Beiträge von Gipsy

    Endlich auf dem Schiff

    Gestern Abend gab es noch einen großen Burger und Süßkartoffelpommes in einer Burgerbar. Als Folge dieser Völlerei bestand das Frühstück nur aus 2 Tassen Kaffee und einem Teller mit Melonen, Ananas und Trauben. Und heute bestand die Finanzministerin auch nicht darauf, auf Vorrat zu essen.

    Nach dem Auschecken im Hotel ging es mit dem Bus wieder zurück zum Bahnhof, um dort den Shuttle zum Schiff zu nutzen.

    Und dann stand die Irre endlich staunend vor dem Schiff. Das ist ja riesig! Ich bin gespannt, wie oft ich mich da verlaufen werde.

    Langsam macht sich auch das kleine Frühstück bemerkbar. Die Irre quengelt schon, dass ich endlich auf die Suche nach Essen gehen soll statt nur faul in einer Bar herum zu sitzen und meinen Wasserhaushalt aufzufüllen.

    Der Tag vor der langen Schifffahrt in Bremerhaven

    Heute beim Aufstehen:
    Irre: Ich stehe heute nicht auf. Ich glaube, ich bin eingerostet. Meine Oberschenkel wollen nicht so, wie ich will und mein linker Arm tut weh, wenn ich ihn zu sehr bewege.
    Finanzministerin: Du hast gestern die Beine und den linken Arm ziemlich stark belastet. Erinnerst du dich nicht mehr daran, dass die Abfahrt erst einmal ziemlich fies angefangen hat? Wir standen doch 2 Minuten vor dem Lift, ohne irgend welche Fahrgeräusche zu hören und haben dann beschlossen, den kleinen Koffer mit geschätzt 1 Tonne Technik die 6 Stockwerke nach unten zu tragen, damit wir unseren Bus für den allerersten Abschnitt der Anreise noch erwischen. Da musstest du den Koffer die ganze Zeit mit dem angewinkelten linken Arm halten und dich außerdem auch noch ziemlich beeilen. Du hast also keine schlimme Krankheit. Also steh schon auf. Den linken Arm darfst du heute ganz schonen; es gibt nichts Schweres zum tragen. Und den Beinen tut ein langsamer Spaziergang sicher gut. Schau mal raus: Der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Da können wir bestimmt ein paar Stunden üben, Sonne zu tanken.

    Dann beim Frühstück.
    Finanzministerin: Das ist ja super gelöst hier. Der Frühstücksraum vom Hotel hat eine direkte Verbindung zum Bäcker nebenan, der sich nicht nur um das Frühstück in seinem Café sondern auch um die Hotelgäste kümmert.
    Irre: Ich habe aber noch gar keinen Hunger. Nur Kaffee kann ich gut gebrauchen. Und die geschnittenen Melonen und Ananas sehen auch ganz lecker aus.
    Finanzministerin: Du hättest ja gestern Abend das letzte Käselaugen-Salami-Brötchen von unserer Reiseverpflegung nicht als Vor-Mitternachtsimbiss verschlingen müssen. Dann hättest du jetzt Hunger.
    Als die erste Tasse Kaffee und der Teller mit Melone, Ananas und Trauben leer waren:
    Finanzministerin: Jetzt holen wir uns noch eine Tasse Kaffee und schauen mal, was in den Warmhaltebehältern ist. Ich tippe ja auf Rührei und Würstchen. Wenn wir davon noch etwas auf Vorrat essen, müssen wir nicht gleich nach einem Mittagessen suchen. Das Obst und das Spät-Abendessen gestern halten nicht bis zum Abend.
    Und so gab es noch Rührei mit Bacon und Pilzen sowie ein kleines Croissant zur zweiten Tasse Kaffee.

    Dann zog ich bei strahlend blauem Himmel, Sonnenschein, aber kaltem Wind los in Richtung Weser-Strandbad. Von dort ausgehend wollte ich dem Deich so lange nach Norden folgen bis es entweder nicht mehr weiter geht oder ich keine Lust mehr hatte. Die Finanzministerin maulte, dass es ihr zu langsam voran ging. Die Irre war der Meinung, sie hätte so viel gefuttert, dass sie eigentlich zwei Stunden Verdauungsschläfchen machen oder gerollt werden müsste.

    So schlenderten wir immer auf dem Deich fast bis zum Überseehafen. Aber kurz davor hatte ich einfach genug von dem kalten Wind, der ständig von vorne kam und drehte einfach wieder um. Unterwegs gab es natürlich ein paar Fotomotive.
















    Und dann konnten wir noch beobachten, wie der Weg über Schleusentore gesperrt wurde, damit ein Schiff vom Hafen durch die Schleuse auf die Weser konnte:





    Natürlich musste auch ein kurzer Halt bei den Auswanderern sein:





    Dann fing die Irre an zu murren:
    Irre: Wir sind jetzt schon mindestens 3 Stunden unterwegs in diesem kalten Wind. Ich mag jetzt keinen Wind mehr. Außerdem ist es auch langsam Zeit für meinen Nachmittagskaffee.
    Im nahen Shopping-Center bei den Havenwelten fand ich einen Bäcker, bei dem ich einen Kaffee trinken wollte. Beim Anstehen schweifte mein Blick über die Auslage, was dann zu einem kleinen Problem für die Finanzministerin wurde.
    Irre: Hier gibt es ja Mohnkuchen. Davon brauche ich ganz dringend ein großes Stück. Ich habe schon soo lange keinen Mohnkuchen bekommen. Ich kann bestimmt keinen Schritt weiter gehen, wenn ich keinen Mohnkuchen bekomme.
    Finanzministerin zähneknirschend: Na gut. Der Mohnkuchen sieht wirklich lecker aus. Und es gab bestimmt schon ein paar Jahre keinen Mohnkuchen mehr.
    Und der Mohnkuchen war wirklich sehr lecker. Auch die kleine Pause in einem Gebäude tat wirklich gut.

    Von dort ging es nur noch über eine Glasbrücke zum Columbus Shopping Center und durch die Fußgängerzone zurück zum Hotel. Ich hatte erst einmal genug Sonne und Wind getankt und keine Lust, noch in irgend eine Ausstellung oder Museum zu gehen.
    Zum Abendessen muss ich noch mal raus in irgend ein Lokal in der Nähe. Es kommt auf den Hunger an, ob es ein großes Essen oder ein Imbiss werden wird. Genug Auswahl habe ich schon entdeckt in der näheren Umgebung.

    Obwohl der Zug ungeplant auf freier Strecke zwischen Münster und Osnabrück etwa 15 Minuten warten musste, haben wir zur großen Erleichterung der Irren das gebuchte Hotel mit dem geplanten Bus erreicht.
    Beim Halt auf freier Strecke wollte die Irre erst aussteigen und nachschauen, ob vor dem Zug etwas auf den Schienen liegt. Sie ließ sich jedoch sehr leicht davon überzeugen, dass die Türen natürlich nur im äußersten Notfall geöffnet würden und der Abstand der untersten Stufe zum Erdboden natürlich so hoch ist, dass sie ohne Hebebühne nie wieder aus eigener Kraft zurück in den Zug würde klettern können.

    In Bremen verpassten wir natürlich die S-Bahn, die als erstmöglicher Anschluss auf den ICE angegeben wurde. Die Irre fing schon fast an zu weinen, als die S-Bahn gerade vom nächsten Bahnsteig abfuhr, als wir uns auf die Suche nach einem Aufzug machten, um den Ankunftsbahnsteig verlassen zu können. Den Übernachtungskoffer, in dem auch die ganze mitgeschleppte Technik verstaut ist, wollte keine von uns die Treppe hinunter und 2 Gleise weiter wieder hinauf tragen, wo es doch schon lange überall Aufzüge für Rollstühle, Fahrräder, Kinderwagen und Koffer mit Rollen gibt. Und es gab ja noch Plan B für den Anschluss nach Bremerhaven: ein Regionalzug, der 17 Minuten nach der S-Bahn fährt, aber nur 6 Minuten nach der S-Bahn in Bremerhaven ankommt.

    Und in Bremerhaven strahlte die Irre nach dem Aussteigen über das ganze Gesicht. Wir mussten den Aufzug auf dem fremden Bahnsteig gar nicht suchen; er war direkt gegenüber der Tür, durch die wir den Zug verließen. Der Ausgang und die Bushaltestellen waren auch ganz schnell gefunden - und da fuhr auch gerade der Bus an die Haltestelle, den wir als Anschluss an die S-Bahn ins Auge gefasst hatten. Natürlich bestiegen wir den Bus auch sofort und fuhren damit 2 Haltestellen weiter bis zu unserem Hotel mit Namen "Nordsee Hotel City". Von der Bushaltestelle konnte die Irre das Hotel sofort erspähen und sie eilte einfach schräg über einen kleinen Platz direkt zum Eingang.

    Es gelang mir gerade noch ein paar Bilder vom Zimmer zu machen, bevor die Irre die Chance hatte, wie ein Tornado durch das Zimmer zu fegen und dabei ihre Sachen überall zu verteilen.







    Ich habe heute schon mal die Anreise mit der Bahn getestet - und für machbar empfunden.
    Zug: ICE 610 (München - Hamburg Altona). Ich bin die Teilstrecke Ulm - Stuttgart - Mannheim - Frankfurt - Köln - Solingen - Wuppertal - Hagen - Dortmund - Münster - Osnabrück - Bremen gefahren.
    Der Zug war sehr erst pünktlich für die DB (max. 6 Minuten Verspätung bei der Ankunft, max. 6 Minuten Verspätung bei der Abfahrt, die aber häufig schon beim nächsten Stopp auf 0 - 3 Minuten reduziert werden konnten). Aber zwischen Münster und Osnabrück hatte der vorausfahrende Zug ein technisches Problem, so dass wir durch Stehen auf freier Strecke bis Osnabrück 23 Minuten Verspätung bekamen, die bis Bremen auf 20 Minuten reduziert werden konnten. Dadurch war dann der geplante Anschluss mit der S-Bahn (?) nicht zu schaffen, aber der Regionalzug 17 Minuten nach der S-Bahn, der nur 6 Minuten nach der S-Bahn in Bremerhaven ankam, so dass ich doch noch den ursprünglich geplanten Stadtbus zum Hotel nehmen konnte.

    Und jetzt noch die Schneelage:
    Bis Frankfurt war nicht das kleinste Stückchen Schnee zu sehen. Dann kamen auf den Wiesen und Feldern vermehrt größere Schneeflächen, die aber meist zu wenig Schnee für einen Schneeball boten. Ab Münster wurde der Schnee auch immer weniger, dafür nahmen die flachen Teiche mitten auf den Wiesen und Äckern zu. Auf der ganzen Strecke habe ich vom Zug aus nicht einmal eine geschlossene Schneedecke gesehen, geschweige denn Schnee auf den Straßen.

    Inzwischen ist die Verpflegung fast aufgegessen und Bremen kommt immer näher. Bisher lief alles super. In Ulm hatte der Zug nur 2 Minuten Verspätung. Und allen Bemühungen zum Trotz ist der Zug ist eben nur 3 Minuten zu spät in Dortmund abgefahren. Schnee gab es bisher auf der Strecke über Stuttgart, Mannheim, Frankfurt, Köln und Dortmund nur so wenig, dass es nicht einmal für eine geschlossene Schneedecke reicht - und vor Frankfurt war gar kein Schnee zu sehen.

    Endlich geht es los

    In der Nacht war die Irre mehrere Male der Meinung, es wäre bereits Zeit zum Aufstehen. Sie ließ sich aber ziemlich einfach überreden, doch noch etwas zu schlafen. Aber endlich durfte sie aufstehen.

    Jetzt sitzen wir auf dem reservierten Sitz im ICE nach Bremen. Und die Irre überlegt sich, welchen Teil der mitgenommen Verpflegung sie zuerst aufessen soll.

    Hoffentlich hat die Irre nicht den Überblick verloren........ Gipsy 8o

    Ich fürchte fast, dass sie das inzwischen hat. Aber ich habe hier in den letzten Stunden nichts gefunden, das ich eigentlich mitnehmen wollte - abgesehen von der Verpflegung für morgen. Und spätestens Sonntag Abend nach dem Auspacken hat sie wieder den Überblick über die Schränke und Schubladen.
    Nur das Deutschlandticket hat die Irre heute schon mehrfach als vermisst gemeldet, weil es nicht mehr an seinem angestammten Platz am Schlüsselbrett hängt. Und kurz darauf hat sie es freudig strahlend in der Handtasche entdeckt, in die ich es schon gestern gesteckt hatte, damit ich es auf keinen Fall vergessen kann.

    Bald geht es los

    Was passiert, wenn die Reise immer näher rückt? Richtig, die Irre dreht so richtig am Rad. Schon am Freitag ging es los.
    Irre: Wann darf ich denn endlich die Koffer aus dem Keller holen und packen?
    Gipsy: Am Montag Nachmittag kommt noch eine größere Gruppe Bekannte von meinem Ehrenamt zu Besuch und da bin ich froh, wenn ich die Wäscheständer mit der nassen Wäsche im Schlafzimmer so verstauen kann, dass ich noch halbwegs durchkomme, wenn ich etwas brauche. Da kann ich die Koffer nicht auch noch in der Wohnung brauchen.

    Montag Abend, als der Besuch wieder weg war:
    Irre: Holen wir jetzt die Koffer aus dem Keller und fangen an zu packen?
    Gipsy: Ich habe doch eben die Wäscheständer aus dem Schlafzimmer ins Wohnzimmer gebracht. Bis die Wäsche trocken und wieder im Schrank ist, verstellen die Wäscheständer das Schlafsofa, auf das ich die Koffer zum Packen legen möchte. Aber morgen darfst du Quälgeist die Koffer aus dem Keller holen und neben das Sofa stellen.

    Dienstag, gleich nach dem Frühstück:
    Irre: Holen wir jetzt die Koffer aus dem Keller?
    Finanzministerin: Irre, du nervst.
    Gipsy: Meinetwegen.
    Und so durften die Koffer endlich vom Keller ins Wohnzimmer, wo sie in einer Ecke warten mussten. Nur die Irre schlich immer wieder ins Wohnzimmer, streichelte die Koffer und murmelte:
    Irre: Sobald die Wäsche weg ist, darf ich das Sofa ausziehen und euch mit allem füllen, das ich mitnehmen möchte.
    Irre: Ist die Wäsche nicht bald trocken, damit ich sie wegräumen kann?
    Finanzministerin: Können wir die Wäsche nicht bis morgen hängen lassen? Ich sterbe sicher, wenn die Irre heute Abend noch anfängt, die Koffer zu packen. Die wuselt bestimmt durch die Wohnung und sortiert und packt und packt um, bis es wieder hell wird und ich gar keinen Schönheitsschlaf bekommen habe.

    Irgendwie lies sich die Irre wirklich bis Mittwoch morgen hinhalten. Aber gleich nach dem Frühstück ging es los:
    Irre: Gipsy, jetzt räum endlich die trockene Wäsche weg und lass und anfangen zu packen.
    Unter den wachsamen Augen der Finanzministerin wurden zuerst die Reiseapotheke, die ganzen Utensilien für das Bad und weitere Kleinigkeiten sortiert und gerichtet. Dann kamen die Schuhe an die Reihe. Alles wurde in einem großen und einem mittleren Koffer verstaut, die bequem nebeneinander auf dem ausgezogenen Schlafsofa Platz hatten. Und der kleine Koffer für die Vorübernachtungen fand seinen Platz auf dem Couchtisch.
    Finanzministerin: So ist das Packen wirklich super bequem. In der alten Wohnung mussten wir immer den Koffer auf das Bett legen, weil das Wohnzimmer ja auch als Esszimmer und Arbeitszimmer dienen musste und deshalb noch nicht einmal wirklich Platz für 1 offenen Koffer war.
    Irre: Ja, so macht das Packen noch mehr Spaß. Aber langsam bekomme ich Hunger. Was gibt es denn zu Mittag?
    Finanzministerin: Willst du nicht erst das Packen beenden bevor du dein Mittagessen verschlingst?
    Irre: Nein. Ich hab jetzt Hunger. Und wir haben doch noch gar keine Klamotten ausgesucht und in die Koffer gepackt. Nach dem Essen machen wir dann weiter.
    Am späten Nachmittag nach einer weiteren Pause für den Nachmittagskaffee waren die Koffer dann endlich gefüllt und verschlossen.
    Jetzt konnte die Irre endlich die vollen und zur Abholung bereiten Koffer streicheln, wann immer sie zufällig (oder absichtlich) an ihnen vorbei kam.
    Und natürlich musste ab und zu noch kontrolliert werden, ob bestimmte Dinge eingepackt waren oder einer der Koffer noch einmal geöffnet und sein Inhalt ergänzt werden musste.

    Heute morgen wurden noch die letzten Teile in den Koffern verstaut, die der Irren mitten in der Nacht noch eingefallen waren.
    Und dann klingelte es an der Tür: Der von Tefra beauftragte Spediteur wollte 2 Packstücke abholen.
    Irre, als sie das Verladen der Koffer in den kleinen Transporter beobachtete: Tschüss Koffer. Wir sehen uns auf dem Schiff wieder.
    Und jetzt sind die Koffer weg und alles, was der Irren noch einfällt und wirklich dringend mit muss, muss in den Koffer für die Vorübernachtung.
    Irre, singend und durch die Wohnung tanzend: Nur noch einmal schlafen, dann geht es auf große Fahrt.

    Planungs-Endspurt und Reisefieber

    Es ist mal wieder Sonntag und die Irre tanzt fröhlich durch die Wohnung und trällert vor sich hin.
    Finanzministerin: Was singst du denn da? Ist das nicht "alle meine Entchen"?
    Irre: Übernächsten Sonntag bin ich auf dem Schiff, bin ich auf dem Schiff. Fahre in die Sonne und komm nie zurück.
    Finanzministerin: Das reimt sich aber nicht.
    Irre: Muss es ja auch nicht. Ist so moderner.
    Irre nach einiger Zeit: Wie kommen wir eigentlich vom Hotel zum Schiff?
    Finanzministerin: Wir fahren einfach mit dem Bus zum Bahnhof und nehmen dort den Shuttle von TUI.
    Irre: Ist der in unserem Deutschlandticket enthalten?
    Finanzministerin: Nein. Aber ich habe keine Lust, mit dir nörgelnden Kleinkind zu Fuß mehrere Kilometer zum Schiff zu gehen. Der Weg sollte zwar fast immer am Wasser entlang sein, aber du bist unausstehlich, wenn das Reisefieber total zuschlägt. Und ich erinnere mich noch gut an deine Spinnereien, als du in Hamburg vom Bus aus die Amera erblickt hattest und noch ein paar Stationen im Bus bleiben musstest. Da ist jedes Kind, das nervös auf die Weihnachtsgeschenke wartet, ein Beispiel an Gelassenheit im Vergleich zu dir.
    Gipsy: Und außerdem können wir unseren kleinen Handgepäckskoffer dann am Bus zum Transport zur Kabine abgeben und haben dann nur noch den Rucksack mit der Technik.
    Irre: Dann brauchen wir aber für den kleinen Koffer die Anhänger von TUI. Wo sind die denn? Kommen die noch per Post?
    Finanzministerin: Heute kam doch eine Mail von TUI mit ein paar PDFs. In einem ist auch eine Vorlage für Kofferanhänger.
    Irre: Also ein Kofferanhänger-Bausatz. Ich muss ganz dringend basteln.
    Gipsy: Aber nicht jetzt. Die Kofferanhänger haben noch etwas Zeit.
    Irre: Haben wir eigentlich genügend Hüllen für zwei Anhänger für Tefra und einen für TUI?
    Gipsy: Ja.
    Irre: Kann ich die sehen?
    Finanzministerin: Das überprüfst du doch schon seit Wochen mehrfach täglich.

    Etwas später.
    Irre: Wann packen wir eigentlich die Koffer?
    Gipsy: Im Januar.
    Irre: Wann ist denn Januar?
    Finanzministerin: Jetzt kommt erst noch Silvester und dann kommt der Januar, du Baby.
    Irre: Ich bin kein Baby. Ich kann doch schon beim Kofferpacken helfen. Packen wir die dann gleich nach Silvester?
    Gipsy: Nein. Wir haben doch schon einen Plan, was wir im Januar noch alles erledigen müssen. Und Kofferpacken ist erst am 8. Januar.
    Irre: Können wir die Koffer wenigstens schon aus dem Keller holen?
    Finanzministerin: Und sie fast zwei Wochen lang mehrfach täglich von einer Ecke der Wohnung in eine andere räumen, weil sie entweder im Weg sind oder du mal wieder über sie stolperst bei deinen Tanzeinlagen?
    Irre: Wir können sie doch auf dem Balkon lagern.
    Gipsy: Ich hole die Koffer aber nicht ständig wieder rein, weil sie sonst bei starkem Wind runter geweht werden.
    Irre: Wir können sie doch anbinden.
    Finanzministerin: Im Keller sind die Koffer sicher und können nicht weg geweht werden. Ich habe keine Lust auf unnötigen Aufwand.
    Irre: Haben wir eigentlich schon überprüft, ob die Koffer noch im Keller sind?

    Wieder etwas später:
    Irre: Haben wir eigentlich schon die Verpflegung für den Reisetag geplant?
    Finanzministerin: Haben wir eigentlich schon einen Plan, wie wir dich am frühen Morgen aus den Federn bekommen sollen?
    Irre: Das ist ganz einfach. Ich gehe einfach nicht ins Bett sondern mache nur ein Nickerchen auf dem Sofa.
    Irre: Also was ist mit der Verpflegung?
    Finanzministerin: Du bist doch immer noch am Testen der verschiedenen Salami-Sorten.
    Irre: Eigentlich habe ich schon meinen Favoriten. Aber den willst du ja nicht.
    Finanzministerin: Knoblauch-Salami!
    Irre: Die ist lecker. Und hat dicke Scheiben.
    Gipsy: Die ist aber nicht sehr praktisch. Ich möchte lieber eine Salami mit größeren Scheiben. Die fallen nicht so leicht vom Brötchen, wenn wir es aufklappen zum Essen.
    Irre: Nehmen wir wirklich die Käse-Laugenbrötchen?
    Finanzministerin: Meinetwegen. Wenn wir davon keine mehr bekommen, können wir auch normale Laugenbrötchen nehmen.
    Irre: Wir können die Käse-Laugenbrötchen doch schon etwas früher kaufen und einfrieren bis zum Donnerstag Abend.
    Gipsy: Mal sehen. Das können wir bei unserem nächsten Einkauf immer noch entscheiden.
    Irre: Meinetwegen. Aber wenn wir schon welche eingefroren hätte, könnte ich gleich nachschauen und sie probehalber belegen.
    Finanzministerin: Du nervst. Willst du einen Spaziergang machen oder beruhigst du dich auch so?
    Irre: Draußen ist so dichter Nebel, dass ich gar nicht sehe, wohin wir gehen. Da mache ich keinen Spaziergang.
    Damit verzieht sie sich schmollend auf das Sofa und träumt mal wieder vom Schiff und Sonne und Wärme.

    Unmögliche Planungen

    Gestern morgen saß die Irre bei ihrer dritten (!) Tasse Kaffee am Frühstückstisch und surfte auf meinem Laptop, den sie sich auch noch geholt hatte, durch verschiedene Webseiten. Die Finanzministerin bekam schon Herzklopfen beim Gedanken an die Menge an Koffein, die sich in drei Tassen Kaffee verbirgt; trinke ich doch normalerweise maximal 2 Tassen Kaffee zum Frühstück.

    Als die Irre auf der Seite der DB endlich die Speisekarte des Bistros fand, wollte sie wieder mit weiterem Planen beginnen. Die Finanzministerin warf auch einen Blick auf die Speisekarte und wurde schneeweiß.
    Irre: Finanzministerin, was ist denn mit dir los? Brauchst du noch mehr Kaffee?
    Finanzministerin: K-keinen Kaffee mehr. Hast du die Preise gesehen? Die wollen ja ein Vermögen für ihr Essen und Trinken =O
    Irre: Und es sieht alles nach Eintopf aus und gar nicht wirklich lecker. Das erinnert mich an Fertiggerichte für die Mikrowelle.
    Gipsy: Das Meiste dürften auch abgepackte Mikrowellen-Gerichte sein. Wie sollen sie denn in so einer winzigen Kochecke richtig kochen können, wenn es mehr als 3 Gerichte gibt?
    Finanzministerin: Verstehe ich das richtig, dass ihr beide nach dem Lesen der Speisekarte gar keine Lust auf ein Mittagessen im Bistro habt?
    Gipsy und Irre gleichzeitig: Ja.
    Irre: Aber was machen wir dann? Zum Frühstück gibt es bestimmt nur ein Glas Wasser oder höchstens eine Tasse Milchkaffee, wenn wir noch etwas Milch aufgehoben haben. Also brauchen wir dann ein 2. Frühstück, ein Mittagessen, Nachmittags Kaffee und einen Snack und dann noch ein Abendessen.
    Gipsy: Über das Abendessen denken wir in Bremen oder Bremerhaven nach. Da gibt es bestimmt auch etwas zu Essen.
    Finanzministerin: Gute Idee. Und für die anderen Mahlzeiten können wir uns Essen mitnehmen.
    Irre: In Ulm gibt es doch bestimmt einen Bäcker in der Nähe des Bahnhofs. Haben wir da nicht genügend Zeit beim Umsteigen, um uns dort ein paar Brötchen und Snacks mitzunehmen?
    Finanzministerin: Die Zeit sollten wir haben. Und wir können auch eine Packung Salami oder Käse mitnehmen für die Brötchen. Oder wir können schon vorher Brote belegen wie damals, als wir noch arbeiten mussten und ein Mittagessen brauchten. Und der Bäcker in Ulm hat bestimmt auch Kaffee für das 2. Frühstück im ICE.
    Irre: Du willst freiwillig Kaffee vom Bäcker spendieren? ... Willst du den verstecken bis zum Nachmittag, wenn ich wieder einen Kaffee haben möchte?
    Finanzministerin: Ähm ...
    Gipsy: Seid ihr zwei eigentlich beide verrückt? Plant ihr jetzt schon die Verpflegung für den Reisetag?
    Gipsy: Draußen scheint (noch) die Sonne und es ist verhältnismäßig warm. Ich will jetzt raus und einen langen Spaziergang machen.

    Während des Spaziergangs dann:
    Irre: Gibt es Reiseführer eigentlich auch als Hörbücher?
    Gipsy und Finanzministerin: ???
    Irre: Anke66 hat doch vorgeschlagen, mich mit Reiseführern zu beschäftigen. Aber beim Gehen kann ich doch gar nicht lesen. Und bei den langen Spaziergängen, zu denen ihr beide mich immer zwingt, hätte ich wirklich genug Zeit zum Hören von Reiseführern.
    Finanzministerin: Du brauchst keine Reiseführer. Für Madeira und Gran Canaria sind wir versorgt und in der Karibik machen wir geführte Ausflüge und sehen uns höchstens den direkten Ort alleine an. Und dafür reicht ein Stadtplan auf dem Handy, damit wir uns nicht verlaufen.
    Irre: Den müssen wir aber vorher als Offline-Karte herunterladen. Oder haben wir in den Hafenstädten kostenloses Wlan, wenn wir vom Schiff weg sind?
    Gipsy: Auf Madeira, Gran Canaria, Martinique und Guadeloupe sollten die Daten von der deutschen Sim funktionieren. Aber auf den anderen Inseln nicht. Erinnert mich zu Hause daran, dass der Download von Offline-Karten auf unserem Handy auf unsere ToDo-Liste kommt.
    Finanzministerin: Und im Internet gibt es genug kostenlose Informationen über die ganzen Karibikinseln. Die kannst du alle lesen und auswendig lernen. Aber Reiseführer gibt es keine.
    Irre: ;(
    Nach ein paar Minuten.
    Irre: Wann sind wir denn wieder daheim? Ich bekomme langsam Hunger auf das Mittagessen. Und das müssen wir doch erst noch kochen.

    Weitere Planungen

    Die Zeit verging damit, dass die Irre vergeblich versuchte, alle Speisekarten und Deckpläne auswendig zu lernen und sie sofort wieder zu vergessen. Es gab auch lange Spaziergänge, die verhindern sollten, dass jemand das Reisefieber zu Dummheiten nutzte, die nicht rückgängig gemacht werden konnten. Aber endlich, in der zweiten Woche im Oktober, kam die Email, dass der neue Reisepass zur Abholung bereit liege.

    Irre: Holen wir den gleich ab?
    Gipsy: Das hat Zeit bis Dienstag nächster Woche. Da sind wir eh in der Stadt und können dann auch beim Bürgerbüro vorbei.
    Irre: Ich will aber nicht so lange warten.
    Finanzministerin: Und ich will nicht alle Pläne ändern, nur damit der Reisepass ein paar Tage länger bei uns herum liegt, ohne dass wir ihn wirklich brauchen.
    Zum großen Bedauern der Irren konnte sie sich auch nicht gegen die Finanzministerin und mich durchsetzen. Es wurden keine Pläne geändert und ich holte den Reisepass erst in der nächsten Woche ab. Seither liegt er einfach hier herum und wartet darauf, dass er mit den anderen Reiseunterlagen eingepackt wird.

    Mitte Oktober hatte die DB dann endlich den neuen Fahrplan fertig und Buchung für das nächste Jahr freigegeben.
    Irre: Jetzt müssen wir schauen, wie wir am 10.1. nach Bremerhaven kommen und am 16.2. wieder heim.
    Finanzministerin: Ich sehe da ein paar direkte Verbindungen mit ICE von Ulm nach Bremen.
    Irre: Wieso suchst du eigentlich nur Verbindungen von und nach Friedrichshafen und nicht direkt von unserem Kaff hier im Hinterland?
    Finanzministerin: Weil der erste Versuch schon wegen fehlender Busse fehlgeschlagen ist und ich davon ausgehe, dass sich an den Anschlussverbindungen in unser Kaff nicht viel ändert. Ich brauche Friedrichshafen nur als Anhaltspunkt dafür, wann wir hier los müssen oder ankommen können.
    Irre: Da ist eine schöner ICE um 10:47 in Ulm. Dafür muss ich nicht mal mitten in der Nacht aufstehen. Aber dafür muss man auch Sitzplätze reservieren. Hoffentlich ist mein Sitznachbar angenehm, wenn ich über 6 Stunden im selben Zug bin.
    Finanzministerin: Und der Preis ist so gut, dass wir auch erste Klasse fahren können. Dort gibt es auch Einzelsitze ohne Sitznachbar.
    Irre: Du willst ganz freiwillig erste Klasse spendieren?
    Finanzministerin: Aber nur von Ulm nach Bremen und zurück. Für den Rest müsst ihr unser Deutschlandticket nehmen.
    Damit waren die Irre und ich einverstanden. Beim Buchungsvorgang kam dann auch unweigerlich die Sitzauswahl.
    Irre: Zwischen der ersten und zweiten Klasse ist ein Wagen mit Bistro und ein paar Sitzen für erste Klasse. Aber die kann ich gar nicht reservieren. Und ich möchte nahe beim Bistro sein, damit ich mir schnell was zu essen oder trinken holen kann.
    Finanzministerin: In der ersten Klasse kannst du dir das Essen auch an den Platz bringen lassen.
    Irre: Dann nehmen wir halt einen Platz in einem der anderen Wagen. Nur welchen? Da sind noch so viele frei. Und da gibt es auch welche, die einen Tisch dazwischen haben.
    Finanzministerin: Den will ich aber ganz sicher nicht. Da kannst du dann die ganze Zeit auf der anderen Seite vom Tisch jemanden beobachten, den wir nicht kennen und vielleicht auch nicht kennen lernen wollen.
    Irre: Aber ein Platz mit Sichteinschränkung kommt auch nicht in Frage. Und direkt am Gepäckregal will ich auch nicht sitzen.
    Die Finanzministerin wurde langsam ungeduldig: Dann such dir halt aus den anderen Plätzen einen aus.
    Irre: Ene mene miste, es rappelt in der Kiste. Ene mene muh und raus bist du.
    Bei jeder Silbe zeigte sie auf den nächsten freien Sitzplatz und wählte dann den, der am Ende des Reims an der Reihe war.
    Aber das war ja nur die halbe Reservierung; es gab auch noch einen Rückweg.
    Finanzministerin: Wir nehmen den ICE um 12:44 ab Bremen. Da hast du genügend Zeit zum Frühstücken und kannst auch in Ruhe mit dem Shuttle zum Bahnhof in Bremerhaven fahren.
    Irre: Und wie kommen wir von Ulm heim?
    Finanzministerin: Wir fahren nach Friedrichshafen. Und dort nehmen wir ein Taxi oder warten bis zum nächsten Morgen, bis wieder ein Bus in unser Kaff fährt.
    Irre: Du spendierst ein Taxi?
    Finanzministerin: Es ist Sonntag, da fährt kein Bus so in unser Kaff, dass wir nicht noch ein paar Kilometer gehen müssten. Und dazu hast du nach einer so langen Fahrt sicher keine Lust. Und ein Taxi ist immer noch billiger als eine Übernachtung.

    Nach der Reservierung der An- und Abreise war wieder ein paar Tage Ruhe, bis der Irren wieder etwas Neues einfiel.
    Irre: Haben wir eigentlich schon die Reiseapotheke kontrolliert und aufgefüllt? Das muss ich jetzt sofort machen, damit noch genug Zeit ist, um fehlende Medikamente zu kaufen.
    Finanzministerin: Wir haben doch seit Monaten eine Medi-Liste, auf die alle Medikamente kommen, die aufgefüllt werden müssen. Die müssen wir nur zu einem Einkauf in der Drogerie und Apotheke mitnehmen.
    Irre: Und wann machen wir den Einkauf?
    Finanzministerin: Wenn wir sicher sind, dass die Liste vollständig ist.
    Irre: Und wann ist das?
    Finanzministerin: Spätestens Anfang Dezember.

    Und dann war da auch noch Tefra.
    Irre: Wann bestellen wir eigentlich Tefra?
    Finanzministerin: Wenn wir wissen, ob du einen oder zwei Koffer brauchst. Also spätestens zum Jahreswechsel.
    Irre: Ich kann aber nicht so lange warten. Ich muss sicher sein, dass ich das große Gepäck nicht im Zug mitschleppen muss. Und dazu brauche ich die Bestätigung von Tefra.
    Also las ich mir die ganzen Infos auf der Webseite von Tefra durch.
    Gipsy: Hier steht, dass man auch ganz einfach durch einen Anruf oder auch erst beim Abholen die Anzahl der Koffer ändern kann. Die Rechnung und Abbuchung kommt ja erst nach dem Transport der Koffer.
    Finanzministerin: Dann können wir ja erst einmal zwei Koffer anmelden.
    Irre: Und uns beim Packen überlegen, womit wir die füllen.
    Finanzministerin: =O

    Damit war das auch geklärt und die Irre musste wieder warten und warten und warten und ihr Reisefieber etwas in Zaum halten.
    Natürlich stöberte sie immer wieder durch die Zusatzleistungen, durfte aber nichts mehr reservieren. Außerdem hatte sie entdeckt, dass der Online Check-In ab 22.12. möglich sein soll. Darauf lauert sie jetzt. Weihnachten, Weihnachtsvorbereitungen und Weihnachtsgeschenke betrachtet sie dabei als nebensächliche Kleinigkeiten.

    Die Planung geht weiter

    Als der August zu Ende ging, wurde die Irre immer nervöser. Da kam wohl wieder ein mehrtägiger Anfall von Reisefieber.

    Die Irre tanzt laut trällernd durch die Wohnung: Bald haben wir den 31. August und ich kann endlich Landausflüge buchen.
    Finanzministerin: Aber nur für die Inseln in der Karibik. Für Funchal und Las Palmas haben wir schon genügend Informationen, um selbst etwas mit öffentlichen Verkehrsmitteln auf die Beine zu stellen.
    Irre: Ich muss mir noch einmal die Ausflüge bei der Reisebeschreibung durchlesen.
    Finanzministerin: Du hast dir doch schon vor Wochen welche ausgesucht und auch aufgeschrieben, wie die heißen, damit du sie bei Buchungsfreigabe gleich findest.
    Irre: Ich muss aber prüfen, ob die ausgesuchten noch da sind oder es neue gibt, die mir besser gefallen.

    Und dann war endlich der 30. August da und es wurde ganz langsam Abend.
    Irre: Können wir uns einen Wecker stellen, damit ich Mitternacht nicht verpasse?
    Finanzministerin: Du brauchst keinen Wecker. Um Mitternacht sind wir eh noch wach und du schaust ja jetzt schon alle 5 Minuten auf die Uhr, obwohl es draußen noch hell ist.

    Wie immer, hat alles Warten irgendwann einmal ein Ende und es war endlich Mitternacht; der 31. August war gekommen.
    Irre: Gipsy, beeile dich. Wir dürfen gleich Ausflüge buchen.
    Irre: Gipsy, kontrolliere doch mal unser Internet. Die Seiten sind so furchtbar langsam.
    Finanzministerin: Da sind noch mehr Leute so ungeduldig wie die Irre. Lasst uns einfach ein paar Minuten warten. Unsere Ausflüge sind bestimmt nicht so begehrt, dass sie in 30 Minuten ausgebucht sind.
    20 Minuten später hielt die Irre es nicht mehr aus: Ich muss jetzt unbedingt Ausflüge buchen. Sonst bekomme ich heute Nacht bestimmt kein Auge zu.
    Die Seite reagierte auch wieder so flott wie gewohnt und so buchten wir Halbtages-Ausflüge, die laut Beschreibung einen Überblick über die jeweilige Insel geben, ähnlich wie Stadtrundfahrten.
    Bei der Kontrolle der Ausflüge im Programm unter "Meine Reise" war die Irre aber nicht ganz zufrieden: Gipsy, schau mal, ein paar der Ausflüge starten schon vor dem Aufstehen.
    Gipsy: Schauen wir mal, ob es diese Ausflüge auch Nachmittags gibt. Die starten dann bestimmt nicht, bevor der Langschläfer freiwillig sein Bett verlässt.
    Irre: Das sieht schon etwas besser aus. Mit den beiden Ausflügen, die 9:30 und 9:45 starten, kann ich leben. Aber da ist immer noch einer, der schon um 8:30 startet.
    Finanzministerin: Und das ist der einzige auf Martinique, den ich wirklich mag. Den tausche ich sicher nicht gegen einen faulen Kompromiss.
    Gipsy: Wir werden auch 8:30 überleben, wenn wir auf das Frühstück verzichten, nur schnell einen Kaffee auf der Kabine machen und uns auf dem Weg zum Treffpunkt noch schnell ein Brötchen im Tag&Nacht schnappen, das du beim Warten essen kannst.
    Finanzministerin: Und vielleicht bist du in der Karibik durch die mehrfache Winterzeit auch etwas früher wach. Außerdem hast du ja einen Wecker dabei, den du dann nur nicht einfach überhören darfst.
    Irre: Und auf so ein "vielleicht" soll ich mich verlassen?
    Gipsy: Schluss jetzt. Wir können den Ausflug bestimmt noch ein paar Tage vorher stornieren, wenn es überhaupt nicht klappt.

    Zwei Wochen später wiederholte sich das Theater noch bei Freigabe der restlichen Angebote.

    Irre: Ich muss endlich genügend Internet buchen, damit ich unterwegs auch Emails checken und mich wie immer um die Vereins-Homepage kümmern kann, bei der bestimmt einige Änderungen anfallen werden.
    Finanzministerin: Der Preisunterschied zwischen dem mittleren und dem großen Paket ist wirklich klein. Da buche ich gleich das große Paket. Dann müsst ihr zwei nicht ganz so sparsam mit den Daten sein und könnt auch ein paar Postkarten aus unseren Bildern machen und die verschicken.
    Die Irre und ich sind jetzt erst einmal sprachlos. Die Finanzministerin gönnt uns ohne Kampf gleich ganz viele Daten. 8)
    Irre, beim weiteren Durchsehen der Tagesangebote: Da ist ja eine Sushi-Verkostung. Und Sushi-Workshops gibt es auch. Da will ich hin.
    Finanzministerin: Der Workshop ist unnötig. Du wirst nie selbst Sushi machen. Und die Verkostung ist mir zu teuer. Du willst ja doch nur Sushi futtern.
    Irre ganz traurig: Und wie komme ich dann zu Sushi, wenn es das auf dem Schiff gibt? Ich tausche auch zweimal Fischbrötchen zum Mittagessen gegen einmal Sushi.
    Finanzministerin: Da nehme ich dich gleich beim Wort. Und Sushi darfst du dir ganz regulär mal zum Mittagessen oder Abendessen im Hanami bestellen. Das entscheiden wir aber wirklich erst auf dem Schiff, wenn wir sehen, ob und wann das Hanami über Mittag geöffnet hat.
    Irre: Muss ich dafür auch die Mittagessen-Fischbrötchen abgeben?
    Gipsy: Ja. Wir sind ja 5 Wochen auf dem Schiff. Da wirst du bestimmt nach ein paar Tagen auch mal etwas anderes zum Mittagessen haben möchten als Fischbrötchen, wenn du all die anderen leckeren Sachen siehst.
    Irre: Bekomme ich auch so ein Gourmet-Paket?
    Finanzministerin: Ein Paket bekommst du. Aber du musst an den Tagen, an denen du Abends das Menü aus dem Paket futterst, nur eine winzige Kleinigkeit zu Mittag essen.
    Irre: Ist ein Eisbecher klein genug?
    Finanzministerin: OK. Aber wir nehmen das Paket ohne Getränke. Das kostet pro Essen knapp 17 Euro mehr als das ohne Getränke. Und 17 Euro brauchst du sicher nicht für Wasser und Cola.
    Irre: Dann müssen wir jetzt aber auch Tische reservieren.
    Gipsy: Aber keine Reservierung in der ersten Woche. Ich habe keine Lust, gleich am Anfang Reservierungen stornieren zu müssen, nur weil du seekrank bist.
    Irre: Ich werde bestimmt nicht seekrank.
    Finanzministerin: Woher willst du das wissen? Du warst noch nie so lange auf einem Schiff unterwegs. Und wir haben keine Ahnung, ob es in den ersten Tagen sehr schaukeln wird und wie du das verträgst.
    Irre: Bisher habe ich alle Fähren von Belgien nach England und von England nach Irland problemlos überstanden.
    Finanzministerin: Das ist doch schon Ewigkeiten her.
    Irre: Und die Fähren auf dem Bodensee bei Sturm? Das ist noch nicht so lange her.
    Finanzministerin: Ist ja gut, Irre. Auch wenn du schon seekrank wirst, wenn du nur an das Besteigen eines Ruderbootes oder Tretbootes denkst, hast du bisher mir großen Schiffen keine Probleme bekommen. Die Chancen stehen also gut, dass du nicht sehr seekrank wirst.
    Gipsy: Trotzdem möchte ich in der ersten Woche erst einmal die inkludierten Restaurants testen, bevor ich das Gourmet-Paket verbrauche.

    So ist jetzt das Wichtigste gebucht und das Warten geht weiter.
    Irre: Vergiss nicht, dass wir auch noch Fahrkarten nach Bremerhaven brauchen.

    Camper Freut mich, wenn ich bei der Vorplanung helfen kann. Für die Kreuzfahrt mit der Amera habe ich Tefra mal ausprobiert - und das Ergebnis hat mich davon überzeugt, den Koffer nach Möglichkeit immer transportieren zu lassen. Weil er für die Hinreise ja mit ein paar Tagen Vorlauf abgeholt wird, muss er natürlich schon ein paar Tage vor der Abreise gepackt werden und nicht gleichzeitig mit dem Handgepäck, in das dann noch Last-Minute-Funde wandern können. Und nach der Reise kommt er mindestens einen Tag nach mir an, so dass ich vor dem Auspacken schon wieder mental daheim angekommen bin und auch schon einkaufen kann, bevor ich mich mit dem Inhalt des Koffers beschäftigen muss. Und wichtige Dinge können ja wieder in das Handgepäck.

    Als Hotel habe ich das "Nordsee Hotel City" gebucht. Es ist am Theodor-Heuss-Platz direkt an der Fußgängerzone und zu Fuß knapp 400 m vom Columbus Denkmal und der Fußgänger-Hebebrücke am Alten Hafen. Die Bushaltestelle ist in der Fährstraße, einmal quer über den Theodor-Heuss-Platz und ein paar Häuser die Straße entlang (Haltestelle "Hochschule Bremerhaven/Stadttheater). Das sind zumindest die Informationen, die ich der beliebten Online-Landkarte und dem PDF-Stadtplan mit Haltestellen von bremerhavenbus.de entnehme.

    Eigentlich überflüssige Planungen

    Was passiert, wenn ein Mitglied der Reisegruppe bereits seit Mitte Januar von heftigen Anfällen von Reisefieber heimgesucht wird? Richtig, es gibt in regelmäßigen Abständen überflüssige Diskussionen, die in noch überflüssigeren Planungen enden. Und diese Diskussionen wiederholen sich auch immer wieder.

    Irre: Wie kommt eigentlich unser Koffer nach Bremerhaven? Nehmen wir da einen Kofferträger mit?
    Finanzministerin: Bietest du dich freiwillig als Kofferträger an? Und das nicht nur für den kleinen Handgepäckskoffer?
    Irre: Den kleinen Koffer kann ich schon nehmen, wenn du den Rucksack nimmst. Aber was passiert mit dem großen Koffer? Wer schleppt uns den die Treppen zu den Bahnsteigen rauf und runter? Und wo ist der dann im Zug? Bekommt er einen eigenen Sitzplatz?
    Finanzministerin: Den großen Koffer darf Tefra schleppen. 8)
    Irre nach einer längeren Pause: Wer ist denn Tefra? Kenne ich den? Trifft der uns an jedem Bahnhof und holt den Koffer aus dem Zug und bringt ihn in den nächsten? :/
    Die Finanzministerin lacht schallend und der Irren geht ein Licht auf: Tefra ist doch die Firma, die schon das letzte Mal den Koffer bei uns in der Wohnung abgeholt hat und ihn nach der Kreuzfahrt auch wieder zu uns heim gebracht hat. Machen wir das wirklich wieder so? Und nehmen im Zug nur das mit, was wir für die beiden Nächte in Bremerhaven brauchen?
    Finanzministerin: Ganz genau. Wir müssen auch die Dinge selbst mitnehmen, die beim Durchleuchten oder beim Zoll Ärger machen können.
    Die Irre tanzt vor Freude: Dann reisen wir wirklich mit leichtem Gepäck, das bequem unter unseren Sitz im Zug passt.
    Irre: Haben wir Tefra eigentlich schon gebucht?
    Finanzministerin: Nein. Wir haben jetzt Ende Mai und noch ganz viel Zeit für die Buchung.
    Irre: Schreibe das aber unbedingt auf die ToDo-Liste, damit wir es am Ende nicht doch vergessen.
    Finanzministerin: Das werden wir schon nicht vergessen. Schließlich haben wir dieselbe Diskussion schon zwei mal seit Ende April geführt.

    Irre: Was können wir eigentlich auf dem Schiff essen?
    Finanzministerin: Das haben wir doch schon x-mal durchgekaut.
    Irre: Ich muss es aber noch mal wissen.
    Finanzministerin: Dann schau dir halt noch mal die Speisekarten durch, die wir bei der Beschreibung der Restaurants gefunden haben.
    Irre, nach einiger Zeit: Also, wenn ich ein großes Frühstück esse, brauche ich nur eine Kleinigkeit zum Mittagessen. Gibt es wirklich jeden Tag Fischbrötchen? Und darf ich die alle essen? :love:
    Finanzministerin: Das sehen wir dann, wenn wir auf dem Schiff sind.
    Gipsy: Ich will auch noch andere Snacks probieren und nicht nur Fischbrötchen.
    Irre: Wenn ich ein paar Wochen lang Fischbrötchen als Snacks hatte, kann ich auch mal was anderes probieren.

    Irre: Ich muss noch mal die Deckpläne und Videos vom Schiff sehen.
    Finanzministerin: Weshalb denn? Du hast die doch schon so oft gesehen, dass du sie langsam auswendig kennen müsstest.
    Irre: Ich hab aber bestimmt schon wieder die Hälfte vergessen und will mich nicht immer verlaufen auf dem Schiff.
    Finanzministerin: Du kennst bestimmt schon nach ein paar Tagen die Wege zu den Futterstellen auswendig. Dazu musst du nicht vorher alles auswendig wissen.
    Irre schmollend: Ich möchte aber träumen und das kann ich mit Plänen und virtuellen Rundgängen am besten.

    Irre: Gibt es auf dem Schiff wirklich eine Eisbar mit meinem Lieblingseis?
    Finanzministerin: Laut Beschreibung gibt es sie. Aber sie hat wahrscheinlich erst auf, wenn das Wetter warm genug ist, dass sich viele Leute auf den Liegen und im Pool aufhalten.
    Irre: Und das ist wirklich mein Lieblingseis? Das wir vor dem Umzug ab und zu gekauft haben, aber seit dem Umzug gar nicht mehr? Ich brauche ganz dringend mal wieder so ein Eis.
    Finanzministerin: Wir haben ganz viel Eis im Gefrierschrank. Nimm dir davon eines.
    Das lässt sich die Irre nicht zwei mal sagen und holt sich ein Eis.
    Irre, sich den letzten Rest von den Lippen leckend: Das war ganz lecker. Aber das von meiner Lieblingsmarke ist leckerer. Muss ich dafür wirklich warten, bis die Eisbar auf dem Schiff aufmacht?
    Gipsy: Ja. Das ist mir viel zu viel Aufwand, nur wegen dieser Ladenkette so weit zum Einkaufen zu fahren. Wenn wir zufällig an so einem Laden vorbeikommen und eine Kühltasche dabei haben, bekommst du mal wieder so ein Eis.
    Irre: Dann muss ich mir die Eisbar im Video jetzt unbedingt noch einmal ganz genau anschauen.

    Irre: Können wir jetzt endlich den Koffertransport buchen?
    Finanzministerin: Nein. Dazu haben wir noch ein paar Monate Zeit.

    Irre: Haben wir eigentlich schon eine Liste mit den Dingen, die wir mitnehmen wollen?
    Finanzministerin: Ja.
    Irre: Auf der Liste steht aber nur ganz allgemein "T-Shirts" und nicht jedes einzelne Shirt, das wir einpacken wollen.
    Finanzministerin: Das ist doch total überflüssig. Du entscheidest eh direkt beim Packen, welche Shirts du mitnehmen willst.
    Irre: Holen wir die Koffer aus dem Keller, damit ich das Packen schon mal üben kann?
    Jetzt war es wirklich Zeit für einen langen Spaziergang, damit kein Mitglied der Reisegruppe seine dummen Gedanken auch in die Tat umsetzen konnte.

    Die ersten Planungen beginnen

    Kurz nach Ostern, so Mitte April, stehe ich im Supermarkt vor dem Regal mit Brotbelag, als sich die Irre plötzlich vor mir aufbaut.
    Irre: Gipsy, wir müssen dringend planen, wie wir nach Bremerhaven kommen werden. Sonst kann ich nicht mehr ruhig schlafen.
    Finanzministerin: Wir können ja mal schauen, welche Optionen wir haben.
    Irre: Fahren wir wieder mit dem Nachtzug von Zürich nach Hamburg? Das war richtig cool. :love:
    Finanzministerin: Ganz sicher nicht. Zürich ist jetzt ein zu großer Umweg.
    Irre: Ich will jetzt sofort heim und Optionen suchen. Gipsy, jetzt beeile dich doch mal mit dem Einkaufen.
    Gipsy: Sei ruhig, Irre. Ich will erst einmal in Ruhe einkaufen. Und dann will ich das Mittagessen machen und in Ruhe essen.
    Irre: Beeile dich trotzdem mit dem Einkaufen. Ich bekomme langsam Hunger.

    Nach dem Mittagessen wurde also erst einmal der Computer angeworfen und eine Landkarte geladen.
    Dann erfolgte die Prüfung der Optionen für Nachtzüge auf der Strecke von Österreich nach Hamburg. Aber bei denen mochte ich die Abfahrtszeiten bzw. Abfahrtsorte nicht. Auch mit der Ankunftszeit am frühen Morgen zum Umsteigen in Richtung Bremen konnte ich mich nicht anfreunden. Und die Finanzministerin fiel fast in Ohnmacht, als sie die Preise für ein Einzel-Schlafwagenabteil sah.
    Irre, ganz traurig: Was machen wir denn jetzt, wenn es keine vernünftige Verbindung mit Schlafwagen gibt? Fahren wir dann mit dem Auto?
    Finanzministerin, ganz entsetzt: Auto kommt überhaupt nicht in Frage. Ich fahre doch nicht mitten im Winter einmal quer durch Deutschland von Süden nach Norden, lasse das Auto dort 5 Wochen irgendwo stehen und fahre dann wieder die ganze Strecke zurück.
    Gipsy: Und das Schiff liegt auch nicht erst noch einen Tag in Bremerhaven, so wie die Amera damals in Hamburg, so dass wir sicher am 12.1. gegen Mittag in Bremerhaven sein müssen.
    Finanzministerin: Und deshalb müssen wir in Bremerhaven übernachten. Gipsy, such doch mal nach Hotels in Bremerhaven.

    Also wurde die Anreise nach Bremerhaven erst einmal vertagt und die Suche nach einem Hotel für eine Vorübernachtung begann.
    Irre: Ich will in einem Hotel direkt am Wasser übernachten.
    Finanzministerin: Da kommt aber nur das günstigste in Frage.
    Gipsy: Und ich will nicht für eine Nacht so weit vom Bahnhof weg sein. Wir haben mindestens einen kleinen Handgepäckskoffer und einen kleinen Rucksack dabei. Wenn es regnet, will ich das Zeug nicht weit transportieren müssen zum TUI-Shuttle.
    Finanzministerin: Direkt am Bahnhof gibt es kein Hotel. Aber wenn wir Buslinien folgen, gibt es einige in der Nähe von Haltestellen. Und die sind gar nicht so teuer wie erwartet. Aber jetzt müssen wir erst klären, wie wir nach Bremerhaven kommen.
    Irre: Aber erst muss ich etwas essen. Sonst verhungere ich. Und dann können wir ja mal die Bahn fragen, ob es Züge nach Bremerhaven gibt, wo wir nicht dauernd umsteigen müssen.

    Und so wurde die Planung erst einmal für das Abendessen unterbrochen.
    Danach brachte die Suche nach Zügen überraschende Erfolge.
    Irre: Da gibt es tatsächlich viele Züge, mit denen wir an einem Tag bis nach Bremerhaven kommen.
    Finanzministerin: Und es gibt auch direkte ICE-Verbindungen von Ulm bis Bremen.
    Irre: ICE? Damit wollte ich schon immer mal fahren. Nehmen wir den?
    Finanzministerin: Auf jeden Fall. Und ohne Umsteigen von Ulm nach Bremen bringt auch einiges an Sicherheit. Bis Ulm haben wir eh nur Nahverkehr und von Bremen bis Bremerhaven auch wieder.
    Und dann sind die Irre und ich erst einmal sprachlos.
    Finanzministerin: Die Preise für die Züge sind gar nicht hoch. Da können wir doch 2 Nächte in Bremerhaven bleiben, natürlich in einem günstigen Hotel in der Stadt bei einer Bushaltestelle.
    Irre: Und dann einen Tag Bremerhaven unsicher machen und ganz viele Fischbrötchen am Hafen essen 8)
    Gipsy: Dann brauchen wir aber unbedingt ein Hotel, in dem wir auch spät ankommen können, ohne vorher von unterwegs einen Portier aufschrecken zu müssen.
    Finanzministerin: Da ist eines, das alle Bedingungen erfüllt: 24 Stunden Rezeption, nicht zu teuer und nicht weit von einer Bushaltestelle, an der auch spät Abends noch einige Busse halten. Das buchen wir - aber über Book...., dort gibt es ein Angebot für uns für eine höhere Zimmerkategorie, das nur 1 Euro teurer ist als das einfache Zimmer direkt beim Hotel.

    Und so haben wir erst einmal ein Hotel in Bremerhaven vom 10.1.25 bis 12.1.25 gebucht. Die Irre ist vor Freude ganz aus dem Häuschen.
    Irre: Können wir uns dann zum Abendessen auch schon Fischbrötchen besorgen?
    Gipsy: Das werden wir dann sehen, wenn wir in Bremerhaven angekommen sind.

    Somit war jetzt der erste Teil der Planung abgeschlossen. Für das Aussuchen der passenden Zugverbindung und kaufen der Fahrkarten war es noch viel zu früh. Dafür müssen wir erst einmal den neuen Fahrplan der DB abwarten, der ab Mitte Dezember gelten wird.

    Am späten Abend versucht die Irre dann noch, Ausflüge zu buchen. Zu ihrer großen Enttäuschung geht das aber noch lange nicht.

    Aber der Finanzministerin fällt beim Ausfüllen des Schiffsmanifests zum Glück auf, dass mein Reisepass nur bis Mitte Juni 2025 gilt und ich deshalb noch einen neuen brauche. Also wird unsere ToDo-Liste noch um das Beantragen eines Reisepasses so etwa Ende September erweitert.

    Die nächsten Wochen und Monate vergehen mit Lesen von Reiseberichten und Träumen von der großen Reise. Dann schreckt mich die Nachricht auf, dass die Ausstellung eines neuen Reisepasses bis zu 12 Wochen dauern kann.
    Finanzministerin: Wir sollten mit der Beantragung des Reisepasses nicht bis Ende September warten. Das machen wir lieber so schnell wie möglich.
    Es ist erst Anfang August, so dass wir uns dafür noch etwas Zeit lassen und bei Gelegenheit beim Bürgerbüro vorbeigehen können, was wir Mitte August dann auch tun. Dort werde ich auch darauf hingewiesen, dass das Drucken der Reisepässe bis zu 12 Wochen dauern kann. Aber bis Anfang Januar sollte er sicher fertig sein. (Spoiler: 50 Tage nach Beantragung kam die Email, dass ich meinen Reisepass im Bürgerbüro abholen kann.)