Beiträge von Gipsy

    14.02.2025 – 22. Seetag von vielen – 4. Seetag nach Gran Canaria

    Heute Nacht haben wir ziemlich schlecht geschlafen. Etwa 3:30 waren wir bereits zum 3. Mal wieder aufgestanden. Dazwischen haben wir natürlich geschlafen. Das erste Mal wollte die Irre unbedingt wissen, was da draußen so hell war; sie tippte auf den Mond und wollte ihn unbedingt sehen.

    Und es war schon faszinierend zu sehen, wie er durch eine kleine Lücke in den Wolken hervorschaute und alles um ihn herum erhellte. Als wir das nächste Mal aufwachten, war vom Mond nichts mehr zu sehen.

    Etwa um 6:00 wurde ich wieder wach; irgend etwas war mit dem Schiff anders. Die Bewegungen waren nicht mehr das gewohnte Schaukeln sondern es war deutlich eine Art Stottern zu hören und zu spüren. Und dann wurde es noch richtig laut; ein Helikopter flog auf unserer Seite vom Schiff weg. Ich vermutete also, dass wir für eine Notausschiffung per Helikopter die Position gehalten hatten. Bei seiner Morgendurchsage bestätigte der Kapitän meinen Verdacht, dass ein Gast per Helikopter in ein Krankenhaus geflogen werden musste.

    Außerdem war Valentinstag und ich erwartete, dass viele Gäste ausgiebig im Anckelmanns frühstücken würden und trödelte noch mehr als sonst. Und das Anckelmanns war wirklich voll und wurde erst kurz vor der Mittagszeit wieder etwas leerer, was sich natürlich wieder änderte, als die ersten Gäste zum Mittagessen kamen. Deshalb trödelten wir nicht so lange wie sonst beim Frühstück und gingen auch bald wieder auf unsere Kabine.

    Dort war tatsächlich auch noch das Bett für den Valentinstag dekoriert.

    Das Wetter zeigte sich heute schon nicht mehr so angenehm wie die letzten Tage; Lesen auf dem Balkon war nicht mehr möglich. Auch die Sonne zeigte sich den ganzen Tag nicht. Das war wohl der erste Vorgeschmack auf das, was uns bei der Rückkehr in Bremerhaven erwartet.

    Das Frühstück war wohl groß genug, um bis zum Abendessen zu reichen. So verließen wir die Kabine nur, um die Karaffe an den Wasserspendern wieder aufzufüllen.

    Als wir nach dem Abendessen wieder auf die Kabine zurückkamen, lag zusätzlich zur Schokolade und dem Tagesprogramm für morgen noch eine Urkunde auf dem Bett:

    Die Irre will den Abend mit Lesen ausklingen lassen.

    Uiiiiiii, da freut sich bestimmt die Finanzministerin. Nun kann sie den Reisepreis noch auf die blinden Passagiere verteilen..... ;)

    Finanzministerin: :love: Das ist toll, dass durch die beiden blinden Passagiere die Reise für jeden günstiger wird. ... :/ Aber die wollen alle, dass ich für sie bezahle :cursing: Und dann ändert sich am Gesamtbetrag nichts. ;(

    Finanzministerin: Heute ist Valentinstag und der Anckelmann ist immer noch voll, und dabei wird schon das Mittagessen aufgebaut. Wir hatten wirklich Probleme, noch einen Platz zu finden. Und dabei waren wir extra spät dran.

    Irre: Wir haben ja noch einen Platz gefunden. Und die Dekoration gefällt mir gut.

    Irre: Darf ich die Melonenblume mitnehmen?

    Irre: Guten Morgen grauer Himmel. Guten Morgen graue Wellen. Guten Morgen unsichtbare Sonne. Guten Morgen kalter Wind mit etwa 12 Grad. Guten Morgen lautes Meer.

    Finanzministerin: Heute trödeln wir alle. Die Nacht war erst einmal nicht besonders gut. Aber wegen unserer Schlaflosigkeit könnten wir wenigstens mal wieder ihn sehen:

    Irre: Und dann sind wir auch noch kurz vor 6 Uhr aufgewacht, weil das Schiff komische Fahrgeräusche machte und es dann auch furchtbar laut wurde. Da wurde ein Gast mit einem Hubschrauber abgeholt. Hoffentlich geht es ihm bald wieder gut.

    Finanzministerin: Gestern hat TheBayer`s nach der Farbe der Rettungsboote gefragt. Ich konnte erst heute nachschauen; gestern war es zu dunkel. Diese Boote sind tatsächlich rot, fast schon dunkelrot. Nur oben gibt es so eine Art Schiebedach, das einen leichten Stich in orange hat.

    Irre: Schluss jetzt mit Trödeln. Ich habe Hunger und möchte wenigstens noch ein kleines Frühstück.

    13.02.2025 – 21. Seetag von vielen – 3. Seetag nach Gran Canaria

    Auch heute hatten wir wieder ein ganz normalen Seetag mit viel Trödeln, Wellen gucken und Lesen.

    Das Wetter zeigte sich heute beim Aufstehen nicht gerade von seiner besten Seite; es war bedeckt und die Sonne war bestenfalls hinter der Wolkenfront zu erahnen. Auch wusste ich nicht genau, ob die Feuchtigkeit vorne am Balkon von oben (Sprühregen) oder von unten (Spritzwasser) kam. Die Temperaturen waren auch nicht mehr besonders freundlich; ohne eine Jacke war es mir draußen eindeutig zu frisch.

    Während des Frühstücks verloren die Wolken zum Teil den tristen, grauen Farbton und die Sonne warf auch immer mal wieder einen scheuen Blick durch die nicht mehr kompakte Wolkendecke. Nach dem Frühstück wollte die Irre ihr Schicksal herausfordern und versuchen, noch einmal einige Zeit auf dem Balkon zu sitzen. Zuerst brauchte sie noch ihre Jacke. Aber dann gewann die Sonne immer mehr an Kraft und zeigte sich auch mal etwas länger, so dass die windgeschützte Lage unserer Balkons es sogar noch erlaubte, die Jacke für einige Zeit wieder auszuziehen.

    So saß die Irre dann auf dem Balkon und versuchte zu lesen. Aber die Wellen waren so laut, dass sie immer wieder nachschauen musste, was da gerade vor sich ging. Und die Sonne auf den Beinen, Armen und im Gesicht war so angenehm, dass sie einfach die Augen schloss und die letzten Sonnenstrahlen ausgiebig genoss.

    Kurz vor der letzten Zeitumstellung um 14 Uhr wurde es mir dann doch zu kühl ohne Jacke; die Sonne hatte sich mal wieder hinter einer dicken Wolkenschicht versteckt. So las ich einfach auf dem Sofa weiter. Etwas später holte die Irre dann doch noch einen der Balkonstühle in die Kabine und stellte ihn als Stolperfalle zwischen Sofa und Schreibtisch/Kaffeemaschine so vor die Balkontür, dass sie einfach nur 1 m weiter weg vom Balkongeländer im Warmen saß.

    In der Abenddurchsage erfuhren wir auch vom Kreuzfahrtdirektor das Ergebnis der Challenge "zu Fuß nach Barbados und zurück", die heute Nachmittag mit einer letzten Etappe zu Ende ging. Alle "Mitwirkenden" zusammen haben gut 101 % der benötigten Strecke zurückgelegt und damit die Challenge gewonnen.
    Irre: Ich weiß zwar nicht, gegen wen die Challenge ging, aber gut klingt "gewinnen" doch immer.

    Den Abend lässt die Irre jetzt noch mit Wellen gucken aus der dunklen Kabine und lesen ausklingen.

    Irre: Als ich vorhin losgehen wollte, hat mir Gipsy doch tatsächlich eine JACKE in die Hand gedrückt und "anziehen" gegrummelt. Und auf dem Pooldeck war ich doch tatsächlich froh, dass ich sie an hatte. Das wäre mir ohne Jacke doch kalt geworden.

    Finanzministerin: Wir kommen langsam wieder in kältere Gefilde. Dann musst du noch ein paar Wochen von Sonne und Wärme träumen bis sie bei uns daheim auch angekommen sind.

    Irre, ihre gebackene Bohnen mit Rührei und Lachs futternd: So etwas kannst du uns daheim ruhig auch ab und zu servieren.

    Gipsy: Gerne, wenn ich alle Zutaten habe und du darauf warten kannst, dass ich erst eine Tasse Kaffee brauche, bevor ich mit der Zubereitung anfangen kann.

    Irre: Guten Morgen Sonne. Heute hast du dich gut versteckt. Aber es ist halbwegs hell. Also musst du irgendwo sein. Guten Morgen graue Wolken. Versteckt sich die Sonne hinter euch? Weint ihr? Guten Morgen graues Meer. Wo kommst du denn her? Guten Morgen laute Wellen. Protestiert ihr gegen Sonne und Himmel?

    Finanzministerin: Guten Morgen Irre. Heute Nachmittag um 14 Uhr musst du wieder eine Stunde hergeben.

    Irre: Das ist hoffentlich das letzte Mal. Die anderen Stunden brauche ich alle selbst.

    Finanzministerin: Keine Sorge. Heute Abend haben wir wieder dieselbe Uhrzeit wie daheim.

    Irre: Gipsy, trödelst du absichtlich? Ich möchte gerne mein Frühstück. Oder bekomme ich zuerst ein kleines Frühstück und dann gleich ein kleines Mittagessen?

    Gipsy

    Wir verbringen seit meiner Pensionierung den November und gelegentlich auch Februar/März in Marbella in einer Ferienwohnung direkt an der Promenade. Der Blick vom Balkon aufs Meer ist ungefähr so wie vom Balkon auf Deck 6 :)

    Das Wetter war immer sonnig und mild von ein paar wenigen Regentagen unterbrochen. Ideales Lesewetter xxxAdmin(bitte nur die von der Forums-Software vorgesehenen Emojis verwenden)xxx

    Mir und meinen Knochen tut das sehr gut! Vielleicht wäre das was?

    So etwas ist Plan B, wenn die Finanzministerin keine Kreuzfahrt genehmigen kann. Meine Eltern waren über 20 Jahre lang jeden Winter in Torrox Costa (45 km östlich von Malaga) in einer Ferienwohnung direkt am Strand mit tollem Blick auf die Promenade und das Meer. Bei einem Besuch dort habe ich mich in diesen kleinen Ort verliebt.

    12.02.2025 – 20. Seetag von vielen – 2. Seetag nach Gran Canaria

    Heute wurde ich endlich mal rechtzeitig wach, um die Sonne kurz nach dem Aufgehen zu fotografieren. Danach musste ich mich erst einmal im noch warmen Bett aufwärmen und schlief dann auch prompt wieder ein. Das war natürlich gar kein Problem; es war ja ein Seetag und ich konnte trödeln so lange ich wollte.

    So saß ich natürlich immer noch beim späten Frühstück, neudeutsch Brunch genannt, als der Kreuzfahrtdirektor eine Durchsage machte. Wir hatten mal wieder einen medizinischen Notfall, der ausgeschifft werden musste. Deshalb nahmen wir Kurs auf Lissabon auf, wussten zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht, ob uns ein Hubschrauber oder Boot entgegen kommen würde oder ob wir kurz in Lissabon anlegen und auch gleich nach dem Ausstieg wieder ablegen würden.

    Gestern hatte ich im Bericht ganz vergessen, dass es eine Kursänderung in Richtung Madeira gab direkt nach Bekanntwerden eines medizinischen Notfalls, die aber wieder auf den Kurs nach Bremerhaven korrigiert wurde, als sich der Notfall als nicht groß genug für einen Ausstieg darstellte.

    Gestern Abend hatte ich schon die Banderolen und Zollerklärung für Tefra vorgefunden. Und heute lagen die Abreiseinformationen von TC auf dem Bett, als ich vom Frühstück zurückkam. Wieso erinnert uns TC so früh daran, dass diese schöne Reise bald zu Ende sein wird? Es ist doch erst Mittwoch und wir haben immer noch 3 volle Seetage vor uns - ok, am letzten Seetag müssen die gepackten Koffer um 21:00 vor der Kabine stehen. Vielleicht will TC den Abschiedsschmerz so in die Länge ziehen, dass man gleich die nächste Reise bucht.

    Ich hätte auch gerne gleich eine weitere Reise gebucht. Aber ich muss dafür erst einmal zu Hause meine Finanzen und Behördenkram sichten und kann dann erst entscheiden, ob, wann und wie lange eine neue Reise möglich sein wird. Aber von der nächsten Reise träumen dürfen wir schon.

    Um 17:00 kam dann die Durchsage vom Kreuzfahrtdirektor, dass wir kurz in Lissabon anlegen werden. Also überprüfte ich kurz meine Kamera und machte mich auf die Suche nach meinem Wintermantel, der irgend wo in der Kabine sein musste. Im Koffer unter dem Bett wurde ich fündig. Und ich war froh, dass ich mich warm eingepackt hatte, stand ich doch erst fast 1 Stunde zum Einlaufen im kalten Wind auf dem Balkon - und zum Auslaufen weitere 30 Minuten.

    Nach dem wie immer leckeren Abendessen im Atlantik Mediterran durfte ich heute noch einmal Bilder von der Kamera auf den Laptop übertragen und welche für den Bericht auswählen.

    Heute lassen wir den Abend mit der Übertragung der Crew-Show im Kabinen-TV ausklingen - und anschließend wieder lesen.

    Tschüss AIDAsol

    Da wollen wir unten durch:

    Geschafft:

    Es geht wieder zurück:

    Wir auch! Was schwebt euch denn vor?

    Die Irre und ich wollen 4 Wochen am Stück weg. Und eigentlich nicht fliegen. Aber da bin ich notfalls offen. Von den Temperaturen her denke ich da an drei Inselgruppen im Atlantik, von denen 2 zur EU gehören. TC läuft im Januar/Februar 2026 alle drei Gebiete an.
    Irre: Ich will noch mal nach Madeira und andere Azoren sehen. Und auch andere Kanaren, nicht immer nur Gran Canaria. Da waren wir doch schon im letzten Jahrtausend.

    Finanzministerin: Euch beiden kappe ich demnächst die Internet-Verbindung. Ihr wollt immer nur Geld ausgeben und Urlaub machen.
    Finanzministerin (ganz leise): Aber gefallen würde mir das auch.

    Irre: Das habe ich gehört.

    Pele Noch ist die Reise nicht zu Ende. Wir haben nur gestern Abend und heute Mittag die ganzen Abreiseinformationen vorgefunden. Das macht schon etwas wehmütig. Und wir merken auch an den Temperaturen sowie der Farbe des Meeres und des Himmels, dass es beständig in Richtung Norden geht. Deshalb will die Irre ja die "Sommerfarben" noch so lange einfangen, wie diese sich uns noch zeigen.

    Und zum großen Entsetzen der Finanzministerin planen die Irre und ich bereits an Möglichkeiten, wie wir nächsten Januar/Februar dem Schmuddelwetter daheim entfliehen können. Warm und sonnig muss es sein; aber nicht zu heiß und vor allem nichts mit extremer Luftfeuchtigkeit. Ich bin schon gespannt auf das Ergebnis unserer Recherche.

    Irre: Hier kommen die ersten Gäste mit Mittagessen an. Ich bin zwar noch nicht lange fertig mit dem Frühstück. Aber ich könnte doch mal ... Wenn ich schon hier bin ... Nur kurz schauen ... Einfach nur durch das Buffet zum Ausgang ...

    Finanzministerin: Netter Versuch. Aber du brauchst nicht schon wieder etwas zu essen. Trotzdem interessiert es mich auch, was es hier heute als Mittagessen gibt.

    Irre: Gipsy braucht ja schließlich jede Menge Anregungen, wenn sie nächste Woche wieder für mich kochen soll.

    Finanzministerin: Eben hat der Kreuzfahrtdirektor erzählt, dass wir gerade in Richtung Lissabon fahren, um einen Patienten auszuschiffen. Wir wissen noch nicht, ob der Patient mit dem Hubschrauber oder einem Boot geholt wird oder ob wir anlegen dürfen/müssen. Aber ich bin mir sicher, dass wir dann so schnell wie möglich weiterfahren und nicht von Bord dürfen, um Lissabon anzuschauen.