleichwohl hatten wir einen schönen Tag in Trondheim.
Per Bus ging es, begleitet duch Eräuterungen unseres Guides zunächst zum Sverresborg Trøndelag Folk Freilicht-Museum. Dort hat unser Guide die Ausführungen des dortigen Museumspersonals aus dem Norwegischen ins Deutsche zusammen gefasst.
Von dort ging es nach einem Foto-Stopp mit Aussicht über die Stadt zum Nisarosdom. Hier erzählte er uns einiges zur Frontansicht des Domes und gab uns danach kleine Aufkleber, die uns als Entrittskarte für den Dom und die angrenzenden Museen diente. Im Dom selber oder den Museen gab es keine inkludierte Führung. Wir haben auf den Rücktransport zum Schiff verzichtet und konnten so noch mehr Zeit in den Museen und im Dom verbringen.
Fotos aus dem Inneren der Museen oder dem Dom kann ich angesichts der Forenregeln leider nicht anbieten. Bei den Reichsregularien, wie den norwegischen Königskronen, durften eh keine Fotos gemacht werden. Der Dom ist auf jeden Fall einen Besuch wert.
Beiträge von Mupfel
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Samstag, 3. August 2024, Seetag
Nach einem diesigen Intermezzo am Vormittag, kam die Sonne zurück und auf den Außendecks wurden alle Liegen gebraucht.
Leider zum letzten Mal auf unserer Reise gab es einen Vortrag des Historikers Christian Bunnenberg. Diesmal ging es um "Die Geschichte der Männer mit den Drachenbooten". Wie immer war die Schaubühne bis auf den letzten Platz belegt. Aus gutem Grund ein Publikumsmagnet.
Mit meinem aktuellen Buch tue ich mich dagegen etwas schwer. Irgendwie mag ich das Feinteilige von Joseph Roths Radetzkymarsch aber bei manchen Passagen ist es genau das, was mich stört. Mh.
Ansonsten hatte ich wieder kein Glück im Spiel. Die alte Volksweisheit mit dem Spielglück und der Liebe scheint sich nach 30 Jahren Partnerschaft also zu bestätigen.
Wir haben heute im Hideki gegessen und wir waren alle vier hochzufrieden!
Um 22.30 Uhr werden noch Shanties gesungen. Büschen spät, klingt aber gut. Ich bin gespannt.
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... Fahrt Ihr auch zur Packeis Grenze ?
Nein. Der Kapitän konnte seinen Stolz kaum verbergen, in Absprache mit den Behörden uns die Fahrt bis zum Gletscher bieten zu können. Für ein Schiff dieser Größe, eben kein Expeditionsschiff und keinerlei Eisklasse, gibt es hier dann einfach Grenzen, so wie ich seine Ausführungen verstanden habe.
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Freitag, 2. August 2024
Das Frühstück dieses Seetages ....
... haben wir kollektiv verschlafen. Wahrscheinlich hatte die innere Uhr die Schnauze voll von der Mitternachtssonne und hat einfach mal eine ordentliche Mütze voll Schlaf angeordnet.
Und irgendwie war heute Klön-Tag. Egal wo ich saß, habe ich unglaublich viel mit Mitreisenden gequatscht. Hat sich immer irgendwie ergeben und war total nett.
Ansonsten hat meine Glückssträhne gehalten. Kein Glück beim Kunstbanausen-Quiz. Kein Glück beim Bingo. Dabei hätte meine Frau mir den Kauf eines Bildes aus der Galerie zugestanden, wenn ich den Jackpot geknackt hätte (heute stolze 1.030 Euro).
Zum Abendessen haben wir heute den Service für Allergien und Unverträglichkeiten im Atlantik genutzt. Meine Tochter hatte ihren personalisierte Speisekarte wieder gestern vorab auf die Kabine erhalten und heute bis 10.00 Uhr mit Angaben zu Ort, Zeitfenster und Speisenauswahl abgegeben.
Meine Abendessen sah so aus:
Am Abend fand die White Night auf dem Pooldeck statt. Als Snack gab es mit Schokolade überzogene Früchte.
Im Mittelpunkt stand jedoch das am Vortag aufgenommene jahrtausendalte Gletschereis, das nun zerkleinert in verschiedenen Getränken käuflich erworben werden konnte. Entweder einfach mit Whiskey, Gin oder Vodka (ab 6 Euro aufwärts) oder im Cocktail "Blue Glacier Iceberg" (alkoholisch auf Vodka-Basis für 5,50 Euro oder alkoholfrei auf Apfelsaft-Basis für 4,50 Euro). -
Dort wurde das Rescue-Boot ausgesetzt, um treibendes Gletschereis für die morgige Poolparty einzufangen.
Die Mein Schiff 7 drehte dort einmal vollständig im Kreis, so dass alle an Bord in den vollen Panoramagenuss kommen konnten.
Anschließend gab es eine lange Ausfahrt durch den Fjord. Das war unfassbar schön und beeindruckend, zumal bei bestem Wetter und bester Sicht. So stand die Sonne um Mitternacht. -
Abends wurde auf dem Pooldeck der Nordmarkt geboten. Das war keine Poolparty sondern eher ein Rahmen für die weitere Fahrt im Billefjord.
Neben Souvenirs, Gin und Parfums zum Verkauf, wurden auch Kleinigkeiten zum Essen sowie Getränke angeboten. Für die Kinder gab es einen Bastel- und Schmink-Stand.
Mit dem Schiff fuhren wir immer tiefer in den Fjord, vorbei an den Resten des Ortes Pyramiden bis unmittelbar vor den Gletscher Nordenskiöldbreen.
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Der eigentliche Knaller war aber die Landschaft und die unglaublichen Farben. Der Himmel bot neben tiefem Blau auch teilweise verschiedene Pastelltöne an. Wenn sich das dann in den vielen kleinen Wellen spiegelte, sah das aus wie ein gemaltes Mosaik.
Das andere Extrem war die Spiegelung von den grünen Bergen. Dann sah das Wasser aus, als ob jemand mit glänzenden Ölfarben hantiert hat. Leider bringen die Bilder das nicht rüber.
Neben verschiedenen Informationen zur Tierwelt hat der Guide vor allem zur jüngeren Geschichte des menschlichen Lebens in der Gegend erzählt. Dazu sind wir u. a. dicht an das russische Barentsburg herangefahren. Die Statue, die wir von Boot aus sehen konnten, soll laut Guide Lenin zeigen. Es ist auch lange her, dass ich Hammer und Sichel auf einer Flagge habe im Wind wehen sehen.
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Das Netz ist auf den beiden langen Seetagen löchrig. Deswegen heißt es wohl auch Netz. Ich versuche es mal mit kleinen Häppchen:
Bootstour mit Kvitbjørn
Wir waren auf einer kleinen Bootstour mit dem Hybridboot Kvitbjørn. Ausgeschrieben war es als Walrosssafari. Um es gleich vorweg zu nehmen, wir haben keine Walrösser gesehen. Der Bootsführer und der Guide haben verschiedene Stellen im Seitenarm von Barentsburg mit uns angefahren und unterwegs ständig mit Ferngläsern die Gegend abgesucht und standen auch mit anderen im Funkkontakt. Die Vormittagstour hatte wohl etwas mehr Glück.
Die Tour startet in Longyearbyen direkt neben unserem Anleger.
Das Boot an sich war auch schon cool. Es bot 12 Gästeplätze im Inneren. Am Heck sowie für Mutige auch an den Seiten bestand die Möglichkeit draußen zu stehen.
Unterwegs haben wir Seehunde und allerlei Vögel gesehen. Vor allem die Papageientaucher waren toll.
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Donnerstag, 1. August 2024
Spaziergang durch Longyearbyen!
Was für eine Landschaft! Wir sind in Longyearbyen zu Fuß unterwegs gewesen. Erst zur Kirche hoch, dann etwas weiter und anschließend im Bogen zurück zum Wasser und zum Schiff. Natürlich nicht, ohne ein paar Bilder an DEM Verkehrszeichen zu machen. -
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Ist euch auch aufgefallen, dass es dem Bericht an Essensfotos mangelt? Hier ist mein Abendessen.
Geflügelleberparfait, scharfe Bananen-Fleischbällchen und Znoud El Sit.
Die Hauptspeise war das Fahrtgebiet-Tagesgericht. Walla ... ne, Wellenberge ... moment gleich habe ich es ...Wallenbergare, genau. Naja, ihr habt es ja bestimmt sowieso sofort erkannt. -
Mittwoch, 31. Juli 2024
Ein Seetag im Polarmeer
Jetzt ist es offiziell. Nachdem der Kapitän tagelang davon sprach, dass wir zusätzliche Ausrüstung an Bord haben für die Polargewässer und dann die Verhaltensregen und Vorschriften des Polar Code gelten würden, hat er nun verkündet, dass es nun so weit ist.
Heute habe ich mich dem Müßiggang hingegeben.
Ich war zur Massage. Weder vom Arzt verordnet, noch im Rahmen einer Physio-Behandlung. Sondern einfach aus purem Übermut und zum reinen Vergnügen.
Wir hatten eine ayurvedische Ganzkörpermassage für zwei. Da ist viel warmes Öl im Spiel. Sehr viel Öl. Die Menge dürfte einem Ölwechsel der Schiffsmotoren entsprechen. Daher war ich froh, eine Menge Arbeitsfläche anbieten zu können. Stellt euch mal vor, ich wäre nur ein halber Hering - womöglich ganz ohne Bauch. Wo hätte der arme Kerl das ganze Öl denn lassen sollen. Im übrigen bin ich mir sicher, dass ich die nächsten vier Wochen vollständig wasserabweisend bin.
Ich bin jedenfalls so zufrieden, dass mir eine Wiederholung vorstellen kann.Am Nachmittag hat es beim Kunstbanausen-Quiz nicht für den 50 € oder den 20 € Gutschein gereicht.
Ansonsten streue ich mal das Gerücht, dass TC ein neues Angebot für Wasserscheue plant. Ich habe den Beweis:
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Ich schreibe meinen Bericht ja immer, wenn ich irgendwo gemütlich sitze und das Erlebte Revue passieren lasse oder meine Fotos durch schaue. Dann fällt der Bericht sozusagen von selbst mit ab.
Das hat den Vorteil, dass ich meine frischen Erinnerungen einfließen lassen kann. Zwei Wochen danach würde mir ein Bericht deutlich schwerer fallen. Und ihr habt gleichzeitig einen hoch aktuellen Reisebericht.
Problematisch wird es für mich schon dann, wenn es irgendwo hängt. Das ist mir mit unserem Besuch des Fløyen in Bergen passiert. Da habe ich so unfassbar viele Bilder gemacht, dass ich sie nicht gleich durchgeschaut habe.
Ich hatte morgens grob geschaut, wie wir zur Bahnstation kommen. Es war wohl sehr grob, denn plötzlich standen wir unverhofft davor. Ich war mir unsicher, ob wir wirklich richtig sind, denn es war keine Menschenseele dort.Wir sind dann einfach in den Eingangstunnel gegangen und auch dort war niemand. Erst als wir direkt beim Einstieg unsere Tickets für das Drehkreuz benutzen mussten, standen dort immerhin zwei Mitarbeitende der Fløyenbahn. Wir haben dann überlegt, wo wir am besten einsteigen sollten und warteten auf die Bahn. Erst beim Einsteigen kamen die ersten Mitfahrenden. Und als wir schließlich hoch fuhren, war die Bahn richtig gut gefüllt.
Hier nun nachträglich eine ganz kleine Foto-Auswahl. Die Sicht wechselte rasant schnell. -
Jana11 Ich sehe den auch nicht mehr. Habe dazu auch nichts gehört oder gelesen, wir wären allerdings auch nicht an Bord gewesen.
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