22.6.26 – Budapest – Liegezeit: 15.30h – 06.00h (23.6.)
Wetter: 30 Grad, sonnig und bewölkt
Schon die Einfahrt nach Budapest war ein Erlebnis. Ich war nur am Schauen und kam aus dem Staunen nicht mehr heraus. Wir kamen auch in Budapest mit fast 2 Std. Verspätung an, der Grund hierfür ebenfalls Niedrigwasser, das Schiff mußte langsamer fahren. Unsere Anlegestelle war direkt an der Kettenbrücke.
Phoenix bot heute zwei Ausflüge an, „Budapester Stadtrundfahrt“ und „Fischerbastei per S-Bahn/Stadtbus/zu Fuß jeweils ca. 3,5 Std.
Wir machten uns in Eigenregie zu Fuß auf den Weg. Zur Markthalle konnten wir nicht mehr gehen, denn sie hatte schon geschlossen. So schlenderten wir gemütlich Richtung St. Stephans-Basilika und ließen uns dann in einem Café auf einen kühlen Drink nieder.
Nach dem Abendessen folgte dann das absolute Highlight von Budapest. Unser Kapitän machte mit uns eine 1 ½ stündige Lichterfahrt. Das war so zauberhaft und beeindruckend! Mir blieb ja schon am Nachmittag der Mund vor Staunen offen stehen, am Abend habe ich ihn dann gar nicht mehr zugebracht
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Budapest, was machst du mit mir – ich muß unbedingt wieder kommen (ich habe schon recherchiert, der Railjet von Salzburg fährt nach Budapest in 5 ½ Stunden, ich fahre also morgens los und bin mittags schon in Budapest, genial!)![]()
Passend zum Abend wurden am Sonnendeck Salamihäppchen und Schnaps gereicht und die ungarischen Tänze gespielt. Ein rundum gelungener Ausklang dieses unvergesslichen Abends.
Beiträge von klassikfan
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21.6.26 – Vukovar – Liegezeit: 12.00h – 18.00h
Wetter: über 30 Grad, sonnig und schwülWir erreichen pünktlich Vukovar und Phoenix bietet heute zwei Ausflüge an. „Osijek“ und „Ilok mit Weinverkostung“ jeweils ca. 3,5 Std. Wir entschieden uns für den Ausflug nach Osijek. Unser Reiseleiter Ivan erzählte uns viel über die traurige Geschichte der Stadt Vukovar während des Kroatienkrieges und über Osijek, wo er heute lebt. Vukovar wurde im Krieg fast vollständig zerstört und wieder aufgebaut. Die Einwohnerzahl hat sich von gut 40.000 auf etwa die Hälfte reduziert. Viele, die damals flüchten mußten, sind nicht mehr zurückgekehrt. Berühmt ist Vukovar für seinen Wasserturm, der das Stadtbild schon von weitem prägt. Er gilt als ein Mahnmal an den Krieg und musste in der Schlacht um Vukovar 1991 über 650 Einschüsse einstecken.
Das Zentrum von Vukovar läßt sich vom Schiff aus über einen ca. 500 m langen Fußweg gut erreichen und lädt durchaus zum Flanieren ein. Die schöne barocke Altstadt wurde großteils wieder hergestellt. Sehenswert ist unter anderem auch das Schloss Eltz, das im Krieg vollständig zerstört, aber wieder komplett aufgebaut wurde und heute das Stadtmuseum beherbergt.
Wir machten eine kurze Stadtrundfahrt durch Vukovar und erreichten nach ca. 1 Std. die Stadt Osijek. Sie ist die viertgrößte Stadt Kroatiens und liegt am Ufer der Drau. Wir spazierten durch die Altstadt und machten dann auf der Aussichtsterrasse eines Hotels eine Erfrischungspause mit einem kühlenden Getränk. Das war auch schon dringend notwendig, denn heute war es brütend heiß.
Es war ein sehr schöner Ausflug, der uns auch etwas nachdenklich zurück ließ. Reiseleiter Ivan hat uns vieles zum Krieg erzählt, auch seine persönliche Geschichte, die ihn als Flüchtling im Alter von 3 Jahren gemeinsam mit seinen Eltern, Großeltern und Geschwistern in die Nähe von Hagen in Deutschland führte, wo er fast 10 Jahre verbrachte, ehe seine Eltern wieder nach Kroatien zurück gingen.
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Belgrad bekommt von mir auf jeden Fall eine zweite Chance. Es lohnt es sich bestimmt, die Stadt bei einem nächsten Besuch etwas intensiver zu erkunden.
Aufgrund der verspätet begonnenen Ausflüge wurde auch das Abendessen nach hinten verschoben. Nach dem Abendessen kam dann noch eine junge Folkloregruppe an Bord und sie wurde für ihre Darbietungen ausgiebig mit Applaus bedacht.
Der Abend klang dann wieder mit der üblichen Gesichtskontrolle durch die serbischen Behörden aus
bevor das Schiff zur Weiterfahrt freigegeben wurde. Kurz vor Mitternacht verlassen wir Belgrad Richtung Kroatien. -
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20.6.26 – Belgrad – Liegezeit: 12.00h – 23.00h
Wetter: bis zu 32 Grad, sonnigWir erreichen Belgrad erst nach 16.00h. Ein medizinischer Notfall sowie Niedrigwasser begründen die Verspätung. Außerplanmässig mußten wir in Lom (Bulgarien) einen über 2-stündigen Stopp einlegen, da es einen medizinischen Notfall gab. Phoenix hat einen Krankentransport organisiert, der auch schon am Hafen bereit stand. Nach gut 2 Stunden kam der/die Patient/in wieder zurück aufs Schiff und wir konnten die Fahrt fortsetzen, allerdings nur mit gedrosseltem Tempo, da die Donau extrem wenig Wasser führte.
Das Einreiseprocedere in Belgrad war gleich wie in Novi Sad, also auch wieder fast 1 Std. warten, bis alle Pässe eingescannt waren und anschließend „Anmarsch“ zur Gesichtskontrolle.
Somit konnten die Ausflüge erst um ca. 17.30h starten. Phoenix hat zwei Ausflüge angeboten, „Belgrad“ Dauer ca. 3,5 Std. mit Bus und zu Fuß sowie eine zweistündige Panoramafahrt, für die wir uns entschieden hatten.
Der berühmte Architekt Le Corbusier soll gesagt haben: „Belgrad ist die hässlichste Stadt der Welt am schönsten Ort der Welt“. Die Lage der Stadt ist wirklich einmalig schön, denn sie liegt am Zusammenfluß von Save und Donau. Das alte und neue (Novi Beograd) Belgrad sind durch den Fluß voneinander getrennt. Es gibt schöne, alte Bauten, aber auch weniger schöne. Belgrad ist eine sehr grüne Stadt, es gibt viele Parks. Die Altstadt liegt sehr hügelig, hingegen ist es in Novi Beograd sehr flach. Alle Bilder, die ich euch zeigen kann, sind vom Bus aus gemacht und daher nicht von bester Qualität. -
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19.6.26 – Flusstag
Wetter: 28 Grad, sonnig
Der heutige Tag ist schnell beschrieben. Es war wieder strahlend blauer Himmel und es wurde heiß. Um 12.30h war heute Barbecue auf dem Sonnendeck angesetzt, was wieder sehr gut angenommen wurde. Nachmittags konnte man in der Panorama-Lounge eine Runde Bingo spielen, um 18.30h gab es einen Kapitänscocktail in der Panorama-Lounge zur Mittel-Gala und anschließend gab es das Mittel-Gala-Dinner im Restaurant. Ab 21.00h hatte dann die Bordkünstlerin Christina wieder einen Abend unter dem Motto „Jugend ist aus“-Aber Prosecco wär noch da! Für uns war der Abend schon mit unseren Tischnachbarinnen auf dem Sonnendeck reserviert …
Um 3.00h morgens wurden die Uhren wieder um eine Stunde zurückgestellt. -
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18.6.26 – Rousse – Liegezeit: 8.00h – 19.00h
Wetter: 27 Grad, sonnigHeute legen wir pünktlich in Rousse an. Rousse hat 162.000 Einwohner und gilt als europäischste Stadt Bulgariens. Sie ist die größte Stadt des Landes an der Donau und die fünftgrößte des Landes. Der Literaturnobelpreisträger Elias Canetti wurde 1905 hier geboren und verbrachte seine ersten Lebensjahre in der Stadt. Rousse ist auch eine wichtige Hafenstadt.
Phoenix bietet heute die Ausflüge „Rousse und Felsenkirche von Ivanovo“ und den Ausflug „Rousse“ an. Wir hatten Zweiteren gebucht, der ca. 3,5 Std. dauern sollte. Es ging um 9.00 Uhr los. Wir machten mit dem Bus eine kleine Stadtrundfahrt und fuhren durch die breiten Boulevards, vorbei am Bahnhof und dem Phanteon und gelangten zur Hl. Dreifaltigkeitskirchen. Hier begann der geführte Rundgang mit unserer Reiseleitern Boriana (weibl. Form von Boris, dem Schutzpatron Bulgariens). Boriana hat uns hervorragend ihre Stadt präsentiert, wir machten den ersten Halt an der Dreifaltigkeitskirche, die wir aber innen wegen Renovierung nicht besichtigen konnten. Weiter ging es vorbei am Opern- und Schauspielhaus zum Freiheitsdenkmal sowie zum Gericht. In einem Café in der Fußgängerzone gab es eine Erfrischungspause mit einem Glas Sekt und dem Nationalgebäck Baniza. Den Abschluß unseres Rundgangs bildete dann ein ca. 15-minütiges Klavierkonzert im Historischen Museum, von wo uns dann der Bus wieder zum Schiff zurück brachte.
Das war ein wirklich gelungener Ausflug in dieser schönen Stadt.
Unsere Tischnachbarinnen hatten den Ausflug mit Felsenkirchen von Ivanovo gemacht und waren auch sehr zufrieden. Für bewegungsbeeinträchtigte Personen ist dieser Ausflug allerdings nicht geeignet, da der Weg zur Felsenkirche sehr steil und uneben und nicht befestigt ist. Man sollte hier schon relativ trittsicher sein. -
Und weitere Bilder
Die MS Nestroy, das einzige Schiff, das bis Tulcea fährt.
Um ca. 15.30h starteten wir die Rückfahrt nach Fetesti wo wir gegen 18.00h wieder ankamen. Die Crew erwartete uns bereits mit Erfrischungsgetränken und kühlen Handtüchern und nach einer kurzen Rast auf der Kabine machten wir uns frisch für das Abendessen.
Es war ein wunderschöner - wenn auch langer - Tag und glücklich, über die schönen Eindrücke dieses Tages, wiegte uns das Schiff sanft in den Schlaf.
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17.6.26 – Fetesti/Fahrt ins Donaudelta – Liegezeit: 0.30h – 19.00h
Wetter: 28 Grad, sonnig
Bereits bei der Abfahrt in Passau wurde uns von Kreuzfahrtleiterin Beatrix Aretz mitgeteilt, daß Phoenix aufgrund der politischen Lage nicht auf dem Schiffsweg nach Tulcea fährt, sonder ab Fetesti mit Bussen. So stand uns eine relativ lange Busfahrt bis Tulcea bevor und wir starteten schon um 8.00h morgens.
Phoenix bot an diesem Tag 3 Ausflüge an. „Bootsfahrt im Rumänischen Donaudelta“ bzw. „Donaudelta exklusiv“ jeweils mit Lunchpaket sowie „Konstanza“ mit Mittagessen inklusiv.
Schon ab 6.30h konnte man sich in der Panorama-Lounge sein individuelles Lunchpaket zusammenstellen (Sandwich, Obst, Süßes, Mineralwasser) und dafür den auf der Kabine befindlichen Phoenix-Rucksack benutzen.
Da wir unsere Reise relativ spät (erst im April) gebucht haben, war der Ausflug „Donaudelta exklusiv“ bereits ausgebucht, sodaß wir alternativ den Ausflug mit dem größerem Schiff gebucht haben. Für uns war es aber optimal, wir konnten die Fahrt sehr geniessen und es ging über 3 Std. ganz geruhsam durch verschiedene Fluss-Arme im Delta.
Die Busfahrt von Fetesti nach Tulcea dauerte gute 2 Stunden, mit einem Toilettenstopp an einer großen Tankstelle mit Shop, nach ca. der Hälfte der Fahrzeit. Unser Reiseleiter hat uns viel über das Land und das Donaudelta erzählt, sodaß die Fahrt recht kurzweilig war. In Tulcea angekommen, wechselten wir dann auf unser Schiff.
Das Donaudelta stellt nach dem Wolgadelta das zweitgrößte Delta Europas dar und umfasst ein Gebiet von 5800 km2 wovon 72% mit einer Fläche von 4178 km2 unter Naturschutz stehen. Diese Fläche liegt zu 82,5% im rumänischen Teil sowie zu 17,5% in der Ukraine. Im Biosphärenreservat konnten bisher etwa 5200 Tier- und Pflanzenarten katalogisiert werden. Weiters beherbergt das Reservat mit einer Ausdehnung von etwa 1800 km2 weltweit das größte zusammenhängende Schilfrohrgebiet und ein bedeutendes Vogelschutzreservat mit der größten Pelikankolonie Europas. Die UNESCO nahm das Gebiet 1993 in die Weltnaturerbeliste auf.
Auf unserer Fahrt sahen wir viele Vögel, auch Pelikane und einige haben es auch vor die Kamera geschafft, aber es ist gar nicht so leicht, sie auf Bildern einzufangen. Da muss man oft sehr schnell am Drücker sein bzw. hatte Pech, wenn man auf der falschen Seite im Boot saß. Die Fahrt war aber wunderschön und man konnte sich voll der Natur hingeben.