Auf unserer letzten Tour in Kapstadt, fuhren wir gegen 15.00 Uhr
Richtung Hafen und waren sehr erstaunt über den gewaltigen Stau,
der sich wohl laut des Busfahrers jeden Nachmittag bilden würde.
Er riet uns zu mindestens 2 1/2 Stunden Fahrzeit zum Flughafen,
was wir dann auch großzügig einplanten, da wir in dieser Beziehung
auch echte Schisser sind. Ein Taxi im Hafen zu bekommen, war
auch überhaupt kein Problem und siehe da, wir hatten keinen Stau und
waren somit viel zu früh beim Einchecken. Aber was soll´s, besser so
als den Flieger verpassen.
Irgendwie verging die Zeit dann doch relativ schnell und wir saßen
im Flieger, um endlich gen Heimat zu fliegen. Plötzlich stieß mich
mein Mann an und meinte, dass wir wieder zurückrollen würden.
Ich hatte noch nicht einmal gemerkt, dass wir überhaupt unterwegs
waren, da standen wir auch schon wieder an der Gangway. Eine
Durchsage des Kapitäns verriet uns, dass es eine Fehlermeldung
gegeben hätte, die nun aus Sicherheitsgründen erst überprüft werden
müsse. Na klar, da hat ja jeder Verständnis dafür. So kamen nach
und nach immer mehr Techniker an Bord, doch leider schafften sie
es nicht, den Fehler zu beheben. Also hieß es dann plötzlich, nichts
geht mehr, alle wieder aussteigen, in Südafrika einreisen, Koffer holen und am
Schalter sich melden, wie es weitergeht. Wir waren dann einer der
Ersten, die von Bord gingen und somit auch einer der Ersten bei
der Einreise. Dort standen jetzt auch Mitarbeiter mit Fieberthermometer,
die ganz verwundert waren, wo wir denn herkämen, da eigentlich
kein Flieger mehr geplant war. Wir erklärten dann den Sachverhalt und
so durften wir dann durch die Kontrolle auch ohne Fiebermessen.
Die Zollbeamten mussten dann aber erst wieder gerufen werden, da
sie schon im Begriff waren, nach Hause zu gehen.
Leider hatten wir bei den Koffern nicht soviel Glück, wir waren bei den
letzten und somit standen wir dann auch in der Schlange am Schalter
ziemlich weit hinten. So und nun ging das Chaos so richtig los,die
Damen am Schalter waren leider vollkommen überfordert mit der
Situation 350 Leuten neue Flüge und/oder Hotelzimmer zu besorgen.
Das Team um den Piloten hatte sich natürlich sofort verdrückt und
wurde ins Hotel gebracht. Das hat mich so richtig aufgeregt, dass es
niemanden von Lufthansa interessierte, was jetzt geschah. Gut, ich
weiß auch, dass sie nicht für so etwas zuständig sind, aber uns da
einfach ohne Hilfe stehen zu lassen, fand ich unverschämt.
Am nächsten Tag erfuhren wir dann, dass es normalerweise einen
Mitarbeiter gibt, der sich dann kümmert, aber dieser hatte Urlaub
und war nicht zu erreichen.
Es gab eine Menge älterer Leute, die kein Englisch konnten und somit absolut
überfordert waren. Es gab weder etwas zu trinken, zu essen, noch
Sitzmöglichkeiten. Die Damen gaben sich wirklich alle Mühe, doch
leider ohne Erfolg, es ging überhaupt nicht vorwärts.
Zum Glück war unter dem Trupp ein Mitarbeiter von Aida, der Urlaub
gemacht hatte und dieser rief wohl eine Agenturmitarbeiterin von
Aida an. Die kam dann und organisierte dann für alle Aidaleute die
Hotels (auch für die, die wie wir kein Anreisepaket über Aida gebucht
hatten - TOP) Ich glaube, wenn die Mitarbeiterin nicht gewesen wäre,
hätten wir die Nacht auf dem Flughafen verbracht. So wurden wir
gegen 0.00 Uhr ins Hotel gefahren, wo wir dann auch schnell ins
Bett gefallen sind.