Beiträge von Gipsy

    Finanzministerin: Ich bin echt überrascht. Die Irre ist tatsächlich die "Hühnerleiter" hinab geklettert und in das Boot gestiegen. Und am Ufer kam sie ganz alleine wieder raus. Deshalb hat sie die Idee, auf dem Rückweg einfach zu schwimmen, ganz schnell aufgegeben. Und sie kam auch wieder alleine in das Boot.

    Irre: Haha. Bei unserer Ankunft waren wir doch ziemlich hinten in der Schlange. Und da war der Ausstieg fast auf derselben Höhe wie das Ufer. Und das fast volle Boot, in das wir uns noch hätten reinquetschen können - statt einen erfrischenden Eistee zu trinken und auf das nächste Boot zu warten, lag ganz tief im Wasser.

    Finanzministerin: Und während sie ihren Eistee trank, phantasierte sie von einem mehrgängigen Mittagessen. Aber nach einem ruppigen Anlegen an der vorderen Luke, einem unbequemen Ausstieg (weil das Boot leicht schräg lag) und dem Hochklettern der "Hühnerleiter" hatte sie plötzlich gar keinen Hunger mehr.

    Irre: Ich wasche jetzt die klebrige Sonnencreme ab und dann plündere ich das Kuchenbuffet. Ich brauche mindestens 2 große Stücke oder viele kleine Stückchen, um das Mini-Frühstück und das nicht existente Mittagessen auszugleichen. Außerdem bin ich ohne Murren mit euch durch das heiße Road Town marschiert und habe dabei ganz arg geschwitzt. Und die Läden haben wir auch nur von außen angesehen. Als Belohnung dafür brauche ich noch Sahne und Eis zu meinem Kuchen.

    Finanzministerin: Hoffentlich gibt es viel Kuchen mit Schokolade. Den mag die Irre nämlich nicht. Und ich könnte dann leichter aufpassen, dass niemand unsere Hosen enger näht bis wir wieder in Bremerhaven sind.

    Irre: Ich habe auch noch zwei Sichtbehinderungen bzw. große Pötte gefunden. Laut cruisemapper sind es die Marella Discovery und die Viking Sea.

    Finanzministerin: In einem Anflug von Übermut hat sich die Irre gestern noch einen Platz in einem der Tenderboote gesichert. Und jetzt hat sie der Mut verlassen. Sie hat freiwillig nur einen kleinen Pfannkuchen und 2 Stückchen Melone zum Frühstück gegessen.

    Finanzministerin: Gestern gab es ja bei dem gebuchten Ausflug "Mit dem Sugar Train über die Insel" keine Zugfahrt. Und es wurde eine Kompensation versprochen. Und jetzt finde ich dies hier vor:

    Finanzministerin: Ich hatte mit ungefähr der Hälfte gerechnet, weil ja die Panoramafahrt im Bus keinen Defekt hatte. Und auf dem Bordkonto ist das Geld auch schon. :thumbup:für TUI.

    26.01.2025 - St. Kitts (Basseterre)

    Die Erkältung war schuld daran, dass ich lieber wieder bis 8 Uhr schlief statt das Einlaufen in St. Kitts zu beobachten, was ich eigentlich geplant hatte. Als ich aufwacht und Richtung Fenster schaute in der Erwartung, Wasser oder noch lieber Land zu sehen, sah ich die Marella Explorer 2, die mir jede Sicht nahm. Außerdem regnete es wirklich heftig. Kreuzfahrtdirektor Dominik versprach in seiner morgendlichen Durchsage, dass der Regen bis 10 Uhr aufhören sollte. Spoiler: Der Regen hörte kurz vor 11 Uhr auf.

    Wir ließen uns heute Zeit beim Frühstück, war doch der in den letzten Tagen fehlende Appetit zurück und die Irre wollte wieder fast alles haben, das sie sah. Wir konnten uns auch ruhig Zeit lassen, mussten wir doch erst um 13:30 in der Schaubar aufkreuzen, um als Gruppe zu unserem Ausflug zu gehen. Den ursprünglich geplanten Besuch der Stadt auf eigene Faust vor dem Ausflug fiel der Erkältung zum Opfer; ich will mich einfach schonen solange ich noch schniefe und huste.

    Wie die Irre schon erwartet hatte, gab es vor dem Ausflug "Mit dem "Sugar Train" über die Insel" kein Mittagessen mehr. Sie durfte sich nur ein Glas Wasser mit in die Schaubar nehmen, damit sie während des Wartens nicht verdurstet. Die Schaubar war ganz schön voll und so staute es sich natürlich am Ausgang auf Deck 2, als alle Gäste mit diesem Ausflug gleichzeitig von Bord wollten. Am Ende der Pier wurden Gruppen zu 21-22 Personen abgezählt und gruppenweise zu den Minibussen geschickt. Insgesamt wurden so 7 oder 8 Minibusse gefüllt.

    Und dann ging es erst mal los. Laut Ausflugsbeschreibung sollte zuerst der Bustransfer zum Zug stattfinden und auf dem Rückweg dann eine Panoramafahrt entlang der Westküste St. Kitts. Wir bekamen aber die Panoramafahrt auf dem Hinweg. Es lief ein Band mit deutschen Beschreibungen sowie englischen Anweisungen an den Fahrer, wann das Band anzuhalten und wieder zu starten war. Ich versuchte auch, Fotos aus dem Bus zu machen, was aufgrund der Straßenverhältnisse und der Fahrweise nicht ganz einfach war.

    Die Vögel auf dem folgenden Bild haben sich mal bei ihrem Flug ins Winterquartier total verflogen und sind auf St. Kitts gelandet und geblieben. Jetzt wohnen sie in dornigen Bäumen, wo sie keine Feinde erwischen können.

    Am Ziel angekommen, hielten alle Busse einfach in der Wiese vor dem "Bahnsteig". Die Bahnstation liegt zwischen Fig Tree und Newton Ground, in der Nähe des St. Kitts Eco-Park, und besteht aus einem Gleis in einer Kurve, einem "Bahnsteig" (ein asphaltierter Streifen in gleicher Höhe wie die Wiese mit einem gelben Strich als Grenze, die bei Einfahrt des Zuges nicht übertreten werden darf) und Toiletten. Es regnete mal wieder leicht bei unserer Ankunft, hörte aber nach wenigen Minuten auf.

    Die TUI-Mitarbeiterin, die auch mitgekommen war, meinte, der Zug müsste gleich kommen. Aus ihrem Verhalten schloss ich aber, dass er eigentlich schon hätte da sein müssen. Etwas später, nach einem Telefonat, meinte sie, der Zug käme in 10-15 Minuten. Die Zeit verging und kein Zug kam. Die TUI-Mitarbeiterin und einige der Busfahrer wirkten sehr irritiert und telefonierten ein paar Mal.

    Und dann kam nach insgesamt etwa 30 Minuten Wartezeit die Nachricht, dass der Zug defekt wäre und nicht mehr käme. So mussten wir wieder in die Busse steigen und fuhren zurück zum Hafen. Die Rückfahrt war zwar fast dieselbe Strecke wie bei der Hinfahrt, aber der Fahrer fuhr etwas schneller und machte auch keine Umwege, um zu für die Insel wichtige Stellen zu kommen.

    Die folgenden Fotos sind einfach Impressionen, die ich während der Fahrt festhalten konnte.

    Für die ausgefallene Zugfahrt soll es laut TUI-Mitarbeiterin automatisch eine Kompensation geben, die per Brief an die Kabinentür mitgeteilt werden wird.

    So waren wir etwas früher wieder zurück als erwartet und - da eine der Einkaufsgassen direkt am Weg zum Schiff lag, sah ich mir auch die Auslagen in ein paar Geschäften an, fand aber nichts, das ich unbedingt haben wollte.

    Auf dem Weg zum Pier, nach Betreten des Hafenbereichs, fing es mal wieder an leicht zu regnen. Ich war gerade in der Nähe von großen Sonnenschirmen, die ich auch aufsuchte, als der Regen etwas stärker wurde. So war ich bereits im Trockenen, als mal wieder ein kurzer Wolkenbruch niederging.

    Auf dem Schiff dann die übliche Meinungsverschiedenheit zwischen der Irren und der Finanzministerin, ob wir uns zuerst frisch machen oder etwas essen und trinken. Da es auch bald Abendessen gab, war klar, dass die Irre ihren Hunger noch etwas würde zügeln müssen.

    Vor dem Ablegen, um 21:00 besuchte uns noch eine lokale Tanzgruppe und machte auf dem Pooldeck eine ihrer Aufführungen. Es war phantastisch, was diese Gruppe geboten hat: 3 Musiker und 9 Tänzer. Ich habe zwar einige Fotos gemacht, kann diese jedoch nicht am Laptop so bearbeiten, dass sie forumskonform sind. Außerdem sagen Fotos einfach nicht genug aus. Wer sich für die Gruppe interessiert: einfach im Internet nach "Valon´s Masquerades" suchen. Ich habe eine Facebook-Account und einen Youtube-Kanal gefunden.

    Als ich dann wieder auf die Kabine kam, war vor meinem Balkon wieder die Marella Explorer 2. Sie legte aber bald wieder ab. So konnte ich die Ausfahrt aus dem Hafen in aller Ruhe auf meinem Balkon genießen.

    Irre: Guten Morgen leckeres Frühstück. Heute bekomme ich bestimmt wieder kein Mittagessen und auch keinen Kuchen am Nachmittag.

    Finanzministerin: Die Irre schnieft und hustet noch ganz gewaltig. Aber der Appetit ist wieder da. Und dabei hatte ich gehofft, dass ich ein paar Tage nicht ganz so aufpassen muss, dass die Hose für die Heimfahrt noch zu geht.

    Der nächste Fotostopp war dann der nicht weit entfernte Shirley Heights Lookout, der schon im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg als Signalstation diente. Später wurde sie zu einer kleinen Garnison ausgebaut, die den darunter liegenden Hafen beschützen sollte. Heute dient sie als Ausflugsgaststätte.
    Als wir bei Shirley Heights hielte, regnete es ziemlich heftig, so dass wir ein paar wenige Minuten im Bus auf das Ende des Regens warteten.

    Die Aussicht von da oben muss an klaren Tagen super sein. Heute war es leider nicht ganz so klar.

    Danach ging es wieder weiter, hinunter zu dem Hafen, der von oben sichtbar war, dem Nelson Dockyard.

    Der "Antigua Naval Dockyard", wie der Hafen ursprünglich genannt wurde, wurde von Anfang des 18. bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Stationierung britischer Schiffe zum Schutz der Insel genutzt. Seine Bedeutung stieg, als er während der Napoleonischen Kriege zur Stationierung englischer Kriegsschiffe und deren Besatzung und Versorgung genutzt wurde. Die meisten Gebäude stammen aus dieser Zeit.
    Heute ist der Dockyard UNESCO Weltkulturerbe und wurde erst dafür in "Nelson Dockyard" umbenannt, da Nelson der berühmteste Kommandant dort war.

    Nach dieser Besichtigung ging es wieder zurück zum Schiff.
    Mir hat der Ausflug sehr gut gefallen, gibt er doch einen Einblick in die Geschichte Antiguas als britische Kolonie. Die Reiseleiterin hat während der Fahrt (auf englisch) so viele Informationen über die Insel erzählt, dass ich mir nur Bruchteile merken konnte.

    Wieder auf dem Schiff wollte die Irre gleich das nächste Restaurant stürmen, hatte sie doch auf den letzten Metern festgestellt, dass sie Hunger und Durst hat. Mit einiger Mühe ließ sie sich jedoch davon überzeugen, dass es am Ende besser ist, wenn sie sich erst einmal frisch macht und den schlimmsten Durst stillt. Und dann konnte sich noch beobachten, wie die Norwegian Breakaway ablegte und endlich das Schiff zu sehen war, das sie vorher verdeckte, die P&O Arvia.

    Danach durfte sie sich endlich beim Abendessen im Atlantik Mediterran satt essen und dabei feststellen, dass sie dieses Essen gar nicht hätte genießen können, wenn sie sich schon vorher an einem der Buffets vollgestopft hätte.

    Das Ablegen haben wir während des Abendessens nur an den Geräuschen bemerkt und daran, dass der Boden wieder schwankte, als wir nach dem Essen zurück auf unsere Kabine sind.

    Jetzt sind wir unterwegs nach Basseterre, dem Hafen von St. Kitts.

    25.01.2025 - Antigua (St. John´s)

    Die Erkältung ist schon viel besser als gestern. Aber sie ist noch nicht überstanden. Damit nichts Schlimmeres daraus wird, werde ich mich in den nächsten Tagen noch etwas schonen und nicht mehr viel auf eigene Faust unternehmen. Die gebuchten Ausflüge waren von Anfang an so gewählt, dass ich sie auch mit einer Erkältung würde mitmachen können.

    Ich bin auch zur Freude der Irren nicht früher als sonst aufgestanden und konnte dann zu meiner Freude in einem halb leeren Anckelmannsplatz frühstücken. Dabei konnte ich auch einen Blick auf den geparkten Kaffee-Robi erhaschen, der ja auch mal Energie tanken muss.

    Noch hatte die Irre nicht viel Appetit. Aber als sie den Lachs sah, musste sie unbedingt welchen zu ihrem Rührei und den gebackenen Bohnen haben. Die Portion vom Ei und den Bohnen war noch etwas kleiner als sonst, aber vom Lachs wollte sie sogar mehr haben als üblich. Und der Obstteller war wie immer voll beladen mit Melonen, Papaya und Mango. Trauben hätten schon auch noch auf den Teller gepasst, aber die hat die Irre verschmäht.
    Irre: Trauben bekomme ich daheim im Herbst auch öfters. Aber Mangos und Papayas kauft Gipsy fast nie und auch bei den Melonen zögert sie immer.

    Danach schlenderten wir über den Teil von Deck 14, der zwischen Treppenhaus B und dem Heck liegt, und machten einige Fotos von St. John´s und den anderen Schiffen.

    Dann zogen wir uns noch einmal auf unsere Kabine zurück, um die letzten Sachen einzupacken, die wir jedoch nicht gebraucht haben. Aber es schadet nie, eine dünne Jacke, 2 kleine Flaschen Wasser (für 3 Stunden Busfahrt mit Fotostopps rechne ich eigentlich 1 kleine Flasche Wasser) und meinen Ausweis dabei zu haben.

    Für den Ausflug "Landschaftsfahrt mit Ein- und Ausblicken" war der Treffpunkt um 13:20 in der Überschau Bar. Als ich um 13:00 aufbrach, merkte die Irre erst, dass sie heute wohl auf ihr Mittagessen und wohl auch den Nachmittagskaffee würde verzichten müssen. Aber da muss sie an Ausflugstagen durch - quasi als Ausgleich dafür, dass sie an Seetagen fast nicht von den Nahrungsquellen weg zu bekommen ist. Aber ein Glas mit Wasser verdünntem Multi-Saft aus dem Tag&Nacht durfte sie mitnehmen und trinken, während wir auf den Beginn des Ausflugs warteten.

    Es wollten doch ziemlich viele Personen diesen Ausflug machen. Und so wurden wir von einheimischen Reiseleiterinnen in Gruppen von je 22 Personen aufgeteilt. Jede Gruppe wurde durch ein Armband mit eigenem Muster gekennzeichnet. Und dann ging es mit 4 Minibussen los.

    Die Fahrt ging zuerst durch St. John´s in Richtung Südküste. Unsere Reiseleiterin erzählte dabei einiges über einheimische Gerichte, Pflanzen und Tiere (alles in Englisch) und machte auch auf die eine oder andere "Sehenswürdigkeit" wie z.B. Kirchen aufmerksam.

    Der erste Fotostopp war an den Blockhouse Ruinen. Das Blockhouse war ein kleines Fort, von dem aus britische Soldaten den Südatlantik und die Karibik überwachten.

    An klaren Tagen bietet sich eine gute Sicht auf die zerklüftete Küstenlinie von Antigua. Heute war die Sicht aber nicht ganz so gut.

    Irre: Guten Morgen St. John's. Guten Morgen Antigua. Guten Morgen Karibik. Guten Morgen kleines Schiff. Guten Morgen großes Schiff. Guten Morgen grünes Wasser.

    Finanzministerin: Der Schnupfen scheint schon etwas besser zu sein. Und der Husten, den ich immer nach ein paar Tagen zum Schnupfen bekomme, ist auch schon da. Aber unsere Reiseapotheke ist genau darauf vorbereitet und wurde natürlich gestern schon geplündert.

    Gipsy: Danke für die vielen Genesungswünsche. Wir lassen es langsam angehen. Unser gebuchte Ausflug startet erst in 3 Stunden. Und eigentlich wollte ich heute Vormittag auf eigene Faust vom Schiff und etwas bummeln. Aber das lasse ich einfach und schaue mir die Stadt vom Schiff und vom Bus aus an.

    Und dann waren wir endlich am Hafen angekommen.

    Wir wurden von der Costa Fascinosa begrüßt, die an dem Landeplatz lag, den wir eigentlich hätten einnehmen sollen.

    Gleich nach dem Anlegen wurde unser Patient ausgeschifft und mit Blaulicht (nicht gesehen) und Sirene (gehört) weggebracht.

    Kurz darauf legte die verspätete Costa Fascinosa auch ab.

    Nach dem Abendessen fand heute die "White Night" statt. Ich war am Anfang noch dabei und fotografierte auch das Buffet mit dem Rumkuchen. Es gab auch eine Durchsage, dass dies nicht das Schoko-Buffet wäre. Dieses würde es zu einem späteren Zeitpunkt geben.

    Als sich die Schnief- und Hustenanfälle häuften, bin ich lieber auf meine Kabine, um heute mal etwas früher als sonst schlafen zu gehen.

    Ich bin ja gespannt, ob ich ohne das Schaukeln der Wellen gut schlafen kann. Eigentlich sollten wir auf dieser Reise keine Nacht in einem Hafen liegen. Aber situationsbedingt haben wir bereits heute Abend in St. John´s angelegt, statt wie geplant morgen früh 7:30.

    24.01.2025 - 11. Seetag - 6. Seetag nach Funchal

    Der Tag heute fing gar nicht gut an. Ich wachte mit verstopfter Nase und ziemlichem Druck auf den Kopf auf: mich hat ein Schnupfen erwischt.

    Der Appetit war auch nicht wie sonst; sogar die Irre drängelte nicht, dass wir endlich frühstücken sollen. Zu ihrer großen Freude verzichtete ich auf die Bewegung vor dem Frühstück auf der Laufstrecke. Das war mir in meinem angeschlagenen Zustand zu anstrengend.

    Zum Frühstück wollte die Irre gar nicht viel essen; sie ging am Buffet vorbei und schüttelte bei jedem Angebot den Kopf. Und dabei hätte sie heute alles haben können, was sie wollte. Aber die Finanzministerin und ich mussten sie sogar dazu zwingen, sich einen Obstteller mit Melone und Kiwi zusammen zu stellen und sich zu ihrem Milchkaffee noch ein Glas Orangensaft zu holen. Als alles aufgegessen war, wollte sie nur noch zurück auf die Kabine und auf dem Balkon lesen und Wellen gucken. Auf dem Balkon war es schon richtig heiß, obwohl ihn heute noch kein Sonnenstrahl getroffen hatte. Das fühlte sich an wie Hochsommer an einem schattigen Plätzchen am Mittelmeer.

    Die Zeit verging mit Lesen und Wellen gucken und viel Wasser trinken. Die Mittagszeit kam und ging; die Irre machte keine Anstalten wegen weiterer Nahrungszufuhr zu quengeln. Erst gegen 14 Uhr ließ sie sich dazu erweichen, mal im Anckelmann nachzusehen, ob ihr etwas Lust auf Essen machte. Aber viel war da nicht zu wollen. Das späte Mittagessen bestand aus einer kleinen Scheibe Entenbrust, einem großen Löffel Gemüse, einem Obstteller mit Melone, Papaya und Ananas sowie einem Glas mit Wasser verdünntem Orangensaft.

    Auf dem Weg zurück in die Kabine nahmen wir noch einen leeren Kaffeebecher und einen Teebeutel Kurkuma+Ingwer mit. So können wir auf der Kabine ganz einfach Tee kochen, wenn wir heute Abend Lust darauf haben sollten, indem wir die Espressomaschine in einen Wasserkocher umfunktionieren.

    Und wieder ging es noch gut 1 Stunde auf den Balkon. Den wieder sehr interessanten Vortrag "St. Maarten und Tortola" von Thorsten Greuer sahen wir im Kabinen-TV vom Sofa aus an.

    Danach wollte ich noch etwas lesen vor dem Abendessen, aber es zeigten sich in der Ferne die ersten Hügel der Insel Antigua.

    Da war an Lesen nicht mehr zu denken.

    Auch die Viking Sea begegnete uns, als diese Antigua verließ.

    Und dann kam auch schon der Lotse an Bord. Jetzt sollte der Hafen nicht mehr allzu weit weg sein.

    Aber zuerst ging es noch einige Zeit an der Küste entlang.

    Ein Blick zurück: