Beiträge von Queentchen



    Den Fotografen beim fotografieren fotografieren mach ich ja zwischendurch gerne mal ;)




    Ein Ort zum verlieben! Mühsam reißen wir uns los, ein bisschen Zeit wollen wir ja heute auch noch in Porto verbringen.


    Am Hotel rauschen wir erstmal vorbei, weil es von der Straße aus quasi nicht zu sehen ist. Drehen, nochmal richtig gucken, erst das Tor und dann das Hotel entdecken

    das auch über eine eigene Kapelle verfügt



    Im Neubau


    liegt unser „Romantik Zimmer“




    mit, Jackpot, großem Bett :thumbup: Die Betten in den Familien-Zimmern haben eine Breit von 1,30 bis 1,50 m. Ein Schelm wer Böses dabei denkt :)


    Am Horizont sieht man wie langsam über dem Atlantik Nebel aufsteigt



    und von den versprochenen Windmühlen ist weit und breit nichts zu sehen :(

    Mit jedem Schritt zurück wird es immer dunstiger


    june gloom kennen wir bereits aus Kalifornien, das geht wieder vorbei. Die Möwe



    interessiert sich weder für das Wetter noch für uns.


    Zurück in Fão gibt’s erstmal Kaffee und Wasser, wieder inmitten ausschließlich portugiesischer weiterer Gäste. Touristisch ist die Costa Verde alles andere als überlaufen. Dafür begegnet man hier vielen Pilgern, da die Variante „Küstenweg“ des portugiesischen Caminos hier lang geht. Es gibt auch noch einen wohl anstrengenderen durchs Hinterland.


    Aber wie war das jetzt mit den Windmühlen??? Ohne fahre ich nicht nach Porto! Auf gar keinen Fall! Komm, Mann an meiner Seite, ich fahr Dich nach Apúlia. Und siehe da, Strand so weit das Auge nach links



    und nach rechts




    reicht, der Nebel ist auch nicht mehr zu sehen aber auch keine Windmühlen :cursing:

    Fahren wir also noch weiter und tataaaaaaa



    da sind sie endlich :love::love::love:



    Der letzte Frühstückskorb ist vernascht, die Koffer haben wir uns vor die Tür gesetzt



    und Katharina verabschiedet uns so herzlich, dass man meinen könnte, wir würden uns schon ewig kennen.


    Da es bis Porto nur ein Katzensprung von einer guten Stunde ist, haben wir genug Zeit für die kleine Wanderung im Parque Natural do Litoral Norte, die unser Reisebüro bei Komoot aufgezeichnet und für uns hinterlegt hat. Der Park liegt an der Mündung des Rio Cávado, bietet große Sanddünen und Windmühlen! Jaaa, Windmühlen! In Fão startet unser Wanderweg







    Weil Sightseeing und Strandspaziergang Kalorien verbrauchen, müssen wir dringend nachladen und quälen uns nur kurz mit der Wahl







    Okay, ob wir wirklich die geschätzten 7.238 Kalorien, die die Törtchen sicher hatten, verbraucht haben, sei mal dahingestellt. Aber die waren soooo köstlich, dass wir zum Abendessen wieder BSKW ausriefen, also Brot-Schinken-Käse-Wein bei uns „daheim“.

    Hier mal ein kurzer Einblick aus dem Supermarkt, wie die Portugiesen Garnelen einkaufen



    mit großer Schaufel aus dem vollen schöpfend.

    Zurück auf dem Landgut in den Weinbergen



    saugen wir noch mal Vogelgezwitscher, Ruhe und Abendstimmung auf



    Morgenabend wird schließlich alles anders sein als heute ….

    Weiter geht‘s endlich ….. (endlich, weil endlich die Handwerker aus dem Haus sind, das Schlafzimmer fertig renoviert ist und ich wieder in einem richtigen Bett schlafen kann)



    Wir schauen uns die Ruine des alten Schlosses an












    Und dort steht auch die Tafel, die das Geheimnis um die Hähne und die Berühmtheit Barcelos löst! Die Tafel sieht aber nach Nix aus, deswegen erzähle ich es nach:


    Die 2. Legende besagt, dass im Barcelos des 15. Jahrhunderts die Bewohner durch ein ungelöstes schreckliches Verbrechen Angst hatten, nachts ihre Häuser zu verlassen. In einem verarmter Pilger, der auf dem Weg nach Santiago de Compostela durch Barcelos gefahren war, fand man den idealen Sündenbock. Trotz seiner Unschuldsbeteuerungen wurde er verhaftet und zum Tod durch Erhängen verurteilt. Sein letzter Wunsch, nochmals zum Richter gebracht zu werden wurde erfüllt . Dieser hielt gerade ein Bankett mit Freunden ab.

    Der Pilger beschwor erneut seine Unschuld, zeigte auf einen Grillhähnchen auf dem Tisch und behauptete, dass der Hahn in der Stunde seiner Erhängung als Beweis krähen würde. Die Aussage verursachte eine Menge Gelächter und Spott. Als des Pilgers letztes Minütchen geschlagen hatte, ging der Pilger zum Galgen, um seine Strafe anzunehmen.

    Kurz bevor der Henker den Pilger aufhängen konnte, stand das Grillhähnchen auf dem Tisch vor der Menge und krähte, so wie es der Pilger vorhergesagt hatte. Der Richter erkannte seinen Fehler und eilte herbei, um den Pilger zu retten. Da der Knoten nicht richtig angezogen war konnte der Pilger vor seinem Todesurteil gerettet werden. Später kehrte der er nach Barcelos zurück und schuf ein Kreuz zu Ehren der Jungfrau Maria und des Heiligen Jakobus, von denen er glaubte, dass sie dafür verantwortlich waren, ihn mit dem Wunder des Grillhähnchens zu retten. Heute wird dieses Kreuz als das Kreuz des Herrn des Hahns bezeichnet und existiert immer noch im Archäologischen Museum von Barcelos.

    Damit war eines der merkwürdigsten nationalen Symbole Portugals geboren, der "Galo de Barcelos" (der Hahn von Barcelos), der normalerweise durch einen bunten Keramikhahn dargestellt wird, der mit Herzen und Blumen geschmückt ist.

    Der Hahn ist zum portugiesischen Symbol für Weisheit, Ehrlichkeit und Einfachheit geworden und wir alle haben ihn schon oft gesehen und „kennen“ damit auch Barcelos :)

    Vorbei an der Casa de beça meneses


    machen wir uns auf den Weg zurück zum Auto, nicht ohne eine Kaffeepause einzulegen, winken der glücklich, aber auch sehr erschöpften Pilgerin zu



    und finden unser Auto da wieder, wo wir es Stunden zuvor abgestellt haben. Hier, vor diesem Herrenhaus




    Weil uns die Städtchen echt verrückt machen, weil irgendwie jedes auf seine Art das schönste ist, müssen wir unsere Hirne mal resetten. Wo geht das besser als am Meer? Nirgendwo! Also, liebes Nerv-Navi, bing uns ans Meer, bitte …..

    Kommen wir zur ersten Legende, die in Barcelos ihren Ursprung hat: ihr seht die weißen Kirche oben? An der Stelle soll ein Schumacher im 16. Jahrhundert auf den Heimweg von einer Messe ein schwarzes Erd-Kreuz auf dem Boden mitten im Campo da Feira gesehen haben. Flugs eine Kapelle hingebaut und später an gleicher Stelle die, die jetzt da steht, alle mit dem Namen „Bom Jesus da Cruz“. Pilgerströme kamen und die Stelen vom Marktplatz sind Pilgerbögen. Heute ist „Festa da Cruzes“ (Fest der Kreuze) ein kulturelles und religiöses Highlight mit Prozession Anfang Mai, mit Blüten-Schlachten und Blüttenteppichen auf den Straßen. Schade, dass wir das verpasst haben. Ganz sicher ein grandioses Spektakel.

    Das ist jedoch nicht der Grund, warum ihr und wir Barcelos eigentlich kennt und kennen, auch wenn ihr es immer noch nicht wisst …. und wir zu dem Zeitpunkt auch nicht :)

    Aber, vor der Erkenntnis laufen wir noch ein wenig








    Warum geht’s gefühlt nur recht rum auf dem Camino? Da läuft man doch im Kreis ;)






    Schon wieder so ein Hahn …. :/





    Der Cávado auf dem Weg in den Atlantik …

    Hast Du weiteres Hintergrundwissen zu den Stelen ??
    Hat wohl irgendwas mit den verschiedenen Vornamen zu tun, oder ??

    P.S.
    Danke für die tollen Bilder.

    Ja :) Auflösung kommt noch ebenezer

    Freut mich, dass sie Dir gefallen!

    Administrator : möglicherweise hab ich ebenezer Beitrag versehentlich mit dicken Fingern gemeldet. Falls dem so ist, bitte ignorieren. Dankeschön!

    Ich könnte mir vorstellen, dass diese Stelen etwas mit der Fronleichnamsprozession zu tun

    Kalt, aber nicht eiskalt Ruhrpottkind :)

    Heute Morgen stellt sich Katharina mir beim Wach-werd-Kaffee




    vor, Gabriel hat frei. Sie erkundigt sich nach unseren Tagesplänen, die wir noch gar nicht gemacht haben. Sie legt uns Barcelos ans Herz, da ist heute einer der größten Märkte. Ahhh, ja. Hatte uns Gabriel auch empfohlen. Wenn schon zwei dafür sind, können wir uns dem ja schlecht entziehen.

    Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg mit dem Ziel Barcelos. Wem das, wie uns, nichts sagt, der wird, wie wir, im Laufe des Tages eines besseren belehrt :)

    Die Begrüßung fällt schon mal ganz witzig aus



    Völlig planlos wo sich der Markt befindet, gehen wir in die entgegengesetzte Richtung der Menschen, die uns mit Tüten entgegen kommen. Kann ja so verkehrt nicht sein.


    Und einen guten Eindruck macht die Straße auch




    Denkmäler für die Feuerwehren sehen wir übrigens in vielen Orten. Da könnten wir uns auch mal ein Beispiel dran nehmen, finde ich.

    Da sehen wir auch den Eingang zum Markt




    Schöne Idee, denke ich, bis mir auffällt, dass um den ganzen riesigen Platz herum solche Stelen stehen