Beiträge von Queentchen

    Gegen 21:00 Uhr machen wir uns dann mal auf den Weg. Schnell noch ein Bild gemacht

    und den Bus von Bluepuffin auch direkt gefunden. Namen abhaken lassen und los geht die „wilde“ Fahrt. Witzigerweise ist auch unsere Ausflugs-Familie dabei und wir sitzen beieinander. Unser Guide stammt aus den Niederlanden und mir gefällt allein schon deswegen seine Art und seine Erzählungen.

    Erster Stopp, der Fischerort Magerøya mit vielen Informationen rund um die Fischerei. Da unser Guide selber Fischer ist, weiß er auch aus dem Nähkästchen zu plaudern.



    Weiter geht’s nach Skarsvåg, die Königskrabben besuchen.


    Hier wohnt er auch, der charmante Niederländer. In der nördlichsten Hütte. Und da steht dann auch sein Fahrrad, natürlich in orange … Mich hat erneut solchen Erzählungen!

    Ein Stopp im Sami-„Dorf“ („Es ist schon spät, ich weiß nicht ob wir ihn sehen werden! Aber wenn er noch wach ist und Lust hat, dann kommt er raus und über die Straße“ - Natürlich ist der Sami noch wach, kommt über die Straße und stellt sich mit seinem fotogensten Rentier in Pose).

    Und dann ist es erreicht, das Nordkapp, um kurz vor Mitternacht


    Sehnsuchtsort so vieler Menschen! Die einen kommen mit dem Bus vom Schiff, andere mit Auto, Wohnmobil, Fahrrad und einer wohl tatsächlich mal von Kiel die Küste entlang mit dem Jetski. Verrückt!

    Guten Morgen quasi Seetag!

    Meine erste Nacht mit ohne Dunkelwerden. Das ist schon komisch, aber gut! Gut geschlafen haben wir jedenfalls und wer Angst vor einer zu hellen Kabine hat: die Vorhänge lassen sich an der Wand festpappen, da kommt quasi nichts durch. Da hat jemand ganz schlau mitgedacht, bei der Inneneinrichtung.

    Das Wetter wechselt schnell und lässt für die Nacht am Nordkapp gutes hoffen. Später werden wir erfahren, dass in den Tagen zuvor Honningsvåg nich mal angelaufen werden konnte, wegen Sturm. Schade für die, deren Reisen davon betroffen waren.

    Der Lektor war wieder Pflichtprogramm, mehr Programm haben wir auch nicht mit gemacht. Wir waren weder beim Suiten-Empfang, noch zu irgendeiner Show, zu keinem Tanzkurs, haben uns keine Live-Bands angehört und weder Bingo noch Shuffleboard gespielt. Uns reicht eine nette Unterhaltung mit anderen Menschen völlig aus, da nehmen wir niemandem woanders den Platz weg.

    Bis zum Nordkapp gibts jetzt Bilder, ich will Euch schließlich nicht mit Wellenzählen, lesen, schlafen, essen langweiligen.

    Seetag! Endlich!

    Von den einen gehasst, von den anderen geliebt. Wir gehören zur „love it“-Fraktion.

    Die Muttis und meine Schwester müssen bis 9:20 Uhr auf das rituelle Guten-Morgen-Foto warten und viel hergeben tut es auch nicht



    Also ohne Hektik mag ich so einen Tagesanfang ja und wenn es dann nix zu sehen gibt, dann ist das eben so. Obwohl wir es ganz gemächlich angehen und auch in aller Ruhe frühstücken, schaffen wir den Lektor um 11:30 Uhr ganz bequem. Das Theater wird auch jeden Tag voller, der Robert macht einen guten Job und das Wetter spielt ihm zusätzlich in die Karten.

    Highlight des Tages ist heute die Polarkreis-Überquerung die dann auf dem Pooldeck mit Neptun und allem Zupp und Zapp zelebriert wird. Wir schauen uns das Spektakel kurz von oben

    an und ziehen weiter in die Außenalster, da herrscht gerade freie Platzwahl. Das Zertifikat gibt es mit dem Abendservice auf die Kabine geliefert, reicht uns völlig!

    Mit Essen, Lesen, Schlafen und Wellenzählen (in beliebiger Reihenfolge, beliebig wiederholbar) verrinnt der Tag im Flug.

    Zum Abendessen gingen wir in den Fischmarkt. Ohne Wartezeit bekamen wir einen hübschen Tisch am Fenster und ich war wagemutig mit meiner Bestellung, wollte mal was Neues ausprobieren.

    Folgende Szene muss sich in der Folge so, oder zumindest ähnlich, in der Küche angespielt haben:

    Der junge Mensch am Pass entnimmt dem Drucker unsere Bestellung und reibt sich die Augen. Fragend guckend geht er zum Chef, zeigt auf eins der Desserts und fragt, ob mit der IT was nicht in Ordnung wäre. Der Chef wird bleich wie der nebligste Seetag, ringt um Fassung und schreit dann durch die ganze Küche: ALLE MAL HER HÖREN! Wer von euch war 2017 mit auf der Party, auf der wir uns sturzbetrunken EXKLUSIVE Desserts ausgedacht haben??? Wir haben uns totgelacht ob unserer Einfälle und sie schön auf die Karte setzen lassen, bestellt ja eh niemand. Nun, jetzt ist es passiert! - Betretenes Schweigen bei der gesamten Küchenbrigarde, die älteren unter ihnen versuchen sich im Kühlhaus zu verstecken. - HEY, IHR ZWEI, HIER GEBLIEBEN! IHR WARD DABEI! Also los, lasst Euch was einfallen, was in 45 Minuten auf dem Tisch ist und als 2 Sorten süßes Sushi durchgeht.

    Die beiden älteren berieten sich sicher 30 Minuten, dann wurde schnell Milchreis ganz, ganz, ganz kalt gemacht, zwei Nigiri daraus geformt, jeweils ein Hauch dünnes Scheibchen irgendwelcher Melonen darauf drapiert und viola … der Küchenchef nickte und es konnte serviert werden. So landete also die „süße Versuchung 2.0“ an unserem Tisch. Sorry, vor lauter lachen hab ich vergessen ein Foto davon zu machen. Ich setzte auf Eure Phantasie, dass ihr Euch den Teller vorstellen könnt. Es hat geschmeckt, keine Frage, aber meine Erwartungen an ein 5,90 € Dessert war dann doch etwas … höher und ausgefallener. Der Seebär hatten den inklusiven Milchreis, die Portion war eindeutig größer,und auch nicht schlechter.

    Der Abend klang in der leeren Außenalter aus, vielleicht auch noch im Anschluss in der Überschaubar. Ich kann es nicht mit Gewissheit sagen. Das letzte Foto

    von 23:10 Uhr könnte zumindest darauf hindeuten und der kleine Junge im Seebären-Kostüm will ja nicht ins Bett, solange es hell ist.

    Wunderschöne Bilder, vielen Dank!!!

    Ich kenne diesen Teil Norwegens noch nicht, aber wir wollen das im kommenden Jahr nachholen. Magst Du verraten, wo die ersten beiden Bilder des zitierten Beitrags (von letzter Seite) entstanden sind? Und kannst Du sagen, wo Ihr dort bei der Trollwand wart? Ein Rastplatz?

    Ein absoluter Traum!

    Die Bilder sind oben am Trollstigen gemacht, wo es auf die beiden Aussichtsplattformen geht. An der Trollwand war es mein einziges Bild ohne Menschen am Besucherzentrum, nicht zu verfehlen :)

    Viel Spaß bei der Planung für kommendes Jahr, KielerJung !

    Direkt am 1. Tag hatte ich für genau diesen Abend in der X-Lounge reserviert. Um 18:00 Uhr Auslaufen und Drehung schauen und im Anschluss den Rest bei gutem Essen erleben. Guter Plan, fand ich und bewahrheitete sich noch mehr als gedacht. In Hellesylt machte die MSC Euribia den Liegeplatz nicht frei. Die haben die über 6.000 Passagiere ihrer Jungfernfahrt nicht rechtzeitig an Bord. Mit ungefähr 45 Minuten Verspätung ging es dann für uns los. Der Lektor erzählte was über den Fjord und natürlich die Geschichte des dem Suff verfallenen Freiers und der 7 Schwestern. Los konnte es gehen mit dem Graf, der 360 Grad Drehung zwischen den beiden. Und dann gen Hellesylt. Nein! Nochmal drehen! Die Euribia ist noch nicht weg. Und nochmal … ich weiß nicht wie oft! Aus der X-Lounge beim Essen auch ein tolles Erlebnis! Einmalig, danke MSC! Ich denke aber, die Passagiere, die auf uns in Hellesylt warteten, haben die Euribia verflucht. Von der Drehung kann ich leider an der Stelle keine Bilder liefern, wegen Menschen und so - ihr wisst ….

    Die Euribia kam uns irgendwann logischerweise entgegen und wir zogen aneinander vorbei. Der Seebär und ich waren uns einig, dass so ein Schiff nichts für uns ist. Nachdem dann wirklich alle Mann an Bird waren, nahmen wir Kurs gen Nordkapp und wer verfolgte uns zunächst? Schaut genau hin ….


    Von links nach rechts: die MSC Euribia, die Vasco da Gama und eine kleine Fähre, die vermutlich Angst vor den beiden hatte.

    Es schien als wären alle früh im Bett, nach dem langen und durchaus anstrengenden Tag. Aber nein, ein kleiner Junge der nicht ins Bett wollte und ich … wir zogen noch übers Schiff …



    Zum Glück lagen ja Seetage vor uns, da kann man gut ein Nickerchen einschieben.

    Passend zu diesem wunderschönen Tag gab es noch den letzten Sonnenuntergang bevor es keinen Sonnenuntergang mehr gibt.

    Mittlerweile ist es Mittag geworden und Dirk schlägt vor nun zum Picknickplatt zu fahren. Joa, Hunger haben wir jetzt schon, das Frühstück ist schließlich schon sehr lange her …. Das ihm dabei ein fataler Fehler unterläuft, ahnt er da noch nicht und wir natürlich ebenfalls nicht. Aber kurz vorm Ziel fällt es ihm ein: falscher Picknickplatz für unsere gewählte Tour! Einstimmige Meinung im Bus, ohne zu wissen was uns erwartet, EGAL!

    Es geht wieder hoch auf einen Berg, eine Schotterstraße entlang (für die der Bauer sich Maut zahlen lässt), einen Fußmarsch auf schmalem Pfad später DAS.

    DAS nenne ich mal den schönsten fatalen Fehler der Welt! Wir können uns nicht satt sehen, so wunderschön finden wir diesen Platz hoch über Norddals- und Landmeenfjord


    Das Picknick und die von seiner Tochter gebackenen Zimtschnecken schmecken himmlisch an diesem Platz, für den „der Himmel auf Erden“ genau der richtige Ausdruck ist. Das uns durch den falschen Platz die Zeit für den Dalsnibba flöten geht, ist uns allen völlig egal! Den kann jeder, das hier erleben nur wenige.

    Einen Geiranger Hotspot schaffen wir aber doch noch zeitlich. Und wie wir sehen, hat sich zwischenzeitlich noch die Vasco da Gama zu uns gesellt.

    Kurz vor „Alle Mann an Bord“ sind auch wir dann an Bord. Glücklich und ob der tollen Eindrücke kein bisschen erschöpft. Das nächste Highlight in Form der Ausfahrt und der Drehung zwischen den 7 Schwestern und dem Freier stehen uns ja noch bevor!

    Das Staunen werden wir den ganzen Tag über nicht verlieren. Ich verzichte also auf die ständige Wiederholung und lasse einfach die Bilder sprechen


    Der Trollvegen darf natürlich ebenfalls nicht fehlen, 28 Grad sind es mittlerweile - Wahnsinn!



    Auf dem Rückweg sind wir die Einzigen beim Stopp an den alten Häusern am Litlelangsdalselva. Ich liebe die Art Häuser einfach!

    Nach dem frühen Aufstehen (Bergen, 6:00 Uhr) ist vor dem noch früheren Aufstehen! Um 5:05 Uhr klingelt der Wecker um die Einfahrt nach Geiranger erleben zu dürfen. Warum 5:05 Uhr? Da steht mein Wecker eh für Arbeitstage drauf. Warum „erleben zu dürfen“? Weil ich es tatsächlich als Privileg empfinde diese grandiose Landschaft erleben zu können!

    Der kleine Junge im Bett heult rum: es ist noch viel zu früh!

    Ich reiße die Vorhänge auf.

    Der Seebär reibt sich die Augen und springt aus dem Bett.

    Geht doch ….

    Mit zwei Handys und zwei Kameras werden die ersten Fotos geschossen. Wir stehen auf dem Balkon und genießen bevor wir uns schnell fertig machen und hoch auf Deck gehen. Natürlich sind wir nicht alleine dort. Obwohl es wuselig ist, ist es still. Diese Naturgewalt auf die Augen lässt jeden andächtig sein, so scheint es.


    Kurz nach 7:00 Uhr sind wir dann schon beim Frühstück um dem großen Run zu entgehen. Dirk meldet sich während dessen per Mail, er wäre schon früher in Geiranger und wenn es uns allen passen würde, könnten wir auch eher los. Passt!

    Wir treffen uns gegen 8:30 Uhr mit allen uns dahin Unbekannten, also Dirk und der Familie die sich unserem Ausflug angeschlossen hat. Erster und bleibender Eindruck: passt wunderbar! Also los und die Adlerkehre hoch, bevor der Bus-Tross angerollt kommt:


    Weiter geht’s in Richtung Eidsdal, wo wir mit der Fähre übersetzen werden. Aber vorher noch ein Foto-Stopp am Eidsvatnet:

    Dirk versorgt uns natürlich während des ganzen Tages unterhaltsam mit Infos um Land, Leute, Landschaft und Leben.

    Just in time kommen wir an der Fähre an und setzen unseren Weg Richtung Trollstigen fort.

    Im Schneefeld stehen wir bei 16 Grad und staunen die Landschaft an …

    Obwohl unser Haus mich nicht in den Schlaf geschaukelt hat, habe ich gut und lange geschlafen. Die Rückreise gestern war, mit Ferienstart in NRW und einigen kleineren Staus, recht entspannt. Das gerufene Taxi kam auch schnell und Schwiegermuttern hat uns mit Brötchen auf dem Tisvh und Aufschnitt im Kühlschrank überrascht. Das Abendessen auf der Terrasse war natürlich lecker, aber auch das volle Kontrastprogramm zu den letzten Tagen.

    Der Seebär hat sich dann heute um die Koffer gekümmert und ich ihn dabei nicht gestört :)

    Ich muss erst mal nachlesen, was ich Euch schon erzählt habe und mache mich dann ans weiter schreiben. Sofern ich noch alles sortiert bekomme …

    Der Seebär muss über 2.000 Fotos sortieren, darauf will ich euch nicht warten lassen. Handy-Bilder hab ich ja auch noch und nachreichen kann ich ja immer noch.