Beiträge von Izy

    13.10. Dritter Seetag

    Schon ist der letzte Tag angebrochen, heute hat das jüngere Kind meiner Freundin Geburtstag. Zum Frühstück sind wir daher noch einmal im Bereich des komischen Kellner der morgens im Atlantik Klassik arbeitet, was von unseren Freunden inkl. Kuchen ein paar Tage vorher so organisiert wurde. Der Tisch ist schön eingedeckt! Zeitgleich ist Kaviarfrühstück, was aber nur ich sehr begrüße, die anderen mögen keinen Kaviar.

    Nachdem wir mit dem Kuchen nach dem Frühstück fertig sind, warten wir noch immer auf das Geburtstagsständchen, um dass sie den Kellner bereits am Vortag und nochmal beim Frühstück gebeten hatten zu organisieren. Das Kind unserer Freunde hatte dieses bereits mehrfach bei der Reise erlebt und war schon etwas enttäuscht. Mein Mann und ich beobachteten den Kellner in der Zwischenzeit und da fiel uns auf, er war allgemein nicht sonderlich engagiert. Er macht viel Smalltalk mit den Gästen und kümmerte sich sonst wenig um das Drumherum. Das erklärte auch die zum Teil sehr langen Wartezeiten am Abend bei ihm. Meine persönliche Einschätzung, die natürlich rein subjektiv ist, er hat die Tische am Abend lieber lange von den gleichen Gästen belegt das ist dann weniger Arbeit für ihn. Nun aber zurück zum Geburtstag, wir saßen dort also wie bestellt und nicht abgeholt. Daher sprechen wir eine andere Kellnerin auf das Geburtstagslied an, diese organisiert das innerhalb von wenigen Minuten! Das war wirklich ganz toll, die Crew bastelt dem Geburtstagskind eine Krone aus einer Serviette und legt sich musikalisch richtig ins Zeug. Das Geburtstagskind ist sehr glücklich und stolz, nur „ihr Kellner“ lässt sich dabei nicht blicken und begleitet auch nicht das Geburtstagsständchen, obwohl er weiterhin in der Nähe ist und die anderen Gäste unterhält. Da fallen mir auch seine ganzen negativen Kommentare unter anderem über Kinder ein die er am ersten Tag noch ohne unsere Freunde am Tisch von sich gelassen hat. Auch danach gab er komische Kommentare zum Besten, die mein Mann für einen Scherz gehalten hat und mir schon sauer aufgestoßen sind. Der erster Eindruck täuscht halt selten, aber schon wirklich traurig wie er sich gegenüber unseren Freunden am Geburtstag des Kindes verhalten hat.

    Den restlichen Tag verbringen wir wieder auf unserem wunderschönen Balkon, packen die Koffer und genießen noch die warme Sonne und zum Kaffee und Kuchen sind wir zwischendurch im Anckelmannsplatz.

    Der ganze Input muss erstmal verarbeitet werden, das geht am besten mit einem kühlen Getränke auf unserem Balkon! Zum Sonnenuntergang machen wir uns frisch, werfen uns in Schale und machen noch ein paar Paarfotos. Zum Abendessen im Atlantik wird heute das große Käsebuffet angeboten. Wir lieben Käse, unsere Lieblingskäse Tete de Moine und Gudbrandsdalsost (Karamellkäse) sind dabei, ich könnte nur Käse essen, bestelle aber auch noch 3 Gänge. Wir sind ziemlich müde von dem Tag und lassen das Abendprogramm ausfallen.

    Nach unserem kleinen Umweg kommen wir auch bei der Seilbahn in Thira an. Die Schlange scheint unendlich zu sein, wie wir nachher erfahren hätten wir zu der Zeit mindesten 1,5 Stunden warten müssen. Wir entscheiden uns dazu den Eselweg zu Fuß nach unten zu laufen. Leider haben auch ein paar wenige Menschen die Esel als Fortbewegungsmittel gewählt, das kam für uns persönlich überhaupt nicht infrage. Wir benötigen im langsamen Tempo eine gute halbe Stunde bis zu den Tenderbooten.

    Nun folgt mein persönliches Highlight, wir fahren mit dem Bus bis nach Imerovigli und spazieren von dort aus nach Firostefanie und Thira, es ist überhaupt nicht voll und wir können die wunderschönen Aussichten k. Ruhe auf uns wirken lassen. Kurz vor der Seilbahn verabschieden wir uns von der Reisegruppe da wir noch zu einem Aussichtspunkt wollen der in der Nähe liegt. Die Tickets für die Seilbahn haben wir vorab schon im Bus erhalten damit jeder individuell zurück fahren kann.

    Weiter geht es mit dem Bus nach Oia. Unsere Reiseführerin erzählt während der Fahrt einiges über die Insel und ihre Erstehung und ihre Einheimischen. Auf der Fahrt springen mir nur wenige Fotomotive ins Auge, die werde ich aber bald zu genüge haben. Und auch einsam ist es dann nicht mehr. In Oia ist es ziemlich voll, auch der Busparkplatz ist übervoll. Natürlich gehören wir genauso zu den Touristen, dennoch war es hier sehr erschreckend und ich frage mich warum Santorin so viele Kreuzfahrer gleichzeitig auf die Insel lässt. In Oia haben wir nicht so viel Zeit, gerade auch mit den vielen anderen Menschen, können wir nach dem Hauptplatz nur nach rechts laufen und müssen auf der Hälfte des Weges schon wieder umkehren. Aber uns stört es nicht, sind eher froh diesen so gut besuchten Ort schnell wieder zu verlassen.

    Dennoch war Oia traumhaft :love:

    Gut gelaunt geht es mit dem Bus wieder zurück zum Schiff! Bis zum Abendessen ist nun nicht mehr viel Zeit. Ab heute sind wir nun im Atlantik Klassik, unsere Freunde wollen weiterhin zu dem „engagierten“ Kellner, es gibt am letzten Tag noch eine kleine unschöne Anekdote über ihn und für mich die Erkenntnis warum ich ihn von Anfang an nicht so mochte. Aber jetzt erstmal weiter mit dem tollen Tag heute. Dieser wird im Klassik noch gekrönt. Beim Auslaufen werden wie zu früheren Zeit die Servierten geschwungen und ein Sänger der sich selber mit der Gitarre begleitet versüßt uns den Abend, im Mediterran soll das alles nicht gewesen sein. Es ist so schön dass ich vergesse Fotos vom Essen zu machen ^^

    Was wir den restlichen Abend noch machen? Gute Frage, ich kann mich nicht erinnern! Allerdings ist meine Laune langsam wieder auf dem Niveau vor dem Unfall! Es muss also ein schöner Abend gewesen sein 8)

    Wir steigen beim vorletzten Halt aus und wollen noch zu Fuß ins Plakka Viertel und danach mit dem Bus wieder zurück zum Schiff. Da kommen wir ungeplant am seitlichen Eingang der Akropolis vorbei und die Schlange ist sehr kurz. Wir entscheiden spontan die Akropolis zu besuchen, Erwachsenen zahlen 20 €, unser Sohn kommt mit Vorlage seines Ausweis kostenlos rein.

    Es ist ein Traum :love: Wir sind alle total begeistert und unser Sohn gibt sein Geschichtewissen zum Besten!

    11.10. Piräus/Athen

    Heute haben wir nichts geplant, da wir unseren Bike Ausflug wegen meiner Verletzung stornieren mussten. Wir wollen ganz spontan entscheiden was wir nun machen. Daher frühstücken wir erstmal in Ruhe im Atlantik und gehen erst nach 10 Uhr vom Schiff. Vorm Schiff stehen verschiedene Hop-on Hop-off Busse. Wir entscheiden uns für den roten Bus von Citysightseeing, den wir schon aus anderen Ländern kennen und zahlen 29 € pro Erwachsenen, unser 14 jähriger Sohn ist noch kostenlos. Jeder bekommt einen Kopfhörer und Busplan.

    Die Hinfahrt nach Athen macht schon richtig gut Laune. Wir sitzen oben im Cabrioteil vom Bus, genießen den Fahrtwind und die Aussicht. Hier und da kommen uns Äste entgegen, an einer Stelle muss der Bus deswegen sehr langsam fahren. Wir reichen die Äste von Reihe zu Reihe weiter ^^ Die Fahrt über die Autobahn offen oben ist auch ein Erlebnis, wir kommen gut gelaunt in Athen an und entscheiden uns direkt die ganze Runde von 1,5 Stunden weiter zu fahren. Dabei passieren wir einige Sehenswürdigkeiten wie das Stadion, Griechische Parlament, der Akademie von Athen und hier und da sehen wir die Akropolis.

    Auf der Kabine begrüßt uns ein Handtuchtier. Den restlichen Nachmittag verbringe ich mit meinem Kindle auf unserem Balkon. Zum Auslaufen besorgt mein Mann uns Getränke, ein bis zu diesem Zeitpunkt wunderbarer Abend.

    Zum Abendessen sind wir dann heute wieder im Atlantik Mediterran, eigentlich, denn unser Kellner (den Mann und Freunde so toll finden) bekommt es nicht hin uns innerhalb von mehr als einer Stunde den ersten kalten Gang zu servieren. Während die Kinder unserer Freunde schon beim 4. Gang waren und unsere Freunde immerhin schon den 2. Gang bekamen. Wohlgemerkt wir waren zusammen dort, haben gleichzeitig die Bestellung aufgegeben. Es war nicht übermäßig voll. Meine Laune, die seit dem Unfall ziemlich fragile ist, sinkt schlagartig nach unten. Ich will darüber nicht unnötig viel schreiben, mein Mann spricht den Kellner an, nur Ausreden, kommt ja gleich „bla bla bla“. Wir gehen ohne gegessen zu haben, mir ist der Appetit nun gehörig vergangen! Die Stimmung ist im Keller, dafür bin ich früh im Bett. Die Männer ziehen noch etwas übers Schiff.

    10.10. Souda/Kreta

    Heute sind wir zum ersten Mal in unserem Leben in Griechenland und sind schon voller Vorfreude auf das für uns unbekannte Fleckchen Erde.

    Die Laune ist ganz gut, auch wenn ich mich nicht so wohl fühle. Heute sind wir individuell und ohne unsere Freunde unterwegs. Mit dem Bus fahren wir vom Hafen nach Chania und lassen uns etwas treiben. Die Busfahrt hin und zurück kostet insgesamt 3 € pro Person.

    9.10. Zweiter Seetag

    Wir lassen Italien hinter uns und sind auf dem Weg ins griechische Gewässer. Mit mir ist heute nicht so viel los, dafür spielt das Wetter mit und ich genieße die Ruhe auf dem Balkon. Wir sind zur Mittagsshow von „Zauberei trifft Spaß“ in der Schaubühne, holt uns nicht so ganz ab. Wir essen ausnahmsweise mal im Anckelmannsplatz und es schmeckt mir heute sogar. Wir probieren uns weiter durch die Barkarte und ich habe einen neuen Lieblingsdrink, Raspberry Peach Sprizz :love:

    Ich berichte nur nochmal kurz über meine Verletzung, möchte dem nicht zu viel Raum geben. Aber sie hat mich leider die restliche Reise oft eingeschränkt, auch psychisch machte das etwas mit mir. Es war nicht schön und ich war oft keine angenehme Reisebegleitung für meine Familie und Freunde. Wir haben dennoch unser Programm durchgezogen, nur die Biketour in Athen haben wir storniert. Zuhause sind wir dann noch zum Unfallchirurgen, bei der Röntgenaufnahme war alles ok, die Schwellungen nehmen langsam auch ab. Ich bin zwar noch ziemlich eingeschränkt aber es wird langsam.

    Am Ziel wird noch eine kleine Schnapsprobe verteilt, ziemlich stark daher nippe ich nur. Danach geht es mit einem Zwischenstopp bei einer Gaststätte im Wald wieder zurück zum Hafen. Bei der Gaststätte probieren wir noch eine sizilianische Spezialität, eine Arancini gefüllt mit Käse und Fleisch. Sehr lecker!

    Hier beginnt nun der weniger schöner Part dieses Ausflug. Auf dem Weg von der Gaststätte zurück zum Auto stolper ich und falle mit meinem Körper auf meine Hand. Ich bin da leider immer recht unentspannt und werde bei Schmerzen leicht hysterisch :rolleyes: die Schmerzen sind unerträglich, mein Mann besorgt Eis und zwei Wanderer versorgen mich mit Eissprsay. Den Rest erspare ich euch lieber. Auf dem Rückweg überlegen wir wie es nun weiter geht. Ins Krankenhaus möchte ich ungern, wir haben zwar erst 14 Uhr aber ich habe Sorge dass wir bis 19:30 nicht zurück sind. Am Hafen angekommen geht es daher direkt zum Bordhospital, das aber geschlossen hat. Mein Mann bestellt das Notfallteam über die Rezeption. Der medizinische Angestellte erklärt uns kurz etwas über die Kosten und ruft dann mit unserer Zustimmung erst den Arzt. Dieser ist sehr nett und untersucht mich genau. Er ist recht zuversichtlich dass es nichts dramatisches ist, allerdings sind 3 Finger und der Handrücken betroffen. Er empfiehlt mir auch explizit keine Röntgenaufnahme, selbst wenn es was leichtes wäre würde es nur ruhiggestellt werden, was sie nun auch machen und eine Salbe bekomme ich auch noch. Sollte irgendwas nicht stimmen kann ich mich zu den Sprechzeiten melden. Zurück auf der Kabine bin ich weiterhin ziemlich aufgelöst. Mein Mann und Sohn gehen noch mal schnell an Land zu einer Apotheke und besorgen Salbe und Verband damit wir meine Hand erstmal weiter selbst versorgen können. Die Rechnung vom Hospital erhalten wir auch noch am Abend, 430 € inkl. Notfallzuschlag. Wir haben natürlich eine Auslandskrankenversicherung, bin mal gespannt wann die Bearbeitung erfolgt.

    Der Rest des Tages ist für mich gelaufen, ich kann nicht mehr essen. Mag keine Menschen um mich, nur zum auslaufen bin ich nochmal eben auf dem Balkon ;(

    Nun geht es weiter zu meinem persönlichen Highlight, einem erloschenen Ätna Schlot. Hier wandern wir eine Stunde mit den beiden deutschsprachigen Reiseleitern, der dritte Fahrer bleibt bei den Autos. Die Wanderung wird mit leicht angegeben, wir sind der Meinung dass es schon eher moderat ist, zudem ist das Gelände zum Teil auch leicht anspruchsvoller. Auf der letzten Etappe haben uns daher auch nicht mehr alle Göste begleitet. Die Landschaft ist atemberaubend schön, unbeschreiblich! Ich hoffe die Fotos können das widerspiegeln.

    8.10. Catania/Sizilien

    Die Sonne ist gerade erst aufgegangen als ich wach werde. Der Ätna und seine Rauchwolke sind vom Meer aus schon gut sichtbar. Wir genießen noch etwas die Morgenstimmung und gehen dann wieder ganz in Ruhe ins Atlantik zum Frühstück.

    Unser vorab gebuchter Ausflug mit Go-Etna startet um 9:30 Uhr vor dem Hafengelände. Insgesamt 3 Geländewagen mit 3 Fahrern, wovon 2 sehr gut deutsch sprechen, umfasst unsere Gruppe. Wir sind mit unseren Freunden zusammen in einem Fahrzeug. Wir fahren gut eine Stunde bis zu unserem ersten Halt. Unser Reiseleiter/Fahrer Francesco spricht perfekt deutsch und erklärt uns einiges zur Insel aber auch über den Ätna. Es ist wirklich sehr interessant.

    Weiter geht es durch wildes Gelände zu einer Lavagrotte. Wir werden mit Helmen und Taschenlampen ausgestattet. Auch hier erfahren wir einiges zur Entdeckung und Verwendung der Grotte zu früheren Zeiten. Ein sehr schöner Ort.